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Beromünster macht endlich Sendeschluss

Verfasst: 14. August 2008 16:49
von Netzschalter
Am Dezember 2008 um 24 Uhr stellt Beromünster nach 77 Jahren seinen Betrieb ein. Der technisch veraltete, 215 Meter hohe Mittelwelle-Sender muss der neuen digitalen Übermittlungstechnik weichen.

Die 1931 in Betrieb genommene Anlage umfasst neben dem Sendemast einen Reservesendeturm und Gebäude für die Technik. Er gehört der Swisscom Broadcast AG und verbreitet auf der Mittelwellefrequenz 531 kHz das volkstümliche Programm «DRS Musikwelle».

Das Ende des Senders hatte sich seit Jahren abgezeichnet. Ursprünglich wollte die SRG SSR den wegen seiner Strahlungen sanierungsbedürftigen Sender bis 2015 nutzen.

Der Kanton Luzern verweigerte 2004 eine Ausnahmebewilligung und verfügte, dass die Anlage bis Ende 2008 saniert oder abgeschaltet werden müsse. Zudem musste die Sendeleistung zurückgefahren werden dank Intervention von Gigaherz http://www.gigaherz.ch/715/586/
[ur]http://www.gigaherz.ch/843/[/url]

Die Bedeutung des Mittelwellen-Radios hatte seit der Einführung der Ultra-Kurzwelle (UKW) kontinuierlich abgenommen. Dazu kamen neue Übertragungsarten per Kabel, Satellit, Internet oder - als Konkurrenz zur UKW - das Digitalradio (DAB).

Auch wenn Beromünster nicht mehr sendet, könne die «DRS Musikwelle» weiterhin über Kabel, Satellit, Internet oder DAB empfangen werden, teilte Schweizer Radio DRS am Mittwoch mit. Die «DRS Musikwelle» bleibe, wie sie sei.

Was mit dem weitherum sichtbaren Sendeturm (der nicht auf dem Gebiet von Beromünster, sondern von Gunzwil steht) passiert, ist unklar. Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) stuft die Anlage als «Denkmal von nationaler Bedeutung» ein, dies bezüglich der Technik- und Sozialgeschichte.

Kantons- und Gemeindebehörden, der Schweizerische Heimatschutz, die Swisscom und weitere Organisationen suchen deshalb nach einer Lösung, wie der Sender in Zukunft genutzt werden könnte.

Die Popularität des Senders rührt daher, dass das Radio früher unter dem Namen «Radio Beromünster» sendete, dies obwohl sich die Studios in Bern, Basel und Zürich befanden. Eine Blütezeit erlebte Beromünster im Zweiten Weltkrieg - der Sender wurde Teil der Deutschschweizer Identität.

Schweizer Radio will das Ende des Senders deshalb in Würde begehen. Am 11. und 12. Oktober steigt beim Landessender ein Fest mit Livesendungen. An den folgenden 77 Tagen wird, bis zur Abschaltung am 28. Dezember, täglich ein Jahr der 77-jährigen Geschichte des Mittelwellensenders rekapituliert.

Beromünster ist nicht der einzige Mittelwellensender der Schweiz. Ceneri im Tessin wurde bereits ausgeschaltet. Für Sottens in der Romandie gibt es noch keinen Abschaltungstermin.

Re: Beromünster macht endlich Sendeschluss

Verfasst: 15. August 2008 08:58
von Hans-U. Jakob
Netzschalter hat geschrieben: Schweizer Radio will das Ende des Senders deshalb in Würde begehen. Am 11. und 12. Oktober steigt beim Landessender ein Fest mit Livesendungen. An den folgenden 77 Tagen wird, bis zur Abschaltung am 28. Dezember, täglich ein Jahr der 77-jährigen Geschichte des Mittelwellensenders rekapituliert.
Beromünster ist nicht der einzige Mittelwellensender der Schweiz. Ceneri im Tessin wurde bereits ausgeschaltet. Für Sottens in der Romandie gibt es noch keinen Abschaltungstermin.
Hoffentlich haben die Pfarreien von Beromünster und Gunzwil auch den Mut für die viel zu früh an Krebs Verstorbenen, entsprechende und würdige Gedenkgottesdienste abzuhalten.
Ich war vor Jahren mit einem 72-jährigen Ortskundigen auf Messtour in den Weilern rund um den Sender. Er sagte, er sei noch der einzige Ueberlebende seines Jahrgangs....
Hans-U. Jakob

Verfasst: 17. August 2008 00:26
von Peter
Das die Menschen in Beromünster oder in Schwarzenburg vermehrt früher an Krebs sterben stimmt nicht.
Es konnte noch nie einen Zusammenhang mit Hochfrequenzstrahlung und Krebs in Verbindung gebracht werden.

Interessant ist es für Firmen die so teure Abschirmung an den Mann und Frau bringen können. Der Markt ist gross. Auch ein Raucher kann 100 werden.

Verfasst: 17. August 2008 09:57
von Hans-U. Jakob
Peter hat geschrieben:Das die Menschen in Beromünster oder in Schwarzenburg vermehrt früher an Krebs sterben stimmt nicht.
Es konnte noch nie einen Zusammenhang mit Hochfrequenzstrahlung und Krebs in Verbindung gebracht werden.

Interessant ist es für Firmen die so teure Abschirmung an den Mann und Frau bringen können. Der Markt ist gross. Auch ein Raucher kann 100 werden.
Hoppla, das ForumMobil ist aus den Ferien zurück.
Ein Affekt besteht dann, wenn der Betroffene die Realitäten völlig ausblendet, lieber Herr Peter. Sie handeln also hier im Affekt und bekommen midernde Umstände. Sonst hätte der Forum Admin Sie schon längst gesperrt.
Warum es keine wissenschaftlich gesicherten Effekte für Krebs gibt, lesen Sie am Besten unter http://www.gigaherz.ch/1185
und den Artikel nach 8 Jahren Geheimhaltung unter
http://www.gigaherz.ch/1015
Das Beste dazu steht unter http://www.gigaherz.ch/808 5Jahre Bettflaschenforschung.
Die Krebsrate in den bestrahlten Zonen von Schwarzenburg war 3mal höher als in den unbestrahlten. Gezählt wurden nur die noch Lebenden.
Um die Toten in einem Rückblick auf die letzten 40 Jahre einzubeziehen, wurde das Geld gesperrt, das heisst es wurde in die Bettflaschenforschung gesteckt. Die wussten haargenau warum.
Hans-U. Jakob

Verfasst: 17. August 2008 10:28
von paul
Peter hat geschrieben:Das die Menschen in Beromünster oder in Schwarzenburg vermehrt früher an Krebs sterben stimmt nicht.
Es konnte noch nie einen Zusammenhang mit Hochfrequenzstrahlung und Krebs in Verbindung gebracht werden.

Interessant ist es für Firmen die so teure Abschirmung an den Mann und Frau bringen können. Der Markt ist gross. Auch ein Raucher kann 100 werden.
Sie verwechseln da etwas..so ist es richtig:
Obwohl erwiesen ist, dass Rauchen Krebs auslösen kann, gibt es Leute, die rauchen und 100 werden.
Das anerkennen dieses Sachverhalts war ein jahrzehntelanger Kampf der Giganten, und weniger ein Mangel an Hin-und Beweisen.

In Beromünster und Umgebung sind die anfälligen Menschen längst weggezogen oder weggestorben (Selektion). Die verbleibende Bevölkerung kommt offensichtlich gerade so klar mit der Strahlung.
Entscheindend könnte sein, dass der Landessenderender jede Nacht zwischen 23:00 und 5:00 ausgeschaltet wird.
Bei Mobilfunk wird nachts nix ausgeschaltet; da gibt keine Erholungsphase.

Was muss denn noch passieren?

Verfasst: 17. August 2008 11:31
von Tilly
Peter hat geschrieben:Das die Menschen in Beromünster oder in Schwarzenburg vermehrt früher an Krebs sterben stimmt nicht.
Es konnte noch nie einen Zusammenhang mit Hochfrequenzstrahlung und Krebs in Verbindung gebracht werden.
@ Peter!

Scheinbar haben Sie die bisherigen Beiträge in diesem Forum nicht zur Kenntnis genommen,
indem Sie dreist behaupten, dass noch nie ein Zusammenhang mit Hochfrequenzstrahlung und Krebs in Verbindung gebracht werden konnte.
Was sagen Sie dann zur folgenden Erklärung der EEA-Direktorin McGlad:

Auszug:
Die EEA-Direktorin McGlad der EU-Umweltagentur warnt vor Handystrahlung, dass wir jetzt handeln müssen.
Der Zusammenschluss von Wissenschaftlern hat 2.000 Studien zur Wirkung von elektromagnetischen Feldern ausgewertet.
Zentrales Ergebnis des Berichts ist laut "Report" die Aussage, dass sich das Risiko für Hirntumoren nach mehr als zehn Jahren Handynutzung um 20 bis 200 Prozent erhöht.
Außerdem gebe es laut McGlade durch Mobilfunkstrahlung unterhalb der geltenden Grenzwerte Effekte in menschlichen Zellen.
Sie stören Zellprozesse, den Signalaustausch zwischen Zellen. Wenn das über einen langen Zeitraum passiert, können diese Störungen natürlich zu Langzeiteffekten wie Krebs führen, wird McGlade zitiert. Das seien die Effekte, "die uns am meisten beunruhigen". Deshalb rate die EEA dazu, die Grenzwerte mit Blick auf solche biologischen Effekte neu zu definieren und damit zu senken.

Anmerkung:

In einigen anderen Ländern beginnt man bereits die Mobilfunkindustrie wegen der
Krebsgefahr zu verurteilen, während bei uns immer noch die Wahrheit bekämpft wird
und solchen Falschmeldungen von Ihnen verbreitet werden können.
Daran kann man erkennen, in welchen unterentwickelten Land wir hier leben.

Tilly

Verfasst: 17. August 2008 19:06
von Peter
Hoppla, das ForumMobil ist aus den Ferien zurück.
Da muss ich Sie enttäuschen. Das Forum Mobil ist mir bekannt, habe aber nichts mit diesem zu tun.
Es stimmt das ich in den Ferien war. Eine Rundreise durch die Türkei.
Sie würden staunen wie einfallsreich die Türken mit den Antennen sind. Die montieren ihre Handyantennen unauffällig an den Minaretten mitten in Dörfern. Die Bevölkerung freut sich über die Technologie und ich habe mit verschiedenen gesprochen. Niemand beschwerte sich über gesundheitliche Probleme.
Entscheindend könnte sein, dass der Landessenderender jede Nacht zwischen 23:00 und 5:00 ausgeschaltet wird.
Bei Mobilfunk wird nachts nix ausgeschaltet; da gibt keine Erholungsphase.
Eine Handyantenne hat nicht die Reichweite eines Landessenders der in ganz Europa hörbar ist!
Der Sendebetrieb wird über Nacht eingestellt wegen hohen Energiekosten und dem Kosten/Nutzungsverhältnis.

Auch Handyantennen haben über Nacht reduzierte Leistung. Die Sprachkanäle werden abgeschaltet oder stark reduziert, zum Teil ist nur der BCCH in Betrieb.

Re: Was muss denn noch passieren?

Verfasst: 18. August 2008 11:46
von Weiterer Gast
Tilly hat geschrieben: Was sagen Sie dann zur folgenden Erklärung der EEA-Direktorin McGlad:

Auszug:
Die EEA-Direktorin McGlad der EU-Umweltagentur warnt vor Handystrahlung, dass wir jetzt handeln müssen.
Der Zusammenschluss von Wissenschaftlern hat 2.000 Studien zur Wirkung von elektromagnetischen Feldern ausgewertet.
Zentrales Ergebnis des Berichts ist laut "Report" die Aussage, dass sich das Risiko für Hirntumoren nach mehr als zehn Jahren Handynutzung um 20 bis 200 Prozent erhöht.

Tilly
Gibt es für ihre Behauptung auch eine Quelle?

Ein neugieringer Gast

Verfasst: 18. August 2008 12:02
von Hans-U. Jakob
Peter hat geschrieben:
Hoppla, das ForumMobil ist aus den Ferien zurück.
Da muss ich Sie enttäuschen. Das Forum Mobil ist mir bekannt, habe aber nichts mit diesem zu tun.
Es stimmt das ich in den Ferien war. Eine Rundreise durch die Türkei.
Sie würden staunen wie einfallsreich die Türken mit den Antennen sind. Die montieren ihre Handyantennen unauffällig an den Minaretten mitten in Dörfern. Die Bevölkerung freut sich über die Technologie und ich habe mit verschiedenen gesprochen. Niemand beschwerte sich über gesundheitliche Probleme.
Entscheindend könnte sein, dass der Landessenderender jede Nacht zwischen 23:00 und 5:00 ausgeschaltet wird.
Bei Mobilfunk wird nachts nix ausgeschaltet; da gibt keine Erholungsphase.
Eine Handyantenne hat nicht die Reichweite eines Landessenders der in ganz Europa hörbar ist!
Der Sendebetrieb wird über Nacht eingestellt wegen hohen Energiekosten und dem Kosten/Nutzungsverhältnis.

Auch Handyantennen haben über Nacht reduzierte Leistung. Die Sprachkanäle werden abgeschaltet oder stark reduziert, zum Teil ist nur der BCCH in Betrieb.
Klarstellung:
Messung Gigaherz.ch vom 22.4.98 in der Regin Beromünster:
Ort / Entfernung vom Turm / Messresultat:
Locheten, 1700m, 7V/m
Waldi, 800m, 20V/m
Blosenberg, 200m, 30V/m
Erlosen, 900m, 12V/m
Hueben, 1200m, 15V/m
Schlössli, 1700m, 3.5V/m
Linden, 2200m, 2V/m
Die Sendeleistung betrug damals 1000kW ERP über eine Rundstrahlantenne auf 220m Höhe über Grund, wobei der Turm auch noch auf einem Hügel sand, welcher noch eine zusätzliche Ueberhöhungen zu den Messorten bot.
Die Anlage wurde 2003 durch Blitzschlag zerstört, so dass heute nur noch der Reservesender von ca 250kW in Betrieb ist.
Der Sender ist deshalb kaum meher über die Landesgrenze hinaus hörbar.

Mobilfunksender werden im Gegensatz zu Mittelwellensendern direkt auf die Hausdächer auf Firsthöhe inmitten bewohnter Quartiere gestellt und sind wegen ihrer Richtcharakteristik von der Strahlung her mit Beromünster teilweise vergleichbar. Siehe Locheten, Schlössli und Linden.

Mobilfunksender gehen nachts, wenn angeblich nur der BCCH läuft NIE unter die halbe Strahlungsleistung in V/m gemessen zurück. Da haben wir genügend Beweismaterial.

Grenzwerte für Daueraufenthalt (OMEN):
Mittelwelle 8.5V/m
Mobilfunk bis 6V/m

Und jetzt alle Besserwisser Westeuropas in die Startlöcher!
Hans-U. Jakob

Forum Admin: Da ein Sinn umfangreicher Diskussionen mit abstreitenden Vertretern der Pro Fraktion immer weniger ersichtlich ist, wird dieser Thread geschlossen.