© Neue Luzerner Zeitung; 18.06.2005; Seite 47
Zuger Zeitung Leserbriefe
Rechtsfreier Raum im Kanton Zug?
Über das Aufstellen von Mobilfunkantennen in Baar und Zug
Das Bundesgericht hat bei der Brauerei Baar entschieden, dass die Messungen
der Mobilfunkantennen zu veröffentlichen sind. Mit der Messung wird geprüft,
ob die Grenzwerte eingehalten werden. In Zug wollte ich zwei
Abnahmemessungen einsehen. Die Stadt Zug hat es aber nicht erlaubt, denn
eine Einsicht benötige das schriftliche Einverständnis von Orange. Ist es
richtig, dass die Firma, deren Antennenstrahlung gemessen wird, gleich
selber entscheidet, ob die Daten bekannt gegeben werden oder nicht? So wird
das Urteil des Bundesgerichtes ausgehebelt. Auf telefonische Anfrage hin
heisst es, «man sei übereingekommen», das Bundesgericht habe einen Fall in
Baar geregelt, und das Urteil gelte deshalb nicht für Zug. Das Bundesrecht
wird durch die Gemeinde missachtet, was der Sachbearbeiter nicht zu
begründen vermag.
Ich verlange daraufhin vom Stadtrat als verantwortlicher Behörde eine
Erklärung, wieso sich Zug nicht an das Bundesgerichtsurteil hält, sowie um
eine Rechtsmittelbelehrung. Es ist sehr wichtig, dass die Fehler in der
Abnahmemessung sofort erkannt werden, denn je falscher eine Messung, desto
stärker darf der Sender danach ausgebaut werden.
Bei der Brauerei in Baar hat man viel zu nahe bei der Antenne gemessen: Im
Wohnquartier Burgweid ergibt die Orange-Strahlung im Südsektor die fünffache
Feldstärke gegenüber dem Ort der amtlichen Abnahmemessung. wird mein
Anliegen in der Stadtmühle gewaschen und geprüft. Jetzt kommt die Antwort,
ich staune: Eine Begründung, wieso das Bundesgerichtsurteil in Zug
missachtet wird, fehlt vollständig eine Rechtsmittelbelehrung auch. Weder
ein Stadtrat noch der Stadtschreiber haben unterschrieben, sondern der
gleiche Sachbearbeiter wie zuvor.
Jetzt frage ich den Stadtrat öffentlich: Wieso missachtet er das
Bundesgerichtsurteil, das die Bekanntgabe der Messungen verlangt? Strahlen
in Zug die Antennen anders als in Baar? Warum missachtet der Stadtrat die
Rechte der Bevölkerung, aber schützt die Interessen der Mobilfunkfirmen?
Zum Glück habe ich die Messung der Oberwiler Toblerone-Antenne über andere
Quellen erhalten. Dabei hat sich gezeigt, dass dort die gleichen Fehler wie
in Baar gemacht wurden, nur noch viel schlimmer: Beim Altersheim Mülimatt
stelle ich im NW-Sektor eine Feldstärke fest, die zwanzigmal höher ist als
am Ort der offiziellen Abnahmemessung. Es wurde derart unsinnig nahe am
Hochhaus gemessen, dass man die Antenne dort gar nicht sieht. Der wichtige
Südsektor ist dagegen richtig ausgemessen worden. Verantwortlich für die
Wahl der Messpunkte ist das kantonale Amt für Umweltschutz, nicht die Stadt.
Solche Messungen sind ein Desaster ich verstehe, dass man sie lieber nicht
zeigen würde.
André Masson, Baar
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© Mittelland Zeitung; 20.06.2005
Aarau Tabloid
Mobilmachung gegen Antennen
suhr Mittels Initiative sollen dem Gemeinderat Beine gemacht werden, damit
er die Bürgeranliegen erst nehme.
Die Bürgerinnen und Bürger aus Suhr wünschen sich mehr Zivilcourage von der
Behörde. Zumindest was den «Kampf» gegen die Mobilfunkantennen auf
Gemeindegebiet anbelangt. «Handeln statt sich hinter Paragrafen zu
verstecken», hiess der klare Auftrag des Souveräns an der Gmeind vom Freitag.
An der letzten Gmeind hatte Jürg Hertig den Antrag gestellt, im Zonenplan
eine Regulierung aller GSM/UMTS-Mobilfunkantennen auf dem Gemeindegebiet zu
erarbeiten und bis dahin sämtliche Baubewilligungsgesuche aller
Mobilfunk-Anbieter zurückzustellen. Die Behörde legte der
Gemeindeversammlung einen Antrag vor: im laufenden Revisionsverfahren der
Bauordnung und des Zonenplans und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten
eine Einschränkung zu bearbeiten. Diese beschränkte sich allerdings auf den
Ortsbildschutz.
Für sein Begehren bekam der Gemeinderat aber Schelte. «Ich bin enttäuscht
über das Schlussresultat», sagte Jürg Hertig. «Es ist beinahe lächerlich,
den Ortsbildschutz vorzuschieben.» Er stellte einen Rückweisungsantrag
seines ursprünglichen Begehrens. «Können Sie mir sagen, was wir dann tun
sollen?» Gemeindeammann Beat Rüetschi zeigte sich ratlos. «Handeln», so die
Antwort von Jürg Hertig. «Wir Suhrer wollen keine Antennen!», betonte Hertig.
weiteres gesuch bei der post
Mehrere Votanten unterstützten sein Anliegen. Auch Rolf Suter, der zusammen
mit Hertig eine Petition gegen Mobilfunkantennen lancierte und rund 800
Unterschriften zusammenbrachte. Zur Gmeind erschienen allerdings lediglich
156 Stimmberechtigte. Suter wünschte sich mehr Zivilcourage des
Gemeinderates. Es mute fremd an, wenn sich die Behörde hinter der
Rechtsgrundlage, sprich hinter Paragrafen, verstecke. Und es mute fremd an,
wenn nichts gegen ein Baugesuch nahe der Schule (Mattenweg) unternommen
würde. Im Übrigen ist eine weitere Antenne der Sunrise bei der Post geplant.
«Setzt euch für die Bürger ein, spürt ihre Ängste und nehmt ihre Anliegen
ernst. So wie es andere Gemeinderäte auch tun», sagte Suter. Er verlangte
einen Bau- sowie Ausbaustopp für Mobilfunkantennen - bis der Bericht der
Langzeitstudie vorliegt.
Mit standesinitiative nach Bern?
Für den Gemeinderat ein falscher Weg. «Eine Ablehnung der Gesuche ist wenig
effizient», erklärte Rüetschi. Als Lösung machte die FDP den Vorschlag für
eine Volksinitiative. Präsident Hans Frey stellte deren Wortlaut vor: «Der
Gemeinderat ist zu verpflichten, sich dafür einzusetzen, dass der Grosse Rat
in Bern eine Standesinitiative einreicht, welche verlangt, dass auf
nationaler Ebene ein Gesetz einzuführen ist, das die weitere Aufstellung von
UMTS-Mobilfunkantennen verbietet, bis in einem Langzeitversuch die
gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung dieser
Antennen auf den Menschen geklärt sind.» Der Antrag fand beim Souverän
grosse Zustimmung.
betroffen.
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© La Liberté; 20.06.2005; page 15
Regions
antenne de téléphonie mobile
Combat difficile pour Bellegarde
aurélie lebreau
Malgré leur opposition farouche, les habitants de Bellegarde auront bien du
mal à empêcher l'extension de l'antenne de téléphonie mobile déjà existante
à Sunrise. D'autant plus qu'elle est éloignée du centre du village. Le
préfet de la Gruyère, Maurice Ropraz a épuisé toutes les démarches qu'il
pouvait entreprendre dans ce dossier. Jeudi, il a écrit à l'opérateur, comme
le révèle «La Gruyère» dans son édition de samedi. «J'ai rédigé un
récapitulatif sous l'angle juridique à Sunrise. Mettant en avant
l'importance de la vague d'oppositions, je leur ai demandé d'accepter de ne
pas finaliser leur projet.»
Mais il n'y a quasiment aucune chance pour que les 500 signatures des
habitants aient un quelconque impact sur l'opérateur, qui a jusqu'au 6
juillet pour répondre au préfet. «Tous les préavis sont favorables, poursuit
ce dernier, notamment celui du Département cantonal de l'aménagement, de
l'environnement et des constructions.» Sous l'angle de la législation, le
projet mis sur pied par Sunrise est parfaitement correct. Les opposants
peuvent bien sûr faire recours au Tribunal administratif puis au Tribunal
fédéral. Mais un récent arrêt de ce dernier devrait décourager les plus
motivés. Le 26 mai, la plus haute instance juridique du pays a autorisé
Orange a construire une antenne à Blonay, dans le canton de Vaud. Les
habitants du village, ainsi que la commune ont été désavoués sur toute la
ligne. I
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© Le Matin; 18.06.2005; page 4
Le Matin Suisse
SUNRISE Les ondes électromagnétiques font peur
Antennes inoffensives ? Aucune garantie !
VERS-CHEZ-LES-BLANC (VD) Aujourd'hui, aucune étude scientifique ne peut
certifier que ces mâts métalliques n'ont pas à long terme d'effet négatif
sur le métabolisme
« Dans dix ans, j'ai peur qu'on constate que les antennes de téléphonie
mobile sont nocives pour la santé. Comme ça a été le cas pour l'amiante ou
la vache folle. » Depuis plusieurs jours, la majorité des habitants de
Vers-chez-les-Blanc manifeste son opposition à la pause d'une antenne GSM /
UMTS de 20 mètres de haut dans le jardin du conseiller communal écologiste
Roland Ostermann. La raison la plus souvent invoquée: la peur des ondes
électromagnétiques. Mais est-ce une raison valable ? Pour Sunrise, la
réponse est claire, c'est non. « Des spécialistes planchent sur ce problème
depuis cinquante ans. Personne n'a pu prouver que les ondes
électromagnétiques ont une influence négative
sur le métabolisme », déclare le porte-parole de Sunrise, Mathieu Janin.
Les experts ont tout fait, jeudi soir, pour rassurer les habitants de
Verschez-les-Blanc: « Les normes sont dix fois plus sévères en Suisse que
dans les pays qui nous entourent », « Les gens ont tout de suite mal à la
tête quand ils voient une antenne, c'est psychologique ... » Mais rien n'y
fait. Cette peur existe, et personne ne pourra les faire changer d'avis. «
Vous ne m'enlèverez pas de la tête que ces antennes sont mauvaises pour la
santé, note Emmanuelle Borie, une des opposantes au projet. J'ai
l'impression que je vais me faire griller comme une merguez !»
Alors, info ou intox ? « Personne ne peut dire qu'il n'y a pas de soucis à
se faire, admet Pierre Zweiacker, physicien à l'EPFL. On sait beaucoup de
choses, mais on ne connaît pas tout. » Ce qui est certain, c'est qu'une
telle antenne provoque un effet d'échauffement. Le premier touché sera
Roland Ostermann, qui recevra un rayonnement équivalent à une ampoule de 60
watts placée à 30 centimètres du crâne en permanence. Pour le reste, rien
n'est sûr.
« On trouve de tout dans les études, poursuit Pierre Zweiacker. Mais pour
qu'il y ait une preuve scientifique, il faut que plusieurs études prouvent
la même chose. A mon avis, paniquer ne résout rien. Actuellement la loi
suisse nous protège contre tous les risques connus. Elle ne peut pas nous
protéger contre des risques inconnus. C'est comme pour les rouges à lèvres,
personne ne peut garantir que ceux qui sont utilisés ne se révèlent pas un
jour nocifs pour la santé. »
Mélanie Blanc
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© Berner Zeitung; 18.06.2005; Seite 27
TT-Stadt Thun TT-Region Thun
STeffisburg
Heimbergs Einsprache abgewiesen
Die Sunrise AG darf in Steffisburg eine Natelantenne errichten. Die
Einsprache von Heimberg hatte keine Chance.
Rund 20 Meter hoch soll sie werden, die Natelantenne von Sunrise auf dem
Gelände der Autotuning-Firma Autex an der Bernstrasse. Es war aber nicht die
Höhe, die den Heimberger Gemeinderat dazu bewog, gegen das Projekt zu
opponieren, sondern die Tatsache, dass in der Nähe Wohnhäuser und eine
Coop-Filiale stehen. «Weil die Auswirkungen von Natelantennen auf die
menschliche Gesundheit nicht restlos geklärt sind, entschloss sich der
Gemeinderat, gegen das Projekt Einsprache zu erheben», erklärte Heimbergs
Gemeindeschreiber Ulrich Müller gegenüber dieser Zeitung. Die Heimberger
Regierung ging noch einen Schritt weiter und forderte ein Moratorium. Die
Steffisburger Behörden sollten das Geschäft also auf Eis legen, «bis die
Studie über gesundheitliche Schädigungen, die der Bund in Auftrag gegeben
hat, fertig gestellt ist», wie Müller erläuterte.
Grenzwerte eingehalten
Doch die Heimberger bissen auf Granit: Ihre Einsprache, übrigens die
einzige, wurde abgelehnt, Sunrise hat die Baubewilligung bereits erhalten.
«Die Grenzwerte der Anlage werden eingehalten, und die Höhe ist bei Antennen
nicht relevant», erläuterte Hans-Peter Hadorn, Leiter der Abteilung Hochbau
in Steffisburg. «Der Gemeinderat musste bloss über eine Ausnahmebewilligung
entscheiden, weil der Abstand für Bauten in Waldnähe unterschritten wird»,
ergänzte Gemeindepräsident Hans Rudolf Feller. «Nach Rücksprache mit der
Waldabteilung 3 Thun-Niedersimmental haben wir diese Ausnahmebewilligung
erteilt.» Weil die baurechtlichen Grundbedingungen damit erfüllt waren, sei
der Gemeinderat auf das Begehren nach einem Moratorium nicht eingetreten.
Neben der Baubewilligung brauchte Sunrise von zwei weiteren Seiten grünes
Licht: von der Burgergemeinde Steffisburg, der das Gelände gehört, und von
der Autex AG, die es im Baurecht nutzt. Beide haben Ja gesagt: die Autex,
weil sie von Sunrise dafür finanziell entschädigt wird, die Burgergemeinde,
«weil die Antenne dort niemanden stört», wie deren Präsident Peter Spring
erklärte. «Die Wohnhäuser und der Coop sind weit genug entfernt, sodass eine
Schädigung der Leute ausgeschlossen werden kann.» Und Autex-Geschäftsführer
Thomas Bellin ergänzte: «Wir wollen schliesslich alle mobil telefonieren.
Dafür braucht es nun mal Antennen!»
«Das war zu erwarten ...»
Der Heimberger Gemeindeschreiber Ulrich Müller konnte seine Enttäuschung
über das Verdikt aus Steffisburg nicht ganz verbergen: «Das war wohl zu
erwarten ...», meinte er. «Aber Einsprache zu erheben, solange die
Auswirkungen solcher Antennen auf die Gesundheit nicht restlos erforscht
sind, das waren wir unseren Leuten einfach schuldig!» Marc Imboden
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Bümpliz
Heftiger Protest gegen Antennen
1580 Bümplizer und Bümplizerinnen wehren sich mit einer Einsprache gegen
zwei neue UMTS-Antennen. Die Firma Sunrise möchte diese auf dem Dach des
Gebäudes an der Mädergutstrasse 35 aufstellen. Bereits im März hatten 1200
Bewohner aus Bümpliz eine Einsprache gegen ein Antennenprojekt an der
Statthalterstrasse 41 unterzeichnet. Begründet wird die jüngste Einsprache
unter anderem mit den gefährlichen Strahlungen, die von solch
leistungsfähigen Antennen ausgehen. Gerade im Bereich von Schulen, wie im
Kleefeld, seien Kinder stark gefährdet. mgt
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münsingen
500 gegen Antenne
Gegen eine geplante Sunrise-Mobilfunkantenne im Sägemattquartier in
Münsingen regt sich heftiger Widerstand. Anwohner haben bereits über 500
Unterschriften gesammelt. Sie finden, dass eine Mobilfunkantenne dem Image
und dem Vorbildcharakter der Gemeinde Münsingen schade. Die
Unterschriftensammlung dauert noch bis zum Ablauf der Einsprachefrist am 27.
Juni. mgt
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© St. Galler Tagblatt; 18.06.2005
Gossau und Umgebung
Hauptblatt
Grünes Licht für Sunrise
Kanton lehnt Rekurse gegen Mobilfunkantenne in Hauptwil ab
Hauptwil. In der einjährigen Mobilfunkgeschichte ist ein weiteres Kapitel
geschrieben: Der Kanton bewilligt der Sunrise, ihre Antenne bei der Kiwag AG
in Hauptwil zu bauen. Ob die Rekurrenten Beschwerde einlegen, ist noch nicht
klar.
