Was uns alles droht: 4G, WiMagic, UWB

Elisabeth Buchs
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Was uns alles droht: 4G, WiMagic, UWB

Beitrag von Elisabeth Buchs » 25. Januar 2008 07:44

Das Aufrüsten hat jedes Mass verloren und ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Obwohl kein Technikfeind, ist mir das ganze nur noch widerwärtig, ich weiss nie, ob ich morgen noch in meinem Haus wohnen kann und überlege ständig, wo ich mein restliches Leben noch ohne diese ständig zunehmende Verstrahlung verbringen könnte. Ebenso widerwärtig sind die zur Zeit zunehmenden schon seit Goebbels bekannten Propaganda-Filme, mit verharmlosenden und zum Teil Falschaussagen, die sich auf die (absichtlich) falsch angelegten Elektrosensiblen-Kurzzeitversuche beziehen mit Dr. Kaul als neuem TV-Star und Gallionsfigur der Befürworterseite, hier missbraucht eine Psychologin Ihre Funktion in verantwortungsloser Art und Weise zugunsten der Industrie.

Ich schreibe deshalb wieder einmal, wie sich Mobilfunkstrahlung bei mir ausgewirkt hat anhand eines Beispiels der letzten Tage. In einem Tagungsraum einer grossen Stadt der Schweiz waren Mobilfunkwerte von knapp 1 V/m vorhanden, kaum DECT und W-Lan. Beim Aufenthalt dort während etwa zwei bis drei Stunden kamen bei mir langsam zunehmende Kopfschmerzen auf mit dem zunehmenden Wunsch, dort verschwinden zu können, für diese rel. kurze Zeit ging es, aber an einem solchen Ort wohnen könnte ich nicht, beim Rückweg grosse Müdigkeit und zuhause bleierne Müdigkeit, dass ich am Abend vorzeitig zwei Stunden schlafen gehen musste.

Zurück zum Thema, was uns alles wieder droht:

Nokia testet in Berlin 4 G:
http://handy.t-online.de/c/13/97/84/76/13978476.html

Dazu ein Fachmann:

» Was mich interessieren würde
» ob die Antennen noch stärker werden
stärker gebündelt, ja, was nicht zwangsweise mehr Leistung bedeutet

» und ob es noch mehr Antennen geben soll.
Definitiv ja (pro Mast), nicht aber zwangsweise mehr Standorte

» Ist 4G dasselbe wie Long Time Evolution?
Jein

Was 4G wirklich ist, wird voraussichtlich erst 2010 entschieden. Momentan ist alles "4G", was die verschiedenen Hersteller in ihren Experimental-Labors zusammenbasteln (Nokia,Qualcomm,Samsung,Ericsson,Huawei etc).
Dabei tut jeder Hersteller so selbstbewußt, daß er "sein" System heute schon "4G" nennt...und versucht inzwischen "seine Vorstellungen" und vor allem seine Patente in die Vorschläge der Standardisierung einzubringen. Je mehr Patente eine Firma in den Standard hineinbekommt, umso bessere Marktchancen hat Sie später gegenüber den Konkurenten (Lizenzgebühren). Darum wird jetzt schon marketingtechnisch "laut geklappert", um das eigene System als "das beste" darzustellen.

Wesentliche Neuerung gegenüber 3G wird die höhere Datenrate durch MIMO-Technik sein(=>mehr Antennen als heute, aber nicht unbedingt mehr Sendeleistung), eventuell ein Schwenk von WCDMA (UMTS)auf OFDM (z.B. Wimax) und Beamforming (=>Antenne bündelt Energie gezielt Richtung Nutzer, wie ein Spot-Scheinwerfer im Fernseh-Studio).

Quelle: http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... p?id=18218

WiMAX und WiMagic

A new 4th generation wireless net is being planned in Europe, under
the name "WiMagic". The EU commission has just approved the plans
from chip producer Sequent and 6 industrial and university partners in
Germany, England, Belgium, Turkey, France and Italy to provide the new
mobile net with download speeds of up to 100 Mbits for users on the
move and up to 1 Gigabits for stationary users. WiMax2, the new
standard, will be backwards compatible with the existing WiMax
network, and is based on the IEEE 802.16e-2005 standard.

Frequenzen für Ultra-Wideband-Technologie bereitgestellt

Breitbandige Datenübertragung damit für jedermann im Nahbereich möglich

Quelle: http://www.bundesnetzagentur.de/enid/4a ... echnologie

Elisabeth Buchs

Physiker

Beitrag von Physiker » 25. Januar 2008 10:01

Ich könnte mir vorstellen, dass die benötigte Leistung für ein Telefongespräch wie beim Schritt von GSM nach UMTS (Halbierung), auch von 3G nach 4G abnehmen wird, die Technik wird ja schliesslich immer besser.

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 25. Januar 2008 12:38

Physiker hat geschrieben:Ich könnte mir vorstellen, dass die benötigte Leistung für ein Telefongespräch wie beim Schritt von GSM nach UMTS (Halbierung), auch von 3G nach 4G abnehmen wird, die Technik wird ja schliesslich immer besser.
Bezüglich flächendeckende aufgezwungene Verstrahlung durch die Mobilfunkantennen zeigt sich folgende Situation: GSM bleibt bestehen, UMTS kommt dazu, UMTS benötigt ein dichteres Netz als GSM, unter max. 1000 W ERP für UMTS wird nicht einmal begonnen. Die Messwerte zeigen ganz klar eine generell erhöhte Mobilfunkbelastung. Gemäss TNO-Studie ist UMTS noch unverträglicher als GSM und die UMTS-Handys sind noch genotoxischer. Die Datenraten sollen immer schneller werden und der Drahtloswahn, alles müsse drahtlos sein, nimmt zu.

Leider sind keine Elektrosmog-Minimierungsbestrebungen zu erkennen. Gemäss Befragung von jemandem, der es wissen sollte, werden wegen der sogenannten Frequenzökomie komplexe Signale verwendet, die einen grösseren Rauschsignalabstand benötigen und somit stärkere Sendeleistungen und/oder mehr Antennen.

Elisabeth Buchs

Physiker

Beitrag von Physiker » 25. Januar 2008 14:34

Wenn 4G kommt, wird GSM abgebaut. Natel C gibt es ja auch nicht mehr. Gewisse Übergangsfristen sind aber unvermeidlich. Und UMTS wird dann im freigewordenen 900 MHz Band betrieben, dann braucht es nicht mehr so viele Antennen.
Aber das stimmt, höhere Datenraten bedingen höhere Leistung. Aber nur das reine Telefonieren braucht mit UMTS etwa halb soviel Leistung wie mit GSM.

unwichtig
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Beitrag von unwichtig » 25. Januar 2008 14:49

Physiker hat geschrieben:Ich könnte mir vorstellen, dass die benötigte Leistung für ein Telefongespräch wie beim Schritt von GSM nach UMTS (Halbierung), auch von 3G nach 4G abnehmen wird, die Technik wird ja schliesslich immer besser.
Vor einigen Jahren, bevor es mit UMTS losging gab es keinen Mast in meinem Wohnort, heute sind es 5 Masten mit knapp 60 Antennen die wenige tausend Bewohner Tag und Nacht mit ihrer krank machenden Strahlung terrorisieren.

Mich als Betroffenen interessiert es kein Stück wie hoch die Belastung am Kopf der Benutzer ist. Die Dauerbestrahlung der Masten schränkt mich dagegen sehr ein. Ich habe auch den Eindruck unter Verstrahlungen mit UMTS viel stärker zu Leiden als bei GSM. Die Technik ist also nur besser beim Quälen von Betroffenen geworden.
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

Peter

Beitrag von Peter » 27. Januar 2008 18:38

UMTS als Ersatz von GSM hat nur Vorteile.
Mehrere Mobilmasten die GSM sowie UMTS abstrahlen machte ich die Beobachtung das diese viel weniger strahlen.
Zeigt das Wandel Goltermann bei 1800 MHz 0,7 V/m an, sind es beim gleichen Standort nur noch 0,2 V/m oder noch weniger.

