La Liberté; 30.06.2005; page 15
Regions
Orange et son antenne sèment toujours la panique au Pâquier
TéLéPHONIE MOBILE · Michel Ducrest n'exclut pas de rompre son contrat avec Orange. L'opérateur ne l'entend pas de cette oreille.
aurélie lebreau
Ce n'était peut-être pas un round de négociations de l'Organisation mondiale du commerce, mais c'était une soirée serrée quand même. Mardi soir, au Pâquier, s'est déroulée une séance d'information ordonnée par le préfet de la Gruyère Maurice Ropraz. L'enjeu de cette délicate partie de ping-pong? La probable construction d'une antenne de téléphonie mobile sur le toit d'un silo appartenant à l'entreprise JPF («La Liberté» du 21 juin).
Les protagonistes étaient nombreux. Orange d'un côté, les opposants de l'autre. Mais aussi le Service cantonal de l'environnement qui a préavisé favorablement le projet de l'opérateur, un médecin, un expert en immobilier, un enseignant du Cycle d'orientation de La Tour-de-Trême, la commune du Pâquier et... Michel Ducrest, le patron de l'entreprise de construction JPF.
«Vous me faites vomir»
L'homme, dont le rôle est central dans cette affaire, est resté assis au premier rang de l'assemblée la majeure partie de la soirée. Le temps que les mots qui claquent et les phrases qui piquent fusent à une cadence plus qu'honorable de part et d'autre. Ce n'est qu'en fin de soirée, lorsque deux Pâquiésans l'ont interpellé de manière assez énergique, «Monsieur Ducrest, vous me faites vomir», que l'homme a repris sa place à la table des intervenants.
Car c'est bien lui, au nom de l'entreprise JPF, qui a signé un contrat avec Orange. Donnant ainsi son accord à l'opérateur pour qu'il greffe une antenne sur la propriété de l'entreprise. L'accord s'étale sur dix ans.
Attaqué pour avoir pratiquement pactisé avec le diable, à voir les réactions de certains opposants, Michel Ducrest s'est défendu de vouloir tirer un quelconque profit de cette opération. «Ce n'est pas pour l'argent que j'ai signé ce contrat! Cette antenne ne me rapportera que 300 fr. par mois.»
Visiblement secoué par les démonstrations parfois émotionnelles des opposants, Michel Ducrest n'a pas tenu mordicus à la construction de cette antenne: «On va revoir notre position, dans un sens ou dans l'autre. Mais je ne peux rien vous promettre pour l'instant».
Cet hypothétique retour en arrière du propriétaire du terrain ne résout pas pour autant les soucis des Pâquiésans.
Décidé coûte que coûte
Orange est décidé à construire une antenne dans le village coûte que coûte. Et rien ne semble pouvoir le dévier de son objectif. Pas même une rupture de contrat de la part de JPF. L'opérateur respecte toutes les normes fédérales en vigueur. La loi est de son côté dans ce dossier.
Quelque peu rudoyé lui aussi au cours de la soirée, François Legay, coordinateur environnement chez Orange, reconnaît que cette séance avait un côté exceptionnel. «Les gens étaient très nombreux et bien préparés». Deux équipes de la TSR et leurs grosses caméras n'ont rien enlevé non plus à la chaleur de cette soirée orageuse...
Dépité, un citoyen lâche: «On nous ignore totalement. A qui devons-nous nous adresser pour être écoutés?» Le syndic du Pâquier n'a pas eu de solution miracle à offrir. «Nous devons alerter des conseillers nationaux pour qu'ils prennent conscience de tout ça.» D'ici à ce que le message parvienne à Berne, il n'est pas à douter que de nombreuses antennes auront continué de pousser... I
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© St. Galler Tagblatt; 30.06.2005
Wil
Wiler Zeitung / Volksfreund
Leserbrief
Ein mutiger Schritt des Stadtrats
«Bauhöhe gilt auch für Anlagen», «Wiler Zeitung» vom 23.6.2005
Bei den Baugesuchen für Mobilfunkantennen ist kein Ende in Sicht, obwohl in der Stadt Wil bereits sechs Antennen stehen. Gegen diese Baugesuche werden von der Bevölkerung jeweils hunderte von Einsprachen eingereicht, für deren komplexe und aufwändige Bearbeitung die Behörden wertvolle Steuergelder verbrauchen. Der Wiler Stadtrat hat die Zeichen der Zeit erkannt und einen visionären, mutigen Entscheid gefasst. Dem sich anbahnenden Antennenwildwuchs wird mit einer Höhenbeschränkung für Anlagen ein durchdachtes Konzept gegenübergestellt. Mit den vorgesehenen Massnahmen ergreift der Stadtrat eine gestalterische und in grossem Masse die Gesundheit schützende Initiative, er geht damit die Zukunft aktiv und wegweisend an.
Schweizweite Signalwirkung
Die Baureglementsänderung ist innovativ und wird schweizweit Signalwirkung haben. Zudem ist sie für alle, die von einem Antennenprojekt betroffen sind, ein mutiges Zeichen und zeigt auf, dass der Wiler Stadtrat für die Ängste und Anliegen der Bevölkerung Verständnis hat und diese ernst nimmt. Dafür gebührt ihm Lob, Anerkennung und ein herzliches Dankeschön. Im Falle des Baugesuches für die Antenne beim Kindergarten Letten hat das kantonale Baudepartement den Rekurs gegen die Baubewilligung zu behandeln. Die Aktionskomitees hoffen, dass beim Entscheid diese Änderung im Wiler Baureglement nachträglich be-rücksichtigt und der Rekurs geschützt wird. Es wäre schwer nachvollziehbar, über ein Projekt, welches noch nicht realisiert ist, nach altem Reglement zu entscheiden, obwohl das neue vorliegt und nächstens in Kraft treten dürfte. Zumindest sollte diese kantonale Instanz mit dem Entscheid zuwarten, bis die Wiler Legislative die Baureglementsänderung (hoffentlich) gutgeheissen hat. Bei der definitiven Verfassung des neuen Reglementstextes sei dem Stadtrat noch auf den Weg mitgegeben, nochmals in Erwägung zu ziehen, ob nicht doch Schutzzonen (Wohngebiete, Schulen, Spitäler und Kliniken sowie Heime) auszuscheiden wären.
Weitsicht beweisen
Nachdem nun der Stadtrat einen ersten wegweisenden Schritt gemacht hat, ist zu hoffen, dass auch das Stadtparlament der Reglementsänderung zustimmt und demit ebenfalls Weitsicht beweist. Der Dank der betroffenen und besorgten Bevölkerung ist dann mit Bestimmtheit der Zahltag beim nächsten Wahltag.
Roland Brütsch
Für die Aktionskomitees keine Mobilfunkantenne im Wohngebiet, beim Kindergarten Letten, Obere Bahnhofstrasse/Altstadt und St.Gallerstrasse
Kienbergstrasse 23, 9500 Wil
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© Berner Rundschau / MLZ; 29.06.2005
.Oberaargau Zeitung
Anwohner machen mobil
Wangen a/A Infoanlass Natelantenne Unterholz
Die TDC Switzerland AG - besser bekannt unter dem Namen Sunrise - will auf der Parzelle 463 im Unterholz in Wangen a/A eine Natelantenne mit UMTS-Technologie bauen. Jetzt formiert sich Widerstand. Betroffene Anwohner laden morgen Abend zu einem Infoanlass in den Singsaal ein. «Wir wollen die Erstellung und den Betrieb eine Natelantenne gemäss Baugesuch an diesem Standort verhindern», wenden sich die Initianten in einem Rundschreiben an die einspracheberechtigten Anwohner in einem Umkreis von 834 Metern. Der Standort in der Landwirtschaftszone am Rande des Baugebietes und der neuen Überbauung in der Breitmatte könne nicht akzeptiert werden. «Wir wollen die einspracheberechtigten Personen im Umkreis von 834 Metern umfassend über die Beeinträchtigung des Betriebes einer solchen Anlage informieren und sie auf ihre rechtlichen Möglichkeiten hinweisen», schreiben die Initianten weiter. Sie sind überzeugt, dass die Anlage die heutige Wohnqualität wesentlich beeinträchtigen würde. Gesundheitliche Schäden für die Bewohner in der unmittelbaren Umgebung seien nicht auszuschliessen, und die Antenne hätte Wertverminderungen der Liegenschaften zur Folge.
Die Einsprachefrist läuft am 11. Juli ab. Bereits hat der Gemeinderat mitgeteilt, dass er Einsprache gegen das Bauvorhaben machen wird. (sus)
Infoanlass: Donnerstag, 30. Juni, um 19.30 Uhr im Singsaal der Schulanlagen.