Annina Flaig
Vorgestern ist bei der Gemeindeverwaltung Hauptwil-Gottshaus und den
Rekurrenten der Mobilfunkantenne «dicke Post» eingegangen. 23 Seiten umfasst
der Bericht des Departementes für Bau und Umwelt. «Die Argumente der
Rekurrenten sind vollumfänglich abgelehnt worden», sagte Gemeindeammann
Walter Luginbühl auf Anfrage.
Unsicherheitsfaktor Ortsbild
Er und die Bauverwaltung hätten sich im letzten Jahr von den Gegnern viele
Vorwürfe anhören müssen, sagt Luginbühl. «Wir haben uns aber immer an die
gesetzlichen Grundlagen gehalten.» Daher wäre für ihn ein anderer Entscheid
nicht gut nachvollziehbar gewesen. Hauptargumente der Gegner waren der
Standort in der Bauzone, die Intensität der Strahlung und der
Ortsbildschutz. «Alles entspricht der geltenden Gesetzgebung», sagt
Luginbühl. Zu diesem Schluss sei auch der Kanton gekommen. Ein
Unsicherheitsfaktor war im Vorfeld der Ortsbildschutz. Hauptwil hat ein
Ortsbild mit nationaler Bedeutung. So wurde die Eidgenössische Natur- und
Heimatschutzkommission herbeigezogen. Diese hält fest: «Die Mobilfunkantenne
tritt als Teil der bestehenden Gewerbebauten in Erscheinung.»
«Kaum eine Chance»
Die Rekurrenten haben die Möglichkeit, innert 20 Tagen beim kantonalen
Verwaltungsgericht eine Beschwerde gegen den Entscheid des Departementes
einzureichen. «Ich weiss noch nicht, ob ich das will», sagt Rita Engeler,
eine der beiden Rekurrenten, mit Verweis auf die damit verbundenen Kosten.
Sie wolle zuerst mit den 26 Mitunterzeichnenden Rücksprache nehmen. Zweiter
Rekurrent ist die Primarschulgemeinde Hauptwil. «Wir haben damit gerechnet,
dass der Rekurs abgewiesen wird», sagt Primarschulpräsident Jakob Grunder.
Die Behörde habe noch keinen Entscheid gefällt. «So wie ich das beurteile,
hätten wir aufgrund der rechtlichen Grundlagen aber kaum eine Chance.» Die
Grenzwerte seien eingehalten. «Ob diese zu hoch sind oder nicht, das ist
eine andere Diskussion - eine politische.»
In drei Monaten Empfang?
«Wir sind froh, dass das langwierige Verfahren jetzt einen Schritt weiter
ist», sagte Manfred Speckert, Umweltbeauftragter der Sunrise. Er habe den
Entscheid aufgrund des Berichtes des Eidgenössischen Natur- und
Heimatschutzes nicht anders erwartet. «Wir sind zuversichtlich, dass die
Rekurrenten angesichts der Ausführlichkeit der Begründung es auf diesem
Entscheid beruhen lassen.» Falls keine Beschwerde eingeht, möchte die
Sunrise ihre Antenne in zwei bis drei Monaten fertig stellen. Speckert: «Ich
habe es übrigens noch nicht oft erlebt, dass an Einspracheverhandlungen
junge Leute und Gewerbler als Befürworter aufstehen und sagen, wie schlecht
sie versorgt seien, auch von anderen Anbietern.»
Vorgeschichte
Vor genau einem Jahr hatte die Sunrise TDC Switzerland AG ihr Baugesuch für
eine 23 Meter hohe Mobilfunkantenne auf einer Parzelle der Kiwag AG bei der
Gemeinde Hauptwil-Gottshaus eingereicht. Darauf regte sich vehementer
Widerstand: 137 Einsprachen gingen ein. Eine Einspracheverhandlung brachte
keine Einigung. Der Gemeinderat gab Anfang September grünes Licht. In der
Folge gingen beim Departement für Bau und Umwelt drei Rekurse ein. Einer
wurde später zurückgezogen. Von der öffentlichen Diskussion fast unbemerkt,
ging währenddessen Orange mit Mikrozellen auf Empfang. (afl)