Krankmachende Mobilfunktechnik
Verfasst: 4. April 2005 12:45
© Neue Luzerner Zeitung; 01.04.2005; Seite 38
Zuger Zeitung Leserbriefe
Studie zeigt: Krankmachende Mobilfunktechnik
Unzählige Studien belegen nun schon seit Jahrzehnten die gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Mikrowellenstrahlen, wie sie unter anderem bei der Mobilfunktechnik, der Schnurlostelefonie (DECT- Apparate) und anderen Applikationen eingesetzt werden. Die Mobilfunkindustrie wie auch die für die Betriebsbewilligung dieser unsäglichen Technologie verantwortlichen Behörden sind genauestens darüber informiert. Aus Profitgier und anderen unhaltbaren Motiven wird aber leider daran festgehalten, bis nicht nur 20 Prozent der Bevölkerung, wie es heute schon der Fall ist, sondern der grösste Teil elektrosensibel reagieren und krank werden.
Wir lassen uns nicht länger vertrösten auf weitere, irreale Forschungsergebnisse, die erfahrungsgemäss oftmals von der Industrie beeinflusst werden, während beweiskräftige Untersuchungen ignoriert werden. Wir halten es für dringend erforderlich, jetzt zu handeln!
Professor Franz Adlkofer, der für die Reflex-Studie verantwortliche Leiter, sagte kürzlich: «Die Ergebnisse der Reflex-Studie, die die genotoxischen Wirkungen elektromagnetischer Felder betreffen, sind aus meiner Sicht so sicher wie das Amen in der Kirche. Mein Problem damit besteht nur darin, dass wir nicht wissen, ob unsere im Reagenzglas gemachten Beobachtungen auch im Gesamtorganismus von Mensch und Tier zu sehen wären, wenn man entsprechende Untersuchungen durchführte. Sollte dem so sein, hätten wir ein riesiges Problem. Beim jetzigen Stand der Forschung kann ich nur feststellen, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Exposition mit elektromagnetischen Feldern und der Entstehung von Erkrankungen zwar nicht bewiesen ist, aufgrund der Reflex-Ergebnisse jedoch als wahrscheinlicher als bisher anzusehen ist. Die Anerkennung von Vorsichtsmassnahmen im Umgang mit der entsprechenden Technik von Seiten der Industrie und der Behörden erschiene mir deshalb dringend geboten.»
Professor Adlkofer hatte von der EU Geld für sein Forschungsprojekt Reflex bekommen, an dem zwölf Arbeitsgruppen beteiligt waren. Aufhorchen liess ein Projekt, an dem Adlkofer gemeinsam mit dem Zellforscher Professor Rüdiger von der Uniklinik Wien arbeitete. Bei Versuchen mit menschlichen Zellen, die nach dem Zufallsprinzip und ohne dass die Forscher Einfluss nehmen konnten, bestrahlt beziehungsweise nicht bestrahlt wurden, zeigten sich Schäden am Erbgut durch Chromosomenbrüche. Die genotoxischen (die Gene schädigenden) Effekte sind gemäss Professor Rüdiger bei der Entstehung von Krebs das erste Ereignis in der Zelle.
Dr. Hans A. Kolb hatte sich in der Reflex-Studie in Doppelblindversuchen mit der Veränderung von Zellen unter der Einwirkung elektromagnetischer Strahlung beschäftigt. Gefunden wurden DNA-Strangbrüche, die für eine Vorstufe von Krebs verantwortlich sein können, wenn der Reparaturmechanismus versagt.
Nachdem die Industrie die Veröffentlichung der Reflex-Studie verhindern wollte (was ihr aber nicht gelang), wurden dann aber die Geldmittel für eine zweite Reflex-Studie einfach gestrichen. Dort, wo die Industrie Mittel locker machen müsste, tut sie es nicht. Es sollen nur ja keine beweiskräftigen Resultate herauskommen. Nichts fürchtet sie mehr als diese.
Wie sonst könnte sie denn noch behaupten, dass keine für Mensch, Tier und Natur nachteiligen Effekte gefunden wurden! Dies ist aber der schönste Beweis, dass die ach so schönen Beteuerungen der Mobilfunkindustrie, ihrer Lobby und unserer Politiker auf mehr als wackligen Füssen stehen.
