Elektrolyse-Fussbad als Therapie?

michael wiese

Re: Okay

Beitrag von michael wiese » 21. Februar 2006 16:58

Anordnung eines elektrolytischen Fussbades entweder wirkungslos oder potentiell gefährlich, grund:

wie oben beschrieben besteht so ein Aufbau aus zwei Elektroden und einer leitfähigen Flüssigkeit in einem Becken.
Eingesetzt wird diese Technik zum Aufspalten von Wasser in Wasserstoff, in Batterien und Akkumulatoren und in der Galvanik.

Die Flüssigkeit oder auch Elektrolyt wird durch zugabe von Ionenkristallen (Salze, Sulfate etc) oder Säuren leitfähig gemacht
Kochsalz oder auch
NaCl zerfällt dabei in ein Na+ und ein Cl- Ion das verhältnis der Ladung der postiven zu negativen Ionen ist in jedem Fall 1:1 und lässt sich nicht einstellen.
Hier muss auch deutlich gesagt werden das negativ/positiv nichts mit der Wirkung für die Gesundheit zu tun hat sondern nur damit ob dem Ion Elektronen fehlen oder es überschüssige hat.

Durch anlegen einer Gleichspannung wird das negative Ion zur positiven Elektrode (Anode), das positive Ion zur negativen Elektrode (Kathode) gezogen wo dann das negative Ion seine Elektronen abgibt und das positive Elektronen aufnimmt.

Je nach Material der Elektroden und des Elektrolyts können dann unterschiedliche Sachen passieren.
In der Galvanik z.b. beim Verkupfern wird die Kupferanode durch reaktive Sulfationen aufgelöst, das Kupfer wird im Elektrolyt frei und ersetzt genau den Teil der Kupferionen die an der Kathode als dünner Metallfilm niederschlagen, der Elektrolyt wird also nicht verbraucht.

Obwohl unbekannt ist was für Elektrodenmaterial und Elektrolyte in den Fussbädern eingesetzt werden deutet das verschmutzen des Elektrolyten auf unreines Material hin und wird garantiert auch passieren wenn kein Fuss im Bad ist.

Das die Elektroden verschmutzen ist dadrauf hinauszuführen das sie zersetzt werden, das was schwarz oder bräunlich aussieht sind in Wahrheit unlösliche Bestandteile da kein Metall zu 100% rein ist.

warum ist diese ganze Sache denn nun nutzlos?
Der Elektrolyt ist eine überaus gut leitfähige Flüssigkeit, d.h. der Elektrolyt und der in ihn eingetauchte Fuss stellen quasi unendlich viele kontinuirlich aneinandergereihte elektrische Widerstände da.
Das führt dazu das durch den Fuss (der eine schlechte Leitfähigkeit hat) kaum Strom fliesst, so wenig das keine nennenswerte Elektrolyse im Gewebe auftritt.
Wenn Elektrolyse auftreten würde, dann würde man keine Sekunde in dem Becken aushalten so stark wären die Schmerzen und die auftretenen Gewebeschäden würden deutlich sichtbar sein.

warum ist diese ganze Sache potentiell Gefährlich?
Durch das zersetzen der Elektroden werden Metallionen im Elektrolyt frei
diese können problemlos durch die Haut diffundieren und führen dann genau zum Gegenteiligen Effekt (Schwermetallaufnahme).

wie werd ich denn sonst meine Schwermetalle los?
vermutlich garnicht, es ist unwahrscheinlich das sich jemand der nicht an einem gefährdeten Arbeitsplatz arbeitet (z.b. akkufabrik, giesserei, erzbergwerk etc) mit Schwermetallen vergiftet.
Viele Schwermetalle werden auch mit der Zeit von selbst ausgeschieden.
Einige Schwermetalle werden auch im Körper benötigt, hauptsächlich Eisen für den roten Blutfarbstoff.
Ob man vergiftet ist lässt sich an Blut/Urinprobe feststellen, ist der Test negativ braucht man sich auch keine Sorgen machen.

Sylvia

Danke

Beitrag von Sylvia » 21. Februar 2006 18:31

Herzlichen Dank für diese umfangreiche Antwort, Herr Wiese! Schade, dass die Umlaute nicht sauber rübergekommen sind, aber es ist trotzdem lesbar. Dann wollen wir das Thema abschliessen, wundern uns aber, dass auf der Website einer dieser Hersteller ausdrücklich stand:

"Für Elektrosmogsensible Menschen ist eine Entgiftung sehr wichtig."

Das mag schon sein, fragt sich bloss wie und mit was.

Hans Nefzger

Danke

Beitrag von Hans Nefzger » 22. Februar 2006 14:46

Hallo H. Wiese,

endlich jemand, der die Funktion technisch erklärt.
Da die meisten Menschen sich nicht bzw. kaum mit Chemie oder Physik beschäftigen, kann man ihnen fast alles verkaufen, was ein entsprechendes Phänomen erzeugt.
Klar, wenn ich einen Eisenstab unter Strom setze und ins Wasser gebe, so kann ich vermutlich das selbe beobachten.
Ähnliche Vorgehensweisen wurden auch bei Verkäufern für überteuerte Osmose-Anlagen beobachtet !
Sehr interessant finde ich Ihren Hinweis auf die Haut-Diffusion, so setzt sich ein Anwender womöglich sogar gesundheitlichen Gefahren mit einer Schwermtellbelastung aus....

Zitat: "Die Welt will betrogen werden....."

Freundlichst grüßt

Hans Nefzger
www.kraeuteroase.de
email: hans@kraeuteroase.de

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