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Experten: Keine Gesundheitsgefährdung durch Mobilkommunik

Verfasst: 11. Mai 2008 19:01
von Peter
Herr und Frau Österreicher können weiterhin beruhigt zum Handy greifen und den Sendemast auf dem Hausdach ignorieren - ohne Schlafstörungen, Tumore oder sonstige gesundheitliche Nachteile befürchten zu müssen. Das ist die Botschaft des Wissenschaftlichen Beirats Funk (WBF), der heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Wien über seine Arbeit berichtete.

68 internationale Studien zum Thema wurden von den zwölf Wissenschaftern unter die Lupe genommen - und man kam laut WBF-Vorsitzendem Univ.Prof. DI Dr. Norbert Vana zu einem eindeutigen Ergebnis: "Es gibt keinen Beweis, dass es bei Einhaltung der Grenzwerte eine gesundheitliche Gefährdung im Umgang mit Mobilfunk gibt."

Zwar habe sich die Qualität der Studien verbessert, aber nicht alles, was veröffentlicht wird, entspricht wissenschaftlichen Kriterien. Zudem haben die Auftraggeber offenbar keinen geringen Einfluss auf die Ergebnisse: Hat die Industrie bezahlt, werden die Effekte in der Interpretation unterschätzt, während man bei jenen durch Non-Profit-Organisations eher zu Übertreibungen neigt.

Ao.Univ.-Prof. Dr. Christian Wolf von der Wiener Universitätsklinik für Innere Medizin II widmete sich den einzelnen Effekten durch Mobilfunk: Veränderungen kognitiver Parameter (z.B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Reaktionszeit) treten auch bei anderen alltäglichen Reizen auf. Gesundheitliche Einflüsse sind nicht nachgewiesen, ebenso was die Hirnstromtätigkeit betrifft.

Auch eine Störung der Schlafqualität gibt es laut den Experten nicht: Strahlendichte Vorhänge hatten, wenn die Betroffenen nichts davon wussten, keinen Einfluss auf deren Nachtruhe. Ebenso wenig jener Mobilfunkmast, der einmal aktiv und dann wieder off line war, ohne dass Hunderte Beamte davon wussten. Jeden Tag nach ihrem allgemeinen Befinden befragt, ergab sich keine Korrelation. Auch angeblich "empfindliche" Personen konnten nicht erraten, ob der Mast eingeschalten war oder nicht.

"Zurzeit" gehen die Wissenschafter auch nicht von einem erhöhten Risiko von Tumorerkrankungen aus. "Diese entstehen aber nicht von heute auf morgen", schränkte Wolf ein, weshalb derzeit kein abschließendes Urteil gebildet werden könne. Eindeutig hingegen ist laut WBF, das ein beratendes Gremium des Ministeriums für Verkehr, Innovationen und Technologie ist, dass weder Innenohr, noch Hörnerv oder Hörzentren im Gehirn negativ beeinflusst werden. Dass es am Ohr warm wird, kommt vom Abdecken der Muschel und dass durch die Elektronik im Handy, "unabhängig vom Inhalt der Gespräche", Wärme entsteht.

Entwarnung gab die Wissenschaft auch in Sachen Spermienqualität, Gentoxikologie sowie Mobilfunk und Kinder. Gerade zu letzterem Thema hat sich die Wiener Ärztekammer öfter zu Wort gemeldet und von einer Gefahr gesprochen. "Wir haben sie zu unseren Sitzungen eingeladen - aber sie haben abgelehnt", so der enttäuschte Vana. "Bilden Sie sich selbst Ihr Urteil."

In unserer modernen Welt sind wir ständig von hochfrequenten Strahlen umgeben. Dafür gibt es Grenzwerte, die sich aus der Summe der Abstrahlung von etwa je einem Drittel Mobilfunk, Fernsehen/Radio und restlichen Einflüssen wie Babyphons zusammensetzen. Die Sendestärke von Masten beträgt laut WBF nur etwa ein Tausendstel eines Handys. Und je näher man sich an diesem ungeliebten Gebilde befindet, desto schwächer sendet Wolf zufolge das Mobiltelefon, auf das kaum einer verzichten möchte.

Quelle: APA

Solche "Experten" kennen wir

Verfasst: 12. Mai 2008 08:15
von Elisabeth Buchs
Solche Behauptungen solcher "Experten" kennen wir. Lesen Sie dazu:

http://gigaherz.ch/pages/posts/der-wiss ... t.1310.php

Beste Gruesse an alle Mitstreiter aus meinen Pfingstferien von einem elektrosmogarmen Campingplatz im Tessin. Werte etwa 0,01 V/m HF, nur GSM, Magnetfeld etwa 2 bis 3 nT, keine Elektrozaeune.

Schlafen ging trotz Campingbedingungen super, auch keine sonstigen Beschwerden, wieder einmal mehr ist mir klar geworden, wie gut es mir ohne all den Elektrosmog geht, wo es beim staendigen Aufruesten nur um den Versuch von noch mehr Umsatz mit unnoetigem Kram geht. Kaempfen wir fuer unser Menschenrecht auf ein beschwerdefreies Leben ohne Elektrosmog.

Elisabeth Buchs

N.B. falls jetzt jemand mit der Bemerkung kommen moechte, das liege an den Urlaubsbedingungen, stimmt das nicht, auch in den Ferien geht es mir schlecht, wenn Elektrosmog vorhanden ist (siehe z.B. Ferienreise durch ein verseuchtes Europa).

Re: Experten: Keine Gesundheitsgefährdung durch Mobilkommuni

Verfasst: 12. Mai 2008 08:26
von Hans-U. Jakob
Peter hat geschrieben:Herr und Frau Österreicher können weiterhin beruhigt zum Handy greifen und den Sendemast auf dem Hausdach ignorieren - ohne Schlafstörungen, Tumore oder sonstige gesundheitliche Nachteile befürchten zu müssen. Das ist die Botschaft des Wissenschaftlichen Beirats Funk (WBF), der heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Wien über seine Arbeit berichtete.
Quelle: APA
Die Anwort an dieses Schurkenkommitee steht auf
http://www.gigaherz.ch/1310

Die Wiener Ärztekammer sieht das jedoch vollkommen anders.
Im ORF 1 wurde am 23.4.08 berichtet, daß der sogenannte Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF) den Empfehlungen der Wiener Ärztekammer, insbesonders was den gesundheitsvorsorglichen Handygebrauch unserer Kinder angeht, nicht folgen will.
Der Vorsitzende dieses Gremiums, Herr Prof. DI. Dr. Vana, ein Atomtechniker, leider kein Humanmediziner, gibt als Sprecher offensichtlich dennoch die medizinische Verharmlosungslinie vor.
Ein Betrag aus Oesterreich von Dr. Erwin Tripes vom 30.4.08

Hans-U. Jakob

Verfasst: 12. Mai 2008 13:34
von charles
Doch, die Studien stimmen.
Und die Ergebnisse auch.

Herr und Frau Österreicher können weiterhin beruhigt zum Handy greifen und den Sendemast auf dem Hausdach ignorieren.

Stimmt.

Nur, da ist ein kleiner Haken.
Ein sehr kleiner Haken, aber unheimlich wichtig.

75 % können bis jetzt ohne Probleme zum Handy greifen, zum DECT, usw. und den Sendemast ignorieren.
Stimmt, weil diese 75 % erst in 10-20 Jahren Probleme bekommen, weil ihr Immunsystem momentan eine bestimmte Schwelle noch nicht erreicht hat.

Aber, die restliche 25 % ist eine ganz andere Geschichte.
Die haben ein Immunsystem, welche die Schwelle erreicht hat.
Jedes Tropchen Elektrosmog tut dort den Eimer platzen.

Bei Expositionen zwischen 200 und 2.000 µW/m² können diese Personen elektrosensibel werden.

Und wo all diese *Wissenschaftler* keine Rechnung mit halten ist die Tatsache, dass Elektrosensible schon bei weniger als 1 µW/m² körperlich reagieren können.

Leider wird dies niemals untersucht.

Es finden keine seriöse Untersuchungen an Elektrosensible statt.
Die paar laienhafte Untersuchungen an ES, dienten nur um zu *beweisen*, das es keine ES geben kann.

Es gibt keine Untersuchungen, wobei man von nur ES aussgeht, um das Mass und Gradation der ES zu bestimmen. Für welche Felder und bei welche Stärke, und wieviel später die Reaktionen auftreten.
Auch sind die Befragungen mittels Fragebogen Quatsch, weildie Reaktionen erst zeitlich später auftreten können.
(Viele können sofort auf DECT reagieren, aber auf z.B. GSM erst Stunden später.)

Man kann sehr gut an den Probanden messen, um zu sehen wann sie und wo reagieren, ohne das man sie zu befragen braucht.

Keine Instanz möchte aber bewiesen haben das es ES gibt.
Weil erst dann die Hölle los ist, und die Behörden zahlen müssen.

Die schon 10 % Elektrosensible haben auch ein Recht auf ein unantastbar Leben, ohne jegliche gesundheitliche Bedrohungen.

Verfasst: 13. Mai 2008 01:24
von unwichtig
Charles,

es gibt sehr wohl ernsthafte Untersuchungen mit denen ES/EHS zu 100% nachgewiesen werden kann, auch durch sog. Provokationstests. Dr. Rea hat in den USA solche Tests durchgeführt und Trefferquoten von 100% erreicht.

Ich glaube nicht das 75% unbesorgt zum Handy greifen können und den Mast auf dem Dach, sowie ihre DECT und WLAN Dauersender ignorieren können. Viele Krankheiten, Krebs, Gehirntumore, ADH und wie Sie alle heißen sind auf dem Vormarsch. Nur weil jemand nicht Elektrosensibel wird bedeutet es noch lange nicht er würde keinen Schaden nehmen. Er wird viel mehr weit elender zu Grunde gehen, weil sein Körper nicht in der Lage ist ihn über die Gefahren zu informieren. Bei jedem Telefonat mit dem heißgeliebten Mobiltelefon oder DECT Handgerät knallt sich der Besitzer eine unglaubliche Menge an elektrischer und magnetischer Strahlung ins Gehirn. Leider hat das Gehirn aber keinerlei Sensoren um über die bei jedem Gespräch auftretenden Schäden zu berichten. Diese mögen auch Heute, Morgen repariert werden können, nächste Woche kann aber schon das Gespräch kommen was in einigen Jahren zum Gehirntumor führt weil der Schaden mal nicht repariert werden konnte. Sowas nennt man russisches Roulette.

Das eine Empfindlichkeit schon für wenige mikro Watt/m2 vorliegen kann halte ich für wenig verwunderlich, wenn unser Körper auf das Fehlen der Schumann Resonanz so heftig reagiert, die gerade mal 0,12 pW/m2 (p=piko(E-12)) hat. Also mikro sind E-6, piko E-12 also ein millionstel davon! Unser Körper ist also deutlich empfindlicher als jedes Messgerät. Ich glaube, dass die Wissenschaftler von denen Sie sprechen gar keine Erklärung finden wollen/sollen? Ansonsten wäre es ja trivial diese anhand der Schumann Resonanz herbeizuführen.

Ein Blinder kann aus den Werten erkennen, wie gewaltig viel selbst wenige mikro Watt/m2 im Verhältnis zur Schumann Resonanz, dem Atem der Erde, sind! Natürlich darf und kann das alles nicht Wahr sein, wenn man sich stoisch an Grenzwerten festhält die uns nur davor bewahren nicht zum Grillgut in 6 Minuten zu werden. :shock:

Verfasst: 14. Mai 2008 09:35
von open mind
...nicht zu vergessen: Der Petkau-Effekt!

Dieser besagt, dass es nicht auf die Immissionsstärke des Feldes ankommt, sondern auf die Dauer der Exposition.

Da wir nun seit Jahren UNTER DAUERBESCHUSS stehen, ist jede noch so "kleine" Verstrahlungsquelle schlicht fatal für das Immunsystem.


Das ist leider mehr als wahr, und kein verdammter wirtschaftshöriger Politiker unternimmt was dagegen:

AIDS = Aired (ausgestrahltes) Immune Deficiency Syndrom


Was in Sachen Verstrahlung aller Lebensbereiche nun seit über einem Jahrzehnt schon abgeht, ist nichts weniger als Ausdruck eines schleichenden FASCHISMUS IN HÖCHSTER VOLLENDUNG.

Die Demokratie wurde unterwandert und schon lange abgelöst durch das Diktat der Wirtschaft. Und wir Trottel sind noch selber darin verwickelt über unsere Pensionskassengelder - welche Pervertierung der Interessen!


Tut mir leid, dies mal so klar schreiben zu müssen
+open mind+

Verfasst: 30. Mai 2008 10:16
von Juli
Liebe Frau Buchs,

dieses Argument mit der gesundheitsfördernden Urlaubsstimmung, unabhängig von der Strahlenbelastung mußte ich mir von meinem eigenen Bruder anhören, nachdem ich von einem beschwerdefreien Campingurlaub in Zandvoort wieder kam. Kurz nach Einigung über Senkung der RoamingIn-Gebühren war ich ein zweites Mal auf dem gleichen Campingplatz in Zandvoort und wunderte mich, daß meine Beschwerden stärke als nie zuvor waren und schaute mich nach ca. drei Tagen erst in der Umgebung um. Dann entdeckte ich ein Antennen-Bäumchen mit mindesten 5 Sendern dran, der bei meinem ersten Aufenthalt dort deffinitiv noch nicht stand, auch im Zentrum waren ganz viele Antennen hinzugekommen und das innerhalb eines Jahres! Erschreckend... Mein Bruder kam mir sogar mit dem Argument, er pinselt schon seit fast zwanzig Jahren riesige Strommasten und hatte dadurch nie gesundheitliche Beschwerden...