Soziale und ökologische Disruption durch Medien und Robotik

conviva

Soziale und ökologische Disruption durch Medien und Robotik

Beitrag von conviva » 18. Juli 2019 14:56

STOP 5G: SIND WIR SICHER, DASS WIR MEHR GESCHWINDIGKEIT BENÖTIGEN?
Wir leben in einer Zeit, in der das Virtuelle das Reale drastisch verdrängt. Wir sind immer enger miteinander verbunden und gleichzeitig immer allein. Wir haben 5.000 virtuelle Freunde und in Wirklichkeit haben wir Mühe, mit unserem Nachbarn in der U-Bahn zu plaudern. Wir gehören zu den sozialsten Bevölkerungsgruppen in Europa. Wir verbringen bis zu 90 Stunden im Monat online, haben aber keine Zeit mehr zum Kochen, Spazierengehen und Spielen mit unseren Kindern. Die Technologien nehmen zu, sie vereinfachen unser Leben (oder sagen sie), aber in der Zwischenzeit werden die Italiener immer trauriger und unfähiger (Quelle Censis, 2018). Sind wir in diesem Szenario wirklich sicher, dass wir einen Kühlschrank benötigen, der mit der Kaffeemaschine in Dialog tritt und eine Verbindung zum Herunterladen von Videos in Rekordzeit herstellt? Was handeln wir mit dieser Hyper-Konnektivität, dieser Super-Geschwindigkeit, dieser technologischen Bulimie? Angesichts des Aufkommens von 5G hat sich selbst Mdf einige Fragen gestellt und versucht, durch die Kombination von Daten, Quellen, wissenschaftlichen Untersuchungen und maßgeblichen Meinungen Antworten zu geben oder zumindest die Debatte zu beginnen, die notwendig ist, um frei und mit zu entscheiden Bewusstsein, welchen Weg wir für unsere Zukunft und den des Planeten einschlagen wollen.
http://www.decrescitafelice.it/2019/07/ ... -velocita/

Japans Roboterrevolution
Die Zukunft der Liebe

Der japanische Roboterboom hat drei Gründe. Erstens sind viele Japaner Shintoisten; sie glauben daher, dass alle Dinge eine Seele haben, auch Maschinen. Zweitens arbeiten viele Japaner überdurchschnittlich viel; für Treffen mit Freunden und für die Partnersuche nehmen sie sich kaum Zeit. Das Gefühl der Einsamkeit vertreiben sie teils mithilfe von Robotern.
https://www.spiegel.de/gesundheit/kein Ersatz/r ... 77537.html

Treibhausgase
Streaming von Online-Pornos produziert so viel CO2 wie ganz Belgien

Das Klima retten, indem auf das Gucken von Pornos im Internet verzichtet wird? Klingt verrückt, wäre aber tatsächlich eine mögliche Maßnahme. Aber nicht nur das Streamen von Online-Pornos verursacht CO2.
https://www.stern.de/digital/online-por ... 98438.html

Soziale Medien können bei Kindern und Jugendlichen Depressionen verursachen
Durch die Medien wird Kindern und Jugendlichen oftmals vorgegaukelt, dass zahlreiche Menschen in ihrem Traumjob arbeiten, einen perfekten Körper und jede Menge Geld haben, sowie ein aufregendes, beneidenswertes Leben führen.
Je stärker die depressive Verfassung einer Person seine Betrachtungsentscheidungen leitet, desto mehr solche Inhalte werden jedoch ihr vorgeschlagen bzw. von ihr konsumiert. Ist die Depression also erstmal vorhanden, wird sie meist „genährt“ – damit bleibt sie existent und wird häufig immer schlimmer.
Einige Gegner der Studie kritisieren allerdings, dass die Untersuchung zwar umfassend sei, sie allerdings nicht klar belegen könnte, dass die Depression tatsächlich von der Nutzung von Fernseher und Sozialen Medien ausgelöst wurde.

