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Spuk im Kuhstall

Verfasst: 15. Mai 2008 12:05
von Tilly
Spuk im Kuhstall
durch DECT Schnurlos-Telefon

Erfahrungsberichte über Probleme mit Mobilfunk und DECT-Telefone gibt es unzählige.
Hier ein Beispiel: Strahlung / Schnurlostelefon verursachte am Hof von Anna Wimplinger drei Totgeburten und Unfruchtbarkeit bei den Rindern - "Im Stall hat´s richtig gespukt"

Drei Totgeburten und fünf unfruchtbare Rinder ließen die Landwirtin Anna WIMPLINGER (50) stutzig werden. Seitdem sie das stark strahlende Schnurlostelefon entfernt hat, gibt es keine Probleme mehr am Hof. Mit ihr sprach Michaela BAUMGARTNER.
Glauben Sie, dass Strahlen krank machen?
"Ohne sind sie nicht. Ich hab geglaubt, die Handystrahlung ist die schlimmste. Aber die Strahlung von Schnurlostelefonen habe ich unterschätzt."
Was hat sich bei Ihnen am Bauernhof ereignet, dass Sie stutzig wurden?
"Wir hatten 2001 innerhalb von vier Monaten drei Totgeburten bei den Rindern. So etwas hat es vorher noch nie gegeben. Und fünf Kühe sind unfruchtbar gewesen. Die haben wir weggeben müssen. Der Tierarzt kennt unseren Hof seit zwanzig Jahren und hat es sehr eigenartig gefunden. Bei der Blutabnahme ist nichts rausgekommen, sodass der Tierarzt an die Strahlung durch die umliegenden Handymasten dachte. Er hat uns dann einen Elektrobiologen empfohlen, weil es im Stall richtig gespukt hat."
Was hat der Elektrobiologe festgestellt?
"Im Vorhaus hat er schon gesagt, das Schnurlostelefon strahlt gescheit. Und im Stall hat er einen extremen Ausschlag durch das Schnurlostelefon gemessen. Das ist aber sicher zehn Meter vom Stall entfernt. Das hat einen Wert von 133 ergeben und bei den Handymasten hat er nur 33 gemessen. Als ich dann die Ladestation ausgesteckt hab, war alles weg. Wir leben eigentlich in keiner Flugschneise, aber während er da war, hat er acht Flieger gemessen."
Was hat Ihnen der Elektrobiologe daraufhin empfohlen?
"Das digitale durch ein analoges Schnurlostelefon zu ersetzen. Das haben wir gemacht und seitdem hat es im Stall nichts mehr gegeben."
Hatte außer den Tieren ein Familienmitglied Probleme?
"Ich hatte alle Monate eine Augenentzündung, einmal das rechte und einmal das linke. Ich war auch dauernd im Krankenhaus und hab Infusionen und Cortison bekommen. Der Oberarzt hatte keine Erklärung und hat zu mir gesagt, irgendwas habe ich sitzen. Das ist jetzt auch total vorbei. Ich habe das mit den Augen schon gefürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Ich hab nur mehr schwarze Umrisse gesehen."
Haben Sie Ihren Bekannten geraten, das digitale Schnurlostelefon wegzugeben?
"Der Nachbarin hab ich es gesagt. Weil ihr Dirndl immer wieder krank ist, ohne dass man weiß, warum."

Schlaflos in Volturino: immer mehr missgebildete Tiere in bestrahltem Dorf
Der einsame Kampf gegen Elektrosmog

Vor einigen Tagen wurde Antenne Nummer 115 auf einem Hügel über Volturino installiert, wem sie gehört weiß Antonio nicht. Wie fast alle anderen Antennen wurde auch sie widerrechtlich angebracht und erhöht weiter die Elektrosmog-Belastung im Ort. „Für eine einzige Antenne gibt es eine Genehmigung, alle anderen wurden illegal errichtet“, erzählt Antonio. „Die Stadt könnte sie abreißen lassen. Ich habe immer wieder nachgefragt, aber es passiert einfach nichts.“ Seit 16 Jahren kämpft Antonio Gagliardi gegen die Antennen und ihre gefährliche Strahlung. Ein Kampf mit wenig Aussicht auf Erfolg. Denn einige der illegal errichteten Anlagen gehören dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Antonio ist schon oft vor Gericht gezogen und bekam auch Recht. Doch trotzdem blieb alles beim Alten.

115 Antennen sind auf einem Hügel über Volturino installiert Seit 16 Jahren kämpft Antonio Gagliardi gegen Elektrosmog

Die Antennen sind in Volturino allgegenwärtig. Kein anderer Ort in Italien hat höhere Elektrosmogwerte. Trotzdem unterstützen nur wenige der 2000 Einwohner Antonios Arbeit. Viele fürchten, Volturino könnte als ‚Krebsdorf‘ stigmatisiert werden. Antonio hat in den letzten Jahren die Veränderungen bei den Tieren genau dokumentiert: Missbildungen, Augenkrankheiten, Krebs und Totgeburten. Aber auch für die Menschen stellen die Antennen eine Bedrohung dar. Der Arzt Michele Abatescianni sammelt seit fünf Jahren Daten, die einen möglichen Zusammenhang zwischen der Strahlung und den Krankheiten der Einwohner belegen können. „Es gibt Patienten, auch viele junge, die unter Impotenz leiden. Die meistverkauften Arzneimittel in Volturino sind Schlafmittel. Viele Leute hier können einfach nicht mehr schlafen.“ Und Assunta Danesim ist überzeugt, dass ihr Krebsleiden und das ihrer Freundin durch die Strahlung verursacht wurden. Antonio hofft jetzt, dass der neu gewählte Bürgermeister ihn unterstützt. Der alte Bürgermeister hatte die Gerichtsbeschlüsse ignoriert und wie viele andere an den Antennen mitverdient. Antonio will weiterkämpfen, bis die Antennen mit ihrer gefährlichen Strahlung aus seinem Heimatort verschwunden sind. Filmautor: Robert Jahn/MDR