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© Der Bund; 29.06.2005; Seite 23
Stadt-Region
Der Bund
1000 dagegen
MüNSINGEN · Der Widerstand gegen die neue UMTS-Antenne, die der Mobilfunkanbieter Sunrise auf der Liegenschaft Sägematt 7 aufstellen will, ist sehr gross: Rund 50 Einsprachen seien gegen das Bauvorhaben eingegangen, sagt Bauverwalter Martin Niederberger. 1000 Menschen hätten mit ihrer Unterschrift ihrem Unmut Ausdruck verliehen. Die grösste Sammeleinsprache stammt von einer lose organisierten Gruppe von Sägematte-Bewohnern: 798 Unterschriften haben sie - vorwiegend unter Mietern im Quartier - gesammelt. Für die meisten Einsprecher sei unverständlich, dass die Antenne mitten im Wohngebiet aufgestellt werden soll. Sorgen machten sie sich wegen der Strahlung und der Gestaltung, sagt Niederberger («Bund» vom 21. 6.). (ige)
© Der Bund; 28.06.2005; Seite 10
Leserbriefe
Der Bund
Widerstand gegen UMTS-Antenne
Geplante UMTS-Antenne
in Münsingen
Nun wehrt sich auch das Münsinger Sägemattquartier gegen eine UMTS-Mobilfunkantenne mitten im kinderreichen Wohnquartier. Die Strahlenbelastung hat in diesem Quartier allein schon durch die bereits vorhandenen Antennen ein gefährliches Ausmass angenommen.
Ganz seltsam sind die Fehler in der Baupublikation von Sunrise und der Perimeter der Einsprache-berechtigten: Der Radius von 369 Meter endet genau vor dem Areal des Schlossmattschulhauses. Man merkt die Absicht und wird verstimmt. Die Antennengegner treten gegen das Vorhaben mit einer Sammeleinsprache mit mehreren Hundert Unterschriften und mit Einzeleinsprachen an.
Der Imageverlust der Gemeinde ist enorm, denn die Störung von Wohnzonen mit sehr hohem Elektrosmog passt nicht zu einem kinderfreundlichen Dorf mit hoher Lebensqualität, zu Veloville und Energiestadt. Die Einsprecher sind überzeugt, dass sich im Wahljahr alle Parteien intensiv dafür einsetzen, dass diese Antenne nicht gebaut wird und dass Münsingen jetzt ohne Referendum sogar ein Antennenmoratorium für mehrere Jahre festlegt. Die Behörden können damit an Vertrauen gewinnen.
Peter Hitz
Münsingen
Diverse Studien kommen zum Schluss, dass nicht ionisierende Strahlen, wie sie von solchen Antennen ausgestrahlt werden, sich auf die Gesundheit von Menschen, insbesondere von Kindern verheerend auswirken können. Dies mag sicher einer der gewichtigsten Gründe dafür gewesen sein, dass fortschrittlich denkende Gemeinden bereits beschlossen, den Bau sämtlicher UMTS-Antennen in dicht besiedelten Wohngebieten zu unterbinden.
Wir hoffen und zählen nun auch auf das Verantwortungsbewusstsein unserer Behörden, zumal sich Münsingen sonst sehr bürgerfreundlich zeigt und sich Begriffe wie «Veloville», «Energiestadt», «Naherholungsgebiet» usw. auf ihr Banner geschrieben hat. Würde da das Label «arm an Elektrosmog» nicht auch gut passen?
Toni Aeschlimann und Hildegard Bürgy, Münsingen
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© Der Bund; 29.06.2005; Seite 22
Stadt-Region
Der Bund
Kurz
Gegen Mobilfunkantenne
Stadt Bern Eine Interessengemeinschaft Mobilfunk-Moratorium Bern-West hat beim Bauinspektorat der Stadt Bern eine Einsprache gegen den Neubau einer Mobilfunk-Antenne im Holligen-quartier eingereicht. Gesammelt wurden 757 Unterschriften gegen die Antenne, welche die TDC Schweiz AG Sunrise installieren will. Hirn- und Nervenzellenschäden durch Handy-Strahlen seien nachgewiesen worden, gibt die IG an. Ferner fordert die IG weitere, unabhängige Studien zu Gefahren und Risiken des Mobil-funks. Bis diese vorlägen, sei der Mobilfunk eine Hochrisiko-Technologie, findet die IG. (pd)
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© Mittelland Zeitung; 28.06.2005
Tabloid Wohlen
Hermetschwil: Antenne löst 68 Einsprachen aus
wal
68 Einsprachen sind gegen das Antennen-Erneuerungs- und -Umrüstungsgesuch bei der Dorfstrasse Hermetschwil eingegangen. Der Gemeinderat wird die Einsprachen dem Mobilfunkanbieter Swisscom Mobile AG zur Stellungnahme zuschicken und danach eine Einspracheverhandlung ansetzen. (az)
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