Ein UMTS Handy erzeugt auch weniger Wärme am Ohr und das telefonierten ist auch über längere Zeit angenehmer. Eine Feststellung die nicht nur ich machte.

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 27. Januar 2008 21:43

Peter hat geschrieben:UMTS als Ersatz von GSM hat nur Vorteile.
Mehrere Mobilmasten die GSM sowie UMTS abstrahlen machte ich die Beobachtung das diese viel weniger strahlen.
Zeigt das Wandel Goltermann bei 1800 MHz 0,7 V/m an, sind es beim gleichen Standort nur noch 0,2 V/m oder noch weniger.

Ein UMTS Handy erzeugt auch weniger Wärme am Ohr und das telefonierten ist auch über längere Zeit angenehmer. Eine Feststellung die nicht nur ich machte.
Hallo Peter

Für Ihre Behauptungen hätte Gigaherz gerne genaue Angaben z.B. wo befindet sich die von Ihnen erwähnte Antenne. Denn unsere Beobachtungen zeigen, dass die Mobilfunkbelastung seit der Einführung von UMTS generell stark zugenommen hat.

Denken Sie beim längeren Telefonieren eigentlich auch daran, dass dadurch das Risiko für Hirntumore für Nutzer über 10 Jahre ansteigt und sich die UMTS-Handys gemäss Studie von Prof. Adlkofer noch genschädigender auswirken als GSM-Handys zusätzlich dazu, dass auch unschuldige Menschen durch die gemäss TNO-Studie gesundheitlich noch unverträglicheren UMTS-Antennen bestrahlt werden.

Elisabeth Buchs

Peter

Beitrag von Peter » 28. Januar 2008 14:40

Der Standort spielt keine Rolle. Die Messungen können an verschiedenen Standorten durch geführt werden. UMTS ist immer schwächer als GSM.

Siehe auch unten die Fachstudie


Life Cycle Assessment of the Mobile Communication System UMTS: Towards Eco-efficient Systems

Goal, Scope and Background. Goal of this study is an evaluation of the environmental sustainability of the UMTS mobile communication system in Switzerland by means of a Life Cycle Assessment (LCA). A baseline environmental impact profile across the full life cycle of the UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) and its predecessor, the GSM (Global System for Mobile Communication) is presented. The baseline assessment was a necessary first step to evaluate the environmental impacts of the mobile communication systems use and growth, thus permitting the evaluation of its environmental sustainability.

Main Features. Two functional units are defined: a data set of 1 Gbit (1.000.000 kbit), and the yearly mobile communication of an average customer. In the UMTS, both data packages and calls can be conveyed. In order to be able to standardize the results, an equivalence between these two kinds of transmission is formed.
Two different options are defined, which represent different ways of transferring the data: mobile phone to mobile phone, and mobile phone to fixed network. All components of the UMTS network like the mobile phones, base stations, antennae, switching systems and the components of the landline like cable system and switching centers, are assessed. The environmental impacts are assessed taking into account all major life cycle phases like raw material extraction, manufacturing, use, disassembly and disposal of the product and the needed infrastructure. Electronic components like printed wiring boards and integrated circuits are assessed using a simple model based on the size (for IC) or number of layers (for PWB), respectively. Mining of precious metals (gold, silver) is included.
The study was carried out by ESU-services, Motorola, Swisscom and Deutsche Telekom. Thanks to the industrial partners it can rely on primary data for the production of mobile phone and base station, and for the operation of the networks. As the UMTS network is still being built, no actual data of network operation is available. Data from the GSM (Global System for Mobile Communication) were used in case of data gaps.

