Die "nahe zum Kunden-Irreführung"
Verfasst: 14. November 2007 15:32
In letzter Zeit sind solche Aussagen von Mobilfunkern gross in Mode gekommen, doch wie sieht es in Wahrheit aus?
"Freilich: Wer glaubt, dadurch ließe sich die Sendeleistung verringern, sieht sich getäuscht. "Das ist ein Irrtum", betonte Dr. Jodl. Mast und Handy regelten sich immer auf niedrigstmöglicher Stufe.
"Sie müssen sich das so vorstellen: Wenn Sie nahe beieinander sind, können sie leiser sprechen. Befinden Sie sich weiter auseinander, dann müssen sie viel mehr Energie aufwenden und schreien". Mit anderen Worten: Die Strahlung ist dann am geringsten, wenn der Sendemast möglichst nah bei den Nutzern steht."
Betrachten wir diese Aussage unter dem Gesichtspunkt der unfreiwilligen flächendeckenden Zwangs-Dauerbestrahlung durch die Sendemasten, (beim Handytelefonieren handelt es sich um ein selbstbestimmtes, zeitlich begrenztes Risiko), haben wir ausgerechnet, wie es in folgenden Situationen aussieht:
Antenne 1000 m weit weg
1000 W ERP pro Senderichtung
Gar keine Gespräche, nur Steuerkanal da: UMTS 0,09 V/m, GSM 0,1 V/m
Volle Auslastung: GSM und UMTS 0,2 V/m
Antenne 500 m weit weg
1000 W ERP pro Senderichtung
Gar keine Gespräche, nur Steuerkanal da: UMTS 0,18 V/m, GSM 0,2 V/m
Volle Auslastung: GSM und UMTS 0,4 V/m
Antenne 100 m weit weg
1000 W ERP pro Senderichtung
Gar keine Gespräche nur Steuerkanal da: UMTS 0,9 V/m, GSM 1 V/m
Volle Auslastung: GSM und UMTS 2 V/m
Es zeigt sich, dass bei einer 1000 m entfernten Antenne auch elektrosmog-geschädigte Menschen noch eine Chance haben, bei 500 m sollte dies mit Abschirmung vermutlich auch noch der Fall sein, während es bei 100 m Entfernung kaum mehr zu schaffen sein wird. Diese Angaben beziehen sich auf Freifeldbedingungen z.B. in einem Dorf und in Senderichtung, bei Abschattung durch höhere Gebäude kann das die Situation verändern, siehe mein Aufenthalt im Resort in Aegypten, wobei die Antenne vermutlich dort auch schwächer war und nicht in Senderichtung. Somit zeigt sich, dass es sich bei diese Aussage um eine wegen der geringeren Reichweite von UMTS/HSPDA technologisch bedingte Zweckbehauptung handelt, denn es ist mir nicht bekannt, dass die Betreiber auch in den Dörfern auf weniger als 1000 W pro Senderichtung gehen oder dass der Steuerkanal ohne Traffic weniger senden würde als das errechnete.
Elisabeth Buchs
"Freilich: Wer glaubt, dadurch ließe sich die Sendeleistung verringern, sieht sich getäuscht. "Das ist ein Irrtum", betonte Dr. Jodl. Mast und Handy regelten sich immer auf niedrigstmöglicher Stufe.
"Sie müssen sich das so vorstellen: Wenn Sie nahe beieinander sind, können sie leiser sprechen. Befinden Sie sich weiter auseinander, dann müssen sie viel mehr Energie aufwenden und schreien". Mit anderen Worten: Die Strahlung ist dann am geringsten, wenn der Sendemast möglichst nah bei den Nutzern steht."
Betrachten wir diese Aussage unter dem Gesichtspunkt der unfreiwilligen flächendeckenden Zwangs-Dauerbestrahlung durch die Sendemasten, (beim Handytelefonieren handelt es sich um ein selbstbestimmtes, zeitlich begrenztes Risiko), haben wir ausgerechnet, wie es in folgenden Situationen aussieht:
Antenne 1000 m weit weg
1000 W ERP pro Senderichtung
Gar keine Gespräche, nur Steuerkanal da: UMTS 0,09 V/m, GSM 0,1 V/m
Volle Auslastung: GSM und UMTS 0,2 V/m
Antenne 500 m weit weg
1000 W ERP pro Senderichtung
Gar keine Gespräche, nur Steuerkanal da: UMTS 0,18 V/m, GSM 0,2 V/m
Volle Auslastung: GSM und UMTS 0,4 V/m
Antenne 100 m weit weg
1000 W ERP pro Senderichtung
Gar keine Gespräche nur Steuerkanal da: UMTS 0,9 V/m, GSM 1 V/m
Volle Auslastung: GSM und UMTS 2 V/m
Es zeigt sich, dass bei einer 1000 m entfernten Antenne auch elektrosmog-geschädigte Menschen noch eine Chance haben, bei 500 m sollte dies mit Abschirmung vermutlich auch noch der Fall sein, während es bei 100 m Entfernung kaum mehr zu schaffen sein wird. Diese Angaben beziehen sich auf Freifeldbedingungen z.B. in einem Dorf und in Senderichtung, bei Abschattung durch höhere Gebäude kann das die Situation verändern, siehe mein Aufenthalt im Resort in Aegypten, wobei die Antenne vermutlich dort auch schwächer war und nicht in Senderichtung. Somit zeigt sich, dass es sich bei diese Aussage um eine wegen der geringeren Reichweite von UMTS/HSPDA technologisch bedingte Zweckbehauptung handelt, denn es ist mir nicht bekannt, dass die Betreiber auch in den Dörfern auf weniger als 1000 W pro Senderichtung gehen oder dass der Steuerkanal ohne Traffic weniger senden würde als das errechnete.
Elisabeth Buchs