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Standortplanung von Mobilfunkanlagen

Verfasst: 26. Januar 2008 19:28
von Hans-U. Jakob
Die Entrechtung der Bevölkerung geht weiter
Eine skandalöse PR-Veranstaltung der Mobilfunkindustrie unter Mitwirkung eines Bundesrichters. (!) Durchgeführt vom Institut für Rechtswissenschaften der UNI St-Gallen im Hotel Banana in Winterthur, am 24.1.08. (Das Hotel heisst tatsächlich so) Weiterlesen unter http://www.gigaherz.ch/1269
Hans-U. Jakob

Die Entrechtung des Volkes

Verfasst: 26. Januar 2008 20:40
von ius-lex
So schockierend es ist. Was aber soll jetzt konkret weiter geschehen??Was wird nun konkret unternommen???

ius-lex

„Wurde der gar nicht gebrieft vorher?“

Verfasst: 26. Januar 2008 21:33
von unwichtig
Hallo Herr Jakob,

danke für den Bericht, dass ist ja wirklich ein Abschaum an Verquickungen.

Das scheint mir der selbe Schlag Menschen zu sein, der in Deutschland kürzlich live im ersten deutschen Fernsehen (ARD) beim offensichtlichen Betrug erwischt wurde! Schauen Sie sich den kurzen Video Ausschnitt aus der Live Sendung an (etwas runter scrollen):

„Wurde der gar nicht gebrieft vorher?“
http://alles-schallundrauch.blogspot.co ... orher.html

Für alle die nicht wissen wer die Dame, die da so offensichtlich betrügen wollte ist:

Brigitte Zypries, SPD - Juristin, Bundesministerin der Justiz

http://www.bundestag.de/mdb/bio/Z/zypribr0.html

Auch eine Juristin...Schön, dass der junge Türke sich nicht an das "Briefing" gehalten hat sondern einfach die Wahrheit sagte. :D

Re: Die Entrechtung des Volkes

Verfasst: 27. Januar 2008 10:26
von Tilly
ius-lex hat geschrieben:So schockierend es ist. Was aber soll jetzt konkret weiter geschehen??Was wird nun konkret unternommen???

ius-lex
Die Frage, wie es weiter gehen soll, ist eine gute Frage und schwer zu beantworten, weil
dabei einige Mutige auf dumme Gedanken kommen könnten.
So wäre es möglich, dass einige an den Baumärkten vorbei gehen und ganz verstohlen nach
entsprechenden Werkzeugen Ausschau halten.
Das wollen wir alle doch nicht, besonders den Mobilfunkbetreibern könnte das Kosten
verursachen, das wäre undenkbar.
Das sieht aus, als ob wir in einer Sackgasse stecken und wir warten müssen, bis es auch
die Mobilfunkmillionäre erwischt und sie auch vom Mobilfunk- Krebs zerfressen werden.

Es grüßt
Tilly

Verfasst: 27. Januar 2008 18:42
von Peter
Die Entrechtung der Bevölkerung geht weiter
Mit Entrechtug hat das nichts zu tun. Wior leben in einem demokratischen Staat und jeder soll sich seine Meinung selber bilden. Gigaherz darf ebenfalls Veranstaltungen durchführen. Ein Mangel an öffentlichen Räumen besteht nicht und wenn sie es gut anstellen zahlen die Teilnehmer auch einen Eintritt.

Verfasst: 27. Januar 2008 21:21
von Elisabeth Buchs
Peter hat geschrieben:
Die Entrechtung der Bevölkerung geht weiter
Mit Entrechtug hat das nichts zu tun. Wior leben in einem demokratischen Staat und jeder soll sich seine Meinung selber bilden. Gigaherz darf ebenfalls Veranstaltungen durchführen. Ein Mangel an öffentlichen Räumen besteht nicht und wenn sie es gut anstellen zahlen die Teilnehmer auch einen Eintritt.
Peter, lesen Sie doch bitte den Beitrag von Herrn Jakob auf der Gigaherz-Hauptseite http://gigaherz.ch/pages/posts/standort ... er1269.php
dann werden Sie hoffentlich erkennen, dass Herr Jakob mit der Entrechtung der Bevölkerung nicht das Abhalten von Veranstaltungen meint. Sondern dass gegen den Willen grosser Teile der Bevölkerung immer noch mehr Antennen und in den Wohngebieten aufgestellt werden sollen. Die Gemeinden und ihre Bürger versuchen mit Baureglementsänderungen die Antennen zu verhindern und das ist nun die Reaktion der Mobilfunkindustrie, wobei erkennbar wird, dass Herr Bundesrichter Aemisegger eher die Mobilfunkinteressen als die Interessen von Bürgern und Gemeinden vertritt.

