Marl (eib). Der Elektrosmog nimmt immer bedrohlichere Formen an, warnt die Marler Bürgerinitiative um Dr. Helmut Keienburg, der bereits seit Jahren vor den Gefahren warnt, die von den Mobilfunkantennen ausgehen. Neueste Gefährdungsstufe: Die Umrüstung auf EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution, Technik zur Erhöhung der Datenrate in GSM-Mobilfunknetzen).
In Marl seien nach Meldungen der Bundesnetzzentrale mehr als 100 Mobilfunkantennen aufgestellt, die Hälfte seien UMTS-Antennen, die andere Hälfte werde in kürzester Zeit umgestellt auf EDGE – „ohne Information der Öffentlichkeit in Marl, aber mit heftigen gesundheitlichen Risiken für die betroffenen Nachbarschaften“, warnt die Bürgerinitiative und verweist auf den Evangelischen Kindergarten an der Auferstehungskirche in Drewer, das Marienhospital in der Stadtmitte sowie die zwei großen Grundschul- und Gesamtschulkomplexe und fünf Kindergärten am Ovelheider Weg.
Wissenschaftler hätten keinen Zweifel mehr an einem direkten Zusammenhang zwischen DNA-Schäden und UMTS-Strahlung. Die hohe Taktung der EDGE-Strahlung beeinträchtige die Hirnfunktionen. Darauf habe die Initiative bereits im Dezember 2006 verwiesen. „Und nun droht uns diese neue Technik hier in Marl.“ Die Untere Immissionsbehörde in Recklinghausen habe bestätigt, dass T-Mobile diesen Umbau momentan intensiv vorbereitet und eingeleitet.
Ihre Forderung: „Hier in Marl müssen sich Bürgermeisterin Uta Heinrich und Baudezernent Wolfgang Seckler zu dieser dramatischen Entwicklung erklären.“
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Sonntag, 17. Februar 2008, 20:25•