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Handysucht
Verfasst: 20. Mai 2005 09:39
von Dr.Ruzicka
In Österreich gibt es bereits mehr Handys als Einwohner. Verkehrsclub Österreich: Handys verursachen bei Verkehrsunfällen jährlich 40 Tote und 4500 Verletzte. Zehntausende Mobilfunksendeanlagen und DECT – Schnurlostelefone bestrahlen Tag und Nacht die Bevölkerung mit Mikrowellen. Ärztestudien zeigen, dass es schon ab E-Feldstärken von 0,06V/m (Volt pro Meter) nicht nur dosisabhängig mehr Patienten mit Kopfschmerzen und Schlafstörungen, Ohrgeräuschen und Sehstörungen, Blutdruckerhöhung, Herzrhythmusstörungen und Gewichtszunahme, Hauterkrankungen und Diabetes gibt, sondern auch eine bis zu 400%ige Steigerung der Krebsrate – insbesondere des Brustkrebses (54.Deutscher Ärztekongress, Berlin Mai 2005). Deshalb ist eine Senkung des derzeitigen Grenzwertes der Mikrowellenstrahlung der E-Feldstärke von 61,4V/m (Österreich, Deutschland) auf eine Gesamt-Immission von 0,02V/m als Vorsorgewert notwendig. Im Internet weitere Informationen unter
http://www.mikrowellensmog.info
Re: Handysucht und die Grenzwertlüge!
Verfasst: 20. Mai 2005 12:12
von Evi Gaigg
Die Handyzahlen müsste man schon etwas genauer hinterfragen, denn sicher basieren sie auf den Verkaufszahlen. Viele Leute haben mehrere Handys, viele Handys sind nicht mehr in Betrieb. Würde die angeführte Zahl mit den Zahlen der Handyuser übereinstimmen, müsste jedes Baby, jeder Kranke im Spital, ja wirklich jeder ein Handy besitzen. Dem ist aber nicht so. Wahr ist: es gibt so oder so zu viele Handys und leider viel zu viele uninformierte Handybenutzer
Zur Senkung der Grenzwerte: Die Schweiz hat genau dieselben Grenzwerte wie Deutschland und Österreich. Wann endlich wird das allgemein zur Kenntnis genommen? Der völlig willkürlich gesenkte Grenzwert auf 1/10 des Grenzwertes von 61 V/m (also 6 V/m) gilt
nur:
In Innenräumen, wo dieser Wert wegen der Abweichung zur Senderichtung und der Dämpfung der Baumaterialien auch im übrigen Europa ganz von selbst erreicht wird.
Dieser Wert muss ausserdem an den Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN), wie sie so schön genannt werden, nur eingehalten werden , wenn es technisch und betrieblich machbar und finanziell tragbar ist. (= Gummiparagraph, der nicht zum Schutz der Bevölkerung, sondern zum Schutz der Mobilfunkbetreiber geschaffen wurde!)
Schon auf der Terrasse, auf dem Balkon, auf dem Dachgarten, im Hausgarten, auf dem Feld des Landwirts, also praktisch überall aussen, darf in der Schweiz genau gleich wie überall mit 61 V/m gestrahlt werden, denn diese Orte werden zwar auch von den Menschen genutzt, aber dort haben die Menschen ganz einfach nicht empfindlich zu sein. Basta!
Die Schweizer Bevölkerung geniesst also im Vergleich zum Ausland keinen auch nur um ein Jota besseren Schutz und absolut keinen Vorzug. - Es wird ihr immer nur eingeredet, die Schweiz hätte die besten aller Grenzwerte. Wäre dies wirklich so, warum haben wir dann dermassen viele Klagen über Gesundheitsbeschwerden quer durch alle Bevölkerungsschichten?
Die Platte mit den tollen Schweizer Grenzwerten scheint einen Sprung zu haben, sonst würde nicht dauernd der gleiche Unfug verbreitet. Wann endlich, endlich wird das zur Kenntnis genommen?
Nicht nur an dieser Stelle, sondern in vielen Publikationen, in Leserbriefen an Zeitungen, in Briefen an Bundesstellen, an Gemeindebehörden, in den Rundbriefen von Gigaherz ist diese nicht auszurottende Grenzwertlüge unzählige Male kommuniziert worden.
Aber es scheint sich bei denen, die es am meisten anginge und die handeln müssten, um Analphabeten zu handeln oder um Leute, die niemals zum Denken ihr Hirn einsetzen, von Gefühl mit leidenden Mitmenschen ganz zu schweigen.
Evi Gaigg
Re: Handysucht und die Grenzwertlüge!
Verfasst: 22. Mai 2005 15:51
von Dr.Ruzicka
Werte Frau Gaigg, auch in Österreich ist niemand so naiv zu glauben dass die von der Industrie verbreitete Angabe einer Penetration von mehr als 100% mit Handys in Österreich mit der Zahl der Handykunden identisch ist.
Mag. Robert Marschall, Präsident des IVMK Interessensverbandes der Mobilfunkkunden,
http://www.ivmk.at stellte fest: "Derzeit gibt es in Österreich 11 flächendeckende Mobilfunknetze – 2x GSM 900 MHz (Mobilkom und T-Mobile), 4x DCS 1800 MHz (Mobilkom, T-Mobile, ONE, Tele.ring) und 5x UMTS (Mobilkom, T-Mobile, ONE, Tele.ring, Huchtison). Dazu werden über Österreich verteilt zig-Tausende von Sendemasten mit noch viel mehr Antennen benötigt. Diese 11 Mobilfunknetze senden 24 Stunden am Tag und senden permanent Mikrowellenstrahlung aus." Dazu gibt es seit heuer noch die Anbieter 'yess' und 'Schwarzfunk' ,die bestehende Netze nützen. Der IVMK-Interessensverband der Mobilfunkkunden ist ein gemeinnütziger Verein, der die Interessen der rund 6 Millionen Mobilfunkkunden Österreichs in der Öffentlichkeit vertritt.
Wir vertreten eine Senkung der Gesamt-Immission von HF-Strahlung auf eine E-Feldstärke von 0,02V/m in Österreich. Ein Wert für den Sie sich auch in der Schweiz einsetzen, wie ich annehme.
Dr.Ferdinand Ruzicka
Re: Handysucht und die Grenzwertlüge!
Verfasst: 26. Dezember 2005 10:33
von Jan-Dieter von Horn
Meine Stieftochter bekommt im Durchsnitt eine Handyrechnung von
350 Euro.Das ist ihr halber Verdienst.Wir hatten schon des öftern
Streit,aber meine Frau und ich können sie nicht überzeugen das es
bei Ihr schon eine Sucht ist.Mit 23 Jahren müsste sie doch langsam
zu überzeugen sein.
Für eineHilfe oder Ratschlag wäre ich sehr Dankbar
Viele Grüsse!
Jan Dieter von Horn