Josef Arnold, Baar
Zuger Zeitung Leserbriefe
Studie zeigt: Krankmachende Mobilfunktechnik
Unzählige Studien belegen nun schon seit Jahrzehnten die gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Mikrowellenstrahlen, wie sie unter anderem bei der Mobilfunktechnik, der Schnurlostelefonie (DECT- Apparate) und anderen Applikationen eingesetzt werden. Die Mobilfunkindustrie wie auch die für die Betriebsbewilligung dieser unsäglichen Technologie verantwortlichen Behörden sind genauestens darüber informiert. Aus Profitgier und anderen unhaltbaren Motiven wird aber leider daran festgehalten, bis nicht nur 20 Prozent der Bevölkerung, wie es heute schon der Fall ist, sondern der grösste Teil elektrosensibel reagieren und krank werden.
Wir lassen uns nicht länger vertrösten auf weitere, irreale Forschungsergebnisse, die erfahrungsgemäss oftmals von der Industrie beeinflusst werden, während beweiskräftige Untersuchungen ignoriert werden. Wir halten es für dringend erforderlich, jetzt zu handeln!
Professor Franz Adlkofer, der für die Reflex-Studie verantwortliche Leiter, sagte kürzlich: «Die Ergebnisse der Reflex-Studie, die die genotoxischen Wirkungen elektromagnetischer Felder betreffen, sind aus meiner Sicht so sicher wie das Amen in der Kirche. Mein Problem damit besteht nur darin, dass wir nicht wissen, ob unsere im Reagenzglas gemachten Beobachtungen auch im Gesamtorganismus von Mensch und Tier zu sehen wären, wenn man entsprechende Untersuchungen durchführte. Sollte dem so sein, hätten wir ein riesiges Problem. Beim jetzigen Stand der Forschung kann ich nur feststellen, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Exposition mit elektromagnetischen Feldern und der Entstehung von Erkrankungen zwar nicht bewiesen ist, aufgrund der Reflex-Ergebnisse jedoch als wahrscheinlicher als bisher anzusehen ist. Die Anerkennung von Vorsichtsmassnahmen im Umgang mit der entsprechenden Technik von Seiten der Industrie und der Behörden erschiene mir deshalb dringend geboten.»
Professor Adlkofer hatte von der EU Geld für sein Forschungsprojekt Reflex bekommen, an dem zwölf Arbeitsgruppen beteiligt waren. Aufhorchen liess ein Projekt, an dem Adlkofer gemeinsam mit dem Zellforscher Professor Rüdiger von der Uniklinik Wien arbeitete. Bei Versuchen mit menschlichen Zellen, die nach dem Zufallsprinzip und ohne dass die Forscher Einfluss nehmen konnten, bestrahlt beziehungsweise nicht bestrahlt wurden, zeigten sich Schäden am Erbgut durch Chromosomenbrüche. Die genotoxischen (die Gene schädigenden) Effekte sind gemäss Professor Rüdiger bei der Entstehung von Krebs das erste Ereignis in der Zelle.
Dr. Hans A. Kolb hatte sich in der Reflex-Studie in Doppelblindversuchen mit der Veränderung von Zellen unter der Einwirkung elektromagnetischer Strahlung beschäftigt. Gefunden wurden DNA-Strangbrüche, die für eine Vorstufe von Krebs verantwortlich sein können, wenn der Reparaturmechanismus versagt.
Nachdem die Industrie die Veröffentlichung der Reflex-Studie verhindern wollte (was ihr aber nicht gelang), wurden dann aber die Geldmittel für eine zweite Reflex-Studie einfach gestrichen. Dort, wo die Industrie Mittel locker machen müsste, tut sie es nicht. Es sollen nur ja keine beweiskräftigen Resultate herauskommen. Nichts fürchtet sie mehr als diese.
Wie sonst könnte sie denn noch behaupten, dass keine für Mensch, Tier und Natur nachteiligen Effekte gefunden wurden! Dies ist aber der schönste Beweis, dass die ach so schönen Beteuerungen der Mobilfunkindustrie, ihrer Lobby und unserer Politiker auf mehr als wackligen Füssen stehen.
Josef Arnold, Baar