Handystudien eventuell gefälscht
Verfasst: 24. Mai 2008 13:03
MedUni Wien: Handystudien eventuell gefälscht
An der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin der Medizinischen Universität Wien um den mittlerweile emeritierten Professor Hugo Rüdiger könnten zwei Studien zur Schädlichkeit von Handystrahlung gefälscht worden sein.
MedUni-Rektor Wolfgang Schütz sprach in einer Aussendung von "gravierenden Verdachtsmomenten", er werde die Herausgeber der beiden Journale, in denen die Studien veröffentlicht worden waren, informieren. Rüdiger wies die Anschuldigungen hingegen zurück.
Daten womöglich "fabriziert"
An der Anfang 2007 unter Kritik geschlossenen Klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin wurden - auch unter Beteiligung externer Wissenschafter - im Jahr 2005 und 2008 (Erscheinungsdatum, Anm.) zwei Arbeiten veröffentlicht, in denen eine Erbgut-schädigende Wirkung von Mobilfunk-Strahlung an bestimmten Zellen beschrieben wird, heißt es in der Aussendung der Universität.
Die Statistik der Daten seien von anderen Forschergruppen angezweifelt worden. Der Rektor habe deshalb eine unabhängige statistische Begutachtung angeregt, diese habe den Verdacht ergeben, dass die Daten nicht experimentell gemessen, sondern "fabriziert" worden seien.
Geständnis liegt vor
Der Verdacht werde durch die Tatsache "wesentlich erhärtet", so die Aussendung weiter, dass eine in beiden Arbeiten aufscheinende Autorin und Mitarbeiterin Rüdigers gestanden habe, dass "ihre gesamte Vorgehensweise auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt war". Die Mitarbeiterin habe ihr Arbeitsverhältnis zur MUW unmittelbar darauf gekündigt.
Da sich bis jetzt nicht alle Autoren zur Rücknahme beider Arbeiten bereit erklärt hätten, werde vom Rektor der MUW als erste Maßnahme ein Schreiben an die Herausgeber der beiden Journale gesandt. Darin mache Schütz darauf aufmerksam, dass den Publikationen "mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein schweres wissenschaftliches Fehlverhalten" zugrunde liege.
Rüdiger: "Ich bin fassungslos"
Rüdiger verwehrte sich gegen die Vorwürfe, dass die Studien gefälscht seien. "Es ist unglaublich, ich bin fassungslos", so der Wissenschafter gegenüber der APA. Er räumte ein, dass es bei der 2008 veröffentlichten Studie - "aber nur bei dieser" - insofern Probleme gegeben habe, als die sogenannte "Verblindung" nicht mehr gegeben war.
Im Detail hatte besagte Mitarbeiterin 2006 den Code geknackt, mit denen die Proben aus wissenschaftlichen Objektivitätsgründen für die Experimentatoren verschlüsselt waren.
Kommissionsleiter: Jurist der Mobilfunk-Industrie
Obwohl das nichts daran ändere, dass die Daten "richtig zustandegekommen" sind, habe er, Rüdiger, sich gegenüber Schütz ursprünglich bereits erklärt, die Publikation zurückziehen zu lassen oder mit einem entsprechenden "Erratum" zu versehen.
"Als ich allerdings erfahren habe, dass der Leiter der von Schütz eingesetzten Kommission für die Begutachtung ein Jurist der Mobilfunk-Industrie ist, habe ich die Objektivität der Kommission in Frage gestellt und das Einverständnis zur Rücknahme zurückgezogen", so der Forscher.
Quelle: http://science.orf.at/science/news/151604
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Handystrahlung
Gefälschte Daten in Uni-Studien?
Zwei Studien der Medizinischen Universität Wien (MUW) über schädliche Auswirkungen von Handystrahlung dürften sich als Manipulation herausgestellt haben. Der Rektor der Med-Uni, Wolfgang Schütz, hat die Autoren seiner Universität aufgefordert, die Publikationen zurückzuziehen, weil "gravierende Verdachtsmomente an der wissenschaftlichen Korrektheit" aufgetaucht seien, heißt es in einer Aussendung.
Konkret geht es um zwei Arbeiten, die von Mitarbeitern der Uni in den Jahren 2005 und 2008 publiziert wurden. In den Studien wird eine DNA-schädigende Wirkung an bestimmten Zelltypen durch Mobilfunk-Strahlung (GMS- und UMTS-Signale) beschrieben. Die Statistik wurde aber von anderen Forschergruppen angezweifelt. Eine daraufhin von der MUW angeordnete Überprüfung ergab den Verdacht, dass die Daten "nicht experimentell gemessen, sondern vielmehr fabriziert wurden", so das Rektorat.
Einer der Mitautorinnen der beiden Studien konnte nachgewiesen werden, dass ihre "gesamte Vorgehensweise auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt war", heißt es weiter. Die Mitarbeiterin habe "ihr Verhalten sofort eingestanden" und ihr Arbeitsverhältnis zur MUW unmittelbar darauf gekündigt. Die anderen Autoren hätten sich aber nicht zur Rücknahme der Arbeit bereit erklärt, so Rektor Schütz. Er sei aber zuversichtlich, dass "die Autoren letztlich einsichtig reagieren, da es auch um ihre wissenschaftliche Reputation geht." (mm)
Quelle: http://www.wienweb.at/content.aspx?menu=10&cid=151184
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MedUni Wien: Verdacht auf fehlerhafte Studie der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin
© OTS
(PR-inside.com 23.05.2008 13:45:39) - Rektor der Medizinischen Universität Wien fordert Autoren seiner Universität zur Rücknahme auf - Herausgeber der Publikation wird jedenfalls über den Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten informiert.
Ausdrucken
Per e-Mail empfehlen
Rasch und eindeutig hat der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Wolfgang Schütz, reagiert, als gravierende Verdachtsmomente an der wissenschaftlichen Korrektheit einer Studie der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin auftauchten. Die Causa verhält sich folgendermaßen: An der ehemaligen Klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin der Medizinischen Universität Wien wurden - auch unter Beteiligung externer WissenschafterInnen - im Jahr 2005 und 2008 zwei Arbeiten publiziert, in denen an bestimmten Zelltypen
eine DNA-schädigende Wirkung von Mobilfunk-Strahlung beschrieben wird. DNA-Schäden wurden sowohl mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von 1.800 MHz (GSM-Signale, Diem et al. 2005 1) als auch von 1.950 MHz (UMTS-Signale, Schwarz et al. 2008 2) gemessen. Die Statistik der Daten wurde von anderen Forschergruppen in ebenfalls publizierten "Letters to the Editor" angezweifelt 3) 4). Eine vom Rektor der Medizinischen Universität daraufhin - und auch im Zuge einer Reorganisation des Bereichs Arbeitsmedizin - angeregte unabhängige statistische Begutachtung der Daten legt nun tatsächlich den Verdacht nahe, dass diese nicht experimentell gemessen, sondern vielmehr fabriziert wurden. Der Verdacht wird durch die Tatsache wesentlich erhärtet, dass - im Rahmen einer Überprüfung der methodischen Vorgehensweise einer in beiden Arbeiten aufscheinenden Autorin - diese überführt werden konnte, dass ihre gesamte Vorgehensweise auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt war. Die Mitarbeiterin hat ihr Verhalten sofort eingestanden und ihr Arbeitsverhältnis zur MUW unmittelbar darauf gekündigt. Da sich bis jetzt nicht alle AutorInnen seiner Universität zur Rücknahme beider Arbeiten bereit erklärt hatten, wird vom Rektor der MUW als erste Maßnahme ein Schreiben an die Herausgeber der beiden Journale, wo die Arbeiten erschienen sind, mit dem Hinweis verfasst werden, dass den genannten Publikationen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein schweres wissenschaftliches Fehl¬verhalten zugrunde liegt. Der korrespondierende Autor der beiden Publikationen, Univ. Prof. Dr. Hugo Rüdiger, ging mit Oktober 2007 als Emeritus in Pension, die vom ihm geleitete Klinische Abteilung für Arbeitsmedizin ist bereits mit Beginn des Jahres 2007 geschlossen worden. Der fachliche Bereich selbst unterliegt derzeit einer intensiven Reorganisation, u.a. auch um hier die Einhaltung wissenschaftsethischer Kriterien langfristig sicherzustellen. Rektor Wolfgang Schütz verweist darauf, dass es in der "forscherischen Praxis bedauerlicherweise immer wieder zu Malversationen kommt. Deshalb muss man rasch und entschieden handeln. Das ist die MUW dem Ruf der Universität, den Forschenden und Lehrenden, den Studierenden und nicht zuletzt auch der Öffentlichkeit schuldig." Rektor Schütz ist zuversichtlich, dass "die Autoren letztlich einsichtig reagieren, da es auch um ihre wissenschaftliche Reputation geht." 1) E Diem, C Schwarz, F Adlkofer, O Jahn H Rüdiger (2005) Non-thermal DNA-breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH R17 rat granulosa cells in vitro. Mutation Res 583, 178 183 2) C Schwarz, E Kratochvil, A Pilger, N Kuster, F Adlkofer, HW Rüdiger (2008) Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS, 1950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes. Int Arch Occup Environ Health, DOI 10.1007/ s00420-008-0305 5 3) Vijayalamaxi, JP McNamee, MR Scarfi (2006) Comments on "DNA strand breaks" by Diem et al. [Mutation Res 583 (2005), 178 183] and Ivancsits et al. [Mutation Res 583, 184 188], Mu¬tation Res 603, 104 106 4) A Lerchl (2008) Comments on Radio¬frequency electromagnetic fields (UMTS, 1950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes. Int Arch Occup Environ Health, DOI 10.1007/ s00420-008-0305 5, Int Arch Occup Environ Health, in press Medizinische Universität Wien - Kurzprofil Seit 1. Jänner 2004 agiert die Medizinische Universität Wien (Vormals Medizinische Fakultät an der Universität Wien, gegründet 1365) in universitärer Autonomie und Selbstverwaltung. Mit rund 5.500 Mitarbeitern ist sie die größte Forschungseinrichtung in Österreich - 31 Kliniken und Klinische Institute am Wiener Allgemeinen Krankenhaus und 12 medizintheoretische Zentren unterstreichen die Rolle der Medizinischen Universität Wien im internationalen Umfeld. Rückfragehinweis: Mag.a Nina Hoppe Leiterin Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring Tel.: 01/ 40 160 11 502 E-Mail: pr@meduniwien.ac.at Spitalgasse 23, A - 1090 Wien www.meduniwien.ac.at *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0171 2008-05-23/13:40
Quelle: http://www.pr-inside.com/de/meduni-wien ... 605404.htm
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FORSCHUNGSSCHWINDEL
Studien über Gefahren der Handystrahlung gefälscht
Zwei aufsehenerregende Studien über Erbgutschäden durch Mobilfunk sind offenbar das Werk einer Schwindlerin. Nach SPIEGEL-Informationen hat eine Labortechnikerin einer Wiener Universität die Daten manipuliert.
Beide Studien, durchgeführt an der Medizinischen Universität Wien und veröffentlicht in den Jahren 2005 und 2008, hatten schon bei geringer Mobilfunkdosis Brüche im Erbgut von Zellen festgestellt. In Wahrheit hat eine Labortechnikerin die Daten einfach erfunden. Das ergab die Untersuchung einer von der Universität eingesetzten Kommission.
DDP
Handyverbotsschild: Schummel-Studie aus Wien
Die Angestellte, die ihre Manipulationen offenbar über Jahre hinweg fortsetzte, wurde auf frischer Tat beim Fabrizieren von Daten ertappt. Nach Auskunft des Rektors Wolfgang Schütz war sie sofort geständig: "Wir haben das Arbeitsverhältnis beendet."
Als Nächstes werde untersucht, so Schütz, wie es geschehen konnte, dass die leitenden Professoren sich von einer einfachen Laborkraft hinters Licht führen ließen. Die Universität fordert, dass beide Studien zurückgezogen werden.
MEHR ÜBER...
Handystrahlung Medizinische Universität Wien
zu SPIEGEL WISSEN
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0, ... 30,00.html
Spiegel zum zweiten vom berüchtigten ES-Hetzer Manfred Dworschak "Der Hamster war Zeuge", Link genügt:
http://handy.t-online.de/c/15/14/09/32/15140932.html
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Weitere Informationen in diesem Blog:
Fabrikation böser Strahlen
von Loeffler am 24. Mai, 10:18
Der Rektor der Medizinuni Wien Wolfgang Schütz hat am Freitag einen gravierenden Verdacht ausgesandt: Zwei Studien der Abteilung für Arbeitsmedizin, die eine angebliche DNA-Schädigung durch Mobiltelefonieren (was in Österreich auch fleißig berichtet worden war) aufzeigen, seien wahrscheinlich gefälscht, worüber er die betroffenen Zeitschriften (Mutat Res und Int Arch Occup Environ Health) informieren werde. Während laut der folgenden APA-Meldung eine Mitarbeiterin, Elisabeth Kratochvil, eingestanden hat, Daten auf das angestrebte Studienergebnis hin frisiert zu haben, und selbst gekündigt hat, hält ihr mittlerweile emeritierter Professor Hugo Rüdiger daran fest, dass die Daten von einem Problem mit der Aufhebung der Doppelverblindung durch Kratochvil abgesehen korrekt zustande gekommen seien. Von den vier weiteren Coautoren ist bislang keine Reaktion bekannt. Dafür aber, dass sich Rüdiger als Opfer von Mobilfunklobbyisten sieht. Sowohl den Leiter der von der Meduni eingesetzten Kommission hat er als solchen bezeichnet als auch den mutmaßlichen Whistleblower Alexander Lerchl, und zumindest in dessen Fall zu Unrecht, wie das Laborjournal meint, das bereits Ende April online ausführlich berichtete. Wer noch aufspringen und verstehen will, was in den Publikationen von Schwarz, Kratochvil, Pilger, Kuster, Adlkofer und Rüdiger mutmaßlich nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, sollte das Laborjournal konsultieren oder direkt die Einwände Lerchls. Zumindest Int Arch Occup Environ Health wartet nämlich nicht auf Post von der Meduni, sondern hat die Einwände bereits veröffentlicht.
Quelle: http://www.sciblog.at/stories/27134/
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Kommentar: Diese Vorgänge sollten sehr sorgfältig abgeklärt werden. Denn zu gross ist das Interesse der Milliarden-Mobilfunkindustrie, die wie eine Krake überall die Finger drin hat, unliebsame Studien aus dem Weg zu räumen, damit das ständige Aufrüsten ungehindert weitergehen kann. Wieder einmal verweise ich auf die Idee, dass Studien von Design über Durchführung bis Interpretation von beiden Seiten (Befürworter und Gegner) durchgeführt werden sollten. Dies würde eine Kontolle bieten und die Glaubwürdigkeit verbessern. Ausserdem lassen sich Studien durch bestimmte Vorgaben so einrichten, dass nichts herauskommt.
Elisabeth Buchs
An der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin der Medizinischen Universität Wien um den mittlerweile emeritierten Professor Hugo Rüdiger könnten zwei Studien zur Schädlichkeit von Handystrahlung gefälscht worden sein.
MedUni-Rektor Wolfgang Schütz sprach in einer Aussendung von "gravierenden Verdachtsmomenten", er werde die Herausgeber der beiden Journale, in denen die Studien veröffentlicht worden waren, informieren. Rüdiger wies die Anschuldigungen hingegen zurück.
Daten womöglich "fabriziert"
An der Anfang 2007 unter Kritik geschlossenen Klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin wurden - auch unter Beteiligung externer Wissenschafter - im Jahr 2005 und 2008 (Erscheinungsdatum, Anm.) zwei Arbeiten veröffentlicht, in denen eine Erbgut-schädigende Wirkung von Mobilfunk-Strahlung an bestimmten Zellen beschrieben wird, heißt es in der Aussendung der Universität.
Die Statistik der Daten seien von anderen Forschergruppen angezweifelt worden. Der Rektor habe deshalb eine unabhängige statistische Begutachtung angeregt, diese habe den Verdacht ergeben, dass die Daten nicht experimentell gemessen, sondern "fabriziert" worden seien.
Geständnis liegt vor
Der Verdacht werde durch die Tatsache "wesentlich erhärtet", so die Aussendung weiter, dass eine in beiden Arbeiten aufscheinende Autorin und Mitarbeiterin Rüdigers gestanden habe, dass "ihre gesamte Vorgehensweise auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt war". Die Mitarbeiterin habe ihr Arbeitsverhältnis zur MUW unmittelbar darauf gekündigt.
Da sich bis jetzt nicht alle Autoren zur Rücknahme beider Arbeiten bereit erklärt hätten, werde vom Rektor der MUW als erste Maßnahme ein Schreiben an die Herausgeber der beiden Journale gesandt. Darin mache Schütz darauf aufmerksam, dass den Publikationen "mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein schweres wissenschaftliches Fehlverhalten" zugrunde liege.
Rüdiger: "Ich bin fassungslos"
Rüdiger verwehrte sich gegen die Vorwürfe, dass die Studien gefälscht seien. "Es ist unglaublich, ich bin fassungslos", so der Wissenschafter gegenüber der APA. Er räumte ein, dass es bei der 2008 veröffentlichten Studie - "aber nur bei dieser" - insofern Probleme gegeben habe, als die sogenannte "Verblindung" nicht mehr gegeben war.
Im Detail hatte besagte Mitarbeiterin 2006 den Code geknackt, mit denen die Proben aus wissenschaftlichen Objektivitätsgründen für die Experimentatoren verschlüsselt waren.
Kommissionsleiter: Jurist der Mobilfunk-Industrie
Obwohl das nichts daran ändere, dass die Daten "richtig zustandegekommen" sind, habe er, Rüdiger, sich gegenüber Schütz ursprünglich bereits erklärt, die Publikation zurückziehen zu lassen oder mit einem entsprechenden "Erratum" zu versehen.
"Als ich allerdings erfahren habe, dass der Leiter der von Schütz eingesetzten Kommission für die Begutachtung ein Jurist der Mobilfunk-Industrie ist, habe ich die Objektivität der Kommission in Frage gestellt und das Einverständnis zur Rücknahme zurückgezogen", so der Forscher.
Quelle: http://science.orf.at/science/news/151604
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Handystrahlung
Gefälschte Daten in Uni-Studien?
Zwei Studien der Medizinischen Universität Wien (MUW) über schädliche Auswirkungen von Handystrahlung dürften sich als Manipulation herausgestellt haben. Der Rektor der Med-Uni, Wolfgang Schütz, hat die Autoren seiner Universität aufgefordert, die Publikationen zurückzuziehen, weil "gravierende Verdachtsmomente an der wissenschaftlichen Korrektheit" aufgetaucht seien, heißt es in einer Aussendung.
Konkret geht es um zwei Arbeiten, die von Mitarbeitern der Uni in den Jahren 2005 und 2008 publiziert wurden. In den Studien wird eine DNA-schädigende Wirkung an bestimmten Zelltypen durch Mobilfunk-Strahlung (GMS- und UMTS-Signale) beschrieben. Die Statistik wurde aber von anderen Forschergruppen angezweifelt. Eine daraufhin von der MUW angeordnete Überprüfung ergab den Verdacht, dass die Daten "nicht experimentell gemessen, sondern vielmehr fabriziert wurden", so das Rektorat.
Einer der Mitautorinnen der beiden Studien konnte nachgewiesen werden, dass ihre "gesamte Vorgehensweise auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt war", heißt es weiter. Die Mitarbeiterin habe "ihr Verhalten sofort eingestanden" und ihr Arbeitsverhältnis zur MUW unmittelbar darauf gekündigt. Die anderen Autoren hätten sich aber nicht zur Rücknahme der Arbeit bereit erklärt, so Rektor Schütz. Er sei aber zuversichtlich, dass "die Autoren letztlich einsichtig reagieren, da es auch um ihre wissenschaftliche Reputation geht." (mm)
Quelle: http://www.wienweb.at/content.aspx?menu=10&cid=151184
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MedUni Wien: Verdacht auf fehlerhafte Studie der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin
© OTS
(PR-inside.com 23.05.2008 13:45:39) - Rektor der Medizinischen Universität Wien fordert Autoren seiner Universität zur Rücknahme auf - Herausgeber der Publikation wird jedenfalls über den Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten informiert.
Ausdrucken
Per e-Mail empfehlen
Rasch und eindeutig hat der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Wolfgang Schütz, reagiert, als gravierende Verdachtsmomente an der wissenschaftlichen Korrektheit einer Studie der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin auftauchten. Die Causa verhält sich folgendermaßen: An der ehemaligen Klinischen Abteilung für Arbeitsmedizin der Medizinischen Universität Wien wurden - auch unter Beteiligung externer WissenschafterInnen - im Jahr 2005 und 2008 zwei Arbeiten publiziert, in denen an bestimmten Zelltypen
eine DNA-schädigende Wirkung von Mobilfunk-Strahlung beschrieben wird. DNA-Schäden wurden sowohl mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von 1.800 MHz (GSM-Signale, Diem et al. 2005 1) als auch von 1.950 MHz (UMTS-Signale, Schwarz et al. 2008 2) gemessen. Die Statistik der Daten wurde von anderen Forschergruppen in ebenfalls publizierten "Letters to the Editor" angezweifelt 3) 4). Eine vom Rektor der Medizinischen Universität daraufhin - und auch im Zuge einer Reorganisation des Bereichs Arbeitsmedizin - angeregte unabhängige statistische Begutachtung der Daten legt nun tatsächlich den Verdacht nahe, dass diese nicht experimentell gemessen, sondern vielmehr fabriziert wurden. Der Verdacht wird durch die Tatsache wesentlich erhärtet, dass - im Rahmen einer Überprüfung der methodischen Vorgehensweise einer in beiden Arbeiten aufscheinenden Autorin - diese überführt werden konnte, dass ihre gesamte Vorgehensweise auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt war. Die Mitarbeiterin hat ihr Verhalten sofort eingestanden und ihr Arbeitsverhältnis zur MUW unmittelbar darauf gekündigt. Da sich bis jetzt nicht alle AutorInnen seiner Universität zur Rücknahme beider Arbeiten bereit erklärt hatten, wird vom Rektor der MUW als erste Maßnahme ein Schreiben an die Herausgeber der beiden Journale, wo die Arbeiten erschienen sind, mit dem Hinweis verfasst werden, dass den genannten Publikationen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein schweres wissenschaftliches Fehl¬verhalten zugrunde liegt. Der korrespondierende Autor der beiden Publikationen, Univ. Prof. Dr. Hugo Rüdiger, ging mit Oktober 2007 als Emeritus in Pension, die vom ihm geleitete Klinische Abteilung für Arbeitsmedizin ist bereits mit Beginn des Jahres 2007 geschlossen worden. Der fachliche Bereich selbst unterliegt derzeit einer intensiven Reorganisation, u.a. auch um hier die Einhaltung wissenschaftsethischer Kriterien langfristig sicherzustellen. Rektor Wolfgang Schütz verweist darauf, dass es in der "forscherischen Praxis bedauerlicherweise immer wieder zu Malversationen kommt. Deshalb muss man rasch und entschieden handeln. Das ist die MUW dem Ruf der Universität, den Forschenden und Lehrenden, den Studierenden und nicht zuletzt auch der Öffentlichkeit schuldig." Rektor Schütz ist zuversichtlich, dass "die Autoren letztlich einsichtig reagieren, da es auch um ihre wissenschaftliche Reputation geht." 1) E Diem, C Schwarz, F Adlkofer, O Jahn H Rüdiger (2005) Non-thermal DNA-breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH R17 rat granulosa cells in vitro. Mutation Res 583, 178 183 2) C Schwarz, E Kratochvil, A Pilger, N Kuster, F Adlkofer, HW Rüdiger (2008) Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS, 1950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes. Int Arch Occup Environ Health, DOI 10.1007/ s00420-008-0305 5 3) Vijayalamaxi, JP McNamee, MR Scarfi (2006) Comments on "DNA strand breaks" by Diem et al. [Mutation Res 583 (2005), 178 183] and Ivancsits et al. [Mutation Res 583, 184 188], Mu¬tation Res 603, 104 106 4) A Lerchl (2008) Comments on Radio¬frequency electromagnetic fields (UMTS, 1950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes. Int Arch Occup Environ Health, DOI 10.1007/ s00420-008-0305 5, Int Arch Occup Environ Health, in press Medizinische Universität Wien - Kurzprofil Seit 1. Jänner 2004 agiert die Medizinische Universität Wien (Vormals Medizinische Fakultät an der Universität Wien, gegründet 1365) in universitärer Autonomie und Selbstverwaltung. Mit rund 5.500 Mitarbeitern ist sie die größte Forschungseinrichtung in Österreich - 31 Kliniken und Klinische Institute am Wiener Allgemeinen Krankenhaus und 12 medizintheoretische Zentren unterstreichen die Rolle der Medizinischen Universität Wien im internationalen Umfeld. Rückfragehinweis: Mag.a Nina Hoppe Leiterin Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring Tel.: 01/ 40 160 11 502 E-Mail: pr@meduniwien.ac.at Spitalgasse 23, A - 1090 Wien www.meduniwien.ac.at *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0171 2008-05-23/13:40
Quelle: http://www.pr-inside.com/de/meduni-wien ... 605404.htm
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FORSCHUNGSSCHWINDEL
Studien über Gefahren der Handystrahlung gefälscht
Zwei aufsehenerregende Studien über Erbgutschäden durch Mobilfunk sind offenbar das Werk einer Schwindlerin. Nach SPIEGEL-Informationen hat eine Labortechnikerin einer Wiener Universität die Daten manipuliert.
