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Gleiche Masche wie die Tabakindustrie

Verfasst: 7. April 2005 12:52
von The Future's Black
© Neue Luzerner Zeitung; 07.04.2005; Seite 10

Zuger Zeitung Leserbriefe

Gleiche Masche wie die Tabakindustrie

«Elektrosmog: Hilfe für Betroffene», Ausgabe vom 30. März

Personen, die sich wegen Mobilfunkstrahlung krank fühlen, können sich nun unentgeltlich untersuchen lassen. Von wem wird dies finanziert? Ausgerechnet von den Verursachern: Swisscom, Sunrise und Orange. Zum Voraus sagt man den Menschen, welche unter gesundheitlichen Störungen leiden, sie nähmen die gepulste Mikrowellenbestrahlung nur subjektiv wahr, und sie leiden unter einem eingebildeten Phänomen.

Ein Wolf im Schafspelz

So eine Pseudostiftung, die unter dem Deckmantel von Hilfeleistung für Elektrosmogsensible und -leidende an die Öffentlichkeit tritt, ist ein Wolf im Schafspelz. Diese Untersuchungen sind nicht wissenschaftlich neutral abgestützt. Man wird den Leidenden einreden, sie hätten da selber ein psychisches Problem und alles sei wohl Einbildung. Diese Masche kennt man seit zirka 30 Jahren von der Tabakindustrie und noch viel länger von der Pharmaindustrie her. Bei den Rauchern wurde jahrelang auch behauptet, sie bekämen den Krebs nur zufällig oder er sei vererbt. Die gleichen Schutzlügen werden den Menschen auch von der Pharmaindustrie aufgetischt, wenn sie ein neues chemisches Präparat einführen, welches verheerende Nebenwirkungen produziert.

Es gibt genügend Studien

Bei dieser Schadenabwimmlungs- und Scheinstiftung kommt es mir so vor, wie wenn ein Hauptaktionär einer chemischen Düngemittelfabrik ein Weiterbildungsseminar über biologischen Landbau halten würde. Über die Schädlichkeit der Natelstrahlung gibt es schon lange genügend Studien. Die rasch steigende Zahl der Kranken bestätigt dies immer eindrücklicher. Es braucht einfach noch eine grössere Anzahl von «Prominenten», die unter Nervenzusammenbrüchen oder an Krebs leiden, bis der Letzte merkt, dass auch er angelogen wurde.

Anton Styger, IVES Zug, Unterägeri