Kleinzellennetze

Helmut Breunig

Kleinzellennetze

Beitrag von Helmut Breunig » 20. Dezember 2016 17:56

Kleinzellennetze
conviva hat geschrieben:Kleinzellennetze bauen Kapazitätsreserven auf

Es wird bei der Anpreisung der angeblichen Vorzüge mit überholten Vorstellungen gearbeitet. Dabei geht es um Ausweitung und Diversifizierung von Kapazitätsreserven. Beispiel: Wenn man ersthaft das Projekt des selbstfahrenden Autos umzusetzen gedenkt, braucht man schon dafür künftig eine Menge verfügbarer Kapazitäten für die Gebietsabdeckung. Ist etwa schon das ein Grund für die Initiative zur Grenzwerterhöhung? Dazu das "Internet der Dinge" und und ...
Es wird daher kein einziger Sender wegen nicht gebrauchter Kapazitäten abgeschaltet werden. Es sein denn um an anderer Stelle nach Intersse der betreiber besser platziert zu werden. Der Trafic an den Masten wird nicht zurückgehen wegen der Kleinzellen. Somit kann im Gesamtbild das Ergebniss des Konzeptes nicht die Verminderung der Gesamtbelastung sein. Die gleichmässige Verteilung der zusätzlichen Belastung durch die "Kleinsender" wie man sie verharlosend bezeichnet, füllt die Lücken zwischen den Masten, die vorher etwas niedriger belastet waren auf. Die Unterschiede in der Fläche werden hochnivelliert. Auch zwischen indoor und outdoor. Mit der Orientierung an der Feldstärke zur Bewertung des Gesundheitsrisikos durch WLAN- und LTE-Signale kann man unmöglich der biologischen Wirksamkeit gerecht werden.
Hier steht's nun: https://www.gigaherz.ch/die-grosse-stil ... dem-sturm/
Neue Innovationen wie etwa selbstfahrende Autos oder intelligente Energie- und Gebäudesteuerungen würden sonst verunmöglicht. Auch der Einsatz von Sensoren im Gsundheitswesen (internet der Dinge) sei sonst nicht möglich.
Siehe unter: https://www.gigaherz.ch/das-internet-der-dinge/


Um so brennender diese Frage: viewtopic.php?f=2&t=41430&p=69795#p69785
Helmut Breunig hat geschrieben:Kleinzellige Mobilfunknetze sollen eine Verbesserung beim Strahlenschutz bringen. Dabei wird die Bewertung des Modells St. Gallen * als Rechtfertigung angeführt.
( * s. hierzu viewtopic.php?f=2&t=40241&hilit=St.+Gallen)

Die Praxiserfahrungen des Amts für Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen mit dem «St. Galler Wireless» bestätigen, dass ein solches Kleinstzellenkonzept reibungslos, mit tragbaren Betriebskosten, energieeffizient, strahlenminimiert und dennoch leistungsorientiert funktioniert und nicht nur mit WLAN, sondern mit der jetzigen und der künftigen Mobilfunkgeneration realisiert werden kann.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/co ... -ld.132037

Mit folgender Begründung:
Für Professor Niels Kuster, Leiter der Forschungsstiftung ITIS und der Gruppe Bioelectromagnetics/EMC an der ETH Zürich, kann nur ein dichteres Antennennetz die wachsenden Datenkapazitäten der Zukunft sicherstellen. Das würde gleichzeitig zu einer deutlichen Reduktion der Exposition führen. Studien haben gezeigt, dass diese Reduktion um mehr als den Faktor zehn ausfallen würde. ...
So sei die nächste Mobilfunkgeneration, 5G, die eine sehr hohe Datenrate ermögliche, aus technischen Gründen auf kurze Distanzen (also eine hohe Antennendichte) angewiesen.

Auf welche Studien bezieht sich die Aussage, wonach erwiesen sei, dass "diese Reduktion um mehr als den Faktor zehn ausfallen würde"?
Wo gibt es für die Öffentlichkeit zugängliche Untersuchungesergebnisse zum Thema HF-Belastung und Funkzellenaufbau?

Hans-U. Jakob
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Registriert: 10. Februar 2007 15:37

Re: Kleinzellennetze

Beitrag von Hans-U. Jakob » 23. Dezember 2016 09:23

Antennen für Kleinzellen-Funknetze sind für ihre allernächste Umgebung gar nicht etwa so harmlos. Siehe letztes Bild unter https://www.gigaherz.ch/mobilfunkstrahl ... gemacht-2/
und
https://www.gigaherz.ch/nachttischlaemp ... nungslose/
und
https://www.gigaherz.ch/wenn-es-aus-dem ... kel-funkt/
Kleinzellen bedienen lediglich ein viel kleineres Gebiet und befinden sich viel näher am Menschen. Die EM-Felder am Menschen sind dadurch ebenso stark. Wegen der unmittelbaren Nähe oft sogar noch stärker, bleiben jedoch auf ein viel engeres Gebiet beschränkt.
Von einer einzelnen Antenne werden weitaus weniger Menschen bestrahlt. Aber weil viel mehr Kleinzellen als Grossantennen benötigt werden, läuft es wieder auf das Selbe hinaus.
Hans-U, Jakob (Gigaherz.ch)

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