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Neue Pressemeldungen 14-4-05

Verfasst: 14. April 2005 18:54
von The Future's Black
© Le Matin; 09.04.2005; page 10

Le Matin Suisse

ORANGE Projet d'implanter trois relais dans un village

Inquiétantes antennes

FRIBOURG Les habitants de la commune du Pâquier, redoutant les effets des ondes émises par les mobiles, se mobilisent. De récentes découvertes scientifiques pourraient confirmer leurs craintes

Les habitants du Pâquier (FR) sont inquiets. Depuis qu'Orange a annoncé son projet d'implanter trois antennes de téléphonie mobile à l'entrée du village, la population est sur le pied de guerre par crainte des effets des ondes électromagnétiques.

La commune a demandé en vain des explications à Orange. Les Paquiésans ont en revanche reçu la visite d'un collaborateur technique du Service de l'environnement. « Il nous a expliqué qu'une antenne visera le sommet du
Moléson, une autre la ville de Gruyères, et la dernière le cycle
d'orientation de La Tour-de-Trême, affirme Daniel Weber, secrétaire
communal. Les élèves constituent apparemment un marché intéressant. »

Etude nationale en cours

A l'Office fédéral de l'environnement, on se veut rassurant. Si des enquêtes ont démontré que les rayons non ionisants intensifs peuvent réchauffer le tissu humain, « les valeurs limites d'émission fixées par l'Ordonnance fédérale sur la protection contre le rayonnement non ionisant sont si basses qu'il est impossible dans notre pays de souffrir de ces effets thermiques », déclare le directeur de la section concernée, Jürg Baumann.

Les habitants du Pâquier peuvent-ils pour autant dormir tranquilles ? Pas si sûr. Les scientifiques ont en effet découvert récemment que certains effets biologiques non thermiques, tels que fatigue et maux de tête, pouvaient survenir, même à des valeurs plus basses. Des symptômes que le gouvernement prend très au sérieux. « Une étude est actuellement en cours à l'Université de Zurich pour vérifier ces soupçons, et le Conseil fédéral vient de décider de mener un projet national de recherche sur le thème, confirme Jürg Baumann. Mais il ne faut pas céder à la panique. Si nos investigations montrent qu'il y a vraiment un problème, nous réévaluerons les valeurs limites. »

Même discours du côté des trois opérateurs suisses, Swisscom, Orange et Sunrise, qui ont ouvert la semaine passée une onsultation médicale gratuite à l'attention des personnes souffrant 'électrosmog. Au Pâquier, les habitants attendent avec inquiétude la décision du préfet.

Consultation médicale par téléphone au 041 420 41 80 ou au 041 205 34 71

Emilie Jendly

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BZ-Region Emme

Wiler

Teilerfolg für die Gegner

Der Widerstand gegen den Bau einer Handyanlage in Wiler trägt Früchte: Orange will bei den 6 Antennen die Leistung reduzieren.

Ein langes Hickhack scheint in einen gut schweizerischen Kompromiss zu münden: Der Mobilfunkanbieter Orange darf mitten in Wiler bei Utzenstorf eine Handyanlage mit 6 Antennen aufstellen. Mit Blick auf die zum Teil massiv verängstigte Bevölkerung verzichtet er aber darauf, den Sender mit voller Stärke laufen zu lassen.

Markus Schütte, der Sprecher der gegnerischen Aktionsgruppe «Nid z’mitts im Dorf», ist mit dieser Lösung zwar «nicht restlos glücklich», freut sich aber, wenigstens einen Teilerfolg verbuchen zu können. Zwei Sammeleinsprachen mit total 167 Unterschriften - darunter auch jene der sieben Gemeinderäte -sowie 67 Einzeleingaben haben Orange zum Einlenken bewogen.

42 Einsprachen vom Tisch

Im Gegenzug wurden, so Schütte, bereits 42 Einsprachen zurückgezogen, und weitere Antennen-Gegner werden folgen. Ein Pfand in Form einer Kollektiveinsprache behält Schütte bis zum Schluss in der Hinterhand: «Die ziehen wir erst zurück, wenn die Orange-Vertreter den Vertrag wie abgemacht unterschrieben haben.»