Results and Conclusions. About 25 kg CO2 are emitted and 800 MJ-eq (non-renewable) primary energy are required for the transfer of 1 Gbit information from mobile phone to mobile phone in the UMTS network. For a transfer from mobile to fixed network, these values are 20 kg CO2 and 640 MJ-eq, respectively. On the other hand, the fixed network requires more resources like copper (0.07 kg for the mobile to mobile option vs. 0.12 kg for mobile to fixed network).
From an environmental point of view, the mobile telephone is the most important element of the mobile communication network (UMTS and GSM). The short service life of the mobile phone plays a substantial role. Increasing the utilization period of the mobile phone (e.g. by leasing, re-use, extension of the innovation cycles, etc.) could thus represent a large potential for its improvement. The second most important components are the base stations. In the assessment mainly the use phase proved to be important. The lower environmental impact (per Gbit data transfer) as compared to the mobile phone can be explained by the longer service life (around factor 8). Main impacts are caused by the electricity consumption, in particular the energy needed for cooling the base stations. By choosing an environmentally benign electricity mix and/or by increasing the portion of renewable sources of energy, the network operators have a substantial potential of lower the environmental impacts (in particular the greenhouse gas emissions) of mobile telecommunication. Furthermore, the manufacturing of electronic components, the life time of the appliances and energy consumption are key parameters influencing the environmental profile of the networks most.
Given its larger data transfer rate, the UMTS is ecologically more favorable in terms of data transfer rate than its predecessor, the GSM system. The higher energy consumption and the more complex production of the devices in the UMTS system are compensated by the faster data transmission rate. Per customer, the result is inverse, however, since the higher efficiency is compensated by the higher data communication per user in the UMTS system. The UMTS network in its state of 2004 according to the 2001 planning and with the accordingly calculated number of customers and data transfer causes 2.1 times more CO2 emissions and requires 2.4 times more (non-renewable) primary energy per customer than for the GSM system in its current state. It must be noted, however, that the UMTS technology supports other services than the GSM system. The development of the UMTS is accompanied with an increased consumption of resources and emissions of pollutants and greenhouse gases regarding the entire system for mobile telephone communication.
The GSM system is a mature technology, while the UMTS is still at the beginning of its learning curve. Thus, it can be safely assumed that large improvement potentials are still present for the UMTS network components concerning expenditures and emissions both at production and by the use of the devices. This study provides the necessary information where such improvements are most effective in environmental terms.

unwichtig
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Beitrag von unwichtig » 28. Januar 2008 17:30

Peter hat geschrieben:Der Standort spielt keine Rolle. Die Messungen können an verschiedenen Standorten durch geführt werden. UMTS ist immer schwächer als GSM.

Siehe auch unten die Fachstudie [..]
Die sollten Sie dann auch mal lesen, dort steht etwas von gesamt CO2 Ausstoß der Systeme. Der bei UMTS 2,1 mal höher ist als bei GSM. Zur Verstrahlung wird dort gar nichts gesagt.

Vielleicht machen Sie einfach mal einen Englisch-Kurs, dann verstehen Sie auch den Text und können so sich und uns weitere Peinlichkeiten ersparen.
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

Peter

Beitrag von Peter » 28. Januar 2008 21:40

Sorry, der falsche Bericht, hier der Richtige:

http://www.ehponline.org/docs/2006/8934/abstract.html

unwichtig
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Beitrag von unwichtig » 28. Januar 2008 23:14

Peter hat geschrieben:Sorry, der falsche Bericht, hier der Richtige:

http://www.ehponline.org/docs/2006/8934/abstract.html
Langsam muss man Ihre Englisch Kenntnisse als nicht vorhanden bezeichnen. Dieser Bericht handelt von einem Versuch mit definierten Bestrahlungen (UMTS). Da steht nichts aber auch gar nichts von dem was Sie uns hier weiß machen möchten...("UMTS ist immer schwächer als GSM")

Das existiert nur in Ihrer Vorstellung und der Ihrer Auftraggeber...
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

