Antwort Bundesregierung auf Anfrage Die Linke
Verfasst: 4. August 2008 13:09
...
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
der Abgeordneten Lutz Heilmann, Karin Binder, Hans-Kurt Hill
und der Fraktion DIE LINKE.
- Drucksache 16/10017 -
Auswirkungen drahtloser Kommunikationstechnologien auf Tiere und Pflanzen
Vorbemerkung der Fragesteller:
Eine Möglichkeit, die Wirkungen von Mobilfunkstrahlung zu untersuchen, ohne auf Menschen
zurückgreifen zu müssen, ist die Beobachtung der Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere.
Eine Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung auf Pflanzen wird bislang überwiegend
bestritten und es werden international kaum Forschungsvorhaben auf diesem Gebiet
durchgeführt.
Seit mehreren Jahren werden in vielen europäischen Städten unerklärliche, erhebliche Vitalitätsverluste
bei vielen Baumarten festgestellt. Dr. Volker Schorpp stellte den Verdacht auf
Baumschäden durch Hochfrequenzexposition an Hand von Fotodokumentationen auf einem
Fachgespräch des Bundesamtes für Strahlenschutz am 02. August 2006 vor (Protokoll_
FGesprBfSAerzte.pdf unter www.bfs.de).
Neben einer Reihe von Fallbeschreibungen bei Milchrindern, Schweinen und Geflügel gibt
die bayerische Rinderstudie (Löscher/Käs 1998) Anlass zur Besorgnis, die erhebliche Unterschiede
zwischen hoch und niedrig exponierten Betrieben zeigte, u.a. Auszehrung, sowie
spontane Fehl- und Totgeburten und eine Erhöhung von Missgeburten sowie Verhaltensänderungen,
die zu einem Rückgang der Milchleistung führten.
1. Welche Studien hat die Bundesregierung zur Auswirkung elektromagnetischer Strahlung
auf die belebte Umwelt bislang veranlasst und welche sind davon bislang abgeschlossen?
Die Bundesregierung hat im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms keine
Studien zu Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die belebte Umwelt
veranlasst.
2. Beabsichtigt die Bundesregierung, weitere Studien und Untersuchungen zu den Auswirkungen
von elektromagnetischen Feldern auf die belebte Umwelt zu veranlassen?
Wenn ja welche?
Wenn nein, warum nicht?
Nein, für die Bundesregierung besitzt die Klärung von Fragen der gesundheitlichen Risiken
des Menschen höchste Priorität. Der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand im Bereich der
belebten Umwelt hat bisher keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise auf eine Gefährdung
erbracht; dazu wird auf die Antwort zu Frage 3 verwiesen.
3. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über Auswirkungen von elektromagnetischer
Strahlung auf Nutztiere, Haustiere, Wildtiere, Vögel, Bienen und Insekten
sowie Pflanzen vor?
Der Bundesregierung liegen eine große Anzahl von Studien zu einigen der genannten Tiergruppen
vor.
1. Nutztiere: Im Rahmen des Forschungsvorhabens "Untersuchungen zum Einfluss
elektromagnetischer Felder von Mobilfunkanlagen auf Gesundheit, Leistung und
Verhalten von Rindern" wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für
Landesentwicklung und Umweltfragen in den Jahren 1998 bis 2000 eine Untersuchung
in 38 landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern und Hessen durchgeführt
(„Bayerische Rinderstudie“). In Bezug auf Milchleistung, Fruchtbarkeit und
Schlafhormonausschüttung waren bei allen untersuchten Rinderherden keine Auffälligkeiten
durch den Einfluss von Mobilfunk erkennbar. Fehlbildungen waren vor
allem auf das Auftreten einer Viruserkrankung (Bovine Virusdiarrhoe) zurückzuführen.