Beim Einkaufen treffe ich im Dorf jetzt manchmal Mitstreiter gegen die geplante UMTS-Antenne. Einer sagte, es reicht jetzt einfach, es hat genug Antennen, es sollten nicht immer noch mehr aufgestellt werden, nur weil man die Euro 08 auf dem Handy sollte ansehen können, wir müssen an unsere Kinder denken. Richtig schlimm komme es aber, wenn dann Wireless komme. Eine betroffene Frau sagte in der Bäckerei, sie habe gehört, dass man sich schützen könne. Ich sagte daraufhin, wenn man in einem Käfig aus Fliegendraht leben wolle und das halte erst nur einen Teil der Strahlung ab, die Bäckersfrau wirkte etwas geschockt. Der Widerstand lebt. Wer mit Gigaherz zusammen nach weiteren Möglichkeiten Ausschau halten will, soll an die Generalversammlung vom 2. Februar kommen.

Elisabeth Buchs

Anmassung

Verfasst: 28. Januar 2008 10:45
von Ich war da - Sie auch?
In der Schweiz herrscht die Meinungsäusserungsfreiheit. Ich stimme diesbezüglich Peter zu, der es gigaherz überlässt, ähnliche Veranstaltungen zu organisieren und von den gleichen demokratischen Mitteln nutzen zu ziehen.
Nur frage ich mich, wo die Demokratie bleibt, wenn eigene "Protokolle" der Veranstaltung falsch oder verfälscht widergegeben werden um die eigene Schar von Schäfchen wieder einmal mit Polemik aufzustacheln. Ist unter den gigaherz Anhängern niemand, der es auch nur wagt die Worte ihres Anführers in Zweifel zu ziehen oder mindestens kritisch zu hinterfragen? Denn, liebe leser/Innen, ICH war an dieser Veranstaltung und kann mir deshalb selber ein Urteil bilden.

Beispiel gefällig?

gigaherz: "Wittwer verglich die Taten der Mobilfunkgesellschaften mit denjenigen der Flugpioniere, welche als erste den Atlantik überquert hatten"

richtig wäre: Der Hinweis auf die Pionierarbeit war nicht auf die Tätigkeit der Mobilfunkgesellschaften gemünzt, sondern auf die Tätigkeiten der Gemeinden, die nun neue Lösungen im Umgang mit den Mobilfunkgesellschaften resp. den Baubewilligungen anstreben müssen.

Einen schönen Tag allen....:-)

Verfasst: 28. Januar 2008 14:49
von Peter
Die Mobilfunkgegner sind an der heutigen Lage nicht ganz unschuldig.
Die Betreiber mussten in Wohngebiete ausweichen, weil in Landwirtschaftszonen sofort Einsprüche gemacht wurden.

Damit haben sie eines erreicht das die Antennen mitten in Dörfern aufgestellt wurden. Sunrise und Orange verwenden aus freiwilliger Rücksicht Hochspannungsmasten. Aber auch hier versuchen immer wieder Gegner Antennen zu verhindern, obwohl dies das sinnvollste ist.

Verfasst: 28. Januar 2008 17:36
von unwichtig
Peter hat geschrieben:Die Mobilfunkgegner sind an der heutigen Lage nicht ganz unschuldig.
Bei mir steht nicht eine Antenne in der Landwirtschaftszone, alles auf Wohnhäusern auch ohne jeglichen Protest, zum Schutz vor Panzern und vereinzelt auf Masten direkt neben Wohnhäusern. Es geht darum möglichst billig Masten aufzustellen, lange Wege um Versorgungsleitungen (Strom) zu bekommen, verteuern die Angelegenheit unnötig für die Betreiber. Die Gesundheit der Menschen spielt keine Rolle, Hauptsache fette Margen werden erzielt und die Aufwände können so gering wie möglich gehalten werden.

Sie erzählen hier Märchen...

Verfasst: 28. Januar 2008 19:45
von paul
Peter hat geschrieben:Die Mobilfunkgegner sind an der heutigen Lage nicht ganz unschuldig.
Die Betreiber mussten in Wohngebiete ausweichen, weil in Landwirtschaftszonen sofort Einsprüche gemacht wurden.
Aber natürlich gibt es Einsprachen! Nicht zuletzt wegen der fantastischen Optionen "blinde Kälber" und "depressive Bauern" im Stall! Oder sollten man das einfach als Gott gegeben akzeptieren??
Es gibt nur eine richtige Antwort auf publizierte Antennen...und die heisst Einsprache.
1. Weil die Netzabdeckung längstens völlig ausreicht
2. Neue Antennen nur neue Spielereien und unnötig grosse Kapazitäten schaffen.
3. und weil es kein Zurück mehr gibt, sollten sich doch einmal Senderkrankheiten einstellen.
Ergo: Heute ist JEDE neue Antenne zuviel, und MUSS bekämpft werden!
Peter hat geschrieben: Damit haben sie eines erreicht das die Antennen mitten in Dörfern aufgestellt wurden. Sunrise und Orange verwenden aus freiwilliger Rücksicht Hochspannungsmasten. Aber auch hier versuchen immer wieder Gegner Antennen zu verhindern, obwohl dies das sinnvollste ist.
Rührend, was Sie da erzählen... "Orange und Sunrise nehmen freiwillig Rücksicht", das ich nicht lache!
Denen ist es scheissegal, wenn die Anwohner verrecken..
Hätten die einen Funken Mitgefühl, hätten sie das schmutzige Geschäft mit der Verstrahlung längst aufgegeben.