Michael

Beitrag von Michael » 29. Januar 2008 09:16

Keine Auswirkungen kurzfristiger UMTS-Mobilfunkstrahlung auf Wohlbefinden
Biel-Bienne, 06.06.2006 - Die heute publizierte Schweizer Nachfolgestudie zur TNO-Studie hat keine Auswirkungen kurzfristiger UMTS-Mobilfunkstrahlung auf das Wohlbefinden festgestellt. Dies ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass die geltenden Grenzwerte die Bevölkerung nach heutigem Wissensstand ausreichend schützen. Langzeitauswirkungen müssen weiterhin im Auge behalten werden.

In den meisten Studien zu kurzfristigen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung vor der Einführung der UMTS-Technologie konnten keine unmittelbaren Effekte auf die Gesundheit oder das Wohlbefinden festgestellt werden. Umso mehr überraschte die im Herbst 2003 in Holland durchgeführte so genannte TNO-Studie. Sie hatte Beeinträchtigungen des Wohlbefindens bereits bei schwacher UMTS-Strahlung, wie sie von Mobilfunkantennen ausgeht, festgestellt und zwar bei nur kurzer Exposition von weniger als einer Stunde.

Um diesen unerwarteten Befund auf eine sicherere Basis zu stellen, unterstützten die Bundesbehörden die Schweizer Studie zur Überprüfung der holländischen Studie. Das Resultat dieser Studie wurde heute in Zürich vorgestellt: Die Befunde aus Holland wurden nicht bestätigt; es wurden keine Auswirkungen festgestellt, weder auf das Wohlbefinden, noch auf kognitive Funktionen.
Die Stellungnahme der Bundesbehörden

Die Schweizer Studie ist im Rahmen einer Risikoabwägung höher zu gewichten als die TNO-Studie, weil sie Vorteile und Verbesserungen gegenüber der holländischen Studie aufweist: So z.B. eine verbesserte Methodik, zwei verschiedene Stärken der UMTS-Strahlung und eine grössere Anzahl untersuchter Personen.

Die Bundesbehörden stellen weiter fest: Es ist nach Vorliegen der qualitativ hochstehenden Studie unwahrscheinlich, dass kurzfristige UMTS-Mobilfunkstrahlung unterhalb des Anlagegrenzwertes das Wohlbefinden und die kognitive Leistungen beeinträchtigt. Dies kommt einer Entwarnung der Bevölkerung gleich bezüglich der Fragestellung der Studie. Zugleich ist es ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Schweizer Grenzwerte die Bevölkerung nach heutigem Wissensstand ausreichend schützen, auch wenn Grenzwerte selbstverständlich nicht aufgrund einzelner Studien festgelegt werden.

Einzelne Gemeinden haben in den vergangenen Jahren die Behandlung von Baugesuchen für UMTS-Antennen mit dem Hinweis auf die Schweizer Nachfolgestudie sistiert. Die Studie bestätigt, dass solche Moratorien aus fachlicher Sicht unbegründet sind, ganz abgesehen davon, dass bereits das Bundesgericht derartige Sistierungen für unzulässig erklärt hatte.


Mögliche Langfristwirkungen im Auge behalten

In der Studie wurden kurzfristige Effekte analysiert. Sie lässt keine Aussagen über allfällige Auswirkungen bei langfristiger Exposition zu; denn die Probanden waren der Strahlung nur kurzzeitig ausgesetzt, nämlich während 45 Minuten. Auch über allfällige Risiken beim Mobiltelefonieren mit einem UMTS-Handy sagt die Untersuchung nichts aus; bekanntlich wird der Kopf während eines Telefongesprächs einer viel stärkeren Strahlung ausgesetzt als in der vorliegenden Untersuchung.
Bezüglich allfälliger Langzeitauswirkungen schwacher Strahlung setzen die Bundesbehörden nebst dem Vorsorgesystem (siehe Kasten) auf weitere Forschung: Im Nationalen Forschungsprogramm 57 "Nichtionisierende Strahlung, Gesundheit und Umwelt" soll die wissenschaftliche Untersuchung von Langfrist-Effekten vorangetrieben werden. Das Programm ist angelaufen und die ersten Forschungsprojekte werden Ende Jahr starten können.
Die Bundesbehörden verfolgen zudem weiterhin die umfangreiche internationale Forschung auf diesem Gebiet, um allfällige neue Erkenntnisse in die Schutzbestimmungen einbeziehen zu können.


