© Neue Luzerner Zeitung; 07.04.2005; Seite 19
Luzerner Zeitung StadtLuzern
Nachgefragt
Sind Antennen fürs Spital gefährlich?
bei
Bruno Sager,
Kantonsspital
Auf dem Schildareal, am Rotsee, soll eine neue Mobilfunkantenne aufgestellt werden. In einem Leserbrief (Ausgabe vom 5. April) sorgte sich ein Anwohner über die Nähe der Antenne zum Spital und dessen sensiblen Geräten. Bruno Sager, Leiter Technik, Bau und Sicherheit des Kantonsspitals, gibt Auskunft.
Ist die Mobilfunkantenne, die am Libellenrain gebaut werden soll, für das Spital wirklich problematisch?
Bruno Sager: Nein, wir haben diesbezüglich keine Bedenken. Sowieso nicht auf diese Distanz.
Auf dem Spitalhochhaus selber hat es auch Antennen. Haben die keinen Einfluss auf den Spitalbetrieb?
Sager: Das sind keine Mobilfunkantennen, sondern Funkanlagen für den Rettungsdienst, die Kantonspolizei und die VBL. Auch auf unserem Dach wären Mobilfunkantennen im Prinzip unproblematisch. Wir können sie aber nicht da installieren lassen, weil sie die Funkanlagen stören könnten.
Dennoch hat das Spital offenbar Angst vor Strahlung. Sonst gäbe es nicht überall Handyverbote.
Sager: Verboten ist der Gebauch von Handys nur in speziell definierten Zonen, zum Beispiel in Behandlungstrakten, Operationssälen und Intensivpflegestationen. Ansonsten ist er erlaubt.
Was könnte denn passieren?
Sager: Es könnte bei hochsensiblen Geräten zu Störungen kommen, aber eigentlich nur, wenn man das Handy sehr nahe an den Apparaturen betreiben würde.
Hat es schon Vorfälle gegeben?
Sager: Bisher noch nie, nicht zuletzt wegen der vorsorglichen Vorschrift. Wir wollen kein Risiko eingehen.
Luzern/Kantonsspital: Sind Antennen fürs Spital gefährlich?
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Hans-U. Jakob
Re: Luzern/Kantonsspital: Sind Antennen fürs Spital gefährli
Der kaufmännische Direktor des Bezirksspitals Interlaken redete sich, als herauskam, dass der riesige Plastikwürfel auf dem Kamin der Heizzentrale seines Spitals kein Rauchgasfilter, sondern getarnte Mobilfunkantennen sind, wie folgt heraus:
"Die Patienten die uns gebracht werden, sind sowieso schon krank und können vor Schmerzen nicht schlafen. Also was soll jetzt der Aufstand wegen dem bisschen Elektrosmog? Zudem bleiben unsere Patienten im Schnitt nur 10 Tage und das reicht nicht aus um noch viel kränker zu werden."
Hans-U. Jakob
Uebrigens: Es sind meistens die DECT-Schnurlostelefone, welche die Elektrokardiografen in den Spitälern verrückt spielen lassen.
Ich habe dem Chefarzt des Spitals T vorgeschlagen, als Diagnose DECTITIS hinzuschreiben.
"Die Patienten die uns gebracht werden, sind sowieso schon krank und können vor Schmerzen nicht schlafen. Also was soll jetzt der Aufstand wegen dem bisschen Elektrosmog? Zudem bleiben unsere Patienten im Schnitt nur 10 Tage und das reicht nicht aus um noch viel kränker zu werden."
Hans-U. Jakob
Uebrigens: Es sind meistens die DECT-Schnurlostelefone, welche die Elektrokardiografen in den Spitälern verrückt spielen lassen.
Ich habe dem Chefarzt des Spitals T vorgeschlagen, als Diagnose DECTITIS hinzuschreiben.