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Volksinitiative

Verfasst: 3. September 2005 18:08
von antihandy
Macht doch einfach mal ne Volksinitaitve.

Darin könnt ihr das Verbot von Handies und Antennen statuieren, oder die Grenzwerte z.B. auf 0.0000000000000000000001 V/m festlegen (was schlauer wäre, da man behaupten könnte wir sind ja nicht gegen Antennen nur für tieferere Grenzwerte).

Also ich würde sehr sehr staunen, wenn ihr die Unterschriften nicht zusammenkriegt. Ich wäre dabei.

Auf diese Weise, liebe Leute, könntet ihr sehr schön das Bundesgericht, den Bundesrat und die NISV umgehen.

Was denkt ihr?

Re: Volksinitiative

Verfasst: 3. September 2005 18:32
von Evi
Dieser Vorschlag taucht mit schöner Regelmässigkeit auf wie das Ungeheuer von Loch Ness.

Lieber Antihandy, eine solche Initiative wurde bereits einmal gestartet, nicht von Gigaherz, sondern von einer anderen Organisation. Dies trotz Warnung. Warnung vor den Kosten, die damit verbunden sind, Warnung vor dem personellen Aufwand und vor allem vor der Tatsache, dass es - auch wenn die Unterschriften zusammen kommen, es einige Jahre geht, bis so eine Initiative zur Abstimmung kommt. Bis dahin stehen aber alle Antennen.

Wer schon einmal bei einer solchen Initiative mitgemacht hat (Beispiel Kaiseraugst), bekommt eine Ahnung davon, mit welchen Schwierigkeiten so etwas verbunden ist.

Im konkreten Fall (Mobilfunk) scheiterte trotz gutem Willen der Beteiligten die Initiative am Geld, an der ungenügenden Zahl von Personal und leider an der mangelnden Unterstützung durch die Politik. Mit dem Sammeln der Unterschriften ist es nämlich nicht getan, die müssen dann ja alle beglaubigt werden, was sehr zeitraubend ist und mit vielen Schwierigkeiten versehen.

Evi

Re: Volksinitiative

Verfasst: 4. September 2005 10:40
von Hans-U. Jakob
Lieber Antihandy
Lesen sie dazu http://www.gigaherz.ch/935
"Vollzug einer Volksinitiative wird 30 Jahre lang verhindert."
Den Gefallen tun wir den Mobilfunkbetreibern nicht, dass wir unsere gesamten finanziellen und personellen Ressourcen über Monate und Jahre hinweg in eine Volksintiative stecken, die dann 30 Jahre lang schubladisiert wird.
Da müssen wir mit unserem Geld und unserer Zeit wesentlich schlauer und sinnvoller umgehen. ZB. mit parlamentarischen Vorstössen in Gemeinde- und Kantonsparlamenten. Die kosten uns kein Geld, sehr wenig Arbeit und bergen ebensoviel politischen Zündstoff.
Denken Sie daran, wir leben längst nicht mehr in einer Demokratie. Das ist vorbei und heisst heute bestenfalls noch Demoktatur. Eine Mischung aus einstiger Demokratie und neuzeitlicher (Wirtschafts-)Diktatur.
Hans- U. Jakob