Seite 1 von 1
Nachtruhestörung
Verfasst: 25. September 2005 07:16
von Mungg
Hallo
Weil die Gemeinden bezüglich Bau von neuen Mobilfunkantennen soviel wie null rechtliche Handhabung haben, habe ich mir Gedanken gemacht, ob es möglich wäre, die Mobilfunkantennen nur mit der Auflage zu bewilligen, dass sie während der Nachtruhe von 22 bis 5 Uhr abgeschaltet werden. Die Einhaltung der Nachtruhe fällt ja in die Obrigkeit der Gemeinden. Da ich aber noch nicht soviel Ahnung vom Ganzen habe, frage ich mich, ob das den Betroffenen Sensiblen überhaupt etwas Leidensdruck nehmen würde. Was meint ihr dazu? Sind meine Gedanken zu abstrakt oder naiv?
LG, Mungg
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 25. September 2005 11:39
von Hans-U. Jakob
Der Vorschlag ist sicher gut gemeint aber:
Nach Dr. Lebrecht von Klitzing dauert es nach einer Strahlendusche 36 Stunden, bis sich die Hirnströme wieder vollständig beruhigt haben.
Die Mobilfunkantennen müssten deshalb dauernd abgeschaltet, oder viel besser noch, abgebrochen werden.
Hans-U. Jakob
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 25. September 2005 13:41
von Mungg
Danke mal vorerst für Ihre Antwort. Die Forderung nach komplettem Abstellen oder Abreissen der Antennen würde eine entsprechende Gesetzgebung verlangen. Auf die Vernunft der Leute können wir ja nicht zählen. Gesetze zu ändern dauert aber zu lange, auch wenn wir noch heute damit beginnen würden. Bestehende Gesetze und Verordnungen könnten wir sofort nutzen. Wenn es 36 Stunden dauert, bis sich die Hirnströme beruhigen, dann wären täglich 7 Stunden Strahlenpause während der Schlafenszeit vielleicht schon mal besser, als 24 Stunden unter Dauerbeschuss zu stehen. Wurden schon mal Versuche durchgeführt, wo die Antennen über Nacht abgeschaltet wurden? Wenn ja, wie hat sich das auf die Beschwerden wie z.B. Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, psychische Manifestationen etc. auf die Betroffenen Anwohner ausgewirkt?
LG, Mungg
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 25. September 2005 16:59
von sibylle gabriel
Ich bin sicher, dass Strahlenpause während der Nacht ein guter Anfang wäre. Ich habe dies bei uns auch vorgeschlagen. Damit könnte man auch bewirken, dass mehr Menschen anfangen sich überhaupt mit diesem Thema zu beschäftigen.
Sibylle
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 25. September 2005 18:31
von gesuana
Hallo zusammen
Zu Strahlenpausen werden die noch nie und nimmer bereit sein, das wäre ein viel zu grosses Zugeständnis , meint ihr nicht ? - Entweder die Sache IST gesundheitsbeeinträchtigend für einen Grossteil der Menschen oder sie ist es NICHT. - Da gibt es kein halb-halb , kein sowohl als auch, und das wissen die Verantwortlichen genau !!! -Deshalb vertreten sie auf Biegen und Brechen ein NEIN . Die dürfen keinen Millimeter nachgeben, sonst würde der Druck der Bevölkerung niemals mehr aufhören.
Strahlen sind doch laut Gesetz GAR NICHT spürbar , das ist nicht wie mit dem Lärm oder dem Rauch . - Wenn sie könnten , die Politiker und Industriellen , würden sie alle Messgeräte für den Normalverbraucher vom Markt nehmen und Ausmessungen verbieten , damit ihre Schwindelei noch perfekter wirkt.-
Aber natürlich , ja , ich fände die nächtliche Ausschaltung auch eine gute Idee. Obwohl es zweifelhaft ist, ob in diesen 7 Stunden Unterbruch der Unterschied von den Leuten gefühlt würde , der Abbau von 17 Stunden Strahlung täglich dauert länger . Unsere Körper würden den Unterschied sehr wohl registrieren, das Bewusstsein aber nicht, weil der Körper immer verzögert auf Be- und vor allem Entlastung reagiert.- - Ich denk , wir müssen einfach warten , bis das Fass überläuft.
grüsse gesuana
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 25. September 2005 20:22
von Mungg
Ob die zu Strahlenpausen bereit sind oder nicht bräuchte uns kaum zu interessieren, wenn sie vor dem Bau die Auflage bekommen, dass sie die Antennen in der Nacht abschalten müssen. Ich mach mir einfach Sorgen. Eine neue Antenne, keine 50 Meter von meiner Wohnung ist geplant. Wir werden Einsprache machen, aber die Antenne wird früher oder später kommen. Dabei gehöre ich glücklicherweise nicht zu den Hochsensiblen, musste aber merken, dass mein DECT-Telefon, welches ich demontiert habe, offensichtlich meinen Schlaf massiv gestört hat.
Wenn nun mehrere Anwohner einer Mobilfunkantenne mit Schlafstörungen Beschwerde bei der Gemeinde wegen Nachtruhestörung einreichen, was würde da geschehen? Hätten sie die rechtlichen Grundlagen, den Betrieb der Antennen in der Nacht zu verbieten? Zumal Nachts der Bedarf an Abdeckung massiv abnimmt, mal ganz davon abgesehen, dass unsere Gemeinde netzmässig bereits gut abgedeckt ist, was bei der Bewilligung einer neuen Antenne leider kein Argument ist, die Baubewilligung NICHT zu erteilen.
LG, Mungg
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 26. September 2005 16:52
von Hans-U. Jakob
In der Nacht läuft auf jeder Antenne immer noch der Organisationskanal BCCH, auch wenn sonst gar nicht mehr telefoniert wird. Dieser macht Feldstärkemässig, in V/m gemessen, immer noch mindestens die Hälfte der Spitzenlast aus, die tagsüber anfallen kann. Wenn sie eine Aufzeichnung mit Spektrum-Analysator möchten, kann ich Ihnen diese gerne zumailen.
Hans-U. Jakob
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 26. September 2005 18:30
von M. Hahn
Herr Jakob,
wo hat v. Klitzing über diesen 36-Stunden-Effekt berichtet?
Wo kann man es nachlesen?
M. Hahn
"Nach Dr. Lebrecht von Klitzing dauert es nach einer Strahlendusche 36 Stunden, bis sich die Hirnströme wieder vollständig beruhigt haben."
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 26. September 2005 19:55
von Gigaherz
Man geht in einen seiner Vorträge, wo er darüber spricht und es ganz viele Leute hören können (konnten). Oder man fragt ihn selbst, ob und wo er es niedergeschrieben hat, statt Leute, die mit viel Arbeit befrachtet (überlastet) sind, dauernd auf Trab zu halten.
Gigaherz
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 26. September 2005 22:19
von charles claessens
Hallo,
betr. Erfahrung dr. von Klitzing.
Ich hatte mal eine Diskussion mit einem neurologen im krankenhaus der von meinem Sohn ein EEg gemacht hat.
Ich erzählte ihm, das dr. von Klitzing vor vielen Jahren gestellt hat, dass wenn Kinder nur 2 Minuten mit ihr Handy telefonieren, dass das EEG für zwei Stunden gestört sei.
All seine Patienten kommen mit Handy plappernd an die Tür, schalten es da ab, und lassen ein EEG machen.
Das ist doch reiner Blödsinn.
Ich sagt ihm dass wenn ich Neurologe wäre, ich meine Patienten verbieten würde 4 Stunden vorher kein Handy an zu fassen.
Und die Antennen aufs Dach des Krankenhaus ab zu schalten, aber diese permanent.
Ja, Sie kennen die Antwort. Auch Neurologen haben gerne viele Patienten.
Charles Claessens
Re: Nachtruhestörung
Verfasst: 27. September 2005 05:37
von Mungg
Danke Herr Jakob, für Ihr Angebot. Ich werde gerne darauf zurückkommen. Obwohl, zur Zeit habe ich keine Ahnung, was ein Spektrum-Analysator ist. Das kann ich aber rausfinden.