Für Stresssymptome aufgrund von Mobilfunkeinwirkungen gab es keine
statistisch abgesicherten Hinweise. Beim Wiederkauverhalten und Liegeverhalten
zeigten sich Auffälligkeiten, die aber nicht eindeutig auf die Exposition zurückführbar
waren. Eine Gefährdung durch Mobilfunk wurde durch diese und weitere
Studien nicht wissenschaftlich belegt.
2. Vögel: In der Schweiz wurde 1999 um den Kurzwellensender Schwarzenburg eine
Studie zur Orientierung von Brieftauben durchgeführt. Alle Tauben konnten sich
einwandfrei orientieren, brauchten aber bei eingeschaltetem Sender geringfügig
länger und änderten ihre Flughöhe. Eine Gefährdung der Vogelbestände ist nicht
erkennbar.
In weiteren Studien wurde die Embryonalentwicklung von Küken unter Exposition
untersucht. In einem Teil der Versuche war die Mortalität der Embryonen unter
Exposition erhöht. Wiederholungsversuche konnten diesen Effekt allerdings nicht
bestätigen. Bei Untersuchungen an Labornagern zeigte sich über mehrere Generationen
hinweg kein Einfluss einer Exposition auf die Embryonalentwicklung. Insgesamt
betrachtet ist aus den vorliegen Studien für Vögel und Säugetiere keine Gefährdung
im Hinblick auf die Embryonalentwicklung ableitbar.
3. Bienen: Es ist bekannt, dass sich Bienen nach dem Erdmagnetfeld orientieren können.
In einer bisher nicht veröffentlichten Studie der Universität Koblenz wurde das
Rückkehrverhalten von Bienen unter Exposition untersucht. Es zeigte sich kein statistisch
nachweisbar geändertes Rückkehrverhalten. Eine signifikante Störung der
Orientierung von Bienen durch hochfrequente elektromagnetische Felder kann
durch diese Studie verneint werden.
4. Andere Insekten: Der Bundesregierung sind keine Studien zum Einfluss elektromagnetischer
Felder des Mobilfunks auf frei lebende Insekten bekannt. Unter Laborbedingungen
wurden bei Insekten, hier der Fruchtfliege Drosophila, vereinzelt
Effekte jedoch nur bei sehr hohen Feldstärken beschrieben. Im zugänglichen Bereich
von Basisstationen und Sendeanlagen sind diese Feldstärken ausgeschlossen.
Eine Schädigung von Insektenpopulationen in der Umwelt infolge von elektromagnetischen
Feldern des Mobilfunks ist nicht zu erwarten.
5. Pflanzen: Zu diesem Thema liegen einige Studien vor, die sich mit möglichen negativen
Effekten auf Waldbäume befassen. In den meisten Studien wurden keine
Einflüsse auf das Pflanzenwachstum festgestellt. Bei einer Studie in Litauen wurde
von einer Verminderung des Dickenwachstums in Kiefern berichtet. Das Wachstum
von Flechten, die sensible Indikatoren für Umweltstress sind, wurde durch Expositionen
mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden
Grenzwerte nicht beeinflusst.
4. Werden Fälle von negativen Auswirkungen auf Leistung, Gesundheit und Verhalten
landwirtschaftlicher Nutztiere erfasst?
Wenn nein, warum nicht?
Wenn ja, wo können sich betroffene Landwirte melden?
Nein. Der Bundesregierung liegen keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise auf einen Zusammenhang
zwischen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und negativen Wirkungen
bei landwirtschaftlichen Nutztieren vor.
5. Ist die Bundesregierung bereit, eine Nachfolgestudie zur bayerischen Rinderstudie zu
finanzieren?
Wenn nein, warum nicht?
