Breite Diskussion über Antenne in Bergün
Verfasst: 17. März 2005 12:10
© Die Südostschweiz; 16.03.2005; Seite 4
Region Graubünden
Breite Diskussion über Antenne in Bergün
Die Swisscom Broadcast AG plant in Bergün den Ausbau einer Antenne von analogem zu digitalem Fernsehempfang. Trotz geringer Aussicht auf Erfolg wollen Einwohner nun Einsprache gegen das Vorhaben erheben.
c von mathias zeller
Die Absicht der Swisscom Broadcast AG, eine Antenne auf Bergüner Boden auszubauen, sorgt bei den Anwohnern für Verwirrung und Unmut. Ursprünglich war ein Gesuch eingereicht worden, die Antenne auf UMTS-Mobilfunkstandard umzurüsten. Später wurde aber entschieden, die Antenne lediglich von analogem auf digitalen Fernsehempfang umzustellen. Für die Bergüner Interessengemeinschaft (IG) «Antennen mit Vernunft» ist aber jeglicher Ausbau der Funkantenne des Guten zu viel, weshalb sie am Montag einen Orientierungsabend veranstaltet hat. Dabei sollte die Bevölkerung informiert und aufgerufen werden, sich ebenfalls gegen einen Ausbau der Antenne zu stellen. Die Gegner sind sich zwar bewusst, dass eine mögliche Einsprache kaum erfolgreich wäre, da die Swisscom Broadcast AG die gegebenen Normen nicht überschreitet. Die Interessengemeinschaft hat sich aber auch längerfristige Ziele gesteckt, wie Cornelia Nicolay, Mitglied der IG, gestern auf Anfrage erklärte. Die Limiten sollen im Allgemeinen gesenkt werden. Die zulässigen Normen seien einfach zu hoch. Es gebe verschiedene Menschen im Dorf, die Auswirkungen der Strahlung spürten, sagte Nicolay. Sie selbst leide unter dem Einfluss der Antenne, da sie in unmittelbarer Nähe wohne. Juckreiz in den Augen und getrübte Sicht bereiten ihr Probleme. Wenn sie sich von der Antenne entferne, verbessere sich ihr Befinden aber deutlich, erläuterte sie.
Gemeindepräsident Fridolin Vögeli äusserte sich gestern gegenüber der «Südostschweiz» positiv zur Diskussion über die Antenne. Der Informationsabend habe beinahe mehr Menschen angezogen als eine Gemeindeversammlung. «Ich finde es richtig, dass die Sache breit diskutiert wird», sagte er. Auch er sieht keinen grossen Sinn in einer allfälligen Einsprache angesichts der Tatsache, dass die vorgegebenen Normen eingehalten werden. Dennoch werde man gegebenenfalls das Anliegen der Bewohner prüfen, wenn es denn auf dem Tisch liege.
Region Graubünden
Breite Diskussion über Antenne in Bergün
Die Swisscom Broadcast AG plant in Bergün den Ausbau einer Antenne von analogem zu digitalem Fernsehempfang. Trotz geringer Aussicht auf Erfolg wollen Einwohner nun Einsprache gegen das Vorhaben erheben.
c von mathias zeller
Die Absicht der Swisscom Broadcast AG, eine Antenne auf Bergüner Boden auszubauen, sorgt bei den Anwohnern für Verwirrung und Unmut. Ursprünglich war ein Gesuch eingereicht worden, die Antenne auf UMTS-Mobilfunkstandard umzurüsten. Später wurde aber entschieden, die Antenne lediglich von analogem auf digitalen Fernsehempfang umzustellen. Für die Bergüner Interessengemeinschaft (IG) «Antennen mit Vernunft» ist aber jeglicher Ausbau der Funkantenne des Guten zu viel, weshalb sie am Montag einen Orientierungsabend veranstaltet hat. Dabei sollte die Bevölkerung informiert und aufgerufen werden, sich ebenfalls gegen einen Ausbau der Antenne zu stellen. Die Gegner sind sich zwar bewusst, dass eine mögliche Einsprache kaum erfolgreich wäre, da die Swisscom Broadcast AG die gegebenen Normen nicht überschreitet. Die Interessengemeinschaft hat sich aber auch längerfristige Ziele gesteckt, wie Cornelia Nicolay, Mitglied der IG, gestern auf Anfrage erklärte. Die Limiten sollen im Allgemeinen gesenkt werden. Die zulässigen Normen seien einfach zu hoch. Es gebe verschiedene Menschen im Dorf, die Auswirkungen der Strahlung spürten, sagte Nicolay. Sie selbst leide unter dem Einfluss der Antenne, da sie in unmittelbarer Nähe wohne. Juckreiz in den Augen und getrübte Sicht bereiten ihr Probleme. Wenn sie sich von der Antenne entferne, verbessere sich ihr Befinden aber deutlich, erläuterte sie.
Gemeindepräsident Fridolin Vögeli äusserte sich gestern gegenüber der «Südostschweiz» positiv zur Diskussion über die Antenne. Der Informationsabend habe beinahe mehr Menschen angezogen als eine Gemeindeversammlung. «Ich finde es richtig, dass die Sache breit diskutiert wird», sagte er. Auch er sieht keinen grossen Sinn in einer allfälligen Einsprache angesichts der Tatsache, dass die vorgegebenen Normen eingehalten werden. Dennoch werde man gegebenenfalls das Anliegen der Bewohner prüfen, wenn es denn auf dem Tisch liege.