Beide Studien, durchgeführt an der Medizinischen Universität Wien und veröffentlicht in den Jahren 2005 und 2008, hatten schon bei geringer Mobilfunkdosis Brüche im Erbgut von Zellen festgestellt. In Wahrheit hat eine Labortechnikerin die Daten einfach erfunden. Das ergab die Untersuchung einer von der Universität eingesetzten Kommission.
DDP
Handyverbotsschild: Schummel-Studie aus Wien
Die Angestellte, die ihre Manipulationen offenbar über Jahre hinweg fortsetzte, wurde auf frischer Tat beim Fabrizieren von Daten ertappt. Nach Auskunft des Rektors Wolfgang Schütz war sie sofort geständig: "Wir haben das Arbeitsverhältnis beendet."
Als Nächstes werde untersucht, so Schütz, wie es geschehen konnte, dass die leitenden Professoren sich von einer einfachen Laborkraft hinters Licht führen ließen. Die Universität fordert, dass beide Studien zurückgezogen werden.
MEHR ÜBER...
Handystrahlung Medizinische Universität Wien
zu SPIEGEL WISSEN
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0, ... 30,00.html
Spiegel zum zweiten vom berüchtigten ES-Hetzer Manfred Dworschak "Der Hamster war Zeuge", Link genügt:
http://handy.t-online.de/c/15/14/09/32/15140932.html
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Fabrikation böser Strahlen
von Loeffler am 24. Mai, 10:18
Der Rektor der Medizinuni Wien Wolfgang Schütz hat am Freitag einen gravierenden Verdacht ausgesandt: Zwei Studien der Abteilung für Arbeitsmedizin, die eine angebliche DNA-Schädigung durch Mobiltelefonieren (was in Österreich auch fleißig berichtet worden war) aufzeigen, seien wahrscheinlich gefälscht, worüber er die betroffenen Zeitschriften (Mutat Res und Int Arch Occup Environ Health) informieren werde. Während laut der folgenden APA-Meldung eine Mitarbeiterin, Elisabeth Kratochvil, eingestanden hat, Daten auf das angestrebte Studienergebnis hin frisiert zu haben, und selbst gekündigt hat, hält ihr mittlerweile emeritierter Professor Hugo Rüdiger daran fest, dass die Daten von einem Problem mit der Aufhebung der Doppelverblindung durch Kratochvil abgesehen korrekt zustande gekommen seien. Von den vier weiteren Coautoren ist bislang keine Reaktion bekannt. Dafür aber, dass sich Rüdiger als Opfer von Mobilfunklobbyisten sieht. Sowohl den Leiter der von der Meduni eingesetzten Kommission hat er als solchen bezeichnet als auch den mutmaßlichen Whistleblower Alexander Lerchl, und zumindest in dessen Fall zu Unrecht, wie das Laborjournal meint, das bereits Ende April online ausführlich berichtete. Wer noch aufspringen und verstehen will, was in den Publikationen von Schwarz, Kratochvil, Pilger, Kuster, Adlkofer und Rüdiger mutmaßlich nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, sollte das Laborjournal konsultieren oder direkt die Einwände Lerchls. Zumindest Int Arch Occup Environ Health wartet nämlich nicht auf Post von der Meduni, sondern hat die Einwände bereits veröffentlicht.
Quelle: http://www.sciblog.at/stories/27134/
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Kommentar: Diese Vorgänge sollten sehr sorgfältig abgeklärt werden. Denn zu gross ist das Interesse der Milliarden-Mobilfunkindustrie, die wie eine Krake überall die Finger drin hat, unliebsame Studien aus dem Weg zu räumen, damit das ständige Aufrüsten ungehindert weitergehen kann. Wieder einmal verweise ich auf die Idee, dass Studien von Design über Durchführung bis Interpretation von beiden Seiten (Befürworter und Gegner) durchgeführt werden sollten. Dies würde eine Kontolle bieten und die Glaubwürdigkeit verbessern. Ausserdem lassen sich Studien durch bestimmte Vorgaben so einrichten, dass nichts herauskommt.
Elisabeth Buchs