Rundmail zur Information vom Hese-Projekt
und der Bitte um kurze Kommentierung.
Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibiltät" mittels einer epidemiologischen Studie an "elektrosensiblen"Patienten einschließlich der Erfassung klinischer Parameter im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms
http://www.emf-forschungsprogramm.de/fo ... o_015.html
Kommentar: Ich wünschte mir, dass einmal jemand FUER uns Betroffene forschen würde. Wenn man das Fazit liest, sieht man, worauf es rauslaufen soll, auch wenn der Anschein von akribischer Forschung entstehen soll:
"Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen EMF und den Beschwerden kann daher mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden" samt Bezug auf die WHO.
"Diese Fragestellungen sind aber nicht unbedingt unter Strahlenschutzgesichtspunkten zu sehen".
Elisabeth Buchs
Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibilität"
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Elisabeth Buchs
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Kurt
Re: Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibilität&quo
Hallo Frau Buchs,Elisabeth Buchs hat geschrieben: ...
Kommentar: Ich wünschte mir, dass einmal jemand FUER uns Betroffene forschen würde. Wenn man das Fazit liest, sieht man, worauf es rauslaufen soll, auch wenn der Anschein von akribischer Forschung entstehen soll:
"Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen EMF und den Beschwerden kann daher mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden" samt Bezug auf die WHO.
"Diese Fragestellungen sind aber nicht unbedingt unter Strahlenschutzgesichtspunkten zu sehen".
Elisabeth Buchs
über das Studiendesign lässt sich wie immer streiten.
Aber an der Tatsache, dass Personen, die vorgeben, elektrosensibel
zu sein keine höhere Trefferquote erzielen, als andere kommen auch
Sie nicht vorbei. Gut, Sie mögen einwenden, dass eine kurzzeitige
Exposition keine Aussage hat. Dann frage ich aber: Wie veträgt sich das
mit der These, die Sie unterstützen, dass elektrosensible Personen
selbst kurze Einwirkungen spüren, wenn z. B. jemand telefonierend
an ihnen vorüberläuft? Oder wenn beim Passieren eines Sendemastes
mit dem Auto oder Zug über "plötzlich stechende Schmerzen" berichtet
wird?
Woher kommt diese Diskrepanz?
fragt
Kurt
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Elisabeth Buchs
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Studie: Untersuchung der Elektrosensibilität
Interessant fand ich an dieser Untersuchung des Phänomens Elektrosensibilität, dass nach biologischen Parametern gesucht wurde und neurobiologische Unterschiede von Betroffenen zu den Kontrollpersonen festgestellt wurden.
S. 6, dass die Elektrosensiblen eine veränderte, möglicherweise dysfunktionale kortikale Prozessierung aufweisen, die die individuelle adaptive Anpassungsfähigkeit einschränkt und dies besonders für die jüngeren Betroffenen gilt. Ein Resultat hieraus kann eine erhöhte Vulnerabilität des Individuums gegenüber Umwelteinflüssen sein.
S. 18, dass die Messung der kortikalen Exzitabilität auf eine möglicherweise veränderte Exzitabilität elektrosensibler Personen in Richtung einer verringerten Fazilitation hinweist (besonders bei jüngeren, bei älteren kehrt sich das Verhältnis um).
S. 19, die schwedischen Untersuchungen sind ebenfalls interessant. Dysbalance des autonomen Nervensystems, Die erfassten Daten zur Hautwiderstandsreaktion, evozierten Potentialen und der Flimmer-Verschmelzungsfrequenz (Lczak & Sobolewsi, 2005) sprechen für eine gesteigerte sensorische Erregbarkeit der Betroffenen. Den Autoren zufolge weisen diese Ergebnisse in Richtung einer physiologischen Prädisposition elektrosensibler Personen für höhere Stressanfälligkeit und gesteigerte Sensibilität hinsichtlich physikalischer Umgebungsfaktoren. Sollten sich die Befunde von (Landgrebe et al., 2007) im Hinblick auf eine veränderte kortikale Exzitalität elektrosensibler Personen replizieren lassen, so ergibt sich möglicherweise ein neurobiologischer Erklärungsansatz für die Entstehung einer veränderten Wahrnehmung bei subjektiver Elektrosensibilität.
S. 22, Zudem scheinen neuere Forschungsergebnisse - vor allem aus Schweden - darauf hinzudeuten, dass Umwelterkrankungen im Allgemeinen und Elektrosensibilität im Besonderen sich durch ein gewisses Ungleichgewicht in der Regulation im zentralnervösen System auszeichnen.
Die in der Studie erwähnten antizipatorischen Prozesse halte ich für verständlich, es erscheint mir natürlich, dass Betroffene mit schlechten Erfahrungen mit Handystrahlung so reagieren können, wie im Text S. 74 erwähnt trifft dies nicht auf alle zu, vor allem wenn man noch die Versuchsbedingungen auf Bild S. 39 ansieht und dass die Probanden noch zusätzlich mit unangenehmen bis schmerzhaften Wärmereizen traktiert wurden. Die am Deutschen Forschungsprogramm beteiligten Geldgeber wollten wohl noch etwas für ihr Geld bekommen und sei es eine Legitimation für ihre WHO-Verhaltenstherapie. Ebenso wie Herr Dürrenberger sich kaum aus altruistischen Gründen bei der Auswertung der umweltmedizinischen Beratungsstellen beteiligen möchte. Die andern Psychoschienen wie Major Depression u.a. fehlen natürlich ebensowenig wie das Nachtgebetchen der aufrüstenden Mobilfunkindustrie, der lizenverkaufenden Regierung und der untätigen Behörden: "In diesem Vorhaben wie in vielen anderen Untersuchungen liess sich bisher kein Zusammenhang zwischen EMF und den Beschwerden der Betroffenen nachweisen." Weshalb wird nicht das NO-Modell von Warnke erforscht, dasjenige von Ruzika, die Herzratenvaribalität von Klitzing, die Redox-Untersuchung nach Dr. Heinrich, die seit langem geforderten Untersuchungen von Betroffenen?
Elisabeth Buchs
S. 6, dass die Elektrosensiblen eine veränderte, möglicherweise dysfunktionale kortikale Prozessierung aufweisen, die die individuelle adaptive Anpassungsfähigkeit einschränkt und dies besonders für die jüngeren Betroffenen gilt. Ein Resultat hieraus kann eine erhöhte Vulnerabilität des Individuums gegenüber Umwelteinflüssen sein.
S. 18, dass die Messung der kortikalen Exzitabilität auf eine möglicherweise veränderte Exzitabilität elektrosensibler Personen in Richtung einer verringerten Fazilitation hinweist (besonders bei jüngeren, bei älteren kehrt sich das Verhältnis um).
S. 19, die schwedischen Untersuchungen sind ebenfalls interessant. Dysbalance des autonomen Nervensystems, Die erfassten Daten zur Hautwiderstandsreaktion, evozierten Potentialen und der Flimmer-Verschmelzungsfrequenz (Lczak & Sobolewsi, 2005) sprechen für eine gesteigerte sensorische Erregbarkeit der Betroffenen. Den Autoren zufolge weisen diese Ergebnisse in Richtung einer physiologischen Prädisposition elektrosensibler Personen für höhere Stressanfälligkeit und gesteigerte Sensibilität hinsichtlich physikalischer Umgebungsfaktoren. Sollten sich die Befunde von (Landgrebe et al., 2007) im Hinblick auf eine veränderte kortikale Exzitalität elektrosensibler Personen replizieren lassen, so ergibt sich möglicherweise ein neurobiologischer Erklärungsansatz für die Entstehung einer veränderten Wahrnehmung bei subjektiver Elektrosensibilität.
S. 22, Zudem scheinen neuere Forschungsergebnisse - vor allem aus Schweden - darauf hinzudeuten, dass Umwelterkrankungen im Allgemeinen und Elektrosensibilität im Besonderen sich durch ein gewisses Ungleichgewicht in der Regulation im zentralnervösen System auszeichnen.
Die in der Studie erwähnten antizipatorischen Prozesse halte ich für verständlich, es erscheint mir natürlich, dass Betroffene mit schlechten Erfahrungen mit Handystrahlung so reagieren können, wie im Text S. 74 erwähnt trifft dies nicht auf alle zu, vor allem wenn man noch die Versuchsbedingungen auf Bild S. 39 ansieht und dass die Probanden noch zusätzlich mit unangenehmen bis schmerzhaften Wärmereizen traktiert wurden. Die am Deutschen Forschungsprogramm beteiligten Geldgeber wollten wohl noch etwas für ihr Geld bekommen und sei es eine Legitimation für ihre WHO-Verhaltenstherapie. Ebenso wie Herr Dürrenberger sich kaum aus altruistischen Gründen bei der Auswertung der umweltmedizinischen Beratungsstellen beteiligen möchte. Die andern Psychoschienen wie Major Depression u.a. fehlen natürlich ebensowenig wie das Nachtgebetchen der aufrüstenden Mobilfunkindustrie, der lizenverkaufenden Regierung und der untätigen Behörden: "In diesem Vorhaben wie in vielen anderen Untersuchungen liess sich bisher kein Zusammenhang zwischen EMF und den Beschwerden der Betroffenen nachweisen." Weshalb wird nicht das NO-Modell von Warnke erforscht, dasjenige von Ruzika, die Herzratenvaribalität von Klitzing, die Redox-Untersuchung nach Dr. Heinrich, die seit langem geforderten Untersuchungen von Betroffenen?
Elisabeth Buchs
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Elisabeth Buchs
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Re: Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibilität&
Ich berichte über meine zwei Arten, wie ich auf Mobilfunk reagieren kann:Kurt hat geschrieben:
Hallo Frau Buchs,
über das Studiendesign lässt sich wie immer streiten.
Aber an der Tatsache, dass Personen, die vorgeben, elektrosensibel
zu sein keine höhere Trefferquote erzielen, als andere kommen auch
Sie nicht vorbei. Gut, Sie mögen einwenden, dass eine kurzzeitige
Exposition keine Aussage hat. Dann frage ich aber: Wie veträgt sich das
mit der These, die Sie unterstützen, dass elektrosensible Personen
selbst kurze Einwirkungen spüren, wenn z. B. jemand telefonierend
an ihnen vorüberläuft? Oder wenn beim Passieren eines Sendemastes
mit dem Auto oder Zug über "plötzlich stechende Schmerzen" berichtet
wird?
Woher kommt diese Diskrepanz?
fragt
Kurt
Langsamere Variante: Es dauert eine mehr oder weniger lange Zeit bis die Symptome auftreten, die sich mit zunehmender Exposition steigern und bei Deexposition mehr oder weniger langsam wieder verschwinden.
Beispiel: In einem Tagungsraum einer grossen Stadt der Schweiz waren Mobilfunkwerte von knapp 1 V/m vorhanden, kaum DECT und W-Lan. Beim Aufenthalt dort während etwa zwei bis drei Stunden kamen bei mir langsam zunehmende Kopfschmerzen auf mit dem zunehmenden Wunsch, dort verschwinden zu können, für diese rel. kurze Zeit ging es, aber an einem solchen Ort wohnen könnte ich nicht, beim Rückweg grosse Müdigkeit und zuhause bleierne Müdigkeit, dass ich am Abend vorzeitig zwei Stunden schlafen gehen musste.
Schnelle Variante: Beim Autofahren reagiere ich mehrmal beobachtet auf einige Antennen, nicht unbedingt die nächsten und tageszeitlich unterschiedlich mit Stichen in der Kopfgegend. Per Messgerät festgestellt eine geringe Zeitverschobenheit von etwa Sekunden bis Minute. Bei längerer Fahrt entlang einer von Antennen bestückten Autobahn können daraus Dauerkopfschmerzen entstehen, die bei Deexposition langsam wieder verschwinden.
Bei der schnelleren Variante käme es darauf an, genau diese Bedingungen nachzubilden, rasche Feldwechsel, Inhomogenität, Hot Spots, verschiedene Arten von Auslastung, Modulation, reale Antennen, nicht "geglättet und homogenisiert". Dazu kommt die wenn auch hier nur geringe Zeitverschobenheit. Es müsste ein Messgerät bei einer Begleitfahrt sein, womit sich solches würde feststellen lassen.
Bei der langsameren Variante müsste ein maximales zeitliches Dach von z.B. 3 Tagen festgelegt werden mit Abbruchmöglichkeit bei vorherigem Auftreten von Symptomen. Es müsste an einem sonst vom Elektrosmog her guten Ort wenn möglich bekannten Ort stattfinden, am ehesten zuhause, wenn es dort noch gut ist. Dann könnte z.B. ein DECT eingeschaltet werden. Zwischen den einzelnen Durchgängen benötigte es mindestens einen Tag elektrosmogfreie Pause zur Regeneration wegen des Nachwirkens. Da die Elektrosensiblen keine Lampen sind, die man ein- und ausschalten kann, sind solchen Provokationsversuchen Grenzen gesetzt und diese Versuche werden vor allem gegen uns Betroffene verwendet. Das Aufnehmen von möglichst vielen verschiedenen biologischen Parametern z.B. von Stress könnte erfolgversprechender sein.
