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Es gibt Aerzte und Aerzte

Verfasst: 20. Mai 2005 12:03
von Elisabeth Buchs
"Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.

So steht es im Hypokratischen Eid.

Ein sehr negatives Beispiel, wie Aerzte (Namen sind mir bekannt) mit einer elektrosensiblen Patientin umgegangen sind, möchte ich hier schildern:

Die Frau leidet unter Schwindel, Brechreiz, Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Tinnitus, Stechen und Brennen am Körper und Denkblockaden. Sie ist schon dreimal umgezogen, hält es oft in ihrer Wohnung nicht aus und verbringt ihre Zeit auf Parkbänken an elektrosmogarmen Orten.

Für den Professor, den sie zuerst wegen ihres Leidens aufsuchte, scheint Elektrosmog nicht zu existieren. Im Bericht zu der Patientin schreibt er: ein "sogenannter" Fachmann (damit ist der wirklich sehr kompentente Herr Peter von IBES gemeint) habe die Patientin indoktriniert und ihr schlechter Gesundheitszustand komme vom Wissen um die schlechten Messresultate her.

Ihrem neuen Hausarzt am andern Wohnort hat sie die Berichte des Professors und eines Klinikbesuchs vertrauensvoll ausgehändigt. Dieser schickte dann ohne sie zu informieren, diese Berichte weiter an einen Neurologen, an den er die Patientin überweisen wollte. Die Patientin sagt, dadurch sei dieser Neurologe bereits voreingenommen gewesen. Die Patientin will sich bei einer Patientenorganisation erkundigen und beschweren, wenn das nicht zulässig war.

Der Neurologe fragte die Patientin: Wieviele Prozent schätzen sie, dass ihr Körper durch Elektrosmog betroffen wird? 30 %? usw.
Die Frau sagte: 98 bis 99 %.
Darauf der Neurologe: Das ist pathologisch.

Daraufhin führte er mit ihr ein EEG und einige Uebungen durch, soweit unauffällige Befunde.

Dann sagte er: Ich kann ihnen sagen, messen kann man das nicht. In meinem ersten Beruf war ich Ingenieur. Man muss das sehr differenziert ansehen, die Probleme kommen von der Einbildung.
Die Frau hat dann im Wartezimmer ein Informationsblatt zum Werdegang des Arztes gefunden, er war Schiffbauingenieur...

Beim zweiten Mal sei der Arzt viel freundlicher gewesen (fragt sich nur, was für eine Freundlichkeit, ich war einmal dabei, als ein Arzt gegenüber meiner Kollegin eine solche "Freundlichkeit" hatte...)
Der Neurologe sagte: Es ist schlimm, wenn sie immer umziehen müssen. Das kann man vermeiden, ich kann ihnen ein Medikament geben zum Aufheitern und gegen fixe Ideen. Der Glauben, dass Elektrosmog die Ursache sei, könne belasten und gegen den Elektrosmog könne man nichts machen.

Die Frau fragte mich: Wie kann man sagen, es gehe gut, wenn es nicht stimmt.

Ich weiss nicht, ob das die schon vorher bestehende Meinung dieser beiden Aerzte ist oder beeinflusst von Frequentia, Prof. Berz, Nirmed, aerztlicher Beratungsstelle Luzern.

Wir Elektrosensiblen sind die Unberührbaren der modernen Gesellschaft, von Regierung und Bundesgericht im Stich gelassen, von einigen Aerzten (zum Glück gibt es die andern Aerzte auch) und ignoranten Mitmenschen als verrückt erklärt und zunehmendem Elektrosmog ausgesetzt, wissen wir bald nicht mehr, wo und wie wir noch weiterleben können.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs