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Das Handy als Droge

Verfasst: 26. Februar 2005 19:14
von Evi Gaigg
Menschen aller Altersstufen werden von der geldgierigen Industrie mit Duldung durch die Politik ganz gezielt erst handysüchtig und damit zu späteren eifrigen Handy-Usern gemacht. Der Unterschied zu einer anderen Droge ist minim geworden, sieht man sich die "verklärten" Blicke an, mit denen sie wie gebannt aufs Handy starren, sehnsüchtig eine Nachricht erwartend - und sei es nur ein blöder Spruch.

Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, das sind ja die User und Konsumenten von morgen. Eltern, die zu wenig oder gar nicht über die extremen Gefahren aufgeklärt sind, lassen sich von ihrem Nachwuchs unter Druck setzen, wollen nicht, dass ihr Kind zum Aussenseiter wird. Also geben sie dem Drängen nach und schenken ihm halt auch ein Handy – mit allen Konsequenzen, was nicht nur gesundheitliche Gefährdung sondern auch Geldverschleuderung in Reinkultur bedeutet.

Wenn es in diesem Stil weiter geht, dann gleichen unsere Jungen bald Lemmingen, die gezielt ihrem körperlichen, seelischen und charakterlichen Untergang entgegen streben. Zu schwarz gesehen? Ich glaube nicht.

„In dreissig Jahren haben wir wahrscheinlich schon Kinder mit Alzheimer."

Diese Worte stammen nicht von mir, sie kamen aus dem Mund eines Arztes, der sie am Rande des Bamberger Symposiums aussprach. Ich hörte sie übrigens dort nicht zum ersten Mal. Mediziner, die ihren Beruf und ihre Berufung ernst nehmen, sich mit der Materie auseinander setzen, sich Gedanken machen, müssen fast zwangsläufig zum gleichen Schluss kommen.

Evi Gaigg