Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

pegasus

Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

Beitrag von pegasus » 14. Oktober 2005 22:28

Es gibt in verschiedenen Abständen zu unserm Haus mehrere Swisscom- Sendeanlagen und zwar in 1.2km, in 2.1km und 3.5 km Entfernung. Alle 3 haben 'grosse' Leistung. Wenn jedoch jemand bei uns sein Folterkistchen einschaltet, gibt ein Sender Antwort, der 8 km weit weg ist und zwar Vollausschlag!
Meine Vermutung: die minimale Sendeleistung der Antennen ist so gross, dass die Geräte übersteuert würden und deshalb wird die Verbindung mit einem 'schwächeren' (weil weiter weg) Sender aufgenommen.
Nachteile: -der Körper des Handysierenden wird unnötig stark belastet!
-die Anwohner der Sender werden unnötig stark bestrahlt!

Nun ist mir klar, warum ich nach einer Nacht im ehemaligen Oeltank-Raum beim Gehen viel weniger Schmerzen in den Füssen habe, als wenn ich im Elternzimmer im 1.Stock schlafe. Es sind zwar im Umkreis von ca. 50m ziemlich sicher auch noch ca. 12- 15 Dect-Apparate vorhanden.

Ein strahlungsarmes Wochenende wünscht Pegasus!

Walter

Re: Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

Beitrag von Walter » 15. Oktober 2005 17:38

Woher wissen Sie, dass ein Sender Antwort gibt, der 8 km weit entfernt ist?

mips

Re: Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

Beitrag von mips » 15. Oktober 2005 18:00

Mit ihrem Verdacht, dass sie wegen eines zu starken Signales einen weiter entfernte Antenne bevorzugen, liegen sie falsch. Wenn ein Sender in der Nähe so stark senden würde, dass der Empfänger im Handy übersteuert würde, dann wären an diesem Ort die Immissionsgrenzwerte klar überschritten und das Handy könnte auch keine Sender auf Nachbarskanälen mehr emfangen.

Es kann aber sein, dass das Signal von einem weiter entfernen Sender stärker bei ihnen ankommt, als das Signal eines nahen Senders, der nicht in ihre Richtung sendet.

pegasus

Re: Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

Beitrag von pegasus » 15. Oktober 2005 22:52

@Walter:
es gibt im Menu des Swisscom-Handy's eine Funktion, die man einstellen kann und die dann den Sender angibt. Fragen Sie nicht mich, denn ich werde nur im dringendsten Notfall ein H. in die Hand nehmen und dannn bin ich nicht mal sicher, dass ich einen Anruf tätigen könnte. Warum nur im Notfall? Weil ich ziemlich sicher nur unter Schmerzen, evtl. Herzrhythmus-Störungen, sicher aber mit einer Enge hinter dem Brustbein telefonieren könnte! Warum ich das weiss? Weil ich diese Symptome schon habe, wenn Standby-Handys in meiner Nähe sind und erst recht, wenn innerhalb eines Raumes oder draussen innerhalb eines Umkreises von ca. 15m telefoniert wird. Anhand der Schmerzen am Körper kann ich sogar bestimmen, aus welcher Richtung die Strahlen kommen. Mir muss niemand erzählen, dass diese Technologie unschädlich sei, denn diese Strahlen gehen tatsächlich unter die Haut! Sorry Walter, meine Ausführungen sind nicht gegen Sie, sondern als allgemeine Mitteilung gedacht.
Sicher kann jemand Walter's Frage beantworten?
@mips:
Mit den 3 näheren Sendern habe ich fast Sichtverbindung und der in 8km Entfernung müsste einen Hügelzug von ca 100m Höhe überwinden und danach noch einen von 40m. Müsste in dem Fall ein Fehler von Swisscom vorliegen (falsche Programmierung), was ich fast nicht glauben kann. Danke für die Antwort!

argus

Re: Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

Beitrag von argus » 16. Oktober 2005 00:44

Über die geschilderten Beschwerden von Pegasus, und die sind absolut kein Einzelfall, sollten mal alle die lesen, die stereotyp sagen und schreiben: Elektrosensibilität gibt es nicht, sie würden niemanden kennen, der darunter leidet und man müsse ihnen die Elektrosensibiliät erst beweisen. Ich kenne mehrere Leute, die man, so wie Pegasus, direkt als Detektor für Antennen und Handys benützen könnte.

Dies für all jene, die vor allem in den bekannten Foren nördlich der Schweiz die Mäuler aufreissen und Elektrosensible verunglimpfen.

argus

Elisabeth Buchs

Re: Sind die Sender im Dorf gar nicht für uns?

Beitrag von Elisabeth Buchs » 16. Oktober 2005 21:18

Bei den Aussagen zur Elektrosensibilität durch die oben erwähnten Elektrosmog-Leugner handelt es sich wohl vor allem um Zweckbehauptungen wegen deren Beruf/Auftrag/Hobby/Drahtlosgeräten DECT/WLAN. Ob diese überhaupt die differenzierten Texte zur Elektrosensibilität z.B. von Herrn Leitgeb, sonst eher von der andern Fraktion, zur Nemesis-Studie oder von der Kopenhagener Konferenz gelesen haben. Man würde es nicht meinen. Ueber die teilweise regelrechten Hasstiraden und das vehemente Ableugnen von Elektrosensiblen können vernünftige Leser nur noch den Kopf schütteln. Ob es noch zur Gewissensberuhigung dient, falls Gewissen überhaupt vorhanden, wenn abgestritten wird, das Elektrosensibilität durch EMF verursacht werden kann, spielt eigene Angstverdrängung hinein oder dienen Elektrosensible als Sündenböcke für den eigenen Lebensfrust? Politisch handelt es sich beim Psychiatrisieren von Elektrosensiblen wohl um Ableugnen mit System, so dass der massive Ausbau der Drahtlostechnologien ungehindert vorangetrieben werden kann und die Grenzwerte nicht gesenkt werden müssen, (z.B. Herr Repacholi).

Einige Mäulerzerfranser in andern Foren würden sich besser informieren über die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich Elektrosensibilität, was darüber bereits geforscht worden ist (Z.B. Kurzzeitversuche in rascher Folge) und vor allem auch, was noch nicht, z.B. längerzeitige Versuche mit genügender Regenerationszeit, biologische Wirkmodelle wie z.B. Ausweitung des Leitgeb-Versuchs, Auswertung von Redox-Tests, Gentests usw. Was mich beim Leitgeb-Versuch noch interessieren würde, wäre ob die Elektro-Empfindlichkeit stufenweise ansteigt. Ich könnte mir vorstellen, dass bei so nahen Antennen wie bei Familie Ederstein oder Familie Kind noch mancher sich für unsensibel haltender eine böse Ueberraschung erleben könnte. Was unbedingt wichtig wäre, wären unabhängige Studien von kompetenten Wissenschaftlern, vielleicht liesse sich bei europaweiter gemeinsamer Finanzierung durch alle Widerstandsgruppen eine Finanzierung erreichen. Dass eine Studie wie die TNO-Replikation den Betroffenen hilft, kann ich auf Grund der Finanzierung, der Person von Herrn Dürrenberger, der manches sein mag, aber kaum neutral und unabhängig, sondern ohne aufzufallen als Mobilfunkbetreiber durchgehen könnte, des vorhandenen Zwischenberichts und dem ungehinderten Ausbau von UMTS kaum glauben.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

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