In der Berner Zeitung vom 11. August steht:
Test fürs Handyfernsehen
Swisscom will vom Bantiger-Sendeturm aus eine brandneue Handygeneration testen: Die Empfangsgeräte sind Taschenfernseher und Handy in einem. Die Technik soll auch Teleshopping möglich machen.
DVB-H heisst die futuristische Übermittlungstechnik. Damit möchte die Swisscom Breitbandhandys massentauglich machen: Die Anwender könnten vom Handy aus viel günstiger als bis anhin mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Dies ist zwar bis jetzt schon mit UMTS möglich. Doch UMTS floppt. Dies unter anderem, weil es teuer und störungsanfällig ist. Die Swisscom verspricht: DVB-H wird viel erschwinglicher. Zudem werde damit erstmals Teleshopping möglich. DVB-H-Handys empfangen ihre Signale nicht nur von Mobilfunk-, sondern auch von Fernsehantennen. Die Swisscom will noch in diesem Jahr in der Region Bern einen Pilotversuch starten, wie sie auf Anfrage dieser Zeitung bekannt gab. Senden will sie vorerst nur vom Bantiger aus und nur für ausgewählte Testpersonen. Wenn der viermonatige Test erfolgreich verläuft, wird Swisscom die neue Handygeneration aber schon 2006 auf den Markt bringen. Swisscom muss laufend neue Technologien und Angebote lancieren, um im verschärften Wettbewerb bestehen zu können. Denn im Heimmarkt stösst der blaue Riese an Grenzen, wie das Halbjahresergebnis 2005 zeigt. Der Umsatz brach um 1,7 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken ein nicht zuletzt wegen des Preiskampfs.ma/jnm
Auf Seite 22 folgen weitere Angaben: Im Anzeiger gab es eine kleine amtliche Publikation "Installation neuer Antennen und Richtfunkspiegel an die bestehende Antennenanlage Bantiger." Die Anfrage bei Swisscom ergab, dass sie mit diesen Antennen in der Region Bern einen Pilotversuch für eine gänzlich neue Handygeneration anbieten namens "Digital Video Broadcast Handheld Technik".
Das neue daran, technisch gesehen: Die Geräte empfangen ihre Signale gleichzeitig von zwei Antennen. Einerseits von einem gewöhnlichen Mobilfunksender. Andererseits von neu zu errichtenden DVB-H-Antennen. Diese senden dieselben Frequenzen wie Fernsehsender. Vorteil für Swisscom: Eine einzige Antenne deckt ein viel grösseres Gebiet ab als Mobilfunkantennen.
Widerstand regt sich: Im 800 m vom Sender entfernten Bantigen haben ausser den in den Ferien weilenden Personen alle Bewohner die Sammeleinsprache unterschrieben. Eine zweite Sammeleinsprache kommt von Krauchtal, auf der gegenüber liegenden Seite des Bantigers.
Die Bewohner von Bantigen sind im Besitz eines Vertrages mit der Swisscom aus dem Jahr 1992. Dort steht, dass diese vor jeder Erweiterung der Sendenalagen gemeinsam mit den Dorfbewohnern Messungen durchführen - um die effektive Erhöhung der Strahlenbelastung im Nachhinein eruieren zu können. Die Einsprecher sind enttäuscht, dass die Swisscom nicht von sich aus für die Messungen auf sie zugekommen ist. Die Swisscom sagt, sie hätten vor drei Jahren mehrere Sender demontiert. Die neuen Antennen hätten nur einen Bruchteil der Sendeleistung der damaligen Antennen. Die Antennen, die neu installiert werden sollen, senden Fernseh- und nicht Mobilfunkfrequenzen.
Einsprecher Herr Beetschen: Wir wollen wissen, welche Sender mit welchen Sendeleistungen installiert werden. Und wie stark die Strahlenbelastung sich auf Bantigen auswirkt.
Was mir auffällt: Dass Swisscom dauernd neue Technologien und Angebote anbieten will, "verdanken" wir der Liberalisierung, die uns ebenfalls die drei Mobifunkanbieter beschert hat. Das einzige, worum es wirklich geht, ist der Umsatz - das würden wir denen gerne gönnen, aber nicht auf Kosten unserer Gesundheit.
Es wird offen zugegeben, dass UMTS floppt: Die Angebote seien teuer und störungsanfällig. Wenn viele Anwender dieselbe lokale Antenne nutzen, brechen die Systeme schnell zusammen. Trotzdem wird das UMTS-Netz von drei Anbietern unvermindert aufgestellt. Was wäre, wenn die Lizenzen zurückgegeben würden? Wie sähe es aus mit den CEPT-Verträgen, wonach unser Staat nicht mehr frei vorgehen kann, sondern an Auflagen gebunden ist. Ein Kollege sagte, dass eine so weitreichende Entscheidung vors Volk gehört hätte.
Fernsehen und Radio über UMTS ist im Grund genommen eine Resourcenverschwendung, da wäre DVB-H noch sinnvoller. Doch wenn beides kommt, gibt es sicher eine Mehrbelastung. Benötigt es nicht dadurch auch mehr GSM-Antennen?
Swisscom versuchte die Sache "diskret" abzuwickeln und ist scheinbar bis jetzt auf die Fragen der Einsprecher nicht eingegangen. Es weiss auch noch niemand, wie DVB-T (Digitalfernsehen) sich biologisch auswirkt. DBV-H funktioniere nach einem ähnlichen Prinzip wie DVB-T(OFDM).
Bei DVB-T sollen ohne Satellitenschüsseln oder Kabelsteckdosen fast beliebig viele TV-Programme via Zimmerantenne empfangen werden. Bald soll gewöhnliches digitales Fernsehen in der gesamten Schweiz über die Antenne empfangen werden können, bis jetzt sei dieser erst im Tessin der Fall.
DVB-H (Handyfernsehen)
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gesuana
Re: DVB-H (Handyfernsehen)
Und schaut euch mal diese Plakate zur Einführung des digitalen Fernsehens an , so blitzblanksauber leuchtend naturnah... wenn die Menschen wüssten, was für ein "Dreck" mit jeder neuen Funktechnologie in unsere Luft geschleudert wird ....! Diese Werbeplakate müssten mit einem grauschwarzen Nebel bedeckt sein, anstatt mit sonnigen lichten glasklaren Fotografien. Das wär ehrlich!
Warum nur diese Kabel-los-Versessenheit ?? Warum nur lassen sich die Menschen so täuschen von diesen vergaukelnden perfekten Bildern, es ist doch sonnenklar , dass alles nur über ungeheure Mengen an scharfen Frequenzträgern möglich ist, es gibt sie nicht, die kabellose telephatische elektrosmoglose Fantasiewelt !!! Es ist nichts als Wunschdenken und dient der Befriedigung des Perfektionswahns unserer seltsamen Zeit. Und bis die Leute aus diesem Traum erwacht sind, boomt das Geschäft weiter . Natürlich muss der ausgelaugte und ausgesaugte Handymarkt durch neue völlig unnötige Produkte erweitert werden. Diese Industrie bleibt solange auf ihrer Schiene wie es geht. Gescheiter würde sie allerdings beizeiten eine Richtungsänderung vornehmen , und auf die Produktion funkfreier Ware umstellen, wenn sich immer mehr Untersuchungen mit bedenklichen Ergebnissen häufen. Vielleicht sind die Cleversten unter ihnen ja schon auf dem neuen Weg, mental und intern, ich weiss es nicht, aber bis auf weiteres pressen sie noch aus, wo immer was möglich ist.
Ja, ja die gute Liberalisierung , wär schon recht, wenn der Mensch seine Technik noch im Griff hätte, heisst, wenn er mit seinem Verstand begriffe, was seine Erfindungen für Folgen auf ihn und andere Lebewesen haben und nicht immer einige Jahre hintendrein hinkte.
"Hoppla, wenn wir das gewusst hätten ," wirds in einigen Jahren heissen , wenn schon jede Menge Leute gesundheitlich geschädigt sind.
Es ist wie mit allen Dingen: Auch die Liberalisierung hat eine gute und eine schlechte Seite . In heiklen Angelegenheiten , in welchen die Experimentiererei hoch gefährlich sein kann, dürfte es keinen Konkurrenzmarkt geben, sondern ein (staatliches) Monopol sollte auf Nummer sicher gehen. Es wird viel zu viel versaut , von sich konkurrenzierenden (NUR) am Profit orientierten Firmen , denen jegliches Verantwortungsgefühl abhanden gekommen ist.
Auch da, der Staat erledigt seine Aufgabe, uns zu schützen , nicht!
grüsse gesuana
Warum nur diese Kabel-los-Versessenheit ?? Warum nur lassen sich die Menschen so täuschen von diesen vergaukelnden perfekten Bildern, es ist doch sonnenklar , dass alles nur über ungeheure Mengen an scharfen Frequenzträgern möglich ist, es gibt sie nicht, die kabellose telephatische elektrosmoglose Fantasiewelt !!! Es ist nichts als Wunschdenken und dient der Befriedigung des Perfektionswahns unserer seltsamen Zeit. Und bis die Leute aus diesem Traum erwacht sind, boomt das Geschäft weiter . Natürlich muss der ausgelaugte und ausgesaugte Handymarkt durch neue völlig unnötige Produkte erweitert werden. Diese Industrie bleibt solange auf ihrer Schiene wie es geht. Gescheiter würde sie allerdings beizeiten eine Richtungsänderung vornehmen , und auf die Produktion funkfreier Ware umstellen, wenn sich immer mehr Untersuchungen mit bedenklichen Ergebnissen häufen. Vielleicht sind die Cleversten unter ihnen ja schon auf dem neuen Weg, mental und intern, ich weiss es nicht, aber bis auf weiteres pressen sie noch aus, wo immer was möglich ist.
Ja, ja die gute Liberalisierung , wär schon recht, wenn der Mensch seine Technik noch im Griff hätte, heisst, wenn er mit seinem Verstand begriffe, was seine Erfindungen für Folgen auf ihn und andere Lebewesen haben und nicht immer einige Jahre hintendrein hinkte.
"Hoppla, wenn wir das gewusst hätten ," wirds in einigen Jahren heissen , wenn schon jede Menge Leute gesundheitlich geschädigt sind.
Es ist wie mit allen Dingen: Auch die Liberalisierung hat eine gute und eine schlechte Seite . In heiklen Angelegenheiten , in welchen die Experimentiererei hoch gefährlich sein kann, dürfte es keinen Konkurrenzmarkt geben, sondern ein (staatliches) Monopol sollte auf Nummer sicher gehen. Es wird viel zu viel versaut , von sich konkurrenzierenden (NUR) am Profit orientierten Firmen , denen jegliches Verantwortungsgefühl abhanden gekommen ist.
Auch da, der Staat erledigt seine Aufgabe, uns zu schützen , nicht!
grüsse gesuana
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Hans-U. Jakob
Re: DVB-H (Handyfernsehen)
An Elisabeth
In der BZ stand:
Auf Seite 22 folgen weitere Angaben: Im Anzeiger gab es eine kleine amtliche Publikation "Installation neuer Antennen und Richtfunkspiegel an die bestehende Antennenanlage Bantiger." Die Anfrage bei Swisscom ergab, dass sie mit diesen Antennen in der Region Bern einen Pilotversuch für eine gänzlich neue Handygeneration anbieten namens "Digital Video Broadcast Handheld Technik". Ende Zitat
Berner Zeitung und Swisscom lügen schamlos.
Unter dem Vorwand einen DVB-H Sender installieren zu wollen, werden gleichzeitig die übrigen TV-Sender von insgesamt etwas weniger als 100kW ERP auf über 400kW ERP hochgerüstet. Der DVB-H Sender bringt es gerade mal auf 20kW ERP, also auf weniger als 5% der neuen Gesamtleistung.
Wir sind im Besitz der nötigen Datenblätter und lassen uns kein X für ein U vormachen.
Hier bewahrheitet sich wieder mal die uralte Faustregel, wenn ein Senderbetreiber zwei mal den Mund aufmacht, hat er bereits 4 mal gelogen.
Hans-U. Jakob
In der BZ stand:
Auf Seite 22 folgen weitere Angaben: Im Anzeiger gab es eine kleine amtliche Publikation "Installation neuer Antennen und Richtfunkspiegel an die bestehende Antennenanlage Bantiger." Die Anfrage bei Swisscom ergab, dass sie mit diesen Antennen in der Region Bern einen Pilotversuch für eine gänzlich neue Handygeneration anbieten namens "Digital Video Broadcast Handheld Technik". Ende Zitat
Berner Zeitung und Swisscom lügen schamlos.
Unter dem Vorwand einen DVB-H Sender installieren zu wollen, werden gleichzeitig die übrigen TV-Sender von insgesamt etwas weniger als 100kW ERP auf über 400kW ERP hochgerüstet. Der DVB-H Sender bringt es gerade mal auf 20kW ERP, also auf weniger als 5% der neuen Gesamtleistung.
Wir sind im Besitz der nötigen Datenblätter und lassen uns kein X für ein U vormachen.
Hier bewahrheitet sich wieder mal die uralte Faustregel, wenn ein Senderbetreiber zwei mal den Mund aufmacht, hat er bereits 4 mal gelogen.
Hans-U. Jakob