Nein, die Bundesregierung beabsichtigt nicht, eine Nachfolgestudie zur Bayerischen Rinderstudie
zu finanzieren. Eine derartige Studie war ursprünglich im Rahmen des Deutschen Mobilfunk
Forschungsprogramm geplant, erhielt aber beim Fachgespräch des Bundesamts für
Strahlenschutz in 2003 im Rahmen der öffentlichen Diskussion zur Wichtigkeit der vorgeschlagenen
Forschungsvorhaben eine niedrige Priorität und wurde aus diesem Grund nicht
durchgeführt. Die in Bayern und Hessen durchgeführten Untersuchungen an Rindern haben
aus verschiedenen Gründen (u. a. Überlagerung mit Virusinfektion und grundlegende Fehler
beim Versuchsdesign) keine wissenschaftlich belastbaren Ergebnisse erbracht.
6. Welche Konsequenzen hat die Bundesregierung aus dem Fachgespräch am 2. August
2006 über den Verdacht auf mögliche Pflanzenschäden gezogen?
Der Schwerpunkt des Fachgesprächs des Bundesamts für Strahlenschutz am 2. August 2006
waren medizinische Fallbeschreibungen zu einem möglichen Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer
Felder des Mobilfunks auf den Gesundheitszustand von Menschen. Ergebnisse
sind veröffentlicht unter http://www.emfforschungsprogramm.
de/veranstaltungen/protokoll_fallbeispiele_111206.html. Die Frage einer
Schädigung von Bäumen wurde außerhalb der Tagesordnung des Fachgesprächs angesprochen.
Ein kausaler Zusammenhang der gezeigten Bilder über geschädigte Pflanzen mit
der Nähe zu Mobilfunk-Basisstationen ist aus den Darstellungen nicht ableitbar.
7. Ist die Bundesregierung bereit, auffällige Beobachtungen an Tieren und Pflanzen, die
in Zusammenhang stehen mit Mobilfunk, mindestens jährlich zu veröffentlichen, um
die Bevölkerung zu sensibilisieren?
Auffälligkeiten an Tieren und Pflanzen werden zwar häufig im Zusammenhang mit Mobilfunk
postuliert. Der Nachweis eines kausalen Zusammenhangs ist mit wissenschaftlichen Methoden
nicht erbracht. Daher ist seitens der Bundesregierung auch keine Veröffentlichung
erfolgt oder geplant.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
der Abgeordneten Lutz Heilmann, Karin Binder, Hans-Kurt Hill
und der Fraktion DIE LINKE.
- Drucksache 16/10017 -
Auswirkungen drahtloser Kommunikationstechnologien auf Tiere und Pflanzen
Vorbemerkung der Fragesteller:
Eine Möglichkeit, die Wirkungen von Mobilfunkstrahlung zu untersuchen, ohne auf Menschen
zurückgreifen zu müssen, ist die Beobachtung der Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere.
Eine Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung auf Pflanzen wird bislang überwiegend
bestritten und es werden international kaum Forschungsvorhaben auf diesem Gebiet
durchgeführt.
Seit mehreren Jahren werden in vielen europäischen Städten unerklärliche, erhebliche Vitalitätsverluste
bei vielen Baumarten festgestellt. Dr. Volker Schorpp stellte den Verdacht auf
Baumschäden durch Hochfrequenzexposition an Hand von Fotodokumentationen auf einem
Fachgespräch des Bundesamtes für Strahlenschutz am 02. August 2006 vor (Protokoll_
FGesprBfSAerzte.pdf unter www.bfs.de).
Neben einer Reihe von Fallbeschreibungen bei Milchrindern, Schweinen und Geflügel gibt
die bayerische Rinderstudie (Löscher/Käs 1998) Anlass zur Besorgnis, die erhebliche Unterschiede
zwischen hoch und niedrig exponierten Betrieben zeigte, u.a. Auszehrung, sowie
spontane Fehl- und Totgeburten und eine Erhöhung von Missgeburten sowie Verhaltensänderungen,
die zu einem Rückgang der Milchleistung führten.
1. Welche Studien hat die Bundesregierung zur Auswirkung elektromagnetischer Strahlung
auf die belebte Umwelt bislang veranlasst und welche sind davon bislang abgeschlossen?
Die Bundesregierung hat im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms keine
Studien zu Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die belebte Umwelt
veranlasst.
2. Beabsichtigt die Bundesregierung, weitere Studien und Untersuchungen zu den Auswirkungen
von elektromagnetischen Feldern auf die belebte Umwelt zu veranlassen?
Wenn ja welche?
Wenn nein, warum nicht?
Nein, für die Bundesregierung besitzt die Klärung von Fragen der gesundheitlichen Risiken
des Menschen höchste Priorität. Der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand im Bereich der
belebten Umwelt hat bisher keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise auf eine Gefährdung
erbracht; dazu wird auf die Antwort zu Frage 3 verwiesen.
3. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über Auswirkungen von elektromagnetischer
Strahlung auf Nutztiere, Haustiere, Wildtiere, Vögel, Bienen und Insekten
sowie Pflanzen vor?
Der Bundesregierung liegen eine große Anzahl von Studien zu einigen der genannten Tiergruppen
vor.
1. Nutztiere: Im Rahmen des Forschungsvorhabens "Untersuchungen zum Einfluss
elektromagnetischer Felder von Mobilfunkanlagen auf Gesundheit, Leistung und
Verhalten von Rindern" wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für
Landesentwicklung und Umweltfragen in den Jahren 1998 bis 2000 eine Untersuchung
in 38 landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern und Hessen durchgeführt
(„Bayerische Rinderstudie“). In Bezug auf Milchleistung, Fruchtbarkeit und
Schlafhormonausschüttung waren bei allen untersuchten Rinderherden keine Auffälligkeiten
durch den Einfluss von Mobilfunk erkennbar. Fehlbildungen waren vor
allem auf das Auftreten einer Viruserkrankung (Bovine Virusdiarrhoe) zurückzuführen.
Für Stresssymptome aufgrund von Mobilfunkeinwirkungen gab es keine
statistisch abgesicherten Hinweise. Beim Wiederkauverhalten und Liegeverhalten
zeigten sich Auffälligkeiten, die aber nicht eindeutig auf die Exposition zurückführbar
waren. Eine Gefährdung durch Mobilfunk wurde durch diese und weitere
Studien nicht wissenschaftlich belegt.
2. Vögel: In der Schweiz wurde 1999 um den Kurzwellensender Schwarzenburg eine
Studie zur Orientierung von Brieftauben durchgeführt. Alle Tauben konnten sich
einwandfrei orientieren, brauchten aber bei eingeschaltetem Sender geringfügig
länger und änderten ihre Flughöhe. Eine Gefährdung der Vogelbestände ist nicht
erkennbar.
In weiteren Studien wurde die Embryonalentwicklung von Küken unter Exposition
untersucht. In einem Teil der Versuche war die Mortalität der Embryonen unter
Exposition erhöht. Wiederholungsversuche konnten diesen Effekt allerdings nicht
bestätigen. Bei Untersuchungen an Labornagern zeigte sich über mehrere Generationen
hinweg kein Einfluss einer Exposition auf die Embryonalentwicklung. Insgesamt
betrachtet ist aus den vorliegen Studien für Vögel und Säugetiere keine Gefährdung
im Hinblick auf die Embryonalentwicklung ableitbar.
3. Bienen: Es ist bekannt, dass sich Bienen nach dem Erdmagnetfeld orientieren können.
In einer bisher nicht veröffentlichten Studie der Universität Koblenz wurde das
Rückkehrverhalten von Bienen unter Exposition untersucht. Es zeigte sich kein statistisch
nachweisbar geändertes Rückkehrverhalten. Eine signifikante Störung der
Orientierung von Bienen durch hochfrequente elektromagnetische Felder kann
durch diese Studie verneint werden.
