Hünenberg: Mobilfunkantenne neben Kinderhaus

The Future's black

Hünenberg: Mobilfunkantenne neben Kinderhaus

Beitrag von The Future's black » 14. Februar 2006 12:11

© Neue Luzerner Zeitung; 14.02.2006; Seite 31

Zuger Zeitung Leserbriefe

Mobilfunkantenne neben Kinderhaus

Wir benötigen keine neuen UMTS-Antennen. Die Versorgung für den Betrieb von Handys ist in unserer Region mehrfach gesättigt. UMTS-Antennen werden unter anderem erstellt, damit auf dem Handy bewegte Bilder (Videos, Fernsehübertragungen) empfangen werden können. Die UMTS-Strahlung dringt durchs Mauerwerk in die Häuser ein. UMTS-Strahlen bewirken Zellenveränderungen. Diese Auswirkungen werden wir in 10 bis 15 Jahren feststellen können.

Es ist an der Zeit, dass sich Gemeindevertreter und Regierungsräte ausgewogener informieren und nicht bloss eine Dokumentation eines Mobilfunkanbieters studieren. Es ist Besorgnis erregend, wenn der Vorsteher der Bauabteilung von Hünenberg, Herr Erich Wenger, der Meinung ist, NISV und V/m seien dasselbe, und später dann über die Einsprachen mitentscheidet.

Wir erschrecken, dass es der Leiterin des Kinderhauses Karussell (nach Montessori) in Hünenberg, Frau Lilo Wenger, gleichgültig scheint, ob die ihr anvertrauten Kinder mit 4 V/m bestrahlt werden. Die dort geplante Antenne von Sunrise käme rund 50 Meter neben dem Kinderhaus zu stehen.

Wir sorgen uns um Kinder in der Umgebung, die sich in einer sensiblen Phase ihrer Entwicklung befinden, und besonders auch um ältere Menschen. Von den zuständigen Behörden erwarten wir, dass keine Baubewilligungen mehr erteilt werden, bis eine medizinbiologische Untersuchung zur UMTS-Strahlung vorliegt.

Brigitte und Chris Slatter, Cham


Unglaublich, aber wahr, in der Luzernerstrasse 89 in Hünenberg, Richtung Cham, steht mitten im Wohngebiet ein Baugespann für eine UMTS-Antenne der Firma Sunrise (neues Wahrzeichen von Hünenberg ­ ein ungeheuerlich strahlender 23 Meter hoher Eiffelturm?). Dieses Baugespann ist eine ungeheure Zumutung an die Adresse der Bewohner im Ennetsee, direkt neben einem Montessori-Kindergarten. Die Immissionen auf die Gesundheit der Menschen der Umgebung und weit darüber hinaus sind bekannt und nicht zu verantworten.

Tatsache ist, dass eine solche Antenne bis über 30 Kilometer weit strahlen kann, also sind noch viele andere in der weiteren Umgebung betroffen. Eine weitere Zumutung ist auch der Ausschreibungstermin, nämlich genau zur Ferienzeit, wo viele Leute weg sind.

Wir erwarten, dass unsere Regierungen, sei es Gemeinde-, Kantons- und Regierungsrat, ihre Verantwortung wahrnehmen und sich für das gesundheitliche Wohl der Einwohner und Einwohnerinnen entscheiden, für das sie gewählt worden sind, und dementsprechend handeln.

Karl Zimmermann, Cham, im Namen vieler besorgter Einwohner