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SBB: Von Feinstaub und Elektrosmog gar nicht zu reden

Verfasst: 31. Januar 2005 14:09
von The Future's Black
© Aargauer Zeitung / MLZ; 29.01.2005

Leserbriefe Zeitung

SBB verschmutzen Umwelt

öV: Für VCS ein Tabu

Vor kurzem habe ich Frau Teuscher (VCS-Sprachrohr der Natur) per Mail auf die von den SBB verursachten Umweltverschmutzungen aufmerksam gemacht.

Da werden tonnenweise Fette in der freien Natur, auf Weichen gestrichen, entsorgt. Da werden Tonnen von Herbiziden auf den von Fäkalien gedüngten Schotterbetten verspritzt. Da fahren Dieselloks, deren Motoren nicht einmal Euro «minus1» entsprechen, und dies auch auf elektrifizierten Strecken.

Es kann sein, dass Diesel für die SBB billiger ist als Strom, oder man verfeuert den Diesel aus Budgetgründen, damit es nächstes Jahr wieder genug davon gibt. Der Bedarf ist jedenfalls steigend. Von Feinstaub und Elektrosmog gar nicht zu reden (Quelle: SBB Vademecum).

Wäre der Schmutzfink eine Firma, die dem VCS keinen Mitgliederbeitrag zahlt, wären sicher die Medien schon am Rotieren. Handelt es sich aber um den öV, ist es nicht so schlimm, wenn die Natur leiden muss. Umweltverschmutzung durch den ÖV scheint für den VCS ein Tabu zu sein.

Eine weitere Bestätigung, dass der VCS nur der Verkehrsromantik und der Verhinderung frönt. Ein Klub, dem es im Kampf um die Umwelt mehr um den Kampf als um die Umwelt geht. Hauptsache, man hat sich profiliert.

In Indien liegen die heiligen Kühe auf den Schienen, bei uns fahren sie.

Roberto Annaheim, Aarau