Re: Anmassung

Verfasst: 29. Januar 2008 10:20
von Hans-U. Jakob
Ich war da - Sie auch? hat geschrieben:In der Schweiz herrscht die Meinungsäusserungsfreiheit. Ich stimme diesbezüglich Peter zu, der es gigaherz überlässt, ähnliche Veranstaltungen zu organisieren und von den gleichen demokratischen Mitteln nutzen zu ziehen.
Nur frage ich mich, wo die Demokratie bleibt, wenn eigene "Protokolle" der Veranstaltung falsch oder verfälscht widergegeben werden um die eigene Schar von Schäfchen wieder einmal mit Polemik aufzustacheln. Ist unter den gigaherz Anhängern niemand, der es auch nur wagt die Worte ihres Anführers in Zweifel zu ziehen oder mindestens kritisch zu hinterfragen? Denn, liebe leser/Innen, ICH war an dieser Veranstaltung und kann mir deshalb selber ein Urteil bilden.

Beispiel gefällig?

gigaherz: "Wittwer verglich die Taten der Mobilfunkgesellschaften mit denjenigen der Flugpioniere, welche als erste den Atlantik überquert hatten"

richtig wäre: Der Hinweis auf die Pionierarbeit war nicht auf die Tätigkeit der Mobilfunkgesellschaften gemünzt, sondern auf die Tätigkeiten der Gemeinden, die nun neue Lösungen im Umgang mit den Mobilfunkgesellschaften resp. den Baubewilligungen anstreben müssen.

Einen schönen Tag allen....:-)
Falls Ihre Version von Wittwers Vortrag stimmt, verschlimmert sich die Sache gewaltig.
Gemeindebehörden, die mit den Mobilfunkern gemeinsame Sache machen, sind keine Pionieren, sondern meines Erachtens Verräter.
Bleibt zu hoffen, dass diese die nächsten Wahlen nicht überleben werden.

Zu Ihrer schönen Demokratie:
Gigaherz führt seit 6 Jahren nationale Kongresse, mit kritischen Wissenschaftern aus der ganzen Welt durch.
Doch Bundes- und Kantonsvertreter dürfen sich, oft auf Befehl ihrer politischen Vorgesetzten, hier nicht blicken lassen.

Zu meinem schönen neuen Titel (Anführer von Gigaherz):
Ich werde diesen gerne meiner Sammlung anfügen. Die Mobilfunkindustrie versucht übrigens seit Jahren, bei uns Provokateure anzusiedeln um einen "Staatsstreich" anzuzetteln. Unsere Mitglieder sind jedoch intelligent genug, solche Unterwanderer zu erkennen und zu isolieren.

Hans-U. Jakob

Verfasst: 31. Januar 2008 10:58
von open mind
...die Veranstaltung wurde wohl deshalb im Hotel Banana abgehalten, weil damit zum Ausdruck kommt, dass die aktuelle Ausgestaltung des Fernmeldegesetzes wie auch der NISV für jeden klar ersichtlicher Ausdruck dafür sind, DASS DIE SCHWEIZ IN DIESER BEZIEHUNG EINE BANANENREPUBLIK GEWORDEN IST.

...es ist nicht nur jede neue, sondern JEDE HEUTE STRAHLENDE Antenne eine zuviel !

...die ganze Klüngelei ähnelt bald schon den inneren Gesetzen von einschlägigen Geheimgesellschaften; dass darf und muss einmal gesagt sein hier.

...ferner ist es eine ABSOLUTE SAUEREI, dass wohl einige den Anlass besuchenden Gemeindevertreter schlicht das horrende Eintrittsgeld (die Eintrittshürde für Private) vom Steuerzahler veruntreuen.

...auch ähnelt das Gebahren immer mehr den Insignien und dem Ausdruck TOTALITÄREN GRÖSSENWAHNS.



Hier noch eine kleine Geschichte, die mir ein Anwalt einer lange dort im Städtchen B. im Kt. Aargau ansässigen Kanzlei letzten Herbst berichtet hat: Ein Quartierverein klagte gegenüber der Mobilfunkindustrie lediglich! das Recht auf PLANUNGSSICHERHEIT ein. Man wollte lediglich wissen, wo die Industrie in Zukunft gedenke, Antennen hinzustellen, was natürlich Einfluss hat auf Bewertung von Liegenschaften oder ganzen Quartieren. Der Fall landete schliesslich vor dem Bundesgericht in Lausanne. Der Anwalt sagte mir sinngemäss: Solange dort ein gewisser Bundesrichter das Dossier Mobilfunk in Händen hält, ist es absolut zwecklos in der Schweiz auf der juristischen Schiene auch nur irgendetwas gegen den MF vorbringen zu wollen.

...soweit der aktuelle Stand, was der abstrakt gewordene und unterwanderte Begriff "Demokratie" mit der zur Experimentierzone degradierten und verkommenen "Schweiz" überhaupt noch gemeinsam haben...


Weckruf
vom +open mind+