Der Wiler Gemeindepräsident Ueli Schwaller sagt, dass er und seine
Behördenkollegen mit der Offerte von Orange «leben können». Er räumt aber ein, dass die Wilerinnen und Wiler auch kaum eine andere Wahl hätten, als sich mit dem Vorschlag des Mobilfunk-Giganten abzufinden. Ein anderer Standort - etwa das Areal der Papierfabrik - kam für Orange aus Kostengründen nicht in Frage. «Und der Bauherr könnte die Antenne schliesslich auch ohne weiteres - wie geplant und von Statthalter Urs Wüthrich bewilligt - aufstellen», sagt Schwaller.

Dank dem Entgegenkommen bekomme Wiler jetzt halt «den Spatz in die Hand» statt die Taube - eben die mit «Vollgas» strahlende Antenne - aufs Dach. Folglich stelle sich auch der Gemeinderat hinter den Vorschlag.

Aussprache nächste Woche

Der letzte Schritt auf dem Weg zum Bau der Handyanlage soll gemäss Schwaller und Schütte Mitte nächster Woche getan werden. Dann treffen sich die Vertreter von Orange mit dem Gemeinderat und dem Aktionskomitee zu einer Aussprache, an der die letzten Unklarheiten aus dem Weg geräumt und die Verträge unterzeichnet werden sollen.

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© Oltner Tagblatt / MLZ; 11.04.2005

Thal-Gäu Zeitung

Swisscom blitzt auch in Oensingen ab

Baubewilligung aufgehoben Gemeinderat will Bevölkerung vor UMTS-Strahlung schützen

Der Gemeinderat Oensingen hat die Baubewilligung zum Neubau einer Kommunikationsanlage der Swisscom aufgehoben und ist dabei der Argumentation von 36 Einsprechern gefolgt. Ferner wurde eine gemeinderätliche Arbeitsgruppe betreffend der Motion Christen «Gemeindepräsidium 100 Prozent» eingesetzt sowie eine Baukommission für den Umbau des Schulhauses Unterdorf gebildet

andreas lüthi
Mitte Dezember 2004 hatte die Baukommission das Baugesuch der Swisscom AG zum Neubau einer Kommunikationsanlage im Gebiet Bifangweg bewilligt. Nach kantonalem Gesetz sind Kommunikationsanlagen, sofern sie die gesetzlichen
Bestimmungen erfüllen und der Anlagebetreiber einen Vertrag mit einem Grundeigentümer hat, zu bewilligen. Während der Einsprachefrist zur Baubewilligung gingen insgesamt 36 Beschwerden von Anwohnern im östlichen Wohngebiet von Oensingen ein. Sie stellten den Antrag, der Entscheid der
Baukommission sei aufzuheben und die Kommunikationsanlage nicht zu bewilligen. Allfällige weitere Verfahren seien zu sistieren bis die Gemeindeversammlung über die Motion Rindlisbacher befunden habe, die eine Koordination für den Bau von Mobilfunkantennen verlangt.

Zuerst Studie abwarten

Auf über zehn Seiten wurde das Rechtsbegehren ausführlich begründet. Zwei Begründungen waren dem Gemeinderat in seiner Beurteilung wesentlich. Einerseits die schädlichen Auswirkungen der UMTS-Wellen. Eine veröffentlichte holländische Studie besagt, dass die gepulsten UMTS-Wellen auch bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte Auswirkungen auf den Menschen haben können. Diese Studie wird zurzeit von der ETH Zürich überprüft und die
Ergebnisse sollten in der zweiten Jahreshälfte vorliegen. Zudem besteht der Hinweis, dass die Antennenanlage zur Versorgung bzw. Abdeckung der Eisenbahn und Autobahn dient. Der Gemeinderat erachtet es im Fall der schädlichen Auswirkungen der UMTS-Wellen als sinnvoll, zuerst die Studie abzuwarten bevor die Anlage bewilligt wird.

Beim vorgesehenen Standort möchte der Gemeinderat von der Swisscom Mobile AG zuerst den Nachweis, dass die Antenne zur Versorgung des östlichen Wohngebietes von Oensingen benötigt wird. Sollte die Antennenanlage vorwiegend zur Versorgung bzw. Abdeckung der Autobahn und Eisenbahn dienen, müssten neue Standorte auch ausserhalb der örtlichen Bauzone geprüft werden.
Dazu wäre die Bewilligungspraxis von anderen Kantonen zu übernehmen, welche solche Anlagen entlang von Autobahnen bewilligen. Beim Rat ist seit der Bewilligung des Baugesuches durch die Baukommission die Motion Meise, «Oensingen ohne übermässige Strahlenbelastung», mit über 400 Unterschriften
eingereicht worden. Der Gemeinderat ist nach eingehender Diskussion einstimmig der Auffassung, dass die Einwohnerschaft vor den schädlichen Auswirkungen dieser Strahlung geschützt werden soll. Er hob die Baubewilligung auf und sistiert allfällige Baugesuche bis die Motionen Rindlisbacher und Meise behandelt worden sind.

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© Aargauer Zeitung / MLZ; 11.04.2005

Aargau Zeitung

«Sanfte» Variante gefragt

Zurzacher Tagung: Der Mobilfunk löst viele Ängste aus

Über die Gefahren der Mobilfunkstrahlen ist wenig bekannt, aber die Bedenken wachsen. Als eine Lösung könnten die Sendeleistungen der Antennenanlagen verringert werden. Dies ist das Fazit der Zurzacher Tagung der CVP Aargau über die Mobilfunk-Technologie im Spannungsfeld von Wirtschaft und Gesundheit.

Für Jürg Aschwanden, Umweltbeauftragter des Netzbetreibers Orange, stand eines fest: «Wir brauchen Antennen, damit die Leute telefonieren können», sagte er an der traditionellen Zurzacher Tagung der Aargauer CVP. Die Antennen müssten da stehen, wo die Personen lebten, arbeiteten und die Freizeit verbringen würden. «Die Antennen werden aufgrund von Kundenbedürfnissen sowie unter Berücksichtigung von bestehenden Gegebenheiten geplant und gebaut», erläuterte Aschwanden weiter; eine
Versorgung mit grossen Antennen, die ausserhalb der Zentren ständen, würde zu höheren Sendeleistungen und zu Qualitätseinbussen führen. Aschwanden wies darauf hin, dass 84 Prozent der Einwohner über mindes-tens ein Handy verfügten. Darin widerspiegele sich der gesellschaftliche Trend zur Mobilität.

Schnelle Folgerungen nicht sinnvoll

Den wissenschaftlichen Stand des Wissens über die gesundheitlichen Risiken beleuchtete Gregor Dürrenberger, Geschäftsleiter der Forschungsstiftung Mobilfunkkommunikation. Die Unschädlichkeit des Elektrosmogs könne die Wissenschaft nie nachweisen, betonte Dürrenberger: «Die wissenschaftlichen
Unsicherheiten bleiben.» Er warnte vor schnellen Folgerungen aus
Einzelstudien und Tierexperimenten. Der Umgang mit der verbleibenden wissenschaftlichen Unsicherheit sei eine politische Frage. Es gehe letztlich um eine Interessenabwägung der Nutzen und der Risiken. Tatsache sei, dass die Strahlen des Mobilfunks in jedem Körper zu einer Erwärmung führten. Die grösste Belastung führe jeder Handy-Benützer sich selbst zu, zeigteDürrenberger auf: Wer 24 Stunden neben einer Basisstation steht, dessen Gehirn werde gleich stark belas-tet, wie wenn er eine Sekunde lang mobil
telefoniere.

Grundsätzliche Kritik am Mobilfunk-Boom äusserte Ron Trap, Inhaber eines Beratungsbüros im Seetal. Die wirtschaftlichen Interessen würden den berechtigten gesundheitlichen Bedürfnissen der Bevölkerung übergeordnet, sagte er. «Die Bevölkerung ist der schleichenden Bedrohung wehrlos ausgesetzt», ist Trap überzeugt, «wir werden langsam gekocht.» Bei der permanenten flächendeckenden und kumulativen Bestrahlung des Menschen handle es sich um unfreiwillig eingegangene Risiken, denen die Bürger nicht ausweichen könnten.

