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Elektrosensibilität - ein Stress-Syndrom

Verfasst: 17. April 2005 17:09
von Elisabeth Buchs
Auf http://stopp-esmog.andereseite.info/editorial/main.html findet sich die Monatsseite mit der Gastautorin Dr. Birgit Stöcker, Vorsitzende des Vereins für Elektrosensible e.V., München. Es lohnt sich, diese Seite zu lesen.

Der Verein sieht die Elektrosensibilität als Stress-Symptom, gekennzeichnet durch erhöhte Sympathikus-Aktivität, verstärkte Aktionspotentiale, Ausschüttung von Stressfaktoren (wie Freie Radikale, Adrenalin, Noradrenalin, Histamin, Cholesterin). Diese Stressfaktoren könnten labormedizinisch gemessen werden.

Was ich selber schon habe bestimmen lassen, ist Melatonin und Cortisol-Spiegel (Adresse vorhanden). Ebenfalls Amalgam-Bestimmung, wobei es sich fragt, ob eingelagertes Amalgam (mit dieser Methode?) noch feststellbar ist.

Für die Bestimmung von Freien Radikalen gebe es ein Free Radical Analytical System (FRAS), http://www.datadiwan.de/nahrungsergaenz ... gung_Freie Radikale_und_Megamin.htm

Von Dr. Warnke gibt es die NO-Theorie (Stickstoffmonoxyd).

Ausserdem könnte die genetisch bedingte individuelle Entgiftungsfähigkeit eine entscheidende Rolle spielen, wie ein Organismus mit Umweltbelastungen wie Elektrosmog fertig wird. Hierzu habe ich von einem Biologen eine Adresse für eine solche Gen-Bestimmung (im Ausland) erhalten.

Nun schreibt Frau Stöcker etwas Entscheidendes: Wenn nötig kann durch einen Provokationstest mit elektromagnetischen Feldern die Kausalität zwischen EMF und der Ausschüttung dieser Faktoren hergestellt werden. Ich stelle mir immer mehr die Frage, weshalb dies nicht schon lange gemacht wurde, anstatt uns Elektrosensiblen in die psychische Ecke zu stellen, weshalb beispielsweise die BAuA nur einen Kurzzeitversuch nach der Methode "Spüren Sie was" durchgeführt hat und keine solchen Parameter bestimmt hat.

Als ich kürzlich einen Arzt auf die Freien Radikalen angesprochen habe, sagte der, ja, da haben wir mal etwas darüber gehört im Studium. Da frage ich mich auch, dass sich manche Aerzte eher als bessere Pharmaverkäufer darstellen, man Adressen für solche Tests mühsam zusammensuchen muss und oft werden sie erst noch nur im Ausland angeboten. Schulmediziner befassen sich oft gar nicht erst damit und bei Alternativmedizinern gelangt man manchmal an verschrobene Heilmethoden und seltsame Ernährungsmassnahmen, die noch zusätzlich einschränken und belasten.

Frau Stöcker schreibt: therapeutisch hat die Schulmedizin genügend anzubieten mit Betablockern, Calcium-Antagonisten, Calciumkanalblockern, Antiepileptika. Eine elektrosensible Bekannte erzählte mir, dass sie früher Kalzium-Spritzen zur Beruhigung erhalten habe, die ihr geholfen haben, nun wollte der Arzt ihr keine mehr geben, sagte, heute gäbe es Temesta (das innert kurzer Zeit süchtig macht). Frau Stöcker erwähnt noch, dass man auch "die Reizleitungen dämpfen könnte" z.B. durch Lexotanil.

Wer hat bereits Erfahrungen gemacht mit solchen Test's und Massnahmen? Ich sammle solche Infos und wenn ich Neues weiss, setze ich es hier ins Forum.

Auch wenn Abschirmungen und medizinische Massnahmen nur eine Notlösung sind und wir uns einsetzen für weniger Elektrosmog, können sie doch Ueberlebenshilfe bedeuten. Ich kenne nun schon einige Leute, die sagen, uns geht es nicht gut, aber Umziehen nützt auch nichts, weil dort auch wieder ein Elektrosmogverursacher vorhanden sein oder kommen kann. Bei Future is Black kann man lesen von geplanten MWBA (Mobile Wireless Broadband Access), Flash OFDM und IP-Wireless. Doch der Widerstand wächst und viele Menschen merken, dass sie nicht immer noch mehr technische Errungeschaften benötigen um den Preis ihrer Gesundheit.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs