Schweiz: Freie Handygespräche für die Jugend
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Elisabeth Buchs
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Schweiz: Freie Handygespräche für die Jugend
10.01.2008 12:47
Schweiz: Freie Handygespräche für die Jugend
Der schweizerische Mobilfunk-Netzbetreiber Sunrise bietet ab sofort allen Privatkunden bis zum 27. Geburtstag die Möglichkeit, gratis im eigenen Mobilfunknetz zu telefonieren. Das Offert gilt in den Tarifen Sunrise zero und Sunrise zero plus. Über eine an die Nummer 555 geschickte SMS mit dem Text "STAR" wird die Gratisoption aktiviert. Fortan sind alle netzinternen Gespräche kostenlos, darunter auch Verbindungen zu den Netzuntermietern cablecom, Lebara, Salut!-Mobile, Talk Talk Mobile, Sympac und yallo.
"Es gibt keine Einschränkungen wie Studentenstatus, Tage, Uhrzeiten oder Gesprächsdauer", heißt es von Sunrise. Im Tarif Sunrise zero fällt ein monatlicher Mindestumsatz von 25 Franken (umgerechnet 15,23 Euro) an, bei Sunrise zero plus sind es 50 Franken (30,46 Euro).
Swisscom mobile gewährt allen unter 26-Jährigen, die die Preispläne NATEL basic xtra-liberty oder NATEL swiss xtra-liberty abonniert haben, zwischen 20 und 6 Uhr Gratisverbindungen zu NATEL-Anschlüssen sowie in die Festnetze der Schweiz und Liechtensteins. In der monatlichen Grundgebühr von 12 Franken (basic, 7,31 Euro) beziehungsweise 25 Franken (swiss) sind außerdem 50 respektive 100 SMS ohne Aufpreis enthalten. (Daniel AJ Sokolov) / (pmz/c't)
Quelle: http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/101586
Kommentar: Was mir aufgefallen ist, dass früher z.B. in den Zügen kurze Handy-Gespräche geführt wurden und diese seit etwa einem Jahr länger geworden sind bis zu regelrechten Dauerquasslern. Solche Bahnfahrten in proppevollen Zügen, von allen Seiten umringt von Leuten, die handytelefonieren oder auf dem Handy rumdrücken bei noch ständig steigenden Fahr-Preisen, sind mir sehr zuwider. Wenn es nicht gerade von Stadt zu Stadt geht, dort werde ich vermehrt auf den Ruhewagen achten, nehme ich das Auto, mit leider den dichtgesäten Antennen entlang der Autobahn.
Solche Gratis-Angebote richten sich direkt an die Hauptzielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, für die so das Handy noch unentberlicher und sie davon abhängigig gemacht werden sollen. Wenn man die möglichen Hirntumor-Risiken von Handytelefonieren bei mehr als 10-jähriger Nutzung ansieht, ist das eine problematische Entwicklung und völlig verantwortungslos von den Mobilfunkanbietern. Nicht zu reden von den Menschen, die unfreiwillig, rund um die Uhr und durch die Gratistarife vermehrt noch in der Nacht der dadurch verstärkten Strahlung durch die entsprechenden Mobilfunkantennen ausgesetzt sind mit Bedarf nach immer noch mehr Antennen. Dieses Vorgehen halte ich für noch schlimmer, als wenn Gratis-Zigaretten, Gratis-Alkohol oder Gratis-Haschisch an Jugendliche und junge Erwachsene verteilt würde, denn es schädigt zusätzlich zu den Nutzern noch unschuldige Menschen im ganzen Land durch die vermehrten und stärker belasteten Antennen.
Elisabeth Buchs
Schweiz: Freie Handygespräche für die Jugend
Der schweizerische Mobilfunk-Netzbetreiber Sunrise bietet ab sofort allen Privatkunden bis zum 27. Geburtstag die Möglichkeit, gratis im eigenen Mobilfunknetz zu telefonieren. Das Offert gilt in den Tarifen Sunrise zero und Sunrise zero plus. Über eine an die Nummer 555 geschickte SMS mit dem Text "STAR" wird die Gratisoption aktiviert. Fortan sind alle netzinternen Gespräche kostenlos, darunter auch Verbindungen zu den Netzuntermietern cablecom, Lebara, Salut!-Mobile, Talk Talk Mobile, Sympac und yallo.
"Es gibt keine Einschränkungen wie Studentenstatus, Tage, Uhrzeiten oder Gesprächsdauer", heißt es von Sunrise. Im Tarif Sunrise zero fällt ein monatlicher Mindestumsatz von 25 Franken (umgerechnet 15,23 Euro) an, bei Sunrise zero plus sind es 50 Franken (30,46 Euro).
Swisscom mobile gewährt allen unter 26-Jährigen, die die Preispläne NATEL basic xtra-liberty oder NATEL swiss xtra-liberty abonniert haben, zwischen 20 und 6 Uhr Gratisverbindungen zu NATEL-Anschlüssen sowie in die Festnetze der Schweiz und Liechtensteins. In der monatlichen Grundgebühr von 12 Franken (basic, 7,31 Euro) beziehungsweise 25 Franken (swiss) sind außerdem 50 respektive 100 SMS ohne Aufpreis enthalten. (Daniel AJ Sokolov) / (pmz/c't)
Quelle: http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/101586
Kommentar: Was mir aufgefallen ist, dass früher z.B. in den Zügen kurze Handy-Gespräche geführt wurden und diese seit etwa einem Jahr länger geworden sind bis zu regelrechten Dauerquasslern. Solche Bahnfahrten in proppevollen Zügen, von allen Seiten umringt von Leuten, die handytelefonieren oder auf dem Handy rumdrücken bei noch ständig steigenden Fahr-Preisen, sind mir sehr zuwider. Wenn es nicht gerade von Stadt zu Stadt geht, dort werde ich vermehrt auf den Ruhewagen achten, nehme ich das Auto, mit leider den dichtgesäten Antennen entlang der Autobahn.
Solche Gratis-Angebote richten sich direkt an die Hauptzielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, für die so das Handy noch unentberlicher und sie davon abhängigig gemacht werden sollen. Wenn man die möglichen Hirntumor-Risiken von Handytelefonieren bei mehr als 10-jähriger Nutzung ansieht, ist das eine problematische Entwicklung und völlig verantwortungslos von den Mobilfunkanbietern. Nicht zu reden von den Menschen, die unfreiwillig, rund um die Uhr und durch die Gratistarife vermehrt noch in der Nacht der dadurch verstärkten Strahlung durch die entsprechenden Mobilfunkantennen ausgesetzt sind mit Bedarf nach immer noch mehr Antennen. Dieses Vorgehen halte ich für noch schlimmer, als wenn Gratis-Zigaretten, Gratis-Alkohol oder Gratis-Haschisch an Jugendliche und junge Erwachsene verteilt würde, denn es schädigt zusätzlich zu den Nutzern noch unschuldige Menschen im ganzen Land durch die vermehrten und stärker belasteten Antennen.
Elisabeth Buchs
Mit Suchtmittel anfixen
Zahlreiche Laborstudien mit Handystrahlung haben ergeben, dass die Strahlung des Mobiltelefons eine leicht anregende Wirkung hat, wie ein leichter Adrenalinkick.Elisabeth Buchs hat geschrieben:...
Solche Gratis-Angebote richten sich direkt an die Hauptzielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, für die so das Handy noch unentberlicher und sie davon abhängigig gemacht werden sollen. ...
Die von Raucher beschriebenen angenehme Wirkung des Nikotins ist ebenfalls ein Adrenalinkick.Elisabeth Buchs hat geschrieben: Dieses Vorgehen halte ich für noch schlimmer, als wenn Gratis-Zigaretten ...
Zuerst wurde das Rauchen als gesundheitsschädigend anerkannt (nach 50 Jahren Forschung!), und einige Jahre danach auch das Passivrauchen. Mit dem Handy wird's ähnlich werden. Die erste aufwändige Forschung zur Strahlung begann vor circa 25 Jahren.Elisabeth Buchs hat geschrieben: ... Gratis-Alkohol oder Gratis-Haschisch an Jugendliche und junge Erwachsene verteilt würde, denn es schädigt zusätzlich zu den Nutzern noch unschuldige Menschen im ganzen Land durch die vermehrten und stärker belasteten Antennen.
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Hans
Re: Mit Suchtmittel anfixen
Aber hallo? Passivrauchen und gesundheitsschädigend? Der in diesen Kreisen hoch angesehene Herr Professor Adlkofer streitet ab dass Passivrauchen zu Gesundheitsschäden führen kann. Oder hat er sich damit geirrt? Wurde er von seinen damaligen Geldgebern beeinflusst? Und wo irrt er sich sonst noch? Fragen über Fragen.Sunset hat geschrieben: .
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Zuerst wurde das Rauchen als gesundheitsschädigend anerkannt (nach 50 Jahren Forschung!), und einige Jahre danach auch das Passivrauchen. Mit dem Handy wird's ähnlich werden. Die erste aufwändige Forschung zur Strahlung begann vor circa 25 Jahren.
Gruss Hans
Weitere links zu Adlkofer und dem Thema Passivrauchen gibt es hier.
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Tilly
Kinder besonders gefährdet
Die Satansbrut der Mobilfunkindustrie wird durch einige Richter in die Schranken gewiesen.
Das zeigt folgende Meldung:
Krebsskandal an spanischer Schule: Richter lässt Mobilfunksender sofort abschalten
Aus: TAZ
Richter lässt Handymasten abschalten
Nach viertem Leukämiefall an einer Schule innerhalb eines Jahres entspricht spanisches Gericht dem Antrag der Eltern
MADRID taz Richter José Alberto Rodríguez fackelte nicht lange. Am Mittwoch wurde ein neuer Krebsfall in einer Grundschule im nordspanischen Valladolid entdeckt, und noch am Nachmittag entsprach der Richter dem Antrag einer Elterninitiative und ließ die benachbarten Mobilfunk-Sendemasten stilllegen.
Dies war bereits das vierte Kind, das dort innerhalb eines Jahres erkrankte: Drei Kinder haben Leukämie und eines Lymphknotenkrebs. Der Richter gab deshalb dem Antrag der Eltern auf “größtmöglichste Vorsichtsmaßnahmen” statt. Rechtlich sicherte sich Richter Rodríguez mit der Bauordnung ab: Die auf 6 Masten verteilten 36 Funksender mit einer Gesamtleistung von 65.000 Watt stellten “einen industriellen Komplex” dar, der daher nicht wie geschehen auf einem Wohnhaus errichtet werden dürfe.
Das zeigt folgende Meldung:
Krebsskandal an spanischer Schule: Richter lässt Mobilfunksender sofort abschalten
Aus: TAZ
Richter lässt Handymasten abschalten
Nach viertem Leukämiefall an einer Schule innerhalb eines Jahres entspricht spanisches Gericht dem Antrag der Eltern
MADRID taz Richter José Alberto Rodríguez fackelte nicht lange. Am Mittwoch wurde ein neuer Krebsfall in einer Grundschule im nordspanischen Valladolid entdeckt, und noch am Nachmittag entsprach der Richter dem Antrag einer Elterninitiative und ließ die benachbarten Mobilfunk-Sendemasten stilllegen.
Dies war bereits das vierte Kind, das dort innerhalb eines Jahres erkrankte: Drei Kinder haben Leukämie und eines Lymphknotenkrebs. Der Richter gab deshalb dem Antrag der Eltern auf “größtmöglichste Vorsichtsmaßnahmen” statt. Rechtlich sicherte sich Richter Rodríguez mit der Bauordnung ab: Die auf 6 Masten verteilten 36 Funksender mit einer Gesamtleistung von 65.000 Watt stellten “einen industriellen Komplex” dar, der daher nicht wie geschehen auf einem Wohnhaus errichtet werden dürfe.
Re: Kinder besonders gefährdet
Leider ist diese Meldung über 6 Jahre alt.Tilly hat geschrieben:Die Satansbrut der Mobilfunkindustrie wird durch einige Richter in die Schranken gewiesen.
Das zeigt folgende Meldung:
Krebsskandal an spanischer Schule: Richter lässt Mobilfunksender sofort abschalten
Aus: TAZ
Richter lässt Handymasten abschalten
Nach viertem Leukämiefall an einer Schule innerhalb eines Jahres entspricht spanisches Gericht dem Antrag der Eltern
MADRID taz Richter José Alberto Rodríguez fackelte nicht lange. Am Mittwoch wurde ein neuer Krebsfall in einer Grundschule im nordspanischen Valladolid entdeckt, und noch am Nachmittag entsprach der Richter dem Antrag einer Elterninitiative und ließ die benachbarten Mobilfunk-Sendemasten stilllegen.
Dies war bereits das vierte Kind, das dort innerhalb eines Jahres erkrankte: Drei Kinder haben Leukämie und eines Lymphknotenkrebs. Der Richter gab deshalb dem Antrag der Eltern auf “größtmöglichste Vorsichtsmaßnahmen” statt. Rechtlich sicherte sich Richter Rodríguez mit der Bauordnung ab: Die auf 6 Masten verteilten 36 Funksender mit einer Gesamtleistung von 65.000 Watt stellten “einen industriellen Komplex” dar, der daher nicht wie geschehen auf einem Wohnhaus errichtet werden dürfe.
http://www.taz.de/index.php?id=archivse ... 2/28/a0070
Ich würde mir solche "Abbruch"-Meldungen aus der gegenwart wünschen.
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UVPV
Re: Mit Suchtmittel anfixen
Adlkofer darf also nicht getraut werden. Hmm, das ist ein grosser Schlag gegen Gigaherz. Das Phantasiegebäude droht zu zerbröckeln (ich benutzte bewusst die hier üblichen Wortlaute...)!Hans hat geschrieben:
Aber hallo? Passivrauchen und gesundheitsschädigend? Der in diesen Kreisen hoch angesehene Herr Professor Adlkofer streitet ab dass Passivrauchen zu Gesundheitsschäden führen kann. Oder hat er sich damit geirrt? Wurde er von seinen damaligen Geldgebern beeinflusst? Und wo irrt er sich sonst noch? Fragen über Fragen.
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UVPV
Re: Schweiz: Freie Handygespräche für die Jugend
Doch hoffentlich mit entmagnetisierten Reifen und in einem mindestens 10jährigen Auto ohne jegwelchiger Boardelektronik.Elisabeth Buchs hat geschrieben:10.01.2008 12:47
Wenn es nicht gerade von Stadt zu Stadt geht, dort werde ich vermehrt auf den Ruhewagen achten, nehme ich das Auto, mit leider den dichtgesäten Antennen entlang der Autobahn.
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Elisabeth Buchs
- Beiträge: 1639
- Registriert: 27. Januar 2007 21:48
Re: Schweiz: Freie Handygespräche für die Jugend
Hallo "UVPV"UVPV hat geschrieben:Doch hoffentlich mit entmagnetisierten Reifen und in einem mindestens 10jährigen Auto ohne jegwelchiger Boardelektronik.Elisabeth Buchs hat geschrieben:10.01.2008 12:47
Wenn es nicht gerade von Stadt zu Stadt geht, dort werde ich vermehrt auf den Ruhewagen achten, nehme ich das Auto, mit leider den dichtgesäten Antennen entlang der Autobahn.
Die Masche mit dem Lächerlichmachen von Betroffenen und Andersdenkenden zieht in diesem Forum nicht. Können Sie sich überhaupt vorstellen, wie schwierig es für Elektrosmog-Geschädigte ist, ein Leben zu führen, das für andere selbstverständlich ist.
Zu Prof. Adlkofer: Es ist niemandem verboten, später klüger zu werden.
Elisabeth Buchs
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Doris
Re: Kinder besonders gefährdet
[/quote]Leider ist diese Meldung über 6 Jahre alt.
http://www.taz.de/index.php?id=archivse ... 2/28/a0070
Ich würde mir solche "Abbruch"-Meldungen aus der gegenwart wünschen.
Das wollte ich heute mittag schon schreiben, aber auch ich stolperte mal wieder über diese "unselige visuelle Bestätigung", bei der einfach manche Zahlen oder Buchstaben nicht richtig zu erkennen sind und irgendwann ist man dann draußen.
@Tilly
Sie stellen Ihre Beiträge gerne so ein, dass derjenige, der sich hier im Forum informieren will, und nicht Kenner der Szene ist, den Eindruck gewinnt, es handelt sich um eine topaktuelle Geschichte. So "verkauften" Sie kürzlich die alte Geschichte der Carlo-Datenbank, die auch Ihnen ganz sicherlich nicht bekannt ist, sonst hätten Sie einen Link gesetzt.
Zu 'Valladolid gibt es hier was zu lesen
http://www.ralf-woelfle.de/elektrosmog/ ... adolid.htm
Vermutlich werden Sie kein Wort davon glauben, weil es ja vom "Feindeslager" kommt, aber für all diejenigen, die offen für Pro und Contra sind und sich dann eine Meinung bilden, ist dieser Beitrag nicht uninteressant.
Und noch was zu Antennen neben Schulen. Ich selber finde Antennen in der Nähe von Schulen übrigens auch nicht angebracht. Es heißt zwar, dort wird viel telefoniert und deshalb muss für einen guten Empfang gesorgt werden. Das ist für mich kein Argument, sondern empört mich eher, da wir vielleicht in vielerlei Hinsicht weniger Probleme an Schulen hätten, wenn sich die Jugendlichen wieder darauf konzentrieren, auf was man sich an Schulen konzentriert.
Wir haben hier bei uns auch so einen Fall, wo eine Antenne neben der Schule steht. Und leider hatten wir auch Gehirntumore und Leukämiefälle an dieser Schule. Irgendwann gingen die Eltern auf die Barrikaden. Und es passierte das was immer passiert. Gründung einer BI, Vortrag von Frau Dr. Waldmann-Selsam und Messungen usw. Die Stadt (als Standortvermieter) ließ umfangreiche Messungen durchführen, die Schüler und Eltern wurden im großen Stil über Risiken beim Handytelefonieren aufgeklärt. die Schule setzte auf einen freiwilligen Handyverzicht und war zumindest damals (2003) erfolgreich. Wie es heute aussieht, weiß ich nicht. Komischerweise trat seit 2003 keine der o.g. Erkrankungen mehr an dieser Schule auf.
Doris