Politisch vorgehen
Verfasst: 25. August 2005 21:10
Gestern hatten eine betroffene Kollegin und ich ein Gespräch mit einem Anwalt und Haupteinsprecher. Er hat vor kurzem ein Haus gekauft und bevor seine Familie mit einem kleinen Mädchen richtig eingerichtet war, ragte auf dem Nachbardach nur etwa 50 m entfernt ein Holzantenneprofil für eine GSM und UMTS-Antenne in die Höhe, max. 1000 W ERP pro Senderichtung schon nur für UMTS, unterhalb diesem Wert fangen die schon gar nicht mehr an.
Wir haben mit ihm diverse Vorschläge besprochen und Fragen gestellt zu möglichem rechtlichem Vorgehen:
1) Sammelklage von Geschädigten
2) Schutz von Elektrosensiblen, Anbieten von Funklöchern
3) Steuern auf Sperrkonto einzahlen
4) Eigene Studie z.B. mit Tieren
5) Handymastensteuer in der Schweiz
6) Gespräch von Betroffenen mit Bundesrat Leuenberger
7) Suche nach biologischem Wirkmodell bei Elektrosensibilität
Zu den Punkten 1) und 2) sagte er, dass man dafür Beweise vorlegen müsste. Zu Punkt 7) ist das Hauptproblem die Finanzierung von Forschern und Studien, evt. durch europaweites Zusammenarbeiten von Widerstandsgruppen. Vielleicht gibt es schon Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet tätig sind. Wenn sich ein Wissenschaftler finden würde, der dies auch aus Interesse und nicht nur zum Höchsttarif durchführen würde, sollten sich die Ergebnisse reproduzieren lassen durch andere (unabhängige) Wissenschafter und es wäre darauf zu achten auf in jeder Hinsicht genau dieselben Versuchsbedingungen, schon wenig Abweichung könnte ein anderes Ergebnis bewirken. Auch bei der Interpretation hat es einigen Spielraum. Ich erinnere mich an die Präsentation der Nemesis-Studie mit meinem Eindruck von leicht tendenziös in Richtung Psychoschiene und habe noch gegenüber Herrn Müller das angedeutet. Dann käme die Publikation in Fachzeitschriften, Peer Review, bei der Scientic Community tauchen immer wieder ähnliche Namen auf, es scheinen die "richtigen" Leute an den richtigen Positionen platziert zu sein. Wenn etwas gefunden würde, müsste ein solcher Wissenschaftler mit vollem Angriff durch die Mobilfunklobby rechnen. Elektrosensibilität wird wohl möglichst lange psychiatrisiert als Schutz vor Schadenersatzforderungen und Sammelklagen. Bei den 31 Studien des Herrn Repacholi sind nur 7 zum Mobilfunk und zwei Studien nur 2 und 3 Minuten mit mehrmaligen Wechsel von Exposition und Nichtexposition. Da die Elektrosensibilität eine langsame Entwicklung ist, wo der Organismus immer mehr Kraft verliert, um gegen die Felder gegenzusteuern und der Elektrosmog auch nachwirkt, sind solche Versuche ein Hohn. Die Wissenschaftler der TNO-Studie werden doch nicht so blöd gewesen sein und ein völlig unrealistisches UMTS-Signal verwendet haben. An der Unabhängigkeit von Herrn Dürrenberger, der die Betreiber bei Versammlungen als liebe Duzfreunde begrüsst, darf gezweifelt werden, das Vorstellen der Ergebnisse wird verschoben. Die Frau eines Probanden sagte mir, das sei, "damit sie dort in Ruhe mauscheln und die Ergebnisse anpassen können." Gegenüber der Scientic Community habe ich kein Vertrauen und mir bekannte Betroffene auch nicht, gibt es überhaupt Kontrollmechanismen bei solchen Versuchen?
Zum Steuern auf ein Sperrkonto zahlen, bis der Staat etwas unternimmt zum Schutz von Elektrosensiblen ist nur das von Herrn Jakob erwähnte Herauszögern möglich. Ansonsten müsste man mit Betreiben rechnen, so denn überhaupt noch Geld vorhanden wäre, denn ich kenne arbeitsunfähige Elektrosensible mit IV und Fürsorgeleistungen.
Der Anwalt empfiehlt vor allem politisches Vorgehen. Rechtlich muss man sich an die heute geltenden Gesetze wie NIS-Verordnung halten, der Widerstand in der Bevölkerung muss so gross werden z.B. durch Einsprachen und Weiterziehen in die nächsten Instanzen, Gemeindemoratorien, dass die Regierung Handlungsbedarf bekommt und den ständigen massiven Ausbau der drahtlosen Risikotechnologien stoppt. Das Problem der CEPT-Verträge, welche die Regierung in einem gewissen Mass einschränken, kam ebenfalls zu Sprache. Die Mobilfunkindustrie hat ihre Position in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Staat zementiert, was man an der Gelassenheit ihrer Vertreter an Versammlungen merkt, wie sie sich zurücklehnen und die Staatsvertreter sie vertreten lassen.