Die Bevölkerung sei zudem über die Risiken mangelhaft informiert und sehe nur den Komfort, meint Trap. Dies nütze den Betreibern. Die Politik nehme ihre Verantwortung zu wenig wahr. Die Forschung über die gesundheitlichen Risiken der Stahlen hinke der rasanten Entwicklung der Mobilfunktechnologie weit hinterher. Anderseits würden die Appelle der Ärzte und der Bevölkerung nicht ernst genommen, weil die Auswirkungen nicht eindeutig wissenschaftlich
erhärtet seien.

Die Politik ist gefordert

Mobilfunk-Kritiker Trap legte Lösungsansätze vor, die in der Diskussion an der Zurzacher Tagung unter vielen CVP-Vertretern auf offene Ohren stiessen: Er forderte eine Art «sanfter Mobilfunk», der mit weniger starken Sendeleistungen auskomme. Die gesetzlichen Grenzwerte müssten gesenkt werden. «Die Politik entscheidet nach dem aktuellen Wissensstand», meinte CVP-Nationalrätin Ruth Humbel Näf. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die Erfahrungen mit der Sondermülldeponie Kölliken: Wenn bei der Eröffnung vor 30 Jahren das heutige Umweltwissen bestanden hätte, wären jetzt nicht millionenteure Sanierungen notwendig. Beim Mobilfunk herrsche in der Bevölkerung eine «grosse Verunsicherung», so Humbel.

Kanton hilft Gemeinden

Über die gesetzlichen Vorgaben für die Bewilligungsbehörden informierte Martin Joho von der Abteilung Umwelt des kantonalen Baudepartementes. Joho wies darauf hin, dass die in der Schweiz geltenden Grenzwerte für Elektrosmog zehnmal niedriger sind als im übrigen Europa und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Obwohl jeweils der Gemeinderat für die Bewilligung einer Sendeanlage zuständig ist, spricht das kantonale Baudepartement ein wichtiges Wort mit: Die Koordinationsbaustelle Baugesuche
des Baudepartementes prüft die technischen Details und gibt den
Gemeindebehörden Argumentationshilfe.

Denn viele Gemeindebehörden fühlen sich überfordert, die Gesuche auch fachlich prüfen zu können. Der Kanton gibt den Gemeinden eine Empfehlung ab - und eine Gemeinde muss das Gesuch bewilligen, wenn alle gesetzlichen Auflagen erfüllt sind. Joho wies darauf hin, dass die nichtionisierende Strahlung (wie beim Handy) bei allen Anlagen und Geräten in der heutigen Wohn- und Arbeitswelt entständen. «Unvermeidlich ist sie bei allen Sendeanlagen sowie bei Mobiltelefonen, weil sie dort als eigentliches Transportmittel für die Informationsübermittlung dient», betonte Joho. (ght)

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© Neue Luzerner Zeitung; 12.04.2005; Seite 16

Zuger Zeitung Leserbriefe

Fakten nicht verharmlosen

Zu Schäden durch Mobilfunk

Gepulste Handystrahlen verursachen nicht nur eine erhöhte Aktivität der Hirnrinde. Wie erst neulich Gymnasiasten in Spaichingen (Deutschland) beim Wettbewerb «Jugend forscht» mit ganz einfachen Mitteln festgestellt haben, verklumpte das Blut bei ihren Probanden bereits nach einem 20-Sekunden-Handy-Telefonat. Die Verklumpung löst sich erst nach einiger Zeit wieder auf. Die Gefahr durch die Verklumpung des Blutes läge in der Thrombosenbildung. Auch würde durch die Oberflächenverkleinerung der roten Blutkörperchen weniger Sauerstoff transportiert.

In einer ähnlichen Untersuchung stellte eine Umweltmedizinerin fest, dass auch bei Nicht-Handy-Telefonierern im Abstand von bis zu 1,7 Metern zu den Handy-Nutzern diese Verklumpung festgestellt wurde. Das heisst, auch Nichttelefonierer sind ständig der Gesundheitsgefährdung durch andere ausgesetzt, ohne es zu ahnen! Verschiedene um das Wohl der Bevölkerung besorgte Stellen raten schon seit langem zur Vorsorge im Umgang mit dem Handy!

Wie auch in der neuesten europäischen Reflexstudie festgestellt wurde, führt diese Technologie zu DNA-Brüchen. Das bedeutet, mit Erbschäden ist zu rechnen. Und die Gefahr durch die Mobilfunkantennen darf hierbei nicht unbeachtet bleiben, denn die Strahlen treffen uns alle. Unser Körper wird ohne unser Dazutun mit gepulsten Mikrowellenstrahlen ohne Unterbrechung tagein, tagaus belastet. Und mangels Aufklärung erfreuen sich viele Mitmenschen aus Bequemlichkeit auch noch an einem schnurlosen DECT-Telefon,
das 24 Stunden am Tag strahlt, auch wenn niemand telefoniert. Sie haben damit eine Basisstation (ähnlich einer Mobilfunkantenne) in den eigenen vier Wänden, deren Strahlung aufgrund der direkten Nähe noch weitaus höher ist!

Inzwischen hatte selbst die Industrie ein Einsehen und produziert endlich Geräte, die nur noch während des eigentlichen Gesprächs strahlen. Das erste auf dem Markt vorhandene Modell ist das Boss Orchid TAM, das über Bossart Radio TV, Mühlau, vertrieben wird. Auch die Swisscom will ab Juni einen Apparat mit deutlich weniger Strahlung auf den Markt bringen, dafür jedoch keine Werbung machen. Offensichtlich will sich Swisscom den Markt für die
noch auf Lager liegenden Strahlenschleudern nicht verderben.

Josef Arnold, Baar

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© St. Galler Tagblatt; 14.04.2005

Arbon

Hauptblatt

Antenne ausgewechselt

Mit Hilfe eines Helikopters wurde gestern Mittwochmorgen auf dem Dach des Saurer-Hochhauses, der Regionalen Kopfstation Oberthurgau (RKO), eine neue Verbindungsantenne zum Säntis montiert. Wie von RKO-Geschäftsführer Peter Salvisberg zu erfahren war, musste nach Vorschriften des Bacom die bisherige
durch eine moderne Antenne ersetzt werden. Mit der neuen Empfangsanlage wird man in der Lage sein, künftig mehr digitale Sender - vor allem Pay-TV - via Swisscom empfangen zu können. Am momentanen Senderangebot ändert sich allerdings nichts. Den 22 000 Kunden der RKO stehen 60 analoge und 90 digitale Fernsehsender zur Verfügung. Im Zusammenhang mit der Modernisierung der Kopfstation nutzte man die Gelegenheit, um alte, nicht mehr benötigte Antennenteile abzubauen. «Mehr als eine Tonne Material wurde demontiert», erklärte Salvisberg. Er erinnerte daran, dass die Kopfstation «nur» eine Empfangs- und keine Sendestation sei. (ebe)

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© St. Galler Tagblatt; 14.04.2005

Neutoggenburg

Toggenburger

Nachmessungen versprochen

Gegen die Baubewilligung für eine Mobilfunkantenne in der Steinegg wurde beim Kanton rekuriert

Wattwil. Die Gemeinde Wattwil hatte nach Erledigung und Rückzug der insgesamt 21 Einsprachen gegen die geplante GMS-Antenne im Flooz die Baubewilligung erteilt. Jetzt liegt der Ball beim Kanton.

Renata Riehm
Sunrise TDC Schweiz AG hatte vor Jahresfrist ein Baugesuch eingereicht für eine Mobilfunkantenne der GSM-Generation auf einer Liegenschaft im Flooz, genauer im Gebiet Steinegg an der Strasse von Lichtensteig Richtung Krinau. Diese soll einerseits Lichtensteig und anderseits vor allem die Umfahrungsstrasse Richtung Bütschwil mobilfunktechnisch abdecken. Unter anderem war es der Quartierverein Flooz, welcher damals Einspruch gegen das
Projekt erhoben hatte. Dabei ging es nicht darum, die Antenne zu verhindern.
Die Bewohner verlangten viel mehr eine Änderung des Projekts, um die Strahlenbelastung für die Quartier-Anwohner und das Städtli Lichtensteig zu reduzieren, zumal im Quartier - auf der Liegenschaft Grob - bereits eine Mobilfunkantenne der Firma Orange steht.

