Innerschweiz veröffentlicht E-Smog-Daten!

Dino

Innerschweiz veröffentlicht E-Smog-Daten!

Beitrag von Dino » 20. Mai 2008 11:49

Was ist davon zu halten? Ein guter Anfang? Oder warme Luft?

http://www.e-smogmessung.ch/

Elisabeth Buchs
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Beitrag von Elisabeth Buchs » 23. Mai 2008 10:13

In der Luzerner Zeitung findet man ergänzende Angaben dazu:

Der Landessender strahlt am stärksten
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Ausschnitt aus der Elektrosmog-Karte aus dem Internet.
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Ausschnitt aus der Elektrosmog-Karte aus dem Internet.


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Höchster Wert in Beromünster
Die Karte macht deutlich: Am stärksten belastet mit Elektrosmog ist das Gebiet rund um Beromünster. Grund dafür ist der Landessender, von dem aus das Programm Musigwälle 531 ausgestrahlt wird. Rund um Beromünster werden um die 1 Volt pro Meter an Eletrosmog gemessen.

«Das liegt allerdings weit unter dem zulässigen Immissionsgrenzwert», sagt Beat Marty, Leiter der Abteilung Luft, Lärm, Energie bei der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern.

Immissionsgrenzwert wird nicht erreicht
In der Schweiz beträgt die Elektrosmogbelastung grossmehrheitlich unter 1 Volt pro Meter. Gesundheitsgefährdend ist aber erst eine Belastung ab 40 Volt pro Meter, wie Niklas Joos, Projektleiter der Homepage und Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz Uri, sagt.

Interessant: Der Immissionsgrenzwert wird in der ganzen Zentralschweiz nirgendwo auch nur nahezu erreicht. Wozu dann diese Karte? «Es gibt Menschen, die bereits eine Strahlenbelastung von 0,1 Volt pro Meter spüren. Und es gibt Experten, die diese Aussagen unterstützen», so Joos.

Zudem nehme es die Kantone selber Wunder, ob bereits eine geringe Strahlung gesundheitliche Schäden zur Folge haben können. Das Projektteam – insgesamt 20 Personen – überreicht darum die Daten 2009 der Universität Bern. Ein Forschungsteam untersucht dort den Zusammenhang zwischen der Strahlung und der Gesundheit.

Bund begrüsst die Initiative der Zentralschweiz
Joos glaubt an den Erfolg der Homepage: In den Kantonen Uri und Schwyz ist sie bereits seit 2007 aufgschaltet. «Am Anfang haben täglich über 4500 Personen die Seite besucht», sagt Joos. In der Zwischenzeit sind es im Schnitt täglich rund 200 Personen.

Der Bund begrüsst die Initiative der Zentralschweizer Kantone, die als erste in der Schweiz eine solche Karte online geschaltet haben. «Wir finden die Karte ein geeignetes Mittel, die Bevölkerung über die Belastung mit nicht-ionisierender Strahlung zu informieren», sagt Andreas Siegenthaler, vom Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Simone Hinnen und Benno Mattli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung

Quelle: http://www.zisch.ch/navigation/top_main ... OID=278673

schilte6i

Warme Luft mit Hintersinn

Beitrag von schilte6i » 23. Mai 2008 17:35

Es handelt sich wohl eher um den Versuch, dem tumben Bürger Sand in die Augen zu streuen, unter Ausnützung der in dem Begriff Elektro-"Smog" steckenden Unschärfe. "Smog" suggeriert etwas Gasförmiges, wie Ozon, Wasserdampf oder CO2. Beim Ozon ("Sommersmog") haben wir uns an die ständigen Ueberschreitungen der Grenzwerte gewöhnt und auch daran, dass ausser Alibi-Uebungen nichts unternommen wird. Aber der zahlengläubige Bürger soll denken: aha, es wird gemessen, also die tun doch was. Schaumschlägerei, warme Luft.
Elektro-"Smog" verteilt sich auch nicht gleichmässig wie ein Gas. Ein Beispiel: Bei meiner Schwester im Büro gab es einen halben Aufstand
wegen einer Mobilfunk-Antenne auf dem Dach vis-à-vis: Kopfschmerzen, ständige Erkältungen auch im Sommer, "komische" Blutbilder. Herr D., angeblich von der ETH, kam zum Messen und stellte u.a. fest, dass 2 m vom Fenster entfernt eine erheblich geringere Belastung besteht als direkt beim Fenster (inzwischen hängt dort ein Swiss-Shield-Vorhang). Läppische 2 m können also entscheidend sein. Messstationen auf der grünen Wiese oder im Nachbardorf sagen über die konkrete individuelle Strahlenbelastung gar nichts. Aber das sollen sie auch gar nicht. Der tumbe Bürger soll sich in Sicherheit wiegen, und, besonders wichtig im Kanton Zug oder Schwyz, der gute Steuerzahler soll bei der Stange bleiben.
Pegasus hat Recht: wir sollten konsequent nur noch von Verstrahlung sprechen statt von Elektrosmog.

unwichtig
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Beitrag von unwichtig » 23. Mai 2008 19:42

Sehe ich auch so, bei diesen Messungen sind dem Betrug keine Grenzen gesetzt. Ich kenne nur das System in Deutschland ein wenig.

http://emf.bundesnetzagentur.de/

Es gibt inzwischen sage und schreibe 10 Messorte mit online Daten für ganz Deutschland! Diese wurden bewusst an Orte gelegt wo eher mit wenig Strahlung zu rechnen ist. Im bevölkerungsreichsten Bundesland (18 Millionen Einwohner) zB. in einer winzigen Gemeinde (Dorf) mit sage und schreibe 21000 Einwohnern! War wohl zu gefährlich die online Messung in einer Stadt mit mehr als 1 Million Einwohner wie Köln aufzustellen?

Die Messungen sind nach allem was ich gelesen habe, Mittelwerte die über 6 Minuten gemittelt werden, dazu werden die Werte nicht in nachvollziehbaren Größen wie V/m oder mikroWatt/m2 angegeben sondern nach eine ICNIRP Summenformel als Prozent der Grenzwertausschöpfung dargestellt. So kommt man zu sehr niedrigen Werten! Oft nur Bruchteile von einem Prozent! Da kann dann gejubelt werden wie stark die millionenfach überhöhten Grenzwerte unterschritten werden!

Die tatsächliche Belastung bleibt völlig im Dunkeln und das ist auch der Sinn dieser ganzen Verarschung! Oft fehlen im obigen Plan auch Masten oder es werden viel weniger Antennen angezeigt als in Realität vorhanden. Messungen von Messpunkten sind oft uralt und sagen noch weniger aus.
„Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“
Prof. Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker, Nobelpreisträger der Physik

Hans-U. Jakob
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Beitrag von Hans-U. Jakob » 30. Mai 2008 19:48

Elisabeth Buchs hat geschrieben:In der Luzerner Zeitung findet man ergänzende Angaben dazu:

Der Landessender strahlt am stärksten


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Wo herrscht am meisten Elektrosmog in der Zentralschweiz? Eine neue Internetseite verschafft seit heute Klarheit.
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Höchster Wert in Beromünster
Die Karte macht deutlich: Am stärksten belastet mit Elektrosmog ist das Gebiet rund um Beromünster. Grund dafür ist der Landessender, von dem aus das Programm Musigwälle 531 ausgestrahlt wird. Rund um Beromünster werden um die 1 Volt pro Meter an Eletrosmog gemessen.

«Das liegt allerdings weit unter dem zulässigen Immissionsgrenzwert», sagt Beat Marty, Leiter der Abteilung Luft, Lärm, Energie bei der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern.
In den Weilern rund um den Mittelwellensender haben wir immer zwischen 14 und 37V/m gemessen. Wir waren öfters da.
Im Städtchen Beromünster selbst, welches wesentlich weiter weg und wesentlich tiefer liegt, war der tiefste Werte bei 1.4 V/m.
Alles andere sind Ammenmärchen aus den Luzerner Amtsstuben. Die wollen einzig verhindern, dass es zu einer Massenklage wegen den vielen Krebsfällen kommt.
Weshalb wohl wird Ende August der Mittelwellensender endgültig abgeschaltet? Sicher nicht freiwillig.!!
Hans-U. Jakob

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