https://healthnewsnet.de/news-2/soziale ... hen-12319/

(unter Verwendung von aktuellen Links aus https://www.diagnose-funk.org/publikationen/newsblog)

conviva

Re: Soziale und ökologische Disruption durch Medien und Robotik

Beitrag von conviva » 22. Juli 2019 09:48

Trumps Amerika
Das Horrorszenario ist schon Realität

"Ich glaube, in vielerlei Hinsicht erleben wir gerade eine Dystopie", hat Stephenson kürzlich in einem Interview gesagt. Aus seiner Sicht liegt das am Internet, ganz speziell an Facebook. Der Schriftsteller hält es da mit Jürgen Habermas: Das Publikum "zerfällt im virtuellen Raum in eine riesige Anzahl von zersplitterten, durch Spezialinteressen zusammengehaltenen Zufallsgruppen", hat der vor einigen Jahren geschrieben. "Die Leute haben keine gemeinsame Basis mehr, um miteinander ins Gespräch zu kommen", sagt Stephenson.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... 78152.html
s.a. Lädierte Streitkultur viewtopic.php?f=2&t=43005

Strahlung und Internet/Facebook bringt auch er leider nicht zusammen.

conviva

Re: Soziale und ökologische Disruption durch Medien und Robotik

Beitrag von conviva » 24. Juli 2019 10:41

"Bis sie die Welt so sahen, wie wir es wollten"
Cambridge Analytica mischte bei der Wahl von Donald Trump mit und gelangte an Daten zu Millionen Facebook-Nutzern

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpol ... 78161.html
Wenn Ex-Mitarbeiterin Brittany Kaiser erzählt, wie sie in ihrer Zeit bei Cambridge Analytica gearbeitet haben, lässt das stutzen: "Wir bombardierten sie über Blogs, Webseiten, Artikel, Videos, Anzeigen - jede Plattform, die zur Verfügung stand -, bis sie die Welt so sahen, wie wir es wollten. Und bis sie für unseren Kandidaten stimmten."

Ist das nun Werbung im Nachgang oder Warnung ? Sicher ist, was sie wollten und weiterhin wollen. Zurichtung des Menschen zur mentalen Käfighaltung. Wer braucht den Chip im Hirn?

conviva

Re: Soziale und ökologische Disruption durch Medien und Robotik

Beitrag von conviva » 25. Juli 2019 16:01

Wenn man die Geschichte und die aktuellen politischen Entwicklungen betrachtet, scheint es eine latente Neigung zur Unmenschlichkeit in vielen Menschen zu geben.
Dieser Satz wurde in einem andern Zusammenhang geschrieben; es geht um vermutete "Toleranz" von und in Behörden gegenüber Rechtextremismus und Terror. Feindeslisten von Rechtsextremen https://www.spiegel.de/forum/netzwelt/f ... t_77475077

Die gemeinte Einstellung ist nicht allzu weit entfernt von jener, mit der man durch Zwangsbestrahlung Geschädigte ohne mit der Wimper zu zucken dahinsiechen und abkratzen lässt. Dafür werden keine Listen geführt, wozu auch. Diese Mitbürger werden schon durch Gleichgültigkeit der anderen - und u. U. ihrer eigenen - erledigt; sie vergehen eben irgendwie. Diese Ignoranz reicht so weit, dass immer noch sehr viele Leute gar nicht mitbekommen (wollen), was da passiert, weil sie sich dafür nicht wirklich interessieren. Wird ihre Haltung möglicherweise durch die Dauerbestrahlung, der auch sie ausgesetzt sind, verstärkt? Schädigung kann viele Gesichter haben.

DyversEve

Re: Soziale und ökologische Disruption durch Medien und Robotik

Beitrag von DyversEve » 25. Juli 2019 21:03

Hallo conviva

Mit Deinem Satz "Wir haben 5.000 virtuelle Freunde und in Wirklichkeit haben wir Mühe, mit unserem Nachbarn in der U-Bahn zu plaudern" sprichst Du was an was stimmt.

Warum ist das so das man über das Internet gesprächiger ist, als in der wirklichen Welt? Manche sind zu überfordert mit WhatsApp Gruppen und sozialen Medien, jedem mitteilen zu müssen was sie machen oder getan haben. Manche fotografieren ihr Essen um es anderen mitzuteilen, gehts noch?

Das sich richtige Menschen in der U-Bahn und sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln oder Plätzen nicht mehr unterhalten finde ich schade. Einerseits sind die mit ihrem Handy zu überfordert, anderseits gibt es auch die Spezies "Was glotzt Du oder warum schaust Du mich an". Dieser Spruch entmutigt die Leute mit anderen ins Gespräch zu kommen. Also nehmen die ihr Handy um sich abzulenken.

Ich persönlich finde es sehr schade, das Menschen unter sich immer weniger kommunizieren ohne Handy. Egal ob es ein Mensch ist den man kennt oder nicht kennt. Für manche ist leider das Handy schon zur Droge geworden.

DyversEve

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