Mobilfunkexperte über Kritik an Messkriterien

The Future's black

Mobilfunkexperte über Kritik an Messkriterien

Beitrag von The Future's black » 23. Februar 2006 21:13

Mobilfunkexperte Hans Schütz über Kritik an Messkriterien

http://www.merkur-online.de/regionen/we ... f4d20d3e84

VON ALFRED SCHUBERT Peißenberg - Die Marktgemeinde Peißenberg hat die Strahlenbelastung auf ihrem Gebiet messen lassen (wir berichteten). Das Ergebnis: Alle ermittelten Werte liegen weit unter dem gesetzlichen Grenzwert. Hans Schütz, Kreisrat der Grünen und Mobilfunkexperte, sieht darin noch "keine Entwarnung für Peißenberg". Er übt Kritik an den Grenzwerten, die nach seiner Einschätzung zu hoch angesetzt sind.


Laut Bernhard Schregle von der Marktverwaltung hat sich die Gemeinde an die 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz gehalten. Da es sich um ein Bundesgesetz handle, bestehe kein Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens. Von Seiten der Verwaltung könne man jedoch nicht beurteilen, ob die Grenzwerte zu hoch oder angemessen seien. Dafür habe man nicht die Fachleute im Haus.

Ein Mitarbeiter des Unternehmens, das die Messung durchgeführt hat, hält die Grenzwertdiskussion für wenig sinnvoll. Der Grenzwert, der sich nur auf die Erwärmung des menschlichen Körpers im Strahlungsbereich bezieht, sei so hoch, dass er von Mobilfunksendern nicht erreicht werde. Er sei so sinnvoll wie ein Tempolimit von 500 Stundenkilometern auf der Straße.

Das Unternehmen habe aber keine Wahl gehabt. Ihm sei im Auftrag klar vorgegeben worden, dass die gemessenen Werte in Bezug zum gesetzlichen Grenzwert gesetzt werden müsse. Daran hätte man sich gehalten. Diese Vorgabe habe nicht die Gemeinde Peißenberg zu vertreten, sie sei Bestandteil der durch den bayerischen Staat festgelegten Förderrichtlinien, aufgrund derer die Gemeinde laut Schregle für die 2250 Euro teure Messung einen Zuschuss von 2025 Euro bekommen hat.

Nicht mehr das handy benutzen


Der Sinn der Messungen liegt nach Aussage des Messtechnikers darin, den Gemeinden verlässliche Unterlagen über die Strahlenbelastung zu geben, die sie für ihre Planung - etwa die Ausweisung von Senderstandorten - brauchen. Die von der Strahlung Betroffenen hätten jedoch die Möglichkeit, selbst ihre Strahlenbelastung zu senken. Wenn nicht mit dem Handy telefoniert werde, sinke die Leistung der Sendeantennen um bis zu 90 Prozent. Außerdem würden die Mobilfunkbetreiber bei fehlender Nachfrage keine weiteren Antennen installieren.

Schütz sieht im forcierten Ausbau der Mobilfunknetze eine weitere Gefahr. Die Telekommunikationsanbieter könnten eines Tages das Festnetz aufgeben, um sich die Kosten für die Wartung zu sparen. Dann hätten auch die, die dem grenzenlosen Mobilfunk kritisch gegenüberstehen, keine Alternative zum Handy mehr. Gegen Mobilfunk ist Schütz allerdings nicht. Er hält ihn dort für sinnvoll, wo kein Festnetzanschluss erreichbar ist. Allerdings fordert er wesentlich niedrigere Sendeleistungen.

Max Kleiner

Re: Mobilfunkexperte über Kritik an Messkriterien

Beitrag von Max Kleiner » 24. Februar 2006 10:32

Der Konsument hat es selber in der Hand mit was er telefoniert. Stelle es bei Kunden selber fest das man belächelt wird wenn man sagt das man mit einem schnurgebundenen Apparat telefonier und Anrufe auf Handynetze meidet.

Ist zu vergleichen wie mit dem Feinstaub. Wir alle wissen woher es kommt und wie man es reduzieren kann. Gemacht wird trotzdem nichts und da ist nicht nur der Staat schuld, sondern jeder Einzelene. Jeder hat es in der Hand was beizutragen.

Elisabeth Buchs

Re: Mobilfunkexperte über Kritik an Messkriterien

Beitrag von Elisabeth Buchs » 24. Februar 2006 12:50

Ich habe nicht den Eindruck, dass ich belächelt werde deswegen: ich sage ganz einfach, ich habe kein Handy, wissen Sie wegen der ungesunden Strahlung! Und dann ist es meistens ein kleine Weile still und viele pflichten mir dann bei. Dann sage ich: ich bin aber gut erreichbar, per Telefon mit Rufnummererkennung, rufe zurück, wenn in meiner Abwesenheit jemand angerufen hat, Anrufbeantworter und per Mail.

Stimmt das mit den 90 % wenn nur der Steuerkanal da ist und sonst kein Traffic? Ich habe diesbezüglich gelesen, es soll noch die Hälfte der maximalen Feldstärke vorhanden sein.

Elisabeth Buchs

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