Relationen

Ich bins

Re: Relationen

Beitrag von Ich bins » 19. August 2005 15:59

Grüezi Evi

Offenbar gibt es verschiedene Auslegungen des Begriffs Kompromiss. Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass im Moment (wenn überhaupt) nur ein teilweiser Kompromiss besteht. Der Sinn des Kompromiss muss darin bestehen, dass sich beide Seiten von ihren Terrain hergeben und sich in der Mitte treffen. So müssten z.B. Antennen nicht in Wohngebieten vor der Nase aufgebaut werden, sondern ausserhalb. Ihr Vergleich mit dem Rotlicht hinkt, da bei Rotlicht über die Kreuzug fahren eine klare Übertretung darstellt, die in der Regel eine Sanktion hervorruft. Dies ist bei der hier besprochenen Problematik eben meistens nicht der Fall, die NISV und der Zohnenplan etc. sind eingehalten. Gerade Grenzwerte sind ein sehr heikles und emotionales Thema. Um die Metapher Strassenverkehr weiter zu benutzen: A geht es auf der Autobahn zu langsam vorwärts, B aber zu schnell. Tatsache ist aber, dass 120 km/h als messbare Grösse vom Gesetzgeber festgelegt wurde und daran haben sich alle zu halten. Aber Grenzwerte sind ein anderes Thema und sollte nicht in diesem Thread besprochen werden. Das finanzielle Interessen auf der einen Seite und eine Radikalität der Ansichten auf der anderen Seite einen Kompromiss verhindern, liegt in der Natur der Menschen.

@ Frau Buchs
Nein, ich bin nicht der selbe Poster. Ich habe ausser in diesem Thread noch nie hier gepostet. Da ich ja auch zufällig hier gelandet bin und quasi als 'Nichtbetroffener' und zumindest technisch ein wenig versierter Zeitgenosse hier geschrieben habe. Der Begriff Ökofaschismus ist offenbar auch anderen Personen geläufig und wird öfters in Zusammenhang mit Umweltproblemen verwendet.

Ich möchte mich aber jetzt wieder aus diesem Forum zurückziehen und allen (ich meine ausdrücklich ALLE) Postern wünschen, dass sie auf dem Boden der Tatsachen bleiben und nicht das Ziel aus den Augen verlieren.

Es grüsst euch der 'Ich wars'

Elisabeth Buchs

Re: Relationen

Beitrag von Elisabeth Buchs » 19. August 2005 17:36

Hallo Ich bins,

hoffentlich nicht ich wars für alle Zeiten, dieser Thread ist schon recht lang und die grosse Einigkeit wird man in solchen Diskussionen nie bekommen, keiner will sich seine Meinung nehmen lassen, aber vielleicht erreicht man etwas gegenseitige Nachdenklichkeit.

Noch kurz zu Ihrem Beitrag: auf UMTS sollte generell verzichtet werden, der Widerstand in der Bevölkerung gegen immer noch mehr Antennen ist gross, es kann kaum mehr eine Antenne ausgeschrieben werden ohne entsprechende Einsprachen. Wenn alle Antennen in der ganzen CH aufs Mal ausgeschrieben würden und deshalb die Leute zusammenhalten würden und nicht jeder "seine" Antenne bekämpfen würde, denke ich, dass sich die ganze Aufrüsterei würde "kippen" lassen.

Der maximale Kompromiss, den die Elektrosensiblen eingehen können ist eine GSM-Grundversorgung, so wir sie heute haben, so dass Elektrosensible mit einiger Mühe und allfälligen Umzügen wenigstens noch einen Platz finden, wo sie ein menschenwürdiges Leben führen können.

Die Sat-Antennen sind ein Fall für sich, es scheint nicht allein der Anblick zu sein, der einigen Elektrosensiblen Probleme macht, mögliche Erklärungen habe ich in der Antwort an Margrit versucht anzudeuten, vielleicht gibt es noch weitere.

Das Problem mit nachbarlichen DECT und WLAN lässt sich mit gutem Willen oft auch lösen oder erträglich minimieren, z.B. CT1, Ecomode, Schirmschlauch oder Biscuit-Dose für DECT, Schaltuhr beim W-Lan in der Nacht, Abschirmungen sehr nahe beim DECT oder W-Lan gegen die Seite des Nachbarn.

vy 73 Elisabeth Buchs

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