Aussprache

«Wir machen Mobilfunk nicht gegen, sondern für die Bevölkerung», hatte der Vertreter von Sunrise im Juni 2004 auf Anfrage des «Toggenburgers» betreffend der Steinegg-Antenne gesagt und damit Gesprächsbereitschaft mit der Bevölkerung signalisiert. Vor Weihnachten fand eine Aussprache zwischen Sunrise, Vertretern der Gemeinde Wattwil und den Anwohnern statt. Aus Sicht von Andreas Rhyner vom Quartierverein Flooz verlief diese Aussprache
«verhältnismässig offen und gut.» «Die Gemeinde hat unternommen, was möglich war. Man merkt, dass die Verantwortlichen in Wattwil vorsichtiger geworden sind.» Die Firma Sunrise hingegen hat er als wenig kompromissbereit empfunden. Schliesslich mussten der Gemeinderat Wattwil und der Kanton die Antenne bewilligen, weil die rechtlichen Bedingungen erfüllt waren.

Nachmessungen

Das allerdings sehen nicht alle so. Kurz vor Ostern wurde beim kantonalen Baudepartement ein Rekurs gegen die Baubewilligung für die Antenne Steinegg eingereicht. Wie und wann darüber entschieden wird, ist zurzeit offen.

Kann Sunrise TDC gemäss Projekt bauen, haben Betreiber und Gemeinde versprochen, die Strahlenbelastung in der Steinegg und im Städtli Lichtensteig nach Inbetriebnahme genau nachzumessen. Dies ist vorerst die einzige Konzession der Mobilfunkbetreiberin. Dass die Nachkontrollen auch tatsächlich gemacht werden, darauf will der Quartierverein achten. «Wir bleiben am Ball», sagt Rhyner.

Gegen die GSM-Technik ist mittlerweile beim Bau von Mobilfunkantennen fast nichts mehr auszurichten. Das sehen auch Rhyner und seine Mitstreiter so. Hingegen wollen sie den fortschreitenden Ausbau mit der wesentlich Strahlen
intensiveren UMTS-Technik sehr kritisch im Auge behalten. Auch, aber nicht nur in Bezug auf ihr Quartier.

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© Der Bund; 14.04.2005; Seite 27

Stadt-Region

Der Bund

Protestflut gegen Natelantenne

BüMPLIZ · Über 1200 Bewohnerinnen und Bewohner haben die Einsprache gegen die geplante Mobilfunkantenne an der Statthalterstrasse 41 unterschrieben.

Ismet Bardakci, der zusammen mit anderen Anwohnern im Statthalter-Quartier gegen die Sunrise-Antenne kämpft, bestätigt einen entsprechenden Bericht der «Bümpliz Woche». Die Sunrise-Antenne sei zwar nur vier Meter hoch, habe aber eine extrem hohe Strahlung, sagt Bardakci. Ihn stört, dass in unmittelbarer Nähe zwei Schulanlagen der Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Im Umkreis von
500 Metern stehen weitere Schulhäuser sowie das Altersheim Baumgarten. Bardakci befürchtet, dass die Antenne schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringt. Das Einspracheverfahren läuft. (srg)

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© La Liberté; 14.04.2005; page 19

Regions

Oppositions · Les habitants ne veulent pas que Sunrise construise une antenne à Bellegarde. D'autres localités gruériennes mènent le même combat.

La Gruyère se mobilise contre les relais de téléphonie mobile

aurélie lebreau

Les implantations d'antennes de téléphonie mobile n'ont pas bonne presse en Gruyère. Après La Tour-de-Trême, ce sont les communes de Bellegarde et du Pâquier (La Liberté, 22 mars 2005) qui se mobilisent contre les projets des opérateurs de téléphonie mobile Sunrise et Orange.