Strenge Schweizer Grenzwerte
Die Schweiz verfügt im Bereich der nicht-ionisierenden Strahlung (NIS; auch Elektrosmog genannt) über zwei Arten von Grenzwerten:

• Immissionsgrenzwerte stützen sich auf die wissenschaftlich gesicherten und akzeptierten schädlichen Auswirkungen. Es handelt sich beim heutigen Kenntnisstand ausschliesslich um Akutwirkungen. Der Immissionsgrenzwert für UMTS-Strahlung beträgt 61 Volt pro Meter.

• Da über Langzeitwirkungen Ungewissheit besteht, hat der Bundesrat 1999 beim Erlass der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) zusätzlich im Sinne der Vorsorge strengere Grenzwert für diejenigen Orte festgelegt, an denen sich Menschen lange Zeit aufhalten. Diese so genannten Anlagegrenzwerte stützen sich nicht auf konkrete wissenschaftliche Resultate oder Verdachte, sondern orientieren sich an den technischen Möglichkeiten, um die Langzeitbelastung niedrig zu halten. Für UMTS-Strahlung von Antennen beträgt der Anlagegrenzwert 6 Volt pro Meter. Er ist somit zehnmal strenger als der Immissionsgrenzwert.

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 29. Januar 2008 09:31

Die besten Links gibt es bei Gigaherz und erst noch in Deutsch:

An Peter:

http://gigaherz.ch/pages/posts/ende-der ... .21155.php

Damit ist auch ganz klar das Märchen widerlegt, UMTS benötige weit weniger Leistung als GSM. Im obigen Beispiel sendet UMTS gerade 3.2 mal stärker als GSM.

Das UMTS von Swisscom sendet hier mit 2500Watt ERP pro Richtung. Dies im Gegensatz zu GSM 900 von Swisscom mit 900Watt ERP und zu GSM 1800 mit 600Watt ERP. Sunrise ballert mit einem 900MHz-GSM gleich mit 2300Watt ERP los. 50Watt-Fraktion ade, ade, ade!

UMTS kann man zugute halten, dass wenn nur der Steuerkanal da ist, 10 bis 20 % vorhanden ist gegenüber 50 % bei GSM, was jedoch durch das dichtere UMTS-Netz oft in den Wohngebieten und die stärkeren Antennen vermiest wird.

An Michael

Zur TNO-"Replikation"

http://gigaherz.ch/pages/posts/Der-perf ... ie1031.php

UMTS-Antennen können ab sofort wieder bewilligt werden, wenn...
http://www.gigaherz.ch/1065/

Mir wurde schwindlig
http://www.gigaherz.ch/1065/1036/

Elisabeth Buchs

Sunset
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Registriert: 1. Februar 2007 10:39

Glaubwürdigkeitsproblem

Beitrag von Sunset » 29. Januar 2008 11:45

Michael hat geschrieben:Keine Auswirkungen kurzfristiger UMTS-Mobilfunkstrahlung auf Wohlbefinden
Biel-Bienne, 06.06.2006 - Die heute publizierte Schweizer Nachfolgestudie zur TNO-Studie hat keine Auswirkungen kurzfristiger UMTS-Mobilfunkstrahlung auf das Wohlbefinden festgestellt. Dies ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass die geltenden Grenzwerte die Bevölkerung nach heutigem Wissensstand ausreichend schützen.
Ein interessanter Link zur Glaubwürdigkeit der Nachfolgestudie: http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/ ... _09_06.htm

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