Dass beim Elektrosmog die Zeichen auf Sturm stehen, merkt jeder, der sich eine Zeit lang mit der Entwicklung vor allem im letzten Jahr befasst hat. Vielleicht kommt eine Zeit, wo nur noch allein die Wirksamkeit einer Massnahme entscheidet und nicht ob sie erlaubt ist oder nicht.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Wir haben mit ihm diverse Vorschläge besprochen und Fragen gestellt zu möglichem rechtlichem Vorgehen:
1) Sammelklage von Geschädigten
2) Schutz von Elektrosensiblen, Anbieten von Funklöchern
3) Steuern auf Sperrkonto einzahlen
4) Eigene Studie z.B. mit Tieren
5) Handymastensteuer in der Schweiz
6) Gespräch von Betroffenen mit Bundesrat Leuenberger
7) Suche nach biologischem Wirkmodell bei Elektrosensibilität
Zu den Punkten 1) und 2) sagte er, dass man dafür Beweise vorlegen müsste. Zu Punkt 7) ist das Hauptproblem die Finanzierung von Forschern und Studien, evt. durch europaweites Zusammenarbeiten von Widerstandsgruppen. Vielleicht gibt es schon Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet tätig sind. Wenn sich ein Wissenschaftler finden würde, der dies auch aus Interesse und nicht nur zum Höchsttarif durchführen würde, sollten sich die Ergebnisse reproduzieren lassen durch andere (unabhängige) Wissenschafter und es wäre darauf zu achten auf in jeder Hinsicht genau dieselben Versuchsbedingungen, schon wenig Abweichung könnte ein anderes Ergebnis bewirken. Auch bei der Interpretation hat es einigen Spielraum. Ich erinnere mich an die Präsentation der Nemesis-Studie mit meinem Eindruck von leicht tendenziös in Richtung Psychoschiene und habe noch gegenüber Herrn Müller das angedeutet. Dann käme die Publikation in Fachzeitschriften, Peer Review, bei der Scientic Community tauchen immer wieder ähnliche Namen auf, es scheinen die "richtigen" Leute an den richtigen Positionen platziert zu sein. Wenn etwas gefunden würde, müsste ein solcher Wissenschaftler mit vollem Angriff durch die Mobilfunklobby rechnen. Elektrosensibilität wird wohl möglichst lange psychiatrisiert als Schutz vor Schadenersatzforderungen und Sammelklagen. Bei den 31 Studien des Herrn Repacholi sind nur 7 zum Mobilfunk und zwei Studien nur 2 und 3 Minuten mit mehrmaligen Wechsel von Exposition und Nichtexposition. Da die Elektrosensibilität eine langsame Entwicklung ist, wo der Organismus immer mehr Kraft verliert, um gegen die Felder gegenzusteuern und der Elektrosmog auch nachwirkt, sind solche Versuche ein Hohn. Die Wissenschaftler der TNO-Studie werden doch nicht so blöd gewesen sein und ein völlig unrealistisches UMTS-Signal verwendet haben. An der Unabhängigkeit von Herrn Dürrenberger, der die Betreiber bei Versammlungen als liebe Duzfreunde begrüsst, darf gezweifelt werden, das Vorstellen der Ergebnisse wird verschoben. Die Frau eines Probanden sagte mir, das sei, "damit sie dort in Ruhe mauscheln und die Ergebnisse anpassen können." Gegenüber der Scientic Community habe ich kein Vertrauen und mir bekannte Betroffene auch nicht, gibt es überhaupt Kontrollmechanismen bei solchen Versuchen?
Zum Steuern auf ein Sperrkonto zahlen, bis der Staat etwas unternimmt zum Schutz von Elektrosensiblen ist nur das von Herrn Jakob erwähnte Herauszögern möglich. Ansonsten müsste man mit Betreiben rechnen, so denn überhaupt noch Geld vorhanden wäre, denn ich kenne arbeitsunfähige Elektrosensible mit IV und Fürsorgeleistungen.
Der Anwalt empfiehlt vor allem politisches Vorgehen. Rechtlich muss man sich an die heute geltenden Gesetze wie NIS-Verordnung halten, der Widerstand in der Bevölkerung muss so gross werden z.B. durch Einsprachen und Weiterziehen in die nächsten Instanzen, Gemeindemoratorien, dass die Regierung Handlungsbedarf bekommt und den ständigen massiven Ausbau der drahtlosen Risikotechnologien stoppt. Das Problem der CEPT-Verträge, welche die Regierung in einem gewissen Mass einschränken, kam ebenfalls zu Sprache. Die Mobilfunkindustrie hat ihre Position in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Staat zementiert, was man an der Gelassenheit ihrer Vertreter an Versammlungen merkt, wie sie sich zurücklehnen und die Staatsvertreter sie vertreten lassen.
Dass beim Elektrosmog die Zeichen auf Sturm stehen, merkt jeder, der sich eine Zeit lang mit der Entwicklung vor allem im letzten Jahr befasst hat. Vielleicht kommt eine Zeit, wo nur noch allein die Wirksamkeit einer Massnahme entscheidet und nicht ob sie erlaubt ist oder nicht.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs