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Radiosendung
Verfasst: 22. März 2005 10:41
von Elisabeth Buchs
Mittwoch 23. März 2005 um 9 bis 9.30 Uhr soll es auf Radio DRS 2 in der Sendung Kontext um das Thema "Auswirkungen der Handy-Strahlung auf den menschlichen Körper" gehen.
Wie die Sendung sein wird, wird sich zeigen, jedoch finde ich es immer gut, wenn die Elektrosmog-Problematik thematisiert wird.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Re: Radiosendung
Verfasst: 23. März 2005 09:46
von Elisabeth Buchs
Ich habe soeben die Radiosendung angehört, es ging um das geplante Nationale Forschungsprojekt. Es wäre interessant, wie andere das Interview mit Herrn Professor Clebert (vielleicht schreibt er sich anders), Professor für Physiologie an der Uni Bern beurteilen.
Meine Eindrücke sind, dass er sich sehr sehr vorsichtig geäussert hat. Und kein Wort erwähnt von beunruhigenden Studien wie Reflex, Salford, Naila, Netanya.
Dann die von Befürworterkreisen her bekannte Bemerkung, Kopfschmerzen, Schlafprobleme sollten im gesamten Kontext oder so etwas gesehen werden, könnten noch andere Gründe haben, ebenfalls dass wenn Effekte gefunden würden an Zellkulturen, dass das noch nicht viel bedeuten müsse auf wirkliche Gesundheitseffekte.
Dann wurde gesagt, dass diese Forschung in anderen internationalen Forschungen eingebettet sei (mit möglichen Beeinflussungsmöglichkeiten?) Und dass Forschungsgruppen schon daran arbeiten.
Ebenfalls erwähnt wurde die sogenannte Risikokommunikation und der Umgang mit dem Risiko und wie man dies der Bevölkerung kommuniziere. Könnte ein wenig darauf herauslaufen, die immer mehr beunruhigte und Einsprachen gegen die Mobilfunkantennen machende Bevölkerung zu beruhigen (Einlullungsprogramm), so in dem Sinn, was es alles Gefährlicheres gebe und dass man ein gewisses Risiko für den technologischen Fortschritt in Kauf nehmen müsse. Vor kurzem habe ich vernommen, dass eine Mobilfunkantenne mit ca. 6000 W ERP in einer Senderichtung ausgeschrieben sei, solches kann nicht mehr hingenommen werden.
Jedenfalls sollte bei diesem Projekt die Meinung von Widerstandsgruppen, Elektrobiologen, Betroffenen einbezogen werden. Wir werden soweit dies möglich ist, dieses Projekt gut beobachten.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Re: Radiosendung
Verfasst: 24. März 2005 20:56
von A.Masson
Zur besonders starken Antenne, 6860 W ERP in eine Richtung (von 30 Grad bis 40 Grad):
Da gibt es nichts mehr einzubeziehen, und es kann nur noch der Baufortschritt beobachtet werden. Die Beschwerdefrist läuft jetzt über die Ostertage ab; die sehr wenigen Leute, die sich wehrten, können die Gerichts- und Spruch- und Gegenanwaltsgebühren nicht bezahlen, zumal man mit Sicherheit verliert. Die Beschwerde wäre fertig geschrieben, aber sie kann so nicht abgeschickt werden.
Unter Google suche man einmal unter uhs (ultra high site), umts etc., und man wird die neueste Entwicklung in Deutschland sehen, wonach man mit den UMTS-Antennen nicht mehr direkt in die Quartiere geht, sondern ab sehr hohen Türmen hinunterzustrahlen versucht. Exakt und haargenau diese Situation hätte man gehabt in Allenwinden, ab einem Hügel mit darauf stehendem Hochspannungsmast. Auch die Horizontaldistanz (einige wenige Kilometer) wäre gut dringelegen. Der Gemeinderat hat diese Informationen bereits bei seinem Entscheid zur Baubewilligung auf dem Tisch gehabt - aber er schaut nicht hin, er schaut nicht her, er hat auswendig gelernt, dass die Behörden gar nichts tun können als nur bewilligen.
Es ist zur reinen Glaubensfrage geworden. Argumentieren oder diskutieren kann man nicht mehr. Man kann auch nicht diskutieren, ob es einen Teufel gibt oder nicht.
Manchmal gibt's trotzdem etwas Humor in der tristen Angelegenheit. Die Gemeinde- und Kantonsbehörden jammern und wiederholen immer wieder, dass sie keinen Spielraum hätten in der ganzen Bewilligungspraxis. Alles müssen sie bewilligen: keinen Spielraum, keinen Spielraum, keinen Ermessensspielraum. Nun schreibt gerade Orange das Gegenteil! Der Gemeindepräsident erkundigt sich wegen einer anderen Antenne, unter anderem bei Orange, und die wissen nichts passenderes zu schreiben als: "Wenn Herr Masson hier den Finger auf wunde Punkte legt, kann man ihm teilweise zustimmen. Wenn er aber nicht verstehen will, dass die Behörden auf Stufe Kanton und Gemeinde in der Anwendung dieser Bestimmungen einen Ermessensspielraum haben und diesen richtigerweise auch anwenden, dann ist das sein Problem." (17.Feb.2005). Hüst und hott, und niemand weiss was er wott. Wir sind sicher gut behütet durch unsere Obrigkeit. Schlafen Sie gut, solange noch nicht 6860 W auf Ihr Schlafzimmerfenster zielen.
A.Masson