Internet aus der Steckdose
Verfasst: 11. Mai 2005 15:24
So die Ueberschrift im neusten Saldo. Und dann noch: Adapter ermöglichen Surfen OHNE E-Smog in jedem Zimmer. Wer dieses "Wunderding" im Text auf S. 19 näher ansieht, merkt rasch, dass es sich dabei um Powerplug handelt.
Da steht zum Beispiel:
Zur vorhandenen Stromfrequenz muss nur eine zweite hinzugefügt werden - alle elektrischen Geräte funktonieren weiterhin ganz normal. Fachleute nennen das Verfahren "aufmodulieren". Alles was es dazu braucht sind zwei Adapter. Das "Internetsignal" wird aus dem Modem - etwa ADSL der Swisscom oder Highspeed von Cablecom - nicht wie gewohnt in den Computer geleitet, sondern in einen Adapter, dieser wiederum wird mit der nächsten Strom-Steckdose verbunden. Jetzt "fliesst" das Signal über die Stromleitung in jedes Zimmer der Wohnung und kann überall abgenommen werden. Der zweite Adapter muss lediglich in eine Steckdose gesteckt und mit einem Kabel am Computer angeschlossen werden - schon steht die Internetverbindung.
Weil die Geräte auf einer Distanz von 200 m eingesetzt werden können, taugen sie etwa in einem Einfamilienhaus auch zum Betrieb über mehrere Stockwerke. Es werden zwei Systeme miteinander verglichen.
Die Vorteile solcher Netzwerke wollen jetzt auch drei weitere Firmen nutzen und haben Anfang Jahr eine Allianz gebildet, um für die Anwender einheitliche Standards zu schaffen.
Dann das Fazit von Saldo: Steckdosen-Internet sei eine Alternative zur Funkverbindung WLAN, nicht nur für elektrosensible Personen, sondern auch für jene, die sich nicht trauen, ein kabelloses Netzwerk zu konfigurieren.
Kommentar: Dass mit Powerplug Surfen ohne E-Smog möglich sei, ist eine Irreführung. Höchstens könnte man sagen, mit weniger E-Smog als WLAN. Durch Powerplug können höherfrequente Magnetfelder im Kurzwellenbereich entstehen und wie biologisch verträglich sich diese auswirken, ist ungewiss, ausserdem verursachen sie Funkstörungen. Herr Dürrenberger von der ETH sagte im Wissenschaftscafé , es gäbe Geräte, die empfindlicher reagieren als Menschen, ich fragte ihn daraufhin, ob er wisse, wie empfindlich Menschen reagieren, worauf er keine Antwort mehr geben konnte. Es scheint individuell verschieden zu sein, auf welche Feldarten einzelne Menschen besonders stark reagieren. Und wenn Powerplug auf eine Distanz von 200 m eingesetzt werden kann, werden auch hier wieder Nachbarn "beglückt". Ich könnte mir jedenfalls höchstens vorstellen, temporär einen Powerplug zu nutzen mit konsequentem Ausstecken beider Adapter nach Gebrauch. Die Konsumentenzeitschriften wie K-Tipp und nun auch Saldo scheinen einen Zwiespalt zu haben zwischen Abraten von Elektrosmog und dennoch Empfehlen und Vergleichen von W-Lan, Klingeltönen und nun Powerplugs.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Da steht zum Beispiel:
Zur vorhandenen Stromfrequenz muss nur eine zweite hinzugefügt werden - alle elektrischen Geräte funktonieren weiterhin ganz normal. Fachleute nennen das Verfahren "aufmodulieren". Alles was es dazu braucht sind zwei Adapter. Das "Internetsignal" wird aus dem Modem - etwa ADSL der Swisscom oder Highspeed von Cablecom - nicht wie gewohnt in den Computer geleitet, sondern in einen Adapter, dieser wiederum wird mit der nächsten Strom-Steckdose verbunden. Jetzt "fliesst" das Signal über die Stromleitung in jedes Zimmer der Wohnung und kann überall abgenommen werden. Der zweite Adapter muss lediglich in eine Steckdose gesteckt und mit einem Kabel am Computer angeschlossen werden - schon steht die Internetverbindung.
Weil die Geräte auf einer Distanz von 200 m eingesetzt werden können, taugen sie etwa in einem Einfamilienhaus auch zum Betrieb über mehrere Stockwerke. Es werden zwei Systeme miteinander verglichen.
Die Vorteile solcher Netzwerke wollen jetzt auch drei weitere Firmen nutzen und haben Anfang Jahr eine Allianz gebildet, um für die Anwender einheitliche Standards zu schaffen.
Dann das Fazit von Saldo: Steckdosen-Internet sei eine Alternative zur Funkverbindung WLAN, nicht nur für elektrosensible Personen, sondern auch für jene, die sich nicht trauen, ein kabelloses Netzwerk zu konfigurieren.
Kommentar: Dass mit Powerplug Surfen ohne E-Smog möglich sei, ist eine Irreführung. Höchstens könnte man sagen, mit weniger E-Smog als WLAN. Durch Powerplug können höherfrequente Magnetfelder im Kurzwellenbereich entstehen und wie biologisch verträglich sich diese auswirken, ist ungewiss, ausserdem verursachen sie Funkstörungen. Herr Dürrenberger von der ETH sagte im Wissenschaftscafé , es gäbe Geräte, die empfindlicher reagieren als Menschen, ich fragte ihn daraufhin, ob er wisse, wie empfindlich Menschen reagieren, worauf er keine Antwort mehr geben konnte. Es scheint individuell verschieden zu sein, auf welche Feldarten einzelne Menschen besonders stark reagieren. Und wenn Powerplug auf eine Distanz von 200 m eingesetzt werden kann, werden auch hier wieder Nachbarn "beglückt". Ich könnte mir jedenfalls höchstens vorstellen, temporär einen Powerplug zu nutzen mit konsequentem Ausstecken beider Adapter nach Gebrauch. Die Konsumentenzeitschriften wie K-Tipp und nun auch Saldo scheinen einen Zwiespalt zu haben zwischen Abraten von Elektrosmog und dennoch Empfehlen und Vergleichen von W-Lan, Klingeltönen und nun Powerplugs.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs