Einmal kommt alles an den Tag

sperber

Einmal kommt alles an den Tag

Beitrag von sperber » 20. August 2005 20:38

Die Netzbetreiber wissen über die Gefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung genau Bescheid. Es sickert jetzt durch,

dass in den eigenen Reihen, dh. unter Mitarbeitern recht ernsthafte Krankheiten auftreten,

dass die Firmen ihre eigenen Räume abschirmen,

dass ehemalige Mitarbeiter jetzt, wo sie nichts mehr zu befürchten haben, zugeben, dass die Schädlichkeit bei der Belegschaft und der Führung in ihrem ehemaligen Unternehmen bekannt ist.

Wie lange wird es noch dauern, bis der ganze Stall endlich ausgemistet wird? Auf die Dauer lassen sich die Lügen, vor allem aber die Folgen der Lügen nicht mehr geheim halten. Das wäre ja auch noch schöner, wenn sich ein solcher Skandal auf die Dauer aufrecht erhalten liesse.

sperber

Marcel

Re: Einmal kommt alles an den Tag

Beitrag von Marcel » 21. August 2005 08:37

Gestern konnte man es auf allen Fernsehkanälen sehen, überall lesen:

Merckel, der das Medikament VIOXX entwickelt hat, wurde zu einer astronomisch hohen Schadensersatzzahlung verurteilt. Einer der wichtigsten Gründe: Man wusste in der Firma um die Schädlichkeit und hat das Medikament trotzdem in den Handel gebracht.

Wann wird auf dem Gebiet des Mobilfunks etwas Ähnliches geschehen? Dort weiss man es nämlich auch. Und die Politiker, die solches dulden, können auch nicht mehr länger sagen, sie hätten es nicht gewusst. Oder gelten dort andere Gesetze?

Marcel

Elisabeth Buchs

Re: Einmal kommt alles an den Tag

Beitrag von Elisabeth Buchs » 21. August 2005 11:12

Mir bekannt (durch eine Verwandte) ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Swisscom, der nun Unterschriften sammelt gegen UMTS-Antennen.

Beim Unterschriftensammeln sagte mir ein Mann: ich bin von der Swisscom und unterschreibe und meine Frau auch. Von einem Mitarbeiter einer Telefonzentrale habe ich mal einen Anruf bekommen wegen Elektrosmog.

Ein allgemein bekanntes Beispiel ist Ullrich Weiner, früher Funk- und Handy-Ulli, arbeitete für die Telekommunikationsindustrie, heute elektrosensibel und in Funklöchern anzutreffen.
http://www.funklochmuehle.de

Ein weiteres bekanntes Beispiel ist Robert C. Kane, langjähriger Motorola-Mitarbeiter, der an Hirntumor erkankte und das Buch verfasste "Cellular Telephone Russion Roulette"
siehe http://www.mobilfunk-buergerforum.de/ho ... hp?_aid=59

Bei der Mobilfunkindustrie liegt es am ganzen milliardenschweren System, das wie eine Dampfwalze über alles hinweggeht und Mitarbeiter, die ihren Job behalten möchten, äussern ihre privaten Gedanken wohl lieber nicht zu laut. Es mag einzelne nachdenkliche Personen geben, andere die verdrängen und die Angst nicht eingestehen, ob die wohl alle so unbesorgt wären, wenn ihnen ein Mast in den Nahbereich gestellt würde, denn "aus Holz" sind dort viele auch nicht. Ueberzeugungen können sehr rasch ändern, wenn es einen selbst trifft.

Antworten