"In der Forschung gibt es kein letztes Wort"
Das ist ein sehr interessanter Artikel von Spatenpauli;
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=54238
Ich zitiere daraus:
"SPIEGEL: Ziemlich blamabel für Ihre Zunft, wenn Sie nun nachsitzen müssen und Ihre Modelle an die Wirklichkeit anpassen ...
Storch: Wieso? So funktioniert der wissenschaftliche Erkenntnisprozess nun einmal. In der Forschung, auch in der Klimaforschung, gibt es kein letztes Wort. Wir liefern nie die Wahrheit, sondern lediglich die jeweils beste Annäherung an die Wirklichkeit. Nur wird das in der öffentlichen Wahrnehmung und Vermittlung unserer Arbeit oft vergessen."
Spatenpauli schreibt hierzu seinen Kommentar:
"Kommentar: Mobilfunkgegner haben tatsächlich nicht selten ein verzerrtes Bild von der Forschung. Sie fordern von ihr ultimativ Antworten, die bis zum Jüngsten Gericht Gültigkeit haben sollen. Und wenn diese Antworten nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen, weil z.B. mit Vorbehalt gegeben, werden sie patzig, triumphieren oder verfallen in Verschwörungsphantasien."
Er unterstellt Mobilfunkgegnern ein nicht selten verzerrtes Bild von Forschung. Im Übrigen sollte sie bis zum Jüngsten Gericht gültig sein, ansonsten würden sie patzig, triumphieren oder fallen Verschwörungstheorien anheim.
Hierzu meine Aussage: Niemand verlangt von der Wissenschaft ultimatives Wissen. Das ist blanker Unsinn! Sie sollte aber nicht eindeutig einer Technik zuliebe agieren und Erkenntnisse, wie Hinweise, Effekte und Auswirkungen völlig außer Acht lassen, weil sie ein Dogma erstellt hat, das es gilt einzuhalten. Mit Auswirkungen, u.a. auf Pflanzen und Tiere, meine ich auch die Beschwerden durch EMF über die Betroffene klagen.
Dazu habe ich nun einige Fragen, die folgende Tatsachen zugrunde legen:
Erkenntnisse hat man nur bis zum heutigen Tag. Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm ergab, dass man über Kinder wenig weiß.
1. Woher nimmt man also das Recht, Menschen die an Funk leiden, als Phobiker und Fixierte zu bezeichnen - noch dazu unbesehen? Noch dazu wenn einfachste Studien DECT/Telefone-Blutdruckschwankungen vom Beurteilenden abgelehnt wurden?
2. Woher nimmt Prof. Eikmann das Recht öffentlich zu sagen in etwa: Beschwerden durch Mobilfunk, das gibt es eigentlich nicht? (Bayer. Landtag 7.12.2006)
3. Woher nimmt Herr Prof. Lerchl das Recht zu sagen, dass Menschen sich nur "in einer subjektiv empfundenen Notlage befinden?"
4. Wer gibt also das Recht, alle vorliegenden Hinweise zu ignorieren, weil nicht die Meinung vorwiegender Wissenschaft?
5. Wodurch ist eine ins Uferlose gehende Aufrüstung ohne jede Vorsicht und Rücksicht gerechtfertigt? Wohl durch die Tatsache, dass man nur bis heute weiß, wobei man Anderes m.E. nicht wissen will und über Kinder wenig weiß?
Und dann an die "besonderen Freunde" der von Funk Betroffenen:
Wie kommt man dazu, jemanden, der unter dieser Technik leidet und seine verbliebene Energie dazu verwendet, sich bemerkbar zu machen und auf ein Problem hinzuweisen, mit einem 80-fachen Massenmörder zu vergleichen? Dann amtliche Betreuung vorzuschlagen, offen im Netz und, und ... ? Einen an einem Hirntumor Erkrankten Journalisten, der Jahre mit dem Handy arbeitete, dermaßen auseinander zu nehmen? Wie kommt der damalige oberste Strahlenschützer dazu, das zu initiieren und dann nach dessen Tod nicht einmal ein Wort des Bedauerns zu haben?
Aus obigem Interview möchte ich Storch nochmals zitieren:
"Wir liefern nie die Wahrheit, sondern lediglich die jeweils beste Annäherung an die Wirklichkeit. Nur wird das in der öffentlichen Wahrnehmung und Vermittlung unserer Arbeit oft vergessen."
Also, man nehme sich das endlich mal zu Herzen: Man hat die Wahrheit nicht! Bestenfalls eine Annäherung! Also, mit welchem Recht macht man Menschen nieder? Mit welchem Recht sagt man den Medien, über diese Menschen nur noch wissenschaftlich fundierte Berichte zu bringen, wenn man selbst wissenschaftlich nicht die Wahrheit liefern kann, wenn man andere auch vorhandene Erkenntnisse konsequent ignoriert?
Eva Weber
edit 14:37