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Neurologische Auswirkungen von Sendemasten
Verfasst: 2. Mai 2005 09:18
von Jürg Leus
Auch ich kann bestätigen, dass Handymasten und Handys massive gesundheitliche Auswirkungen haben. Zum Glück bin ich per Zufall auf die Ursache gestossen, sonst würde ich heute noch im Dunkeln tappen. Ich wohne seit 1997 in der Stadt St. Gallen, also einem Ort mit grossem Elektrosmog. Im Jahr 2000 hatte ich einen epileptischen Anfall. Ursache unbekannt. Die Aerzte konnten auch nichts sagen. Darauf folgten mannigfache Symptome: Schwindel, Ohnmachtsgefühle, Panikattacken, depressive Verstimmungen... Man muss wissen, dass ich früher keinerlei solchen Beschwerden hatte. Drei Jahre später der zweite Anfall. Im August 2004 der dritte. Da erwähnte ein Bekannter beiläufig den Elektrosmog. Da gingen mir die Augen auf. Ich las alles über dieses Thema im Internet und bin seither überzeugt vom Elektrosmog als Verursacher. Aerztegruppen haben beobachtet, dass in den letzten Jahren (seit dem Handyboom) sich all diese Beschwerden vervielfacht haben!
Jürg Leus
Re: Neurologische Auswirkungen von Sendemasten
Verfasst: 2. Mai 2005 10:28
von Evi
Richtig! Aber bringen Sie einmal die gleichen Ärzte dazu, gemeinsam aufzustehen und laut Alarm zu schlagen. Sie tun es nicht. Dabei kann es doch für keinen Arzt lustig sein, wenn er seinen Patienten nicht helfen kann, wieder gesund zu werden.
Für die merkwürdige Passivität von Ärzten (Ausnahmen bestätigen die Regel) kommen verschiedene Vermutungen in Betracht.
Sie arbeiten den ganzen Tag in ihrer Praxis und finden keine Zeit, sich über den Problemkreis "Mobilfunk und gesundheitliche Störungen" umfassend zu informieren oder sie sind dazu schlicht zu müde.
Sie werden von verantwortungslosen medizinischen Beratern der Mobilfunkindustrie mit Büchern und Schriften, wie das Buch von Dr. Berz und die vom ForumMobil an Ärzte verschickte Broschüre "Frequentia" auf geradezu unverantwortliche Weise eingedeckt und auf die Linie der Betreibergesellschaften eingespurt und nicht auf die in ihrem Berufseid versprochene Hilfe für Kranke.
Von Technik verstehen die Mediziner, weil es ja nicht ihr Fach ist, zu wenig und müssen sich auf das verlassen, was ihnen Techniker vorsetzen. Viele glauben diesen mehr als ihren eigenen Patienten, die nicht nur über gesundheitliche Störungen berichten, sondern diese folgerichtig den Auswirkungen der Antennenstrahlung zuschreiben. Diese sind ja erst seit der Inbetriebnahme der Antennen aufgetreten und verschwinden in der Regel, wenn sich der Patient ausserhalb deren Wirkungsbereich befindet.
Dann darf man auch nicht ausser Acht lassen, dass ein Mediziner mit eigener Praxis immerhin eine Art von Unternehmer ist, der seinen Patientenstamm, der regelmässig seine Praxis konsultiert, behalten will. Man sollte zwar meinen, dass gerade Ärzte eine hohe Auffassung von Ethik haben, denn es geht immerhin um die Gesundheit und das Leben von Menschen. Aber auch da tut man gut daran, seine Erwartungen nicht allzuhoch zu schrauben.
Gegen Kopfschmerzen gibt es Schmerzmittel, gegen Schlafstörungen Schlafmittel, gegen zu hohen Blutdruck gibt es blutdrucksenkende Mittel, gegen Depressionen Antidepressiva usw. Und wenn das alles nichts hilft, so wird der Patient häufig in die Kategorie der psychisch Kranken eingeordnet, dem man dann mit Psychopharmaka zu helfen sucht. Nutzniesser dabei ist natürlich auch die pharmazeutische Industrie, die sich ihrerseits bei Medikamten verschreibenden Ärzten wieder erkenntlich zeigt. Sehen wir es doch so, wie es ist!
Das alles treibt die Gesundheitskosten in schwindelnde Höhen, die Krankenkassenprämien steigen jährlich drastisch und zwar auf dem Buckel des ohnehín schon genug geplagten und gestraften Patienten.
Die Politik, die für das ganze Schlamassel die grösste Mitverantwortung trägt, hält sich heraus und startet - quasi als Alibi- eine auf 4 Jahre angelegte Studie, um vier weitere Jahre ihre Ruhe zu haben und nicht handeln zu müssen..
Ärzte, die sich des brennenden Problems und der Leiden ihrer Patienten mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen Ersnt annehmen, sind bisher leider noch in der Minderzahl. Aber irgendwas muss sich bald einmal ändern. Der Ballon ist völlig aufgeblasen und wird demnächst einmal platzen.
Evi
Re: Neurologische Auswirkungen von Sendemasten
Verfasst: 2. Mai 2005 21:42
von Karl
Lieber Herr Leus,
es tut mir leid zu hören, dass Sie unter epileptischen Anfällen leiden und wünsche Ihnen unter allen Unständen eine Heilung davon oder mindestens eine Besserung. Was macht Sie aber so sicher, dass Elektrosmog die (alleinige?) Ursache ist?
Bitte nennen Sie die von Ihenen erwähnten Ärztegruppen beim Namen, damit die Hieb- und Stichfestigkeit der jeweiligen Untersuchungen kointrollierbar wird.
Auf dem Gebiet des Elektrosmogs gibt es sehr viele Scharlatane, Panikmacher usw..
Da lohnt es sich unter allen Umständen zweimal hinzusehen.
Karl
Re: Neurologische Auswirkungen von Sendemasten
Verfasst: 3. Mai 2005 21:42
von Elisabeth Buchs
Hallo Karl
Ein absoluter Beweis für die alleinige Ursache von Elektrosmog lässt sich nur schwer erbringen. Wenn z.B. eine nahe Mobilunkantenne bei Betroffenen für längere Zeit ohne ihr Wissen abgeschaltet wäre und es würde ihnen besser gehen, wäre dies ein "starker Hinweis", dass die gesundheitlichen Beschwerden davon kommen. Ebenfalls ein Hinweis ist es, wenn bei Aufenthalt an einem andern Ort die Beschwerden verschwinden oder sich reduzieren, wobei Befürworter hier gleich mit dem Argument kommen können, dies liege z.B. an den Ferienbedingungen mit weniger sonstigem Stress.
Mit dem alleinigen Verursacher Elektrosmog ist es auch so eine Sache. Z.B. können es verschiedene Arten von Elektrosmog sein, z.B. Bahnstrom und Mobilfunkantenne, beides könnte für sich allein noch vertragen werden, aber in Kombination nicht. Ob diese Theorie stimmt, weiss ich nicht. Ich spüre Niederfrequenz und z.B. Mobilfunkantennen auf verschiedene Art und Weise und ein Verursacher genügt, um die spezifischen Probleme zu bekommen.
Ich halte es auch für möglich, dass kumulative Wechselwirkungen von Stress und Elektrosmog möglich sind. Wer unter Stress leidet, könnte weniger belastbar sein, um die Auswirkungen von Elektrosmog regulieren zu können und umgekehrt könnte Elektrosmog die Leistungsfähigkeit reduzieren, so dass Stress schlechter vertragen wird.
Bei den erwähnten Aerztegruppen meint Herr Leus vermutlich die Aerzte von Freiburger Appell, Naila-Studie und Bamberger-Appell.
Und noch etwas: Sollten Sie wirklich Antennenbau-Ingenieur sein, wie können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, dass so viele Menschen unter Elektrosmog leiden, auch wenn diese den letzten Beweis nur schwer erbringen können? Denn die Mobilfunker wissen nicht, was sie tun, oder etwa doch...
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs