Handystrahlung beeinflusst die Gehirnaktivität
Verfasst: 4. April 2005 12:43
© Aargauer Zeitung / MLZ; 01.04.2005
Sport Zeitung
Handystrahlung beeinflusst die Gehirnaktivität
Studie Folgen für Gesundheit unklar
Nicht nur die elektromagnetische Strahlung der Mobiltelefone, sondern auch die Modulation der Strahlen beeinflusst das menschliche Gehirn. Dies haben Forscher der Universität Zürich und der Forschungsstiftung Itis herausgefunden.
Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung, wie sie Mobiltelefone produzieren, beruhen auf deren thermischer Wirkung: Moleküle im Körper nehmen die Energie der Strahlen auf, geraten in Bewegung und erzeugen dadurch Wärme. Je höher die Intensität der Strahlung, desto grösser der Effekt, wie die Universität Zürich in ihrer jüngsten Internetpublikation unipublic schreibt.
Forscher des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie haben nun herausgefunden, dass nicht nur die Intensität der Strahlung von Bedeutung ist, sondern auch die Modulation, die zur Übertragung der Information verwendet wird. Die Forscher hatten dafür den Einfluss von Strahlen aus Handys mit denjenigen von Mobilfunk-Basisstationen verglichen, weil die Strahlung von Mobiltelefonen stärker moduliert und deshalb grössere Intensitätsschwankungen hat als Basisstationen.
Unerwartetes Ergebnis
Bei den Versuchen mit stark modulierter Handystrahlung fanden die Forscher im Gehirn der Versuchspersonen eine erhöhte Aktivität in der Hirnrinde, im Bereich des Arbeitsgedächtnisses. Bei der weniger modulierten Strahlung der Basisstationen trat kein Effekt auf. Dieses laut der Mitteilung auch für die Forschergruppe unerwartete Ergebnis wurde in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift «European Journal of Neuroscience» veröffentlicht.
Die Gründe für diesen Unterschied kennen die Forscher nicht. Die Wirkungsmechanismen seien unklar, schreibt die Universität. Deshalb sind auch die Konsequenzen der Resultate für die Gesundheit unklar. Zudem weisen die Forscher darauf hin, dass die Versuchsanordnung eine künstliche Situation ist, weil die Signale der Basisstation normalerweise viel schwächer als jene der Handys sind. (ap)
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Handystrahlung beeinflusst die Gehirnaktivität
Studie Folgen für Gesundheit unklar
Nicht nur die elektromagnetische Strahlung der Mobiltelefone, sondern auch die Modulation der Strahlen beeinflusst das menschliche Gehirn. Dies haben Forscher der Universität Zürich und der Forschungsstiftung Itis herausgefunden.
Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung, wie sie Mobiltelefone produzieren, beruhen auf deren thermischer Wirkung: Moleküle im Körper nehmen die Energie der Strahlen auf, geraten in Bewegung und erzeugen dadurch Wärme. Je höher die Intensität der Strahlung, desto grösser der Effekt, wie die Universität Zürich in ihrer jüngsten Internetpublikation unipublic schreibt.
Forscher des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie haben nun herausgefunden, dass nicht nur die Intensität der Strahlung von Bedeutung ist, sondern auch die Modulation, die zur Übertragung der Information verwendet wird. Die Forscher hatten dafür den Einfluss von Strahlen aus Handys mit denjenigen von Mobilfunk-Basisstationen verglichen, weil die Strahlung von Mobiltelefonen stärker moduliert und deshalb grössere Intensitätsschwankungen hat als Basisstationen.
Unerwartetes Ergebnis
Bei den Versuchen mit stark modulierter Handystrahlung fanden die Forscher im Gehirn der Versuchspersonen eine erhöhte Aktivität in der Hirnrinde, im Bereich des Arbeitsgedächtnisses. Bei der weniger modulierten Strahlung der Basisstationen trat kein Effekt auf. Dieses laut der Mitteilung auch für die Forschergruppe unerwartete Ergebnis wurde in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift «European Journal of Neuroscience» veröffentlicht.
Die Gründe für diesen Unterschied kennen die Forscher nicht. Die Wirkungsmechanismen seien unklar, schreibt die Universität. Deshalb sind auch die Konsequenzen der Resultate für die Gesundheit unklar. Zudem weisen die Forscher darauf hin, dass die Versuchsanordnung eine künstliche Situation ist, weil die Signale der Basisstation normalerweise viel schwächer als jene der Handys sind. (ap)