Elisabeth Buchs
Re: Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibilität&
Kurt hat folgendes geschrieben:
Richtig - dazu in einem abgeschirmten Raum ohne die allgegnwärtige Massenverstrahlung, welche eine Grundbelastung darstellt!
Pegasus
Sie geben nicht vor, sondern sie sind es!Aber an der Tatsache, dass Personen, die vorgeben, elektrosensibel zu sein keine höhere Trefferquote erzielen, als andere kommen auch Sie nicht vorbei.
Gut, Sie mögen einwenden, dass eine kurzzeitige
Exposition keine Aussage hat.
Richtig - dazu in einem abgeschirmten Raum ohne die allgegnwärtige Massenverstrahlung, welche eine Grundbelastung darstellt!
Das ist keine These, sondern das sind himmeltraurige Erfahrungen! Wann geht das endlich mal in Eure Schädel?? fragtWie veträgt sich das mit der These, die Sie unterstützen, dass elektrosensible Personen selbst kurze Einwirkungen spüren, wenn z. B. jemand telefonierend an ihnen vorüberläuft? Oder wenn beim Passieren eines Sendemastes mit dem Auto oder Zug über "plötzlich stechende Schmerzen" berichtet wird?
Pegasus
Die Hoffnung auf bessere Zeiten - ohne Funk - stirbt zuletzt!
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Kurt
Re: Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibilität&
... Aber wo sie doch keine höhere, sondern eine niedrigere TrefferquotePegasus hat geschrieben:Kurt hat folgendes geschrieben:
Sie geben nicht vor, sondern sie sind es!Aber an der Tatsache, dass Personen, die vorgeben, elektrosensibel zu sein keine höhere Trefferquote erzielen, als andere kommen auch Sie nicht vorbei.
...
Pegasus
erzielen??? Wenn jemand von sich behauptet, elektrosensibel zu sein,
dann müsste es doch umgekehrt sein. Oder waren in der Kontrollgruppe mehr
elektrosensible Teilnehmer, die nichts von ihrer Fähigkeit wussten?
Da muss es doch eine Erklärung geben.
meint
Kurt
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Elisabeth Buchs
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Re: Untersuchung des Phänomens "Elektrosensibilität&
Hallo KurtKurt hat geschrieben:
... Aber wo sie doch keine höhere, sondern eine niedrigere Trefferquote
erzielen??? Wenn jemand von sich behauptet, elektrosensibel zu sein,
dann müsste es doch umgekehrt sein. Oder waren in der Kontrollgruppe mehr
elektrosensible Teilnehmer, die nichts von ihrer Fähigkeit wussten?
Da muss es doch eine Erklärung geben.
meint
Kurt
Bevor Sie Ihre Lieblingsthese mit dieser Studie zu stützen beabsichtigen, lesen Sie bitte die Schlussfolgerungen auf S. 6:
Die unzureichende Unterscheidung von äusseren und möglichen propriozeptiven Reizen bei subjektiv Elektrosensiblen konnte in dieser Studie als Replikationsstudie bestätigt werden, wenngleich durch das breitere Altersspektrum hier ein zusätzlicher Einfluss des Lebensalters sichtbar wurde. Die hohe Rate falscher Alarme im Wahrnehmungs e x p e r i m e n t korrespondiert mit einer verringerten Fazilitation beim Doppelpuls e x p e r i m e n t. Die in dieser Studie erhobenen Daten deuten somit darauf hin, dass Patienten mit subjektiver Elektrosensibilität eine veränderte, möglicherweise dysfunktionale kortikale Prozessierung aufweisen, die die individuelle adaptive Anpassungsfähigkeit einschränkt. Dies gilt besonders für die jüngeren unter den Betroffenen. Ein Resultat hieraus kann eine erhöhte Vulnerabilität des Individuums gegenüber Umwelteinflüssen sein. Es bleibt zu klären, inwieweit vom Beschwerdebild her ähnlich gelagerte Störungen dieselben Veränderungen aufweisen, und ob jüngst gefundene Veränderungen in der kortikalen Exzitabilität nach GSM-Exposition bei gesunden, jungen Probanden in einen Zusammenhang mit den hier vorgelegten Befunden gestellt werden können.
Elisabeth Buchs