Presseschau 14.5.05: Thalwil: Auch Sunrise plant Netzausbau/
Verfasst: 14. Juni 2005 12:26
© Tages-Anzeiger linkes Seeufer und Sihltal; 14.06.2005; Seite 9
Thalwil, Rüschlikon, Kilchberg
Antennenwald wächst weiter: Auch Sunrise plant Netzausbau
Sunrise will sein Handynetz erweitern. Die Telecomfirma plant deshalb in Thalwil den Bau weiterer Mobilfunkanlagen. Eine Expansion ist auch bei Orange und Swisscom ein Thema.
VON STEFAN HÄNE
Thalwil. Aus einem Dreikampf wird ein Vierkampf: Nach Swisscom, Sunrise und Orange wirbt nun auch Tele 2, ein weiterer Mobilfunkanbieter, um neue Handykunden. Wie der «Tages-Anzeiger» publik gemacht hat, plant das schwedische Telecomunternehmen deshalb den Bau mehrerer Antennen in Thalwil (Ausgabe vom 11. Juni). Die Expansionsstrategie von Tele 2 verschärft den Wettstreit im Mobilfunkmarkt weiter: Im Gerangel um neue Marktanteile versuchen die Telecomfirmen, einander Kunden abzujagen und neue zu gewinnen. Ein Ende dieses Verdrängungskampfes ist nicht in Sicht.
Auch andere Gemeinde betroffen
Ausschlaggebend für die Wahl des Anbieters ist nebst den Telefonkosten vor allem die Qualität des Mobilfunknetzes. Funklöcher sind ärgerlich und für viele Handybenutzer Grund genug, den Anbieter zu wechseln. Bei Sunrise ist man sich dieser Gefahr bewusst: «Wir versuchen laufend, die Qualität unseres Netzes zu verbessern», sagt Sunrise-Pressesprecher Manfred Speckert. Um den steigenden Kundenansprüchen Rechnung zu tragen, müsse Sunrise zu den drei bereits bestehenden eine vierte Mobilfunkanlage in Thalwil errichten. Auch in Kilchberg und Rüschlikon brauche es für eine optimale Netzversorgung je eine neue Anlage.
Bessere Netzqualität als Ziel
Dass der Antennenwald in Thalwil weiter wachsen wird, lässt auch Swisscom durchschimmern: Zwar seien noch keine konkreten Projekte ausgearbeitet, «falls jedoch die Kundenbedürfnisse weiter steigen, müssen wir über kurz oder lang neue Antennen errichten», stellt Josef Frey, Medienverantwortlicher bei Swisscom, in Aussicht. Frey verweist in diesem Zusammenhang auf die dritte Mobilfunkgeneration, die so genannte UMTS-Technologie, die sich derzeit im Aufbau befindet (siehe Kasten).
Ähnlich tönt es bei Orange: «Wir versuchen, die Signalqualität und Kapazität in Thalwil kontinuierlich zu verbessern sowie die Umstellung auf UMTS sicherzustellen», sagt Pressesprecher Tilman Eberle. Was die Zahl und Standorte von allfälligen neuen Antennen betrifft, hält sich Orange ebenso bedeckt wie Swisscom.
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© Berner Zeitung; 14.06.2005; Seite 22
BZ-Rund um Bern
Wasserturm Zollikofen
Orange will ihn retten
Mobilfunkanbieter Orange würde den Wasserturm, den der Gemeinderat sprengen möchte, retten. Orange würde den Unterhalt zahlen und zulassen, dass die Betonröhre zum Aussichtsturm wird. Doch der Rat lehnt das ab.
Eine unerwartete Offerte: Der Mobilfunkunternehmer Orange bietet dem Zollikofner Gemeinderat an, den bereits zur Sprengung verurteilten Wasserturm zu übernehmen. Orange würde für den Unterhalt des pompösen Betonzylinders aufkommen und im Fall des Nichtmehrgebrauchs den Abbruch zahlen. Selbstlos ist das Angebot zwar nicht, denn Orange hat auf dem Turm eine Antenne, und Orangesprecher Tilman Eberle sagt: «Es ist ein ausgezeichneter Standort.» Doch: «Orange hätte prinzipiell nichts dagegen, wenn man den Turm gleichzeitig zum Aussichtsturm machen würde.»
«Das Wahrzeichen retten»
Der Grund des Angebotes: Der Turm wird in seiner ursprünglichen Funktion als Wasserdruckspeicher nicht mehr benötigt. Das Zollikofner Stimmvolk hatte letztes Jahr mit der Annahme eines neuen Wasserversorgungskonzeptes gleichzeitig 420 000 Franken für die Beseitigung des höchsten Zollikofner Bauwerks zugestimmt. In diesem Frühjahr besannen sich in Anbetracht des nahenden Sprengtermins Politiker von links bis rechts aber eines anderen: Eigentlich sei der Turm eine Art Wahrzeichen, sagten sie, als diese Zeitung den nahenden Abbruchtermin thematisierte. Hart klangen hingegen schon damals die Worte der zuständigen Gemeinderätin Liselotte Huber: «Ich sehe keine Chance für den Turm. Der Unterhalt käme zu teuer zu stehen.»
Huber wie auch der Gesamtgemeinderat bleiben auch nach dem Angebot von Orange hart: Man beabsichtige nicht darauf einzutreten. Dies schreibt der Rat in der Antwort auf die parlamentarische Interpellation von EVP-Politiker Roland Stucki. Er möchte, dass die Gemeinde dem Turm stehen lässt, wenn es realistische Chancen gibt. Stucki wollte vom Gemeinderat unter anderem wissen, ob er geprüft habe, inwiefern man das Bauwerk auch anders nutzen könnte - zum Beispiel als Aussichtsturm oder als Sternwarte. Immerhin sei die Turmspitze der höchste Punkt weit und breit - und die Aussicht prächtig.
Volkswille missachtet?
In der Antwort auf die Interpellation begründet Huber den Willen zum Abbruch nun anders: Man gedenke das Angebot von Orange auszuschlagen, weil dabei der Wille des Volkes missachtet würde. Man müsste laut Huber wahrscheinlich erneut eine Abstimmung durchführen - und eine erneute Abstimmung käme, so Huber, unverhältnismässig teuer - nämlich rund 18 000 Franken. Der Gemeinderat räumt zwar ein, dass es wahrscheinlich rechtlich gesehen möglich wäre, den Turm als Aussichtsplattform zu nutzen. Gleichzeitig erklärt er aber, problematisch sei, dass man im Wald, wo der Turm stehe, keine Parkplätze bewilligen könne. Stucki lässt diese Antwort nicht gelten: Es gebe sehr viele Aussichtstürme in der Region ohne Parkplätze. Stucki erwägt nun, einen zweiten politischen Vorstoss zur Rettung des Turms einreichen.
Bei Orange hält man fest: «Könnten wir nicht mehr vom Turm aus senden, müssten wir einen Standort im benachbarten Quartier ‹auf der Höhe› suchen. Die Antenne stünde dann im Siedlungsgebiet», sagt der Pressesprecher. Mischa Aebi
Andreas Blatter
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© Der Bund; 14.06.2005; Seite 23
Stadt-Region
Der Bund
Das Ringen um die Antennen
MURI · Eine Pflicht zur Zusammenarbeit der Mobilfunkbetreiber bestehe leider nicht, schrieb die SVP-Fraktion im letzten Juni in einem Postulat an den Gemeinderat. «Jeder sucht sich die besten Standorte aus, um mit möglichst wenig Aufwand eine grösstmögliche Fläche abzudecken.» Deshalb sei es wichtig, dass der Gemeinderat versuche, «im Dialog mit den Anbietern zukunftsweisende Lösungen zu erarbeiten».
Die Möglichkeit zur Einflussnahme auf mögliche Antennenstandorte sei «sehr beschränkt», schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort. Die Gespräche der letzten 12 Monate hätten gezeigt, dass es schwierig sei, die Antennen gemeinsam zu nutzen, weil die Bedürfnisse der Mobilfunkbetreiber sowohl von der Technik als auch vom abzudeckenden Gebiet her sehr unterschiedlich seien. Zudem habe der Bund Anlagegrenzwerte erlassen, die eine Konzentration der Gesellschaften auf einen Standort verhinderten. Je länger, je mehr würden die Betreiber ihre Antennen einfach dort hinstellen, wo sie noch einen Vertrag mit dem Grundeigentümer abschliessen könnten. Die Baukommission prüfe aber jeden Einzelfall genau, und die Beurteilungen seien unterschiedlich ausgefallen. So sei an der Thunstrasse 188 und an der Worbstrasse 173 die Baubewilligung erteilt worden, die geplante Antenne im Kreisel der Autobahnausfahrt verletze dagegen das Ortsbild. (cvb)
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Für Einsprachen wenig Spielraum
In Müllheim soll die Mobilfunkantenne für eine Leistungserhöhung ausgebaut werden. Die Auflagefrist für ein entsprechendes Gesuch der Swisscom lief gestern ab.
http://www.thurgauerzeitung.ch/default2 ... nd%20Rhein
Thalwil, Rüschlikon, Kilchberg
Antennenwald wächst weiter: Auch Sunrise plant Netzausbau
Sunrise will sein Handynetz erweitern. Die Telecomfirma plant deshalb in Thalwil den Bau weiterer Mobilfunkanlagen. Eine Expansion ist auch bei Orange und Swisscom ein Thema.
VON STEFAN HÄNE
Thalwil. Aus einem Dreikampf wird ein Vierkampf: Nach Swisscom, Sunrise und Orange wirbt nun auch Tele 2, ein weiterer Mobilfunkanbieter, um neue Handykunden. Wie der «Tages-Anzeiger» publik gemacht hat, plant das schwedische Telecomunternehmen deshalb den Bau mehrerer Antennen in Thalwil (Ausgabe vom 11. Juni). Die Expansionsstrategie von Tele 2 verschärft den Wettstreit im Mobilfunkmarkt weiter: Im Gerangel um neue Marktanteile versuchen die Telecomfirmen, einander Kunden abzujagen und neue zu gewinnen. Ein Ende dieses Verdrängungskampfes ist nicht in Sicht.
Auch andere Gemeinde betroffen
Ausschlaggebend für die Wahl des Anbieters ist nebst den Telefonkosten vor allem die Qualität des Mobilfunknetzes. Funklöcher sind ärgerlich und für viele Handybenutzer Grund genug, den Anbieter zu wechseln. Bei Sunrise ist man sich dieser Gefahr bewusst: «Wir versuchen laufend, die Qualität unseres Netzes zu verbessern», sagt Sunrise-Pressesprecher Manfred Speckert. Um den steigenden Kundenansprüchen Rechnung zu tragen, müsse Sunrise zu den drei bereits bestehenden eine vierte Mobilfunkanlage in Thalwil errichten. Auch in Kilchberg und Rüschlikon brauche es für eine optimale Netzversorgung je eine neue Anlage.
Bessere Netzqualität als Ziel
Dass der Antennenwald in Thalwil weiter wachsen wird, lässt auch Swisscom durchschimmern: Zwar seien noch keine konkreten Projekte ausgearbeitet, «falls jedoch die Kundenbedürfnisse weiter steigen, müssen wir über kurz oder lang neue Antennen errichten», stellt Josef Frey, Medienverantwortlicher bei Swisscom, in Aussicht. Frey verweist in diesem Zusammenhang auf die dritte Mobilfunkgeneration, die so genannte UMTS-Technologie, die sich derzeit im Aufbau befindet (siehe Kasten).
Ähnlich tönt es bei Orange: «Wir versuchen, die Signalqualität und Kapazität in Thalwil kontinuierlich zu verbessern sowie die Umstellung auf UMTS sicherzustellen», sagt Pressesprecher Tilman Eberle. Was die Zahl und Standorte von allfälligen neuen Antennen betrifft, hält sich Orange ebenso bedeckt wie Swisscom.
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© Berner Zeitung; 14.06.2005; Seite 22
BZ-Rund um Bern
Wasserturm Zollikofen
Orange will ihn retten
Mobilfunkanbieter Orange würde den Wasserturm, den der Gemeinderat sprengen möchte, retten. Orange würde den Unterhalt zahlen und zulassen, dass die Betonröhre zum Aussichtsturm wird. Doch der Rat lehnt das ab.
Eine unerwartete Offerte: Der Mobilfunkunternehmer Orange bietet dem Zollikofner Gemeinderat an, den bereits zur Sprengung verurteilten Wasserturm zu übernehmen. Orange würde für den Unterhalt des pompösen Betonzylinders aufkommen und im Fall des Nichtmehrgebrauchs den Abbruch zahlen. Selbstlos ist das Angebot zwar nicht, denn Orange hat auf dem Turm eine Antenne, und Orangesprecher Tilman Eberle sagt: «Es ist ein ausgezeichneter Standort.» Doch: «Orange hätte prinzipiell nichts dagegen, wenn man den Turm gleichzeitig zum Aussichtsturm machen würde.»
«Das Wahrzeichen retten»
Der Grund des Angebotes: Der Turm wird in seiner ursprünglichen Funktion als Wasserdruckspeicher nicht mehr benötigt. Das Zollikofner Stimmvolk hatte letztes Jahr mit der Annahme eines neuen Wasserversorgungskonzeptes gleichzeitig 420 000 Franken für die Beseitigung des höchsten Zollikofner Bauwerks zugestimmt. In diesem Frühjahr besannen sich in Anbetracht des nahenden Sprengtermins Politiker von links bis rechts aber eines anderen: Eigentlich sei der Turm eine Art Wahrzeichen, sagten sie, als diese Zeitung den nahenden Abbruchtermin thematisierte. Hart klangen hingegen schon damals die Worte der zuständigen Gemeinderätin Liselotte Huber: «Ich sehe keine Chance für den Turm. Der Unterhalt käme zu teuer zu stehen.»
Huber wie auch der Gesamtgemeinderat bleiben auch nach dem Angebot von Orange hart: Man beabsichtige nicht darauf einzutreten. Dies schreibt der Rat in der Antwort auf die parlamentarische Interpellation von EVP-Politiker Roland Stucki. Er möchte, dass die Gemeinde dem Turm stehen lässt, wenn es realistische Chancen gibt. Stucki wollte vom Gemeinderat unter anderem wissen, ob er geprüft habe, inwiefern man das Bauwerk auch anders nutzen könnte - zum Beispiel als Aussichtsturm oder als Sternwarte. Immerhin sei die Turmspitze der höchste Punkt weit und breit - und die Aussicht prächtig.
Volkswille missachtet?
In der Antwort auf die Interpellation begründet Huber den Willen zum Abbruch nun anders: Man gedenke das Angebot von Orange auszuschlagen, weil dabei der Wille des Volkes missachtet würde. Man müsste laut Huber wahrscheinlich erneut eine Abstimmung durchführen - und eine erneute Abstimmung käme, so Huber, unverhältnismässig teuer - nämlich rund 18 000 Franken. Der Gemeinderat räumt zwar ein, dass es wahrscheinlich rechtlich gesehen möglich wäre, den Turm als Aussichtsplattform zu nutzen. Gleichzeitig erklärt er aber, problematisch sei, dass man im Wald, wo der Turm stehe, keine Parkplätze bewilligen könne. Stucki lässt diese Antwort nicht gelten: Es gebe sehr viele Aussichtstürme in der Region ohne Parkplätze. Stucki erwägt nun, einen zweiten politischen Vorstoss zur Rettung des Turms einreichen.
Bei Orange hält man fest: «Könnten wir nicht mehr vom Turm aus senden, müssten wir einen Standort im benachbarten Quartier ‹auf der Höhe› suchen. Die Antenne stünde dann im Siedlungsgebiet», sagt der Pressesprecher. Mischa Aebi
Andreas Blatter
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© Der Bund; 14.06.2005; Seite 23
Stadt-Region
Der Bund
Das Ringen um die Antennen
MURI · Eine Pflicht zur Zusammenarbeit der Mobilfunkbetreiber bestehe leider nicht, schrieb die SVP-Fraktion im letzten Juni in einem Postulat an den Gemeinderat. «Jeder sucht sich die besten Standorte aus, um mit möglichst wenig Aufwand eine grösstmögliche Fläche abzudecken.» Deshalb sei es wichtig, dass der Gemeinderat versuche, «im Dialog mit den Anbietern zukunftsweisende Lösungen zu erarbeiten».
Die Möglichkeit zur Einflussnahme auf mögliche Antennenstandorte sei «sehr beschränkt», schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort. Die Gespräche der letzten 12 Monate hätten gezeigt, dass es schwierig sei, die Antennen gemeinsam zu nutzen, weil die Bedürfnisse der Mobilfunkbetreiber sowohl von der Technik als auch vom abzudeckenden Gebiet her sehr unterschiedlich seien. Zudem habe der Bund Anlagegrenzwerte erlassen, die eine Konzentration der Gesellschaften auf einen Standort verhinderten. Je länger, je mehr würden die Betreiber ihre Antennen einfach dort hinstellen, wo sie noch einen Vertrag mit dem Grundeigentümer abschliessen könnten. Die Baukommission prüfe aber jeden Einzelfall genau, und die Beurteilungen seien unterschiedlich ausgefallen. So sei an der Thunstrasse 188 und an der Worbstrasse 173 die Baubewilligung erteilt worden, die geplante Antenne im Kreisel der Autobahnausfahrt verletze dagegen das Ortsbild. (cvb)
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Für Einsprachen wenig Spielraum
In Müllheim soll die Mobilfunkantenne für eine Leistungserhöhung ausgebaut werden. Die Auflagefrist für ein entsprechendes Gesuch der Swisscom lief gestern ab.
http://www.thurgauerzeitung.ch/default2 ... nd%20Rhein