Französische Zeitung "Le Monde" begleitet Elektrosensible durch ihren Alltag
Ueberall auf der Welt klagen Elektrosensible über gesundheitliche Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung: In Schweden sagt man nicht mehr, diese Leute seien verrückt. Ihre Vereinigung, in der sich 2500 Betroffene organisiert haben, zählt als ein Teils des Nationalen Verbandes behinderter Menschen. Der schwedische Staat übt sich in einem politischen Balanceakt: Anerkennung der Elektrosensiblen und bei gleichzeitiger Wahrung der wirtschaftlichen Interessen des landeseigenen Industriegiganten Sony Ericsson.
Rigmor Granland, 71, elektrosensibel, in seiner umfangreichen Bibliothek befindet sich ein Buch mit dem Titel: Hypersensibilität im Arbeitsumfeld. Herausgeber: Ellemtel, eine Ex-Filiale von Ericsson. 49 hochrangige Ingenieure, die in den Laboratorien arbeiten, werden krank: elektrosensibel. Das war 1993. Heute ist das Buch nicht mehr erhältlich.
Heute urteilte die Industrie über die gesundheitlichen Beschwerden Elektrosensibler: Diese Menschen sind krank, aber es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass diese Symptome durch elektromagnetische Felder verursacht werden. Professor Ole Johansson vom Karolinska Institut: 50 % der Forschung wird von der Industrie bezahlt und die legt auch mithilfe internationaler Strukturen fest, welchen Aspekten sich die Forschung zuwenden soll.
In einem Waldgebiet westlich von Stockholm, schlichte Sommerhäuschen ohne Strom, das Rückzugsgebiet für ca. 500 Umweltflüchtlinge wie Eva: "Wenn man in einem Gefängnis ist, kann man sagen, dass man da eines Tages raus kommt - doch für mich gilt das nicht. Ich kann nicht in einem Käfig leben. Das ist kein Leben, das ist ein Ueberleben. Wir sind von der Gesellschaft ausgeschlossen." Das Exil der Betroffenen ist gefährdet, der Fortschritt frisst sich Jahr für Jahr tiefer in die schwedischen Wälder...
Professor Ole Johansson: "Ich vergleiche sie (die Elektrosensiblen) oft mit den Kanarienvögeln, die in den Minen gewacht haben. Wenn die Vögel starben, war das das Zeichen dafür, dass nicht mehr genügend Sauerstoff vorhanden war..."
Quelle: www.mast-victims.org
Ein Blick auf diese vor allem englischsprachige Seite lohnt sich
Siehe auch den Artikel in "Le Monde"
http://www.lemonde.fr/le-monde-2/articl ... r=RSS-3244
Elektrosensible in Schweden
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Elisabeth Buchs
- Beiträge: 1639
- Registriert: 27. Januar 2007 21:48
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leser
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Elisabeth Buchs
- Beiträge: 1639
- Registriert: 27. Januar 2007 21:48
Hallo Leserleser hat geschrieben:hallo alle zusammen
wer weiss näheres darüber,wo genau dieses waldgebiet westlich von stockholm liegt?
wer möchte gegebenenfalls in einem campingbus dorthin mitfahren?
wer weiss etwas darüber,wie hoch dort die belastung durch e smog ist?
mfg
Genaueres über dieses Gebiet könnte man vermutlich beim FEB oder bei Prof. Ole Johansson bekommen. Siehe auch: viewtopic.php?t=2076&highlight=schweden. Wo genau dieses Gebiet liegt, besser nicht im Forum erwähnen, sondern nur per pn. Sonst könnte noch darauf gekommen werden, dort auch noch "versorgen" zu wollen. So lässt es sich umso einfacher den Betroffenen "andere Ursachen" als der Elektrosmog für ihre Beschwerden unterschieben. Für Betroffene ist das flächendeckende Aufrüsten, wie wenn sie jeden Tag gezwungen würden, Gift in zunehmender Menge zu trinken, nur Schaden und keinerlei Nutzen. Wenn es nur Ausweichmöglichkeiten geben würde, ich würde sagen, in Schweden hat man vermutlich für ein solch garantiertes Gebiet zukünftig noch bessere Chancen als in der dichtbesiedelten und technisch hochgerüsteten Schweiz.
Elisabeth Buchs