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Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 19. November 2002 15:40
von Margarete Kaufmann
Da ich derzeitig keinen anderen Ort kenne, an dem ich unabhängige hochkompetente Auskunft erhalten könnte, möchte ich mich doch noch einmal hier melden und hoffe, daß ich eine allgemein interessierende Frage stelle:

Ich hatte das Problem einer Hochfrequenz-Quelle wenige Meter über mir. Als ich bezüglich Abschirm-Maßnahmen und deren Anbringung (Alu-Folie auf Wand) beraten wurde, wurde mir gesagt (weil ich diesbezüglich Bedenken hatte), daß sich die Hochfrequenz und deren Abschirmung nach dem Prinzip verhielten, WIE SONNE NICHT WIE WASSER (O-Ton des Beraters). Ich hatte die Befürchtung (und intuitiv das Bild vor Augen), daß bei nicht völliger Abdichtung meiner Wohnung "durch die Ritzen" immer noch diese Strahlung hindurchdringen würde. Und ich wurde eben damit "beruhigt". "Nein, es wäre nur wichtig, DASS MÖGLICHST VIEL ABGEDECKT WÜRDE; ES ABER NICHT VÖLLIG FUGENLOS sein müsse. Und das Bild wurde mir eben als Argument genannt: So wie eine Schutz vor SONNE (Prinzip Sonnenschirm) aber eben keine Stauungen dort, wo es nicht ist (eben wie WASSER), wo es durch die Ritzen dann umso mehr dringe. Gott sei Dank hatte ich von jemandem anderen den Rat und ihn auch befolgt, daß die Folien jedenfalls überlappend angebracht werden müßten. Als alles schief lief (d.h. meine körperlichen Symptome nur noch schlimmer wurden), kam gar das Argument des Faraday'schen Käfigs (wobei von Fußbodenbelag nie die Rede war) oder gar aufgrund meiner fehlerhaften Anbringung (ohne gelieferter Gebrauchsanleitung !) wäre irgendein Ohm'scher Widerstand nicht möglich. Derselbe vertrat aber zuvor die "Theorie" von "SONNE NICHT WASSER".

Mich würde sehr interessieren, wie hierzu eine kompetente Fach-Meinung lautet. Es hätte also überhaupt nicht fugenlos abschließend gearbeitet werden müssen (was ich aber ohnedies tat). Daß das Ganze überhaupt völlig "daneben" war bezüglich Fach-Beratung ist ein weiteres Kapitel.
Wenn ich HIER Antwort und Meinung erhalten könnte ?
Vielen Dank über Ländergrezen hinweg !

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 20. November 2002 08:37
von Graham Bell
Liebe Frau Kaufmann

Sowohl die Strahlen der Sonne als auch die Strahlen von Funkanlagen sind elektromagnetische Wellen. Demzufolge haben sie auch ähnliches Verhalten.

Der Unterschied besteht nur in der Art der Wellen: Bei der Sonne sind die Wellenlängen sehr kurz (weniger als 0.1mm), d. h. die Frequenz ist sehr hoch, sie ist breitbandig und sie ist kontinuierlich.

Bei Funkanlagen sind die Wellenlänge vergleichsweise lang (mehrere hundert Meter bei Langwelle, wenige Zentimeter bei Mobilfunk), d. h. die Frequenz ist kleiner, in der Regel sind die Signale schmalbandig und je nach System sind sie kontinuierlich oder gepulst.

Gruss
GH

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 20. November 2002 10:20
von Margarete Kaufmann
Sehr geehrter Unbekannter, der sich - leider - hinter "Graham Bell" verbirgt,

es wäre schön, wenn Sie sich zu erkennen geben würden, den das Wort eines "Fachmannes" zählt immer als der, der er ist.

Wenn ich Ihrer theoretischen Aussage folge, verstehe ich, daß Sie also das Bild "SONNE" für HF-Strahlung adäquat finden.

In praxi hätten Sie dann also nichts dagegen, wenn Abschirmmaßnahmen nicht "hermetisch" erfolgen, also z.B. Alufolien auf Wänden und Decken NICHT überlappend oder fugenlos angebracht werden müssen. Haben Sie Erfahrungen in der Praxis ? Kennen Sie Menschen, die so eine "Lösung" bei sich mit Erfolg realisiert haben ?

Ich glaube, es gibt doch auch die Diskussion "Faraday'scher Käfig".

Ihre weitere Stellungnahme, wie auch die anderer hierzu, würde mich interessieren.

Ich grüße Sie "in den weiten Raum" der Anonymität hinein

Margarete Kaufmann

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 20. November 2002 19:26
von charles claessens
Hallo Margarete Kaufmann,
die Antwort lautet aufs Deutsch *Jaein*.
Es muss nicht unbedingt Fuegenlos sein, aber es waere besser wenn es ueberlappend ist, d.h. der Kontakt zwischen die Teilen muss da sein.

Ich habe es auch an die Decke angebracht. Die Alue Folie ist 50 cm breit.
Ich habe auf die Decke hart-auf hart 50 cm doppelseitiges Klebeband von 50 mm breit, und einmal dazwischen 25 mm breit doppelseitiger Klebeband geklebt, und dan vorsichtig diese Folie angebracht. Am Anfang von alle Streifen habe ich noch eine duenne Erdleitung angebracht, obwohl das nicht unbedingt fuer Hochfrequenz notwendig ist.
Statt diese Aluminium Folie kann auch gut dieses neue Gewebe von Aaronia verwendet werden.

Aber, man muss aufpassen. Die Decke ist von 20 cm Beton, und im Beton sitzt Stahlarmierung und Elektrizitaetsleitungen fuer Licht, usw. Diese wirken als eine Antenne fier den DECT Telefon des Nachbarn. An Diese Stellen muss man extra abschirmen.
Die Strahlung ist nicht wie Licht, sondern als Wasser. Es laeuft ueber die Folie und geht an die Ecken der Decke in die Waende ueber, wo man mit eine Richtantenne da oben auch noch Strahlung begegnet. Und es gibt noch Reflektionen.

Auch soll man aufpassen, dass es noch Waende oder den Boden uebrig bleiben, wo keine Abschirmung ist, damit der Faraday'ischen Kaefig nicht ganz geschlossen wird. Wir brauchen aber noch die kosmische Strahlung zum Leben, und die muss noch irgendwo in die Wohnung eintreten koennen.
Ansonsten gibt es noch kleine Geraete, die die Schumann Frequenz von 7.83 Hz in die Wohnung strahlen.
Charles Claessens

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 21. November 2002 08:33
von Graham Bell
Liebe Frau Kaufmann

Wenn sie einen hell erleuchteten Raum mit einem Material abdecken welches nicht fugenlos/überlappend ist, sehen sie Licht von einem dunklen Raum aus oder nicht? Entsprechend verhält es sich mit anderen Wellen auch.

Noch ein wenig Theorie: In der Natur gibt es keine absolute Abschirmung von Wellen. Auch innerhalb eines Faraday'schen Käfig befindet sich noch Energie aus der elektromagnetische Welle, nur sehr viel weniger. Sie ist aber nicht null.

Bei der Abschirmung gibt es ein weiteres Problem: Die Abschirmung muss geerdet sein, sonst nützt sie nichts. Für Gleichstrom muss man einfach einen Draht anschliessen, der "geerdet" ist. Bei Hochfreqeunz ist die Sache leider sehr viel komplizierter. Jedes Stück Draht und jedes Stück Abschirmfolie bildet eine Induktivität. Der Effekt wird umso schlimmer je höher die Frequenz ist. Die Hochfrequenz meidet leider die Induktivitäten. Der imaginäre Widerstand (so heisst der tatsächlich) berechnet sich aus 2*pi*f*L wobei f für Frequenz und L für die Induktivität steht.

Hochfrequenz lässt sich demnach nur schwer wirksam abschirmen, es sei denn sie wollen in einer Kupferkugel ohne Fenster leben. Die Sache ist aber dennoch nicht hoffnungslos weil Hochfrequenz nur sehr schlecht in Materie eindringt. Ausserdem wollen sie die Hochfrequenz nicht vollkommen vernichten, sondern nur dämpfen, vielleicht um einen Faktor 100.

Genug der Theorie: Beginnen sie einfach mit einer preiswerten Abschirmung und verbessern sie diese solange bis sie sich wohl fühlen. Dann müssen sich sich nicht um Theorie kümmern.

GH

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 21. November 2002 19:18
von charles claessens
Hallo Herr Bell,
da muss ich Sie wiedersprechen.
Abschirmung gegen Hochfrequenz braucht in der Regel NICHT geerdet zu werden.
Abschirmung gegen Niederfrequenz daentgegen muss geerdet sein, und soll von einem Fachmann gemacht werden wegen Sicherheitsvorschriften.

Die unnatuerliche gepulste Hochfrequenz, wie sie von Handymasten und DECT Telefone abgestrahlt werden wollen wir wenn moeglich ganz vernichten, weil wir diese ueberhaupt nicht brauchen.
Die kosmische Strahlung, die aber nicht gepulst ist, brauchen wir zum Leben, das stimmt.
Innerhalb eines Faraday'schen Käfig, wenn er gut gemacht ist, koennen die transversal Wellen fast auf Null reduziert werden. Die longitudinale Wellen, welche wir bis gestern noch nicht mit Messgeraete nachweisen koennen, lassen sich leider nicht abschirmen (der Tag ist noch nicht vorbei!)

Die unnatuerliche gepulste Hochfrequenz dringt sehr tief in unserem Koerper hinein und sorgt dafuer dass wir Elektrosensibel werden.
Schon in die 70-er Jahren hatte man bei wissenschaftliche Studien herausgefunden, dass diese Hochfrequenz auf unserem Kopf gerichtet, ohne an die Aussenseite irgendeine Erwaermung zu verursachen, innerhalb auf 6 cm Tiefe der Temperatur bis 45 Grad Celcius steigen laesst, wodurch erhebliche Gewebeschaeden entstehen koennen.

Als Abschirmung gegen Hochfrequenz gibt es jetzt genuegend Auswahl an Materialien um eine ausreichende Schutz hervorzubringen.
Und es braucht auch noch nicht zu teuer zu sein.
Vorraussetzung ist wohl, dass man entsprechende Messgeraete hat, aber die sind inzwischen auch bezahlbar geworden.

Abschirmung gegen Niederfrequenz ist ein anderes Kapitel.
Niederfrequenz kann man auch selber gut messen, man kann Geraete ausschalten, Netzfreischalter montieren, aber es koennen Umstaende geben, z.B. einen Transformator.
Da empfehlt es sich einen Baubiologen einzuschalten.
Natuerlich kann man auch fuer das ganze einen Baubiologen einschalten, ist klar.

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 21. November 2002 21:55
von Margarete Kaufmann
Hallo Herr "Bell",

was geschieht, wenn dier Raum NICHT GEERDET wird ? - Wirkung für die darin sich aufhantenden Personen ?

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 21. November 2002 21:57
von Margarete Kaufmann
Hallo Herr Claessens,

auch Ihnen möchte ich die Frage stellen: was passiert, wenn dieser Raum NICHT GEERDET wird ? Wirkungen auf die sich darin aufhaltenden Personen ?

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 21. November 2002 23:29
von charles claessens
Hallo Margarete Kaufmann,
da passiert weiter nichts (bei Hochfrequenz)
Die sich darin aufhaltende Personen fuehlen sich wohl.
Was haetten Sie dann erwartet?

Wenn der totaler Raum abgeschirmt ist, ist das nicht so gut.
Da soll immer eine Oeffnung sein wo die kosmische Strahlung hineinkommen kann.
Es gibt auch kleine Geraete, die die Schumann Frequenz generieren.

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 24. November 2002 11:21
von Markus Durrer
Hallo ihr Abschirmer

Wie schon von charles claessens bereits erwähnt sind gewisse Magnetfelder, vorallem auch Erdmagnetfelder notwendig, dass Leben überhaubt möglich ist. Mit Abschirmmassnahmen stören wir natürlich auch sollche natürlichen Umfelder.

Mann kann sich auch nicht einen Raum Luftdicht mach um sich vor der schlechen Luft drausen zu schützen.

Das höchste Ziel ist es sicher in einer möglichst intakten Umwelt zu leben. Das ist zwar leider immer schwieriger zu finden, muss aber trotzdem das Ziel bleiben. Dies bedeutet vorallem politische Arbeit.

Als Notlösung kann man versuchen sich gegen die grössten negativen Strahler zu schützen. Der Vorteil von HF-/Micro- Wellen dass die Ritze gar grösser sein darf, als dies bei licht der Fall wäre, ein feines Gitter würde da bereits stark dämpfen. Der Nachteil dieser Wellen ist, dass sie besser reflektiert werden als Licht. Wir werden also nicht nur vom Sender der der einen Richtung von uns steht angestrahlt sondern auch indirekt durch all reflektierenden Flächen um uns herum (Nachbarhäuser, Felswände ....).

Der Krux beim Mobilfunk ist aber das aufmodulierte, peakartige Niederfrequnzsignal, das zum einen viel höhere Spitzenwerte als das Trägersignal (für die werden die Grenzwerte nur angewendet) aufweisst, zum anderen mit seinen steilen Flanken, die impulsartig daherkommen (also Transversalwellen darstellen), eine unwahrscheindliche Durchdringungskraft aufweisen. Dazu kommt auch noch, dass der Mensch und vermutlich auch all die anderen Lebewesen auf Niederfrequenzen wesendlich stärker reagieren als auf HF.

Es kann mit Schutzmassnahmen (Alutapeten, anderer Bettstandort, aber ja keine dubiosen Geräte und irgendswelche Chips) versucht werden eine Linderung zu erreichen. Eine enttschiedene Besserung garantieren kann ihnen Frau Kaufmann leider Niemand.

Gruss Markus

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 10. Dezember 2002 18:01
von Theo F.
Hallo,

also wenn man sich als Studierter in solche Elektrosmog-Diskussionen einmischt, wird man sehr schnell als einer abgestempelt, dessen Gehirn gewaschen wurde und auf der Seite derer steht, denen erst mal alles bewiesen werden muß, bevor irgendwas als schädlich gilt.
Dem muß auch ich recht geben, wenn der Studierte in einem Berufsfeld arbeitet, in dem sich auch die Verursacher der Strahlung tummeln und damit Geld verdienen.
Ich verdiene meine Brötchen jedenfalls nicht dort, und so kann ich eher meinen Senf dazugeben, bisschen mit menschlichem Sachverstand, bisschen mit studiertem Wissen.
Sehr viel, was man in dem Gigaherz-Forum (Warum eigentlich nicht Gigahertz?)
liest, ist Humbug und Unsinn, jedenfalls solange jemand - genau - mit den Ängsten der Bevölkerung Geld verdienen will. (Handytaschen, Longitudinalwellenabsorbierer, Sonnenwasserstrahlung und weiß Gott was für ein Zeug).
Zur Info über Schutzmaßnahmen:
Wieso kann man in Mikrowellengeräte sehen und wird trotzdem selbst nicht heiß?
Weil die Schutzmaßnahme ein löchriges Metallblech ist. Also: löchrig schirmt trotzdem. Es hängt von der Größe der Löcher ab!
Wieso ist das Auto ein Faradayscher Käfig und trotzdem nicht geerdet?
Wieso funkt das Handy nicht mehr, wenn man es in Alufolie wickelt, die Folie aber nicht erdet? Weil nicht geerdet werden muß.
Ich verzichte bewußt auf irgendwelche technischen Erklärungen, weil bei jeder Erklärung jemand kommt und Einspruch erhebt nach der Manier:

Warum scheißt eine Fliege?
Weil sie was gegessen hat!
Falsch, weil der Darm voll war.
Falsch! Weil sie was verdaut hat!
Falsch! Weil sie etwas nicht verdaut hat!
Falsch, weil sie etwas nicht verdauen konnte...

und so weiter....

Nun zu den Postings:

"Bei der Sonne sind die Wellenlängen sehr kurz (weniger als 0.1mm), d. h. die Frequenz ist sehr hoch, sie ist breitbandig und sie ist kontinuierlich."

Quatsch sowas! Weniger als 0.1mm ist zwar richtig, mit dem Wert an sich liegt der Autor trotzdem noch um einen Faktor größer als 1000 daneben. Die Wellenlänge von 400 bis 700 nm (und das ist weniger als 0.1Mikrometer) wäre richtig gewesen. Bezogen auf das Frequenzspektrum ist Licht sogar sehr schmalbandig, nicht breitbandig, und das gesamte Funknetz ist recht breitbandig, ein einzelner Senderkanal äußerst schmalbandig...
Aber das ist ja bzgl. der eigentlichen Frage ganz egal, oder?

"Dazu kommt auch noch, dass der Mensch und vermutlich auch all die anderen Lebewesen auf Niederfrequenzen wesendlich stärker reagieren als auf HF."

Quatsch sowas! HF ist gefährlicher, aus einem einfachen Grund: Der Mensch besteht doch aus 70 bis 80% aus Wasser (Bio-Unterricht, denk denk). Wasser = H2O hat Dipolcharakter (Chemieunterricht). Dipole sind Antennen (Physik).
D.h., wenn nun diese Antennen elektrische Energie auffangen, wird diese in Wärme umgesetzt. (= Mikrowellenofen)
Die Energie, die ein Mikrowellenofen (=Hochfrequenz) "sendet", ist wesentlich gesundheitsschädlicher als die gleiche Energie eines Niederfrequenzstrahlers.
"Niederfrequenz ist wesentlich unschädlicher. (Nicht völlig unschädlich, da auch ne gebratene Kartoffel Krebs erregen kann!!)

So, und nun zum Rundumschlag.
Wir sind selber schuld an der Misere.
Wir kaufen unseren Kindern Handys, lassen sie ewig viele SMS verschicken und beschweren uns, wenn mal irgendwo zwischen zwei Bergen ein Funkloch ist. Aber die Sendemasten will niemand....
Wir kaufen uns Satellitenschüsseln, weil es billiger ist als die Kabelgebühr. Aber die Satelliten will, moment, da gibts gar keine Anti-Satelliten-Aktionen, weil wir sie im All gar nicht sehen können.
Wir wollen Fernsehprogramme, 30 reichen nicht, und wundern uns, daß immer mehr Frequenzen mit Programmen belegt sind. Die Sender will keiner, aber das ist nicht so schlimm, die stehen ja in Abständen von hunderten von Kilometern.
Nun kommt ja bald das Digitale Fernsehen, geil, mit über 100 Kanälen. Daß dafür kaum Sendefrequenzen mehr frei sind, stört ja keinen, man kann ja digital verschlüsseln und so wieder zu peakförmigen Impulssignalen kommen.
Und aufs UMTS freuen wir uns schon, können Fotos und bald auch Videos über den Äther an die Freundin mit dem roten Top verschicken. Alle 8 Kilometer nen Mast? Aber noch weiß das kaum jemand. Und fröhlich pulsen die Frequenzen, in einem Frequenzbereich, daß die Tannennadeln abfallen!
Und zu Hause, wer will schon noch ein Antennenkabel von dem Zimmer ins nächste, oder vom Modem zur Telefonbuchse, oder wer will den schon ständig ins Babyzimmer. Es gibt doch Funkgeräte dafür.
Bluetooth und die Funkmaus für den PC, Funkfernbedienung fürs Auto, für das Garagentor, bla bla bla.
Ich könnte wetten:
Jeder, der hier nach Abschirmung schreit, hat seine eingenen Beelzebub im Haus! Vielleicht auch unwissentlich. Aber wenn man es ihm sagen würde, würde er darauf verzichten???

Die Menschheit wird sich am Ende selbst ausrotten.

Soviel hab ich gelernt.
Trotz Studium.

Schönen Gruß.

Theo

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 11. Dezember 2002 04:49
von Gigaherz-Team
Hallo Theo

Ja, es kann schon sein, dass in einem solchen Forum, vor allem von Nicht-Studierten allerlei geschrieben wird, bei dem ein Studierter in komischer Verzweiflung die Augen rollt. Aber dazu ist ein Forum da, und da kann jeder schreiben, was er meint, solange es nicht gegen die guten Sitten verstösst.

Kann schon sein, dass nach Ihren Ausführungen nachgedacht wird und auch verstanden wird, was Sie meinen und dass man für jegliche Information dankbar ist.

Jetzt zu unserem Namen, den wir schon an anderer Stelle dieses Forums erklärt haben: „Gigaherz“ ist kein Schreibfehler und bezeichnet sich nicht nach dem Physiker Heinrich Hertz. Wir haben diesen Namen ganz bewusst gewählt, weil wir ein gigagrosses Herz haben für alle, die unter den Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung in irgendeiner Forum leiden.

Und was Sie zum Rundumschlag schreiben:
Sie können sicher sein, dass Menschen, die so unter dem Elektrosmog leiden, dass sie nicht mehr wissen, wohin sie sich verkriechen sollen, ihren Kindern kein Handy kaufen, selbst auch keines besitzen, keine Satellitenschüsseln am Balkon haben, sich niemand aufs UMTS freut mit so hirnverbrannten Möglichkeiten, Filme auf dem Handy zu schauen oder eine Reise in die Karibik zu buchen.
Und was die Fernsehprogramme betrifft, so hat keiner von uns Einfluss, wieviele Sender über das Kabelfernsehen herein kommen. Von den Betroffenen und auch von vielen Nichtbetroffenen nutzt kaum einer die irrsinnige Auswahl von Programmen, wovon die meisten ohnehin nur Abfall sind. Aber wer kann das steuern? Genauso wenig können wir bestimmen, ob das digitale Fernsehen eingeführt und wer weiss, was noch für Spässe. Die Wenigsten werden Funkmäuse und Babyphons haben und wenn ja, sie werden sie sofort wegwerfen, genauso wie sie schon gekaufte DECT-Telefone nach der entsprechenden Aufklärung abschaffen.

Unser Ziel ist es, die Menschen, die die Ursachen ihrer Beschwerden noch nicht kennen, zu informieren, sie aufzuklären, was ihnen schaden könnte. Das geschieht sowohl mit wissenschaftlichen Resultaten (Studien von Forschern) als auch mit Informationen, die auch ein Nichtstudierter versteht und sich nicht klein und hässlich vorkommen muss.

Dazu gehören ebenfalls die Forumbeiträge unserer Leser, die wir nicht alle pauschal als Quatsch abtun wollen, denn es geht um Meinungs- und Gedankenaustausch. Noch sind die Gedanken ja Gott sei Dank zollfrei.

Gigaherz-Team

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 11. Dezember 2002 17:35
von Conrad Scheidegger
Hallo zusammen,

ich kann mich dem Rundumschlag von Theo F. weitgehends anschliessen. Ich bin auch der Meinung, dass wir diese Entwicklung sehr wohl mitbestimmen können. Indem wir diese Dinge konsumieren, wissendlich oder nicht, lassen wir die Kasse der Anbietern erklingen. Und ohne dieses Geld läuft letztendlich gar nichts.
Die Patentlösung habe ich selbstverständlich nicht. Die muss jeder für sich selber finden. Wenn er dabei an die Leidenden denkt, den Egoismus bekämpft, wird ihm das sicher etwas leichter gemacht.

