Netzfreischalter hat geschrieben:Ich weiss nicht genau, an wen Sunsets Beitrag gerichtet sein soll ...
Auch an Sie, denn Sie haben von "Rundumschlag gegen Kurzzeitstudien" geschrieben.
Netzfreischalter hat geschrieben:... das Thema Kurzzeitstudien wird in beinahe jedem Thread von neuem durchgekaut und mit Schimpfwörtern belegt.
Es gibt verschiedene Arten von Kurzzeitstudien, die aus der Sicht der Betroffenen kritikwürdig sind:
-
Strahlenfühlen (allein von diesen Tests wurden mindestens 50 durchgeführt): Diese sind kritikwürdig, weil es Strahlenfühlen gar nicht geben kann, da der Mensch kein solches Organ aufweist. Sie lenken nur von der Tatsache ab, dass die Stressreaktionen auf die Strahlung ungleichmässig sind. Die Strahlenfühltests als solche selbst stellen für die Versuchspersonen eine Stresssituation her, so dass der Elektrostress gar nicht mehr gemessen werden kann.
- Kurzzeittests mit
Basisstationsstrahlung (bisher Hunderte von Tests): Diese werden mit kräftigen, jungen Burschen durchgeführt. Wer unempfindlich ist, reagiert natürlich auf solche schwache Strahlung überhaupt nicht innerhalb der meist 20 bis 30 Minuten. Diese kurzen Tests mit schwacher Strahlung bringen keinerlei neue Erkenntnis für Betroffene. Insbesondere nicht zu gesundheitsschädigendem Dauerstress, welchen Dauerstrahlung verursachen kann.
- Kurzzeittests mit Mobil
telefonstrahlung (ebenfalls hunderte von Tests): Die Tests mit Mobiltelefonstrahlung werden mit stärkerer Strahlung als diejenigen mit Basisstationsstahlung durchgeführt, aber ebenfalls nur kurz. Bei sehr vielen solcher Tests wurden schwache biologische Reaktionen festgestellt. Praktisch alle diese Reaktionen entsprechen anregendem leichtem Stress, den Folgen eines kleinen, subjektiv oft nicht einmal wahrgenommenen Adrenalistosses. Es ist sonnenklar, dass dieses nicht gesundheitsschädigend ist.
Bei den Kurzzeittests wird immer
abgebrochen, bevor sich negative Stresssymptome bilden können, d.h. bevor der Pegel von Cortisol die grössere Wirkung als der Pegel des Adrenalins erhält. Diese Tests sind ohne jeglichen Nutzen für die Betroffenen - im Gegenteil, es wird damit vom schädlichen Dauerstress abgelenkt.
Netzfreischalter hat geschrieben:die sogenannten Mobilfunkpropagandemafiafreundelügner?
Was meinen Sie mit dem Wort?
Netzfreischalter hat geschrieben:Ich sehe in diesem Thread hier nicht einmal den kleisnten Nutzen darin, erneut auf Kurzzeitstudien einzugehen,da sie überhaupt nicht dem Thema entsprechen. Um daran zu erinnern: es geht hier um den User 'tomorrow', der sich fragt ob Kofpschmerzen unin Zusammenhang mit Bluthochdruck auf Mobilfunk (insb. UMTS) zurückgeführt werden könnte oder nicht und eben nicht um die berühmten Kurzzeitstudien.
Genau: Tomorrow möchte wissen ob Mobilfunk Bluthochdruck bewirken kann. Bluthochdruck ist eine Folgeerkrankung von Dauerstress. Dauerstress wird mit den Kurzzeitstudien nicht erfasst, die genau deshalb
kritikwürdig sind. Mangels zielführender Langzeitstudien gibt es leider für Tomorrow keine wissenschaftlich basierte Antwort, nur Vermutungen.
Netzfreischalter hat geschrieben:Was ich auch reichlich amüsant finde, ist die so klare Trennung zwischen Biologen und Medizinern. Ich hab noch in keinem Gesetz darüber gelesen, dass sich Biologen nicht mit Gesundheit oder Medizinier nicht mit biologischen Vorgängen beschäftigen dürfen?
In der Wissenschaftssparte Biolelectromagnetics, die sich eigentlich mit den medizinischen Folgen von Strahlung befassen sollte, die aber von den Mobilfunkern beherrscht wird, macht kaum überhaupt ein Mediziner mit - nämlich aus ethischen Gründen.
Da die Biologen, welche die Experimente durchführen, von ihrer Ausbildung her nicht kompetent und fähig für medizinische Diagnosen sind, resultieren aus ihren Versuchen nichtssagenden biologische Resultate, genau bis auf mehrere Stellen nach dem Komma. Sie können und dürfen aber nicht aussagen, dass sie Stresssymptome gefunden haben.
Also helfen die Studien weder bei der Beantwortug der Fragen von Tomorrow, noch seinem Arzt weiter.
Netzfreischalter hat geschrieben:
Könnte es nicht auch sein, dass der Körper lediglich empfindlicher reagiert am Freitag, da man dann generell müder ist vom Arbeiten, aber die Signale nicht unbedingt stärker sind?

Bei Stress spielen zahlreich Faktoren mit. Vielleicht kennt jemand die Verteilung des Mobilfunkverkehrsaufkommens nach Wochentagen und Zeiten? Wenn das Netz überlastet ist, dann oft Freitagnachmittag, oder weiss jemand Genaues?