Elektrosensibilität - Stand der Forschung

Elisabeth Buchs

Elektrosensibilität - Stand der Forschung

Beitrag von Elisabeth Buchs » 17. Oktober 2005 22:01

Auf www.forum-elektrosmog.de/pdf/35pdf findet man einen interessanten Aufsatz zur Elektrosensibilität von H.-Peter Neitzke, Ecolog-Institut zu den Ergebnissen statistischer Untersuchungen. Aus dem EMF-Monitor, Jg. 11, Nr.4, August 2005.

In seiner Analyse des Forschungsstands zur Elektrosensibilität findet Peter Neitzke vom Ecolog-Institut im wesentlichen eines: offene Fragen. Vorliegende statistische Studien bringen kaum Licht ins Dunkel.

Teil zwei wird sich den Laboruntersuchungen zu spezifischen biologischen Effekten sowie den Provokationsstudien widmen.

Das deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm plant eine Studie zum Thema Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren bzw. -erkrankungen wie z.B. Allergien und erhöhte Belastung bzw. Empfindlichkeit gegenüber Schwermetallen und Chemikalien. Dauer bis 30.11.06.

Heute hatte ich eine Anfrage einer in der Nähe einer Mobilfunkantenne wohnenden älteren Frau mit gesundheitlichen Problemen, während ihre etwa gleichaltrige Kollegin, mit der sie zusammenwohnt, beschwerdefrei sei. Solchen Beobachtungen sollte man wissenschaftlich nachgehen. Leider fehlt mir, erst recht nach dem Zwischenbericht zur TNO-Replikation, das Vertrauen in die industrieunabhängie wissenschaftliche Forschung.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Elisabeth Buchs

Re: Elektrosensibilität - Stand der Forschung

Beitrag von Elisabeth Buchs » 18. Oktober 2005 17:57

Einen weiteren interessanten Text zum Thema Elektrosensibilität findet man bei http://www.bmu.de/strahlenschutz/doc/5942.php:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Machbarkeitsstudie: Verifizierung der Beschwerden Elektrosensibler vor und nach einer Sanierung.

Ich sammle nun Texte und Studien zu diesem Thema. Denn die Elektrosensibillität gibt es, dass sie von EMF kommt haben ich selber und andere mir bekannte Personen genügend erfahren und beobachtet zusätzlich zu den vielen Erfahrungsberichten aus dem In- und Ausland. Wir lassen uns nicht länger psychiatrisieren, halten zusammen und wehren uns. Wir verlangen unabhängige Forschung, ein Recht auf besonderen Schutz und ein durch EMF beschwerdefreies Leben.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

mips

Re: Elektrosensibilität - Stand der Forschung

Beitrag von mips » 18. Oktober 2005 20:11

H.-Peter Neitzke schreibt z.Bsp. .....
http://www.forum-elektrosmog.de/pdf/35.pdf

Die Auslöser für Elektrosensibilitäts-Reaktionen wurden von Röösli et al. (2004) abgefragt. Die Ergebnisse sind in Abbildung 4 und Tabelle 1 dargestellt. Abbildung 4 zeigt, dass Mobilfunkbasisstationen von den Betroffenen mit großem Abstand als größtes Problem angesehen werden.

Hingegen hat Herr Neitzke die Studie von Röösle, Anke Huss, Nadja Schreier 2005: Repräsentative Befragung zu Sorgen und gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern in der Schweiz" nicht berücksichtigt.

Auszug aus dieser Studie ....
http://www.umwelt-schweiz.ch/imperia/md ... ragung.pdf

Personen mit EMF-attribuierten Gesundheitsbeschwerden führten diese am häufigsten auf Hochspannungsleitungen und auf Handys zurück. Nur gerade 20% der
EHS-Personen führten ihre Beschwerden nicht auf eine (oder mehrere) spezifische EMFQuellezurück, sondern auf EMF generell. Mobilfunkbasisstationen wurden von 13 Prozent der EHS-Personen als Ursache der Beschwerden genannt. Die Reihenfolge der Ursachennennung unterliegt einer statistischen Unschärfe, die anhand der
Vertrauensintervalle abgeleitet werden kann.

mips

Re: Elektrosensibilität - Stand der Forschung

Beitrag von mips » 18. Oktober 2005 20:19

Frau Buchs, kennen Sie den Text von Frau Dr.Stöcker "Elektrosensibilität - ein Stress-Syndrom" auch?
http://www.stopp-elektrosmog.ch.vu/editorial/0504.html

Elisabeth Buchs

Re: Elektrosensibilität - Stand der Forschung

Beitrag von Elisabeth Buchs » 18. Oktober 2005 21:53

Hallo Mips

Vielen Dank für Ihre Angaben. Am 17.4.05 habe ich zu Elektrosensibilität - ein Stress-Syndrom einen Beitrag geschrieben (read.php?f=1&i=4808&t=4808) mit Bezug auf Ihre Homepage. Es wäre gut, wenn möglichst gesamteuropäisch alle Informationen, Tests, Massnahmen zur Elektrosensibilität zusammengetragen werden.

Eine elektrosensible Kollegin hat heute abend angerufen und gesagt: Wir müssen etwas tun, sonst sind wir Sensiblen bald alle "dran". Sie sagte auch, dass wir möglicherweise "biochemisch" etwas anders hätten als der Durchschnitt. Um solches rauszufinden brauchte es die nötigen Finanzen für unabhängige Forschung. Gut wäre es, wenn möglichst viele Sensible den Redox-Test durchführen lassen würden. Auch die von Dr. Stöcker erwähnte labormedizinische Messung von Stressfaktoren mit Sensiblen und Resistenteren könnte weiterhelfen. Kennt jemand eine Adresse, wo man so etwas durchführen lassen könnte, wenn nötig auch im grenznahen Ausland? Ich finde es sehr mies, wie wir Sensiblen in die psychische Ecke geschoben werden sollen, ohne das solche Untersuchungen wissenschaftlich und grösserangelegt durchgeführt worden wären. Ob wohl beim Nationalen Forschungsprojekt eine sinnvolle Studie zur Elektrosensibilität gemacht wird. Doch bis das Projekt beendet sein wird, ist alles vollgestellt mit UMTS und WiMAX vermutlich auch schon am Kommen, darf da überhaupt etwas Negatives zu diesen Technologien gefunden werden? Irgendwie trifft man bei so Studien immer wieder mal die gleichen Namen von Universitäten, Hochschulen und Wissenschaftlern, die zum "Kuchen" gehören und Verdacht besteht auf Industrieverflechtungen.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Antworten