4. Andere Insekten: Der Bundesregierung sind keine Studien zum Einfluss elektromagnetischer
Felder des Mobilfunks auf frei lebende Insekten bekannt. Unter Laborbedingungen
wurden bei Insekten, hier der Fruchtfliege Drosophila, vereinzelt
Effekte jedoch nur bei sehr hohen Feldstärken beschrieben. Im zugänglichen Bereich
von Basisstationen und Sendeanlagen sind diese Feldstärken ausgeschlossen.
Eine Schädigung von Insektenpopulationen in der Umwelt infolge von elektromagnetischen
Feldern des Mobilfunks ist nicht zu erwarten.
5. Pflanzen: Zu diesem Thema liegen einige Studien vor, die sich mit möglichen negativen
Effekten auf Waldbäume befassen. In den meisten Studien wurden keine
Einflüsse auf das Pflanzenwachstum festgestellt. Bei einer Studie in Litauen wurde
von einer Verminderung des Dickenwachstums in Kiefern berichtet. Das Wachstum
von Flechten, die sensible Indikatoren für Umweltstress sind, wurde durch Expositionen
mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden
Grenzwerte nicht beeinflusst.
4. Werden Fälle von negativen Auswirkungen auf Leistung, Gesundheit und Verhalten
landwirtschaftlicher Nutztiere erfasst?
Wenn nein, warum nicht?
Wenn ja, wo können sich betroffene Landwirte melden?
Nein. Der Bundesregierung liegen keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise auf einen Zusammenhang
zwischen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und negativen Wirkungen
bei landwirtschaftlichen Nutztieren vor.
5. Ist die Bundesregierung bereit, eine Nachfolgestudie zur bayerischen Rinderstudie zu
finanzieren?
Wenn nein, warum nicht?
Nein, die Bundesregierung beabsichtigt nicht, eine Nachfolgestudie zur Bayerischen Rinderstudie
zu finanzieren. Eine derartige Studie war ursprünglich im Rahmen des Deutschen Mobilfunk
Forschungsprogramm geplant, erhielt aber beim Fachgespräch des Bundesamts für
Strahlenschutz in 2003 im Rahmen der öffentlichen Diskussion zur Wichtigkeit der vorgeschlagenen
Forschungsvorhaben eine niedrige Priorität und wurde aus diesem Grund nicht
durchgeführt. Die in Bayern und Hessen durchgeführten Untersuchungen an Rindern haben
aus verschiedenen Gründen (u. a. Überlagerung mit Virusinfektion und grundlegende Fehler
beim Versuchsdesign) keine wissenschaftlich belastbaren Ergebnisse erbracht.
6. Welche Konsequenzen hat die Bundesregierung aus dem Fachgespräch am 2. August
2006 über den Verdacht auf mögliche Pflanzenschäden gezogen?
Der Schwerpunkt des Fachgesprächs des Bundesamts für Strahlenschutz am 2. August 2006
waren medizinische Fallbeschreibungen zu einem möglichen Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer
Felder des Mobilfunks auf den Gesundheitszustand von Menschen. Ergebnisse
sind veröffentlicht unter http://www.emfforschungsprogramm.
de/veranstaltungen/protokoll_fallbeispiele_111206.html. Die Frage einer
Schädigung von Bäumen wurde außerhalb der Tagesordnung des Fachgesprächs angesprochen.
Ein kausaler Zusammenhang der gezeigten Bilder über geschädigte Pflanzen mit
der Nähe zu Mobilfunk-Basisstationen ist aus den Darstellungen nicht ableitbar.
7. Ist die Bundesregierung bereit, auffällige Beobachtungen an Tieren und Pflanzen, die
in Zusammenhang stehen mit Mobilfunk, mindestens jährlich zu veröffentlichen, um
die Bevölkerung zu sensibilisieren?
Auffälligkeiten an Tieren und Pflanzen werden zwar häufig im Zusammenhang mit Mobilfunk
postuliert. Der Nachweis eines kausalen Zusammenhangs ist mit wissenschaftlichen Methoden
nicht erbracht. Daher ist seitens der Bundesregierung auch keine Veröffentlichung
erfolgt oder geplant.