Sendemasten ERP gross

Roland Steiger

Re: effective oder equivalent?

Beitrag von Roland Steiger » 17. Mai 2005 09:08

Herr Jakob, sie haben Recht mit ihrer Darstelleung. Es gibt aber eine wichtige Randbedingung damit dies alles zutrifft: Man (oder das Messgerät) muss sich genau in der Hauptsenderichtung der Antenne aufhalten und zwar horizontal wie auch vertikal, so wie beim Autoscheinwerfer.

Wenn das nicht der Fall ist, dann nutzt einem weder die Leistung in ERP noch die effektive Leistung etwas. Hinter, über oder unter der Antenne ist die Feldstärke kleiner (wenn der Abstand der gleich ist).
Die Frage ist natürlich: Wie viel kleiner? Es darf niemand behaupten hinter der Antenne ist die Leistung gleich null aber sie ist weniger!

Gruss
Roland

Gigaherz

Re: Pitsch: Nimm die Wohnung! - Nein, lieber nicht!

Beitrag von Gigaherz » 17. Mai 2005 09:44

Wieder so ein falscher Prophet, hier namens "Pitsch", der uns zum hundertelfundachtzigsten Mal vorbetet, die Schweiz habe 10mal strengere Grenzwerte als das restliche Europa. Diese Grenzwertlüge ist offenbar nur schwer auszurotten. Also wiederholen wir ebenso zum hundertelfundachtzigsten Mal, was wirklich Sache ist:

Diese angeblich so schönen tiefen Schweizer Grenzwerte gelten überhaupt nur an "Orten mit empfindlicher Nutzung" (OMEN), also in Schlaf-, Kinder-, Krankenzimmern. Und dies auch nur, wenn „es betrieblich und technisch machbar und finanziell tragbar ist“. Wenn nicht, dann darf auch höher gestrahlt werden. Daher ist diese Bestimmung von vornherein ein reiner Gummiparagraph.

Schon nicht mehr gelten diese Werte auf dem Balkon, auf der Terrasse, in Haus- und Dachgärten, auf dem Feld des Bauern. Dort gilt der Wert von 61 V/m, genau gleich wie im übrigen Europa. Handwerker, die im Freien arbeiten, wie Maurer, Gipser, Fassadenreiniger oder Maler, Gärtner, auch Landwirte dürfen gemäss NIS-Verordnung diesen Werten ausgesetzt sein.

Wer meint, er habe eine schöne Wohnung mit Dachterrasse oder Balkon, für die er auch eine angemessene Miete zahlt, muss wissen, dass diese unbenutzbar werden, wenn eine Antenne in der Nähe steht. Dafür haben wir sehr gute Beispiele aus der Praxis, z.B. in Basel.

Soviel zu dem Grenzwertschwindel, der immer und immer wieder präsentiert wird.

Diese "Schweizer Wunderwerte" werden in Innenräumen ausserdem ganz automatisch erreicht wegen der Abweichung zur Senderichtung und der Dämpfung der Baumaterialien. Genauso werden sie aber auch im übrigen europäischen Ausland in Innenräumen eingehalten, so dass die Mobilfunkbetreiber ganz begeistert zustimmen, wenn man von ihnen verlangt, die Schweizer Grenzwerte einzuführen. Sie müssen nämlich an ihren Anlagen überhaupt nichts ändern. Zahlreiche Messungen in den Nachbarländern, so in Deutschland (400 Messpunkte) haben dies ergeben.

Was richtig ist: Die Grenzwerte werden nicht in jedem Fall ausgereizt, in einzelnen Fällen gehen sie jedoch bis ans Limit, in wenigen Fällen überschreiten sie es sogar.

Zudem: „Wenn die Erfahrung in der Praxis gezeigt hat, dass die Grenzwerte zu keinem Zeitpunkt überschritten werden“, dann müssen wir uns fragen, was an diesen Werten nicht in Ordnung ist, wenn wir doch so viele Klagen über Gesundheitsbeschwerden auch bei diesen Werten zu hören bekommen. Solange diese auftreten, sind die Werte, ganz egal, ob eingehalten oder unterschritten nicht in Ordnung.

Noch eine andere Frage: Wieso hat sich denn sogar schon eine eigene Industrie entwickelt, die Abschirmprodukte herstellt (seriöse und leider auch sehr unseriöse), deren Geschäft recht gut floriert, wenn die Menschen doch von den phantastischen Schweizer Grenzwerten so gut geschützt sind????

Der menschliche (übrigens auch der tierische) Organismus richtet sich nicht nach Werten auf dem Papier, sondern folgt den Gesetzen der Natur. Und um diese kümmern sich weder die Politiker, die für die völlig wertlose NIS-Verordnung verantwortlich sind, noch die Mobilfunkbetreiber, denen die Gesundheit der Bevölkerung herzlich egal ist, weil sie nur ihren finanziellen Profit sehen.

Darum, der Rat an Alex: Überlegen Sie es sich gut, diese Wohnung zu nehmen und folgen Sie auf keinen Fall dem Rat eines falschen Propheten. Wir haben sein Posting hierher gesetzt, damit wir Gelegenheit haben, für alle, die es interessiert, die Wahrheit über die angeblich schützenden Grenzwerte zu vermitteln.

Gigaherz

Hans-U. Jakob

Re: effective oder equivalent?

Beitrag von Hans-U. Jakob » 17. Mai 2005 10:26

Das ist sicher kein Pertpetuum Mobille. Sondern alles was sonst
kugelförmig in der Luft "verpufft" wird auf einen Punk fokussiert. An
diesem Punkt haben wir dann nicht die Wirkung einer 20 Watt-Antenne, sondern wegen dem Antennengewinn von 60, durch den Reflektor bedingt, diejenige einer 1200Watt Antenne die kugelförmig abstrahlen würde und für unseren kleinen Messpunkt auf der Kugeloberfläche nur gerade 20Watt übrig hätte.

Das braucht nicht länger diskutiert zu werden, weil es von sämtlichen
Behörden und Messtechnikern auf dem gesamten Globus so gemessen und weil es in allen Gesetzbüchern so festgehalten ist. Ich bin nicht der Erfinder dieser physikalischen Tatsachen, sondern nur derjenige der das wöchentlich 2 bis 3 mal misst und bestätigt erhält.

Denken Sie an den 20 Watt Laser, mit dessen auf den Punkt fokussierter Leistung die Aerzte Ihren Bauch aufschlitzen können. Mit einer 20Watt rundum strahlenden Glühlampe ginge das nicht.
Damit können wir ein für allemal die Diskussion um die ERP beenden.
Niemand kann an den messbaren Tatsachen was ändern.

Hans-U. Jakob

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