A Bellegarde, sur 720 habitants, ils ont été 500 à signifier leur
opposition. La semaine dernière, lors de l'assemblée communale, le syndic Jean-Claude Schuwey a annoncé qu'une séance d'information aura lieu le 2 mai prochain. Ordonnée par le préfet de la Gruyère, qui traite le dossier, elle réunira Sunrise, la commune et le Service fribourgeois de l'environnement.

«Nous attendons de voir ce que Sunrise dira», poursuit Jean-Claude Schuwey. «Mais la population s'est déjà opposée à cette antenne à la fin de l'année passée. Elle a peur que les ondes electromagnétiques ne soient nocives. La commune a d'ailleurs donné un préavis négatif.»

Un dossier embarrassant

Au Pâquier, c'est le même topo. La construction d'une antenne par
l'opérateur Orange a provoqué l'opposition de 247 citoyens lors de la mise à l'enquête il y a un mois à peine.

Lors de l'assemblée communale mardi soir, une habitante qui coordonne ce dossier n'y est pas allée par quatre chemins: «Soit on s'endort et on ne dit rien, soit on se mobilise. On ne va pas se laisser mourir à petit feu, comme des mouches.»

De son côté, le syndic, Jean-Louis Aubry, a avoué que «ce dossier embarrasse le Conseil communal». Avant d'ajouter que cette antenne dissuade les gens d'acheter des parcelles de terrain dans la localité.

L'antenne projetée par Orange se trouve à proximité du lotissement de Villarblanchin, une importante zone de terrains à bâtir. A la commune, on veut croire que «le préfet aura du mal à balayer du revers de la main autant de signatures de citoyens...» AL

En Gruyère, les antennes de téléphonie mobile soulèvent des oppositions par centaines. Charles Ellena-a

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© Grenchner Tagblatt / MLZ; 14.04.2005

Büren Zeitung

Möglichst nahe zu den Nutzern

Pieterlen Sunrise zur umstrittenen Mobilfunkantenne

Eine Baupublikation für eine Kommunikationsanlage GSM 900 und UMTS mit Basisstation erhitzte Anfang März in Pieterlen die Gemüter - und führte zu einer grossen Einspracheaktion seitens Behörden und Bevölkerung (vgl. Ausgabe vom 9. April). Weshalb jedoch will Sunrise eine Mobilfunkantenne ausgerechnet mitten im Dorfkern und im Wohngebiet aufstellen? Roger Schaller, Umweltverantwortlicher bei Sunrise, begründet dies damit, dass
solche Anlagen möglichst nahe beim Nutzer betrieben werden müssen. Insbesondere für die Versorgung von UMTS-Geräten sei der zentrale Standort der Antenne wichtig. Mit UMTS können Mobilkunden effizienter von unterwegs per Notebook auf das Internet zugreifen oder mit dem Handy neue, datenintensive Multimediadienste nutzen.

Bauzone bevorzugt

Die Leistung dieser Antennen sei von vielen Faktoren bhängig. «Für eine optimale Abdeckung ist ein erhöhter Standort unabdingbar.» Schaller fügt an, dass Sunrise ihre Anlagen generell in der Bauzone aufstelle. Für den Betrieb in der Landwirtschaftszone benötige die Unternehmung eine Spezialbewilligung. «Ein solcher Standort ist nur dann sinnvoll, wenn mit einer Antenne zum Beispiel zwei Dörfer versorgt werden können.» Weil die Grenzwerte für die Strahlenbelastung pro Antenne in der Schweiz tiefer seien
als in Europa, müssten die Telekommunikationsanbieter ein dichteres Netz an solchen Anlagen betreiben.

Gespannt sind die Gegner der Mobilfunkantenne auf den Entscheid der Behörden im Fall Pieterlen. Hoffnung besteht für die Bevölkerung auf jeden Fall. Schliesslich steht auf der Homepage von Sunrise unter «Vision und Werte»: «Bei Sunrise stehen nicht nur die Unternehmensziele im Mittelpunkt, sondern auch ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber Mensch und Umwelt.» (msp)





















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