Grüsse an alle

Coni

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 11. Dezember 2002 21:41
von Christian
Hallo Theo und Conrad Scheidegger

Ihr seid mit Euren Postings im Sinne "die Leute sind an allem selber schuld" in diesem Forum am falschen Platz. Diese Leute wissen das alles längst und sie gehören gar nicht zu diesen, die die angebotenen Produkte und Dienste konsumieren wollen. Ihr solltet Eure Gedanken dort anbringen, wo die wirklich Schuldigen sitzen und nicht Leuten, die ohnehin schon zu leiden haben, auch noch irgendwelche Schuldgefühle einreden.

Tut lieber einmal was Tapferes, statt noch die zu beschuldigen, die sich bis aufs Messer wehren gegen eine rücksichtslose, geldgierige Industrie und eine gewissenlose Politik.

Christian

Re: Hochfrequenz-Strahlen wie Sonne nicht wie Wasser

Verfasst: 12. Dezember 2002 11:09
von Margarete Kaufmann
Hallo Theo F.,

was wollen Sie eigentlich in Ihrem Beitrag mitteilen ? Ich habe ihn mir sogar ausgedruckt, weil ich darauf antworten wollte (als Ursprungs-Fragestellerin mit dem Problem - von einem Pseudo-Profi eben mir eingebläut - "Sonne-Wasser"-Bild (!) für HF).
In Ihrem Rundumschlag kommt ja tatsächlich auf 360 Grad jede Variante vor. Da ich Sie eben "nicht falsch attackieren" will, wollte ich herausfinden, wofür oder wogegen Sie eigentlich sind. In der Folge gibt es jetzt disparate Antworten von Menschen, die sich in ihrer Grundhaltung ja eigentlich einig sind: Mobilfunk ist schädlich und es muß alles nur Mögliche dagegen unternommen werden.
Sie haben mitgeteilt, daß Sie "Studierter" auf diesem Gebiet sind. Aber das scheint mir auch schon Ihre Hauptaussage zu sein. Auf "irgendwelche technische Erklärungen verzichten" Sie, weil ja sonst ... Ob "erden" oder "nicht erden" das ist hier die Frage. Es ist interessant - und für mich als Laiin auf diesem Gebiet - durchaus nicht begreiflich, warum der eine so sagt, der andere anders, dies dann aber leider nicht mehr begründet. Was Sie (als Wie?-Studierter) dann auch noch fachlich beitragen könnten, wäre u.U. hilfreicher als fünfmal "Quatsch" in die Runde zu werfen.

Auch finde ich es recht gut, wenn man als neuer Beitragender vorher einmal ein paar bereits geschriebene Beiträge durchliest. Dann kann auch die Blamage entfallen, daß man Kritik verlauten läßt, die unterhalb eines Intelligenz-Pegels der Partner landet. Gigahertz und Giga-Herz ist nachlesbar !

Es wäre schön, wenn Sie als "Elektro-Fachmann" den hier lesenden Betroffenen mit guten Tipps helfen könnten und wollten. Das ist doch vielleicht auch ein Anreiz für "Studierte", ihr Wissen mitzuteilen. Allerdings sollten Sie niemanden als Versuchskaninchen betrachten, denen Sie mal ungeprüft irgendwelche Theorie-Versionen anpreisen. So wie Ärzten ja doch auch ein Kodex beigebracht wird, daß sie nicht willfährig mit kranken Menschen Versuche anstellen können.
Wie ist das mit Ihrer "Mikrowellen-Gerät"-Version ? Sie haben da nur (!) ein Gitter. Sagen Sie mal, meine Küchen-Mikrowelle hat mindestens noch eine Türe mit Glas davor ???!!!

Ich habe mir noch mehr notiert, aber das wird sonst zu lange!

Viele Grüße
Margarete Kaufmann