Marginalisierungsmedizin
Verfasst: 7. August 2008 09:15
Unsere liebe Frau Dr. Moser vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zog aus den Studien zu „Akuten Wirkungen“ des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) an der Abschlussveranstaltung vom Juni 2008 in Berlin nicht nur den scheinlogischen Schluss, dass die bei „ES“ Personen (wohl gerechtfertigte) Besorgnis zu elektromagnetischen Feldern (EMF) sie zu „ES“ mache, sondern auch antizipierte, bloss erwartete Strahlung, welche wiederum Besorgnis fördere. Für diese Aussagen verwendete sie das Logo des Bundes samt Schweizerwappen, im Foliensatz Seite 29 , http://www.emf-forschungsprogramm.de/ab ... _Moser.pdf
Ob sie für diese Aussage als Nichtmedizinerin überhaupt kompetent ist, lassen wir einmal dahin gestellt. Jedenfalls stützte sie sich dabei auf ein Experiment von Fricks Psychiatrischer Uniklinik in Regensburg, zusammengefasst in Mosers Foliensatz Seiten 18 und 19.
Aus dem Zwischenbericht von 2006, http://www.emf-forschungsprogramm.de/ab ... _Frick.pdf geht das Studiendesign hervor:
Es wurde eine vergleichsweise geringe Zahl von „ES“ Probanden (n=15) zu einem Experiment mit MRI geladen. Bei den Versuchen der Regensburger wurde den „ES“ der Eindruck vermittelt, sie würden von Ärzten ernsthaft untersucht (Zwischenbericht Seite 8, Versuchleiter in weissem Kittel mit Stethoskop). Die „ES“ erhielten anscheinend eine ernsthafte Untersuchung ihrer Reaktionen auf EMF eines Handys im fMRI (functional Magnetic Resonance Imaging). Treuherzig vertrauten die „ES“ dem scheinbaren Helferwillen der Weisskittel, welche ihnen anscheinend eine kostspielige Untersuchung mit fMRI zu den Wirkungen, die EMF in ihrem Hirn auslösen, ermöglichten (Seite 46).
In Wirklichkeit wurden die „ES“ jedoch nur darauf untersucht, ob bestimmte Hirnregionen aktiviert werden, wenn erst die Rede von EMF ist - das angeblich strahlende Handy war nur eine Attrappe. Tatsächlich wurden die Hirnregionen Insel und rACC aktiviert (Seite 49), während dieser Effekt bei der ebenfalls 15 Teilnehmer umfassenden Nicht-„ES“-Kontrollgruppe nicht eintrat (Seite 48).
Diesen Effekt nennt unsere liebe Frau Dr. Moser neuerdings Antizipationseffekt, und schliesst daraus, „ES“ sei nur Einbildung, und habe keinen Zusammenhang mit wirklichen elektromagnetischen Feldern. Sie verschwendet aber keinen Gedanken daran, dass noch vor kurzem der Placebo- bzw. Nocebo-Effekt für „ES“ verantwortlich gemacht wurde. Es wird auch nicht erwogen, dass dieser Effekt dadurch zustande kommt, dass die „ES“ nur allzu oft negative Erfahrungen mit EMF gemacht haben, und dass sich dieses solche in Vorgängen des Gehirns niederschlagen. Bei Menschen, die oft negative Erfahrungen mit bissigen Tieren gemacht haben, beginnt es in den Hirnwindungen auch zu arbeiten, bevor das Tier, das er erst erblickt worden ist, überhaupt zugebissen hat. Für die „ES“ Probandengruppe wurden ausschliesslich „ES“ ausgewählt, welche starke Symptome hatten, was die „Forscher“ eigentlich darauf hätte bringen müssen, dass diese „ES“ eine prägende Vorgeschichte von Begegnungen mit EMF hatten.
Interessanterweise leugnet Moser hier nicht das Bestehen der Symptome bei den „ES“, sondern, sondern gestützt auf diese vorgetäuschte fMRI Untersuchung, nur den Zusammenhang der als solche unbestrittenen Symptome mit echten EMF.
Die Folgerungen von Frau Moser marginalisieren die „ES“, sie werden an den Rand der Gesellschaft, zu den Hypochondern und Spinnern gedrängt, in die Fänge solcher psychiatrischer Unikliniken wie Regensburg, Mainz und Berlin, welche diese Farcen von Versuchen mitmachen, und sich dafür mit Millionen entschädigen lassen, aber auch in die Fänge von Geschäftemachern mit Chips und Harmonisierungsfigürchen.
So lange „ES“ bzw. der Zusammenhang von elektromagnetischen Feldern und den teilweise starken Symptomen auf amtlichem Papier geleugnet wird, so lange werden „ES“ nicht nur an den Rand der Gesellschaft, sondern darüber hinaus gedrängt, in die Wildnis und in tiefe Keller, wo keine EMF hinkommen.
Ob sie für diese Aussage als Nichtmedizinerin überhaupt kompetent ist, lassen wir einmal dahin gestellt. Jedenfalls stützte sie sich dabei auf ein Experiment von Fricks Psychiatrischer Uniklinik in Regensburg, zusammengefasst in Mosers Foliensatz Seiten 18 und 19.
Aus dem Zwischenbericht von 2006, http://www.emf-forschungsprogramm.de/ab ... _Frick.pdf geht das Studiendesign hervor:
Es wurde eine vergleichsweise geringe Zahl von „ES“ Probanden (n=15) zu einem Experiment mit MRI geladen. Bei den Versuchen der Regensburger wurde den „ES“ der Eindruck vermittelt, sie würden von Ärzten ernsthaft untersucht (Zwischenbericht Seite 8, Versuchleiter in weissem Kittel mit Stethoskop). Die „ES“ erhielten anscheinend eine ernsthafte Untersuchung ihrer Reaktionen auf EMF eines Handys im fMRI (functional Magnetic Resonance Imaging). Treuherzig vertrauten die „ES“ dem scheinbaren Helferwillen der Weisskittel, welche ihnen anscheinend eine kostspielige Untersuchung mit fMRI zu den Wirkungen, die EMF in ihrem Hirn auslösen, ermöglichten (Seite 46).
In Wirklichkeit wurden die „ES“ jedoch nur darauf untersucht, ob bestimmte Hirnregionen aktiviert werden, wenn erst die Rede von EMF ist - das angeblich strahlende Handy war nur eine Attrappe. Tatsächlich wurden die Hirnregionen Insel und rACC aktiviert (Seite 49), während dieser Effekt bei der ebenfalls 15 Teilnehmer umfassenden Nicht-„ES“-Kontrollgruppe nicht eintrat (Seite 48).
Diesen Effekt nennt unsere liebe Frau Dr. Moser neuerdings Antizipationseffekt, und schliesst daraus, „ES“ sei nur Einbildung, und habe keinen Zusammenhang mit wirklichen elektromagnetischen Feldern. Sie verschwendet aber keinen Gedanken daran, dass noch vor kurzem der Placebo- bzw. Nocebo-Effekt für „ES“ verantwortlich gemacht wurde. Es wird auch nicht erwogen, dass dieser Effekt dadurch zustande kommt, dass die „ES“ nur allzu oft negative Erfahrungen mit EMF gemacht haben, und dass sich dieses solche in Vorgängen des Gehirns niederschlagen. Bei Menschen, die oft negative Erfahrungen mit bissigen Tieren gemacht haben, beginnt es in den Hirnwindungen auch zu arbeiten, bevor das Tier, das er erst erblickt worden ist, überhaupt zugebissen hat. Für die „ES“ Probandengruppe wurden ausschliesslich „ES“ ausgewählt, welche starke Symptome hatten, was die „Forscher“ eigentlich darauf hätte bringen müssen, dass diese „ES“ eine prägende Vorgeschichte von Begegnungen mit EMF hatten.
Interessanterweise leugnet Moser hier nicht das Bestehen der Symptome bei den „ES“, sondern, sondern gestützt auf diese vorgetäuschte fMRI Untersuchung, nur den Zusammenhang der als solche unbestrittenen Symptome mit echten EMF.
Die Folgerungen von Frau Moser marginalisieren die „ES“, sie werden an den Rand der Gesellschaft, zu den Hypochondern und Spinnern gedrängt, in die Fänge solcher psychiatrischer Unikliniken wie Regensburg, Mainz und Berlin, welche diese Farcen von Versuchen mitmachen, und sich dafür mit Millionen entschädigen lassen, aber auch in die Fänge von Geschäftemachern mit Chips und Harmonisierungsfigürchen.
So lange „ES“ bzw. der Zusammenhang von elektromagnetischen Feldern und den teilweise starken Symptomen auf amtlichem Papier geleugnet wird, so lange werden „ES“ nicht nur an den Rand der Gesellschaft, sondern darüber hinaus gedrängt, in die Wildnis und in tiefe Keller, wo keine EMF hinkommen.