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Aerzte kennen die Gefahr

Verfasst: 11. Oktober 2005 13:12
von Elisabeth Buchs
Ich habe mich gefreut, was im heutigen Saldo vom 12. Oktober steht:

Da wird die BAG-Studie (siehe Beitrag auf der Gigaherz-Hauptseite http://www.gigaherz.ch/951, Götterdämmerung) vorgestellt.

"Sieben von zehn Aerzten haben Patienten, die über Beschwerden durch Elektrosmog klagen. Jetzt ist es amtlich: Laut eine Studie des Bundesamtes für Gesundheit hat die Mehrheit der Schweizer Aerzte Patienten, die an den Folgen des Elektrosmogs leiden. "

Im Artikel stehen so gute Sätze wie: "Zwar gibt es bereits die Beratungsstelle Mobilkommunikation und Gesundheit. Doch sie wird von Mobilfunkanbietern finanziert: von unabhängiger Beratung keine Spur."

"Taten fordert auch Hans Ulrich Jakob, Präsident der Elektrosmog-Betroffenen-Vereinigung Gigaherz. Er verlangt, dass das Bundesamt "nach den eindeutigen Resultaten der BAG-Aerztestudie jetzt Elektrosmog in den Diagnosekatalog für Aerzte aufnimmt. Erst dann würden die Haftpflichtversicherungen die Krankheitssymptome anerkennen. Und die Geschädigten würden nicht mehr auf verlorenem Posten kämpfen."

"Das BAG teilt mit, man werde das Thema Elektrosmog mit den vorhandenen Resourcen an die Hand nehmen. Und Werner Zeltner schränkt noch weiter ein: es kommen immer mehr Probleme auf die Gesellschaft zu. Das BAG leidet unter Personalmangel und kann diese gestiegenen Erwartungen nicht erfüllen. (Aus sehr direkter Insiderinformation weiss ich, wie gewisse vorhandene Personen im BAG denken und dass man von denen bezüglich Elektrosmog nicht viel zu erwarten hat). Diese Haltung dürfte jene 43 Prozent der befragten Aerzte in ihrer Ansicht bestärken, die bereits heute finden, dass die Behörden nicht genug unternehmen, um die Bevölkerung vor Elektrosmog zu schützen."

Während die Mobilfunkgegner in unserem nördlichen Nachbarland zur Zeit nach dem gescheiterten, aber auch sonst nicht besonders tauglichen Volksbegehren und der Repacholi-Petition etwas die Köpfe hangen lassen und Standortbestimmungen durchführen, bewegt sich in der Schweiz einiges. Repacholi und andere Gremien bestreiten zwar den Zusammenhang von gesundheitlichen Beschwerden mit Elektrosmog, doch der Widerstand auf die Behörden wächst von der Basis her. Viele Leute lesen Saldo, K-Tipp, Gesundheitstipp und Beobachter. Es gibt viele Besorgte, die zwar u.U. ein Handy für kurze Gespräche nutzen, jedoch gegen jeglichen Ausbau mit UMTS (und WiMAX) sind. Gigaherz vereint die verschiedenen Widerstandsgruppen und bleibt dran. Wenn David seine Steinschleuder gegen Goliath vorzeitig hätte fallen lassen, hätte er ihn nicht besiegen können.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Nicht alle: Pychiatrisierung von Patienten

Verfasst: 13. Oktober 2005 06:54
von Elisabeth Buchs
Als meine Kollegin kürzlich wegen unerträglichen gesundheitlichen Beschwerden und Schmerzen seit längerer Zeit wieder einmal die Notfallstation eines Spitals aufsuchte, ist sie dort an Aerzte der übleren Sorte geraten, die sagten, ob sie schon mal bei einem Psychiater gewesen sei und von Mobilfunk würden sie nichts verstehen.

Wir Elektrosensiblen sollten uns solches auf keinen Fall mehr bieten lassen und uns mit allem, was möglich ist, dagegen wehren. Wenn nötig auch per Anwalt mit Klage wegen Ehrbeleidigung und allfälligem Gutachten eines eigenen Psychiaters. Wo bleiben eigentlich die Psychiater, die sich mit Elektrosmog-Problematik befassen, und an die man sich diesbezüglich wenden und Vertrauen haben könnte? Ich kenne einen Fall, wo Junge ihre Eltern wegen Elektrosensibilität aus finanziellen Gründen entmündigen wollten, die von einem Psychiater dann als zurechnungsfähig eingestuft wurden, obschon die Eltern recht bekommen haben, ist diese Familie nun zerstört. Nicht dass nicht jeder irgendwo ne Macke hätte, aber hier geht es um viel mehr. Da Elektrosmog auf das Nervensystem einwirkt, sind die Symptome von Stress und Angst den Elektrosmog-Symptomen ähnlich und wer dauernd Schmerzen hat kann schon fast durchdrehen. So wird es schwierig, als Betroffene gegen diese Waffe der Gegenseite, die von höchster Seite gefördert wird anzugehen. Aufpassen sollte man, wenn sich Elektrosensible für Studien melden, aber auch bei Fragebogen und Meldestellen, da wird oft versucht, die Psychoschiene einzubeziehen. Die Elektrosensiblen sollen zusätzlich zur gesundheitlichen Schädigung durch den massiven Ausbau der Drahtlostechnologien" entmenschlicht" und entrechtet werden, dass ihnen niemand glaubt und sie auch sozial isoliert sind - für den ungehinderten Ausbau dieser Technologien, denn es geht um Milliarden. Elektrosensible sind oft feinfühlige Menschen, die korrekt leben und niemandem was zuleide tun. Fast würde es manchmal den Anschein machen, als ob böse und grobe Leute die Strahlung besser vertragen. Es ist wichtig, dass die Elektrosensiblen sich outen und zusammenhalten, denn je mehr Betroffene desto schwieriger uns alle für verrückt zu erklären.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Nicht alle: Pychiatrisierung von Patienten

Verfasst: 13. Oktober 2005 13:52
von gesuana
Liebe Frau Buchs
Sie versuchen und versuchen es immer wieder , uns für abartig zu erklären , mich beeindruckt dies null und nichts , doch wie Sie sagen , es sind die feinfühligen Menschen, die am meisten vom unsäglichen Smog betroffen sind, es sind DIE Leute, die auch sonst schneller was wahrnehmen und sich auf die Umwelt einstimmen , mitschwingen , nicht die groben, die auch sonst nicht allzu viel von ihrer Um- und Aussenwelt mitbekommen.- Mein Kollegenkreis besteht aus vielen solchen Leuten und einige von ihnen stellen sich die letzte Zeit genau diese Frage : "ICH weiss, dass mit mir psychisch alles in Ordung ist, doch ich fühl mich krank , körperlich und psychisch." - Wenn man die Ursache nicht kennt, ja , da wird jeder früher oder später verrückt , fast jeder , der noch fühlt .
Ich wollte letzthin im Swisscom - Shop in Buchs (SG) eine Information bezüglich unseres gemieteten ecomode- dects . - Es war bei meiner telefonischen Anfrage Mittag und zwei Angestellte im Geschäft, und ich traute wieder mal meinen Ohren nicht , was ich da zu hören bekam.
(Als ich vor Monaten vorbeischaute wurde ich , im Gegensatz zu der Filiale in Chur , kompetent über die Funktion des ecomode beraten, was mich sehr freute .) Dieses Mal aber wieder das alte Spiel , das wir alle schon so gut kennen , mein Gesprächspartner im Swisscomshop : " Dieses Gerät haben wir nicht mehr im shop .Punkt" ( ich : Ich weiss, es ist wegen der grossen Nachfrage erst wieder in Produktion . Ist das meine Aufgabe ?) - er : " Ich und mein Mitarbeiter wissen beide nichts von einer ecomode - Funktion, die gibt es gar nicht . Punkt. ( ist sie wohl so dämlich und nimmt mir das ab ??) (ich: Hören Sie , gibt es keinen Mitarbeiter, der mir über das von Ihnen vermietete Telefon eine Auskunft geben kann , nehmen Sie doch bitte mal die Gebrauchsanleitung zur Hand . Danke.) - er: " Ich kann in dieser Anleitung nichts über eine Abschaltfunktion finden ( Welch Wunder, ich musste ihm noch fast die Seitenzahl in der Anleitung bekannt geben , bin ich der Berater , oder Sie ), tut mir leid, erkundigen Sie sich doch bei Tel.service 0800800... " - SO geht das, ohne mit der Wimper zu zucken, mir verschlug es wieder mal die Sprache.
gesuana