Mit Schreiben vom 16.011.2012 informiert Diagnose-Funk:
Diagnose-Funk fordert massive Senkung der Mobilfunk-Grenzwerte
Verbändeanhörung in Bonn
Am 21.11.2012 findet im Bundesministerium für Umwelt die Anhörung zur Novellierung der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (26.BImSchV), in der die Grenzwerte festgelegt werden, statt.
Die Bundesregierung will an den hohen Grenzwerten festhalten, trotz der wachsenden Strahlenbelastung und der Eingruppierung der Mobilfunkstrahlung als möglicherweise krebserregend, trotz den Aufforderungen zur Grenzwertsenkung durch Europarat, Europaparlament und dem BUND.
Die bestehenden Grenzwerte garantieren der Mobilfunkindustrie den ungehinderten Ausbau, aktuell mit LTE, die Verwandlung der Städte in WLAN-Hot Spots, ohne Rücksicht auf gesundheitliche Folgen.
Diagnose-Funk e.V. fordert, dass die Bundesregierung nicht weiter dem Druck der Industrie nachgibt, sondern den Schutz der Bevölkerung an die erste Stelle setzt.
Diagnose-Funk e.V. ist auf der Verbändeanhörung vertreten und hat eine ausführliche Stellungnahme verfasst, in der eine schrittweise Senkung der Grenzwerte gefordert wird.
Stellungnahme als PDF:
http://www.diagnose-funk.org/assets/df_ ... -11-14.pdf
Die Stellungnahme geht vom Vorsorgeprinzip, dem Stand der Wissenschaft über nicht-thermische Wirkungen der Mobilfunk-Strahlung und dem Prinzip des Schutzes der Unverletzlichkeit der Wohnung aus. Sie schließt sich den Forderungen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an: Ziel muss ein Grenzwert von 0,02 V/m sein, also eine Absenkung des Grenzwertes um den Faktor 3000. Diagnose-Funk schreibt:
"Die in der 26.BImSchV. formulierten und mit der Novellierung faktisch unverändert bleibenden deutschen Anlagen-Grenzwerte, abgeleitet aus den Empfehlungen des Interessenvereins ICNIRP vom Dezember 2010 sowie den hierauf aufbauenden Empfehlungen der deutschen Strahlenschutzkommission, stehen in einem unvereinbaren Widerspruch zur wissenschaftlichen Erkenntnislage des Jahres 2012."
Sollten Sie über entsprechende Kontakte verfügen, geben Sie die Stellungnahme von Diagnose-Funk e.V. an Ihre Bundestagsabgeordneten und andere Politiker weiter und fordern, dass sie sich für eine massive Senkung der Grenzwerte einsetzen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Bericht auf unserer Webseite:
http://www.diagnose-funk.org